Wenn die Kuh nicht vom Eis wäre: Rettung der Deutschen Bank übers Wochenende

Die Strafzahlung für die Deutsche Bank in den USA soll angeblich deutlich auf 5,4 Mrd. Dollar reduziert werden. Die Aktie der Deutschen Bank legte im Tagesverlauf sprunghaft zu und konnte in der Spitze um 18 Prozent auf mehr als 11,70 Euro zulegen. Die Kuh ist also zunächst vom Eis. Wie hätte es im Worst Case ausgehen können?

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Seit 1. Januar 2016, gelten die gemeinsamen Regeln zur Sanierung und Schließung von Banken («Single Resolution Mechanism»/SRM).Das Abwicklungsgremium ist eine Agentur innerhalb des SRM und besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit. Entschließt sich das SRB, ein Institut abzuwickeln, können Europäische Kommission und Rat der Europäischen Union das Konzept binnen 24 Stunden ablehnen (Quelle: Bundesbank). Der neue Banken-Abwicklungsfonds ist die zweite Säule der Bankenunion.

Wikipedia schreibt:  Die Abwicklung soll innerhalb von 24 Stunden eingeleitet werden, wenn EU-Kommission und Mitgliedsländer keinen Einspruch erheben.

Die FAZ schrieb ziemlich konkret: „Der Fonds soll schnell einspringen, um Problembanken über ein Wochenende hinweg abzuwickeln.“  Der SRM-Fonds soll bis 2024 einen Umfang von 55 Milliarden Euro haben. In der Finanzkrise hatten die EU-Länder insgesamt 1,6 Billionen Euro in marode Geldhäuser gesteckt. Das Geld könnte also maximal für eine Wochenendaktion reichen.

Die Situation um die Deutsche Bank ist nun erstmal entspannt. Trotzdem muss man sehen, dass es inzwischen effiziente Regeln, Behörden und Mechanismen gibt, die in solchen Fällen eingreifen können und werden. Schaut man nach z.B. Italien dann sieht man zahlreiche Krisenbanken. Wer wissen will, warum die Banken nun wieder wackeln, kann das hier nachlesen. Und warum die EZB nicht alleine daran schuld ist, steht hier.


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Aktionstag „Rundfunkbeitrag“ in Karlsruhe – 03.10.2016

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Süß, wenn CDU-Politiker selbst merken, dass sie gelogen haben

Unionspolitiker üben scharfe Kritik an EZB-Chef Draghi. Manche behaupten sogar: „Draghi macht die Euro-Zone zu einer Schulden-Haftungsunion.“ (mehr dazu hier)

Es gibt eine Schulden-Haftungsunion und Draghi soll schuld sein? Das sind ja ganz neue Töne. Wer hat denn die EZB gegründet und mit Macht ausgestattet? Apropos Schulden-Haftungsunion… da war doch mal ein „GANZ KLARES NEIN“, oder nicht?

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Lesetipp: Kritik an Mario Draghi ist nur ein populistisches Ablenkungsmanöver


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Charles Krüger: „Linke sind neoliberal“

 

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Tipp: Mit  Amazon Fire TV kann man u.a. Youtube bequem auf dem Fernseher sehen. Es kostet einmalig ein bisschen Geld (kein Abo) – einfach an WLAN und TV anschließen – fertig.

Wie wirken BCAA?

Für die Rubrik „Health beginne ich eine neue Serie namens Wie wirkt“. Hier sollen gute aber auch nutzlose Nahrungsmittel(ergänzungen) vorgestellt werden.

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  • Teil 1: Wie wirken BCAA?

Die Abkürzung BCAA bedeutet „Branched Chain Amino Acids“, also zu Deutsch verzweigtkettige Aminosäuren. Sie werden eigentlich nur im Sport als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Die drei essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin werden nicht in der Leber, sondern in der Muskulatur verstoffwechselt. Doch eines muss man erwähnen: BCAA haben KEINE WIRKUNG. Zumindest haben sie keine leistungsstärkende Wirkung, denn es handelt sich um eine Nahrungsergänzung. Neben einigen Marketinggags gib es tatsächlich eine antikatabole Wirksamkeit. Bei einer längeren Unterversorgung an Kalorien greift der Körper oft auch auf muskuläre Strukturen zurück. Hierbei können die BCAA, vor allem Leucin und Valin, dazu beitragen, dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Eine Supplementierung mit BCAA kann sinnvoll sein, wenn jemand über einen längeren Zeitraum ein Kaloriendefizit hat und seine Muskulatur schützen möchte.

Nebenwirkungen: BCAA sind Aminosäuren, die in einer normalen Ernährung vorkommen. Daher gibt es kaum Nebenwirkungen. Wer mehr BCAA konsumiert als er benötigt, entwickelt nicht etwa mehr Muskulatur beim Training, sondern scheidet die überschüssigen Aminosäuren wieder aus. Problematisch bei manchen Produkten sind nicht die BCAA sondern die Beistoffe. BCAA-Pulver wird oft mit Süßungs- und Geschmacksstoffen aufgepeppt. Kapseln können besser sein.

Wer keinen Leistungssport betreibt oder nicht in einem Kaloriendefizit lebt, braucht meiner Meinung nach keine BCAA.

Lesetipp: 4 Nahrungsergänzungsmittel, die fast niemand braucht


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Bin ich zu dumm für bargeldloses Bezahlen?

Immer wieder hört und liest man, das Bargeld würde schleichend verschwinden. Immer mehr hippe Dienstleister, Apps und andere digitale Lösungen drängen sich uns förmlich auf. Ich blicke nicht mehr durch.

Mensch ist das schön, wenn man einfach mit Bargeld oder einer Bankkarte bezahlen kann. Dank einer neuen EU-Verordnung hat man künftig bei einer Kartenzahlung eine Auswahlmöglichkeit. Die meisten Verbraucher haben keine Ahnung, was sie da auswählen! Es ist ihnen aber auch egal, hauptsache die Zahlung geht schnell und der Händler bekommt sein Geld. Den meisten Einkaufenden ist es egal, welche Gesellschaft da im Hintergrund noch ein paar Cents mitverdient.

Passwortfriedhof Onlinebanking! Wer wie ich Konten in der Schweiz und in Deutschland hat, blickt mit der Zeit einfach nicht mehr durch. Ich habe es nachgezählt: Alleine für eine deutsche Sparkasse muss ich mir fürs bargeldlose Bezahlen 7 Passwörter bzw. PINs merken und alle sind unterschiedlich. Ich habe individuelle Passwörter/PINs für Onlinebanking, App, PushTAN-App, Broker, Girocard, Kreditkarte und neuerdings auch noch für Paydirekt und S-Ident (neuste Schikane bei Kreditkartenzahlungen). Und gnade euch Gott, wenn ihr mal ein Paswort oder eine PIN nicht mehr wisst.

Solange ich geschätzt 5-10 Passwörter, verteilt auf unzählige Zugänge und mehrere Apps, wissen muss, solange sehe ich die Abschaffung des Bargeldes eher skeptisch. Wenn die Banken wollen, dass wir ihre digitalen Dienste intuitiv nutzen, dann müssen sie diese verdammt noch mal so konzipieren, dass man nicht zu blöd dafür ist. Mein Inneres weigert sich, 7 Passwörter zu merken, nur damit ich etwas bezahlen kann. So wird das nichts mit dem Bargeldverbot.

Apple, Google oder die Bank von nebenan? Es macht nicht derjenige das Geschäft, der die meiste Werbung schaltet, sondern der, der das einfachste Modell entwickelt. „BEZAHLEN“ ist ein ureigener und instinktiver Vorgang, den Menschen schon seit Jahrtausenden beherrschen. Wer es schafft, diesen Vorgang zu verkomplizieren, wird vom Markt verschwinden. Oder ich bin tatsächlich zu doof? Von NFC und RFID möchte ich gar nicht anfangen…


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Soll man jetzt griechische Aktien kaufen?

Der berühmte Nobelpreisträger Shiller rät zu griechischen Aktien. Die Kurse griechischer Aktien seien «niedriger als alles, was ich in den USA jemals gesehen habe. Das spricht für ein spektakuläres Investment», so Shiller auf einer Veranstaltung der Barclays in London. Aber da war doch noch diese alte Börsenweisheit, „Never catch a falling knife“, oder?

Shiller hat natürlich Recht. Manchmal kommt es am Markt zu Überreaktionen. Preise können hierbei „zu tief“ oder „zu hoch“ sein. Eine Aktie der Volkswagen AG kostete kurz nach dem Skandal etwas mehr als 92€, heute steht sie knapp unter 120€, obwohl der Skandal noch läuft. Es kann Sinn machen, dann zu kaufen, wenn alle anderen verkaufen. Hierzu bedarf es Mut und konsequentes Vorgehen. Auch muss man sich sicher sein, dass eine Überreaktion der Marktteilnehmer vorliegt, ansonsten greift man tatsächlich ins fallende Messer.

Schaut man sich den Aktienkurs von zum Beispiel bestimmten Banken an, dann hätte man schon mehrfach denken können, dass es „nicht mehr billiger wird“. Doch manchmal kommt es anders. Unternehmen oder Volkswirtschaften, deren Existenz bedroht ist, werden keine Rendite bringen. Ihre Preise sind mit großer Sicherheit korrekt. Eine Überreaktion liegt oftmals dann vor, wenn die Investierenden panisch von Medien, Hetze, Stimmungen, Politik oder aufgrund des Herdentriebs zu einer Handlung verleitet werden.

Anfang 2015 eskalierte die Ukraine-Krise. Damals konnte man russische Staatsanleihen zu 78% des Nennwertes kaufen und strich seither 7,50% Zinsen ein. Heute steht die Anleihe bei 98%. Obwohl der Rubel in der Zeit etwas abgewertet hat, haben die Anlegenden (in CHF oder EUR) ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Hier hat es sich also gelohnt! Anders bei vielen Anleihen von zum Beispiel „nachhaltigen und ökoligischen“ Mittelständlern, die immer wieder in die Insolvenz gehen.

Das fallende Messer zu fangen kann sich durchaus lohnen. Man muss aber mutig sein und immer damit rechnen, dass das Messer noch einige Zeit weiter fallen wird. Ein heftiger Preisrückgang geschieht ja nicht grundlos. Dennoch kann man sich auf Crashtage freuen, um Schnäppchen zu machen. „Fishing from the Bottom“ lohnte übrigens auch bei griechischen Staatsanleihen. Die 2017 fälligen Papiere stiegen von 62% im Sommer 2015 auf aktuell 98%. Der griechische Aktienmarkt, gemessen am ATHEX, tendiert hingegen nahe seines 10-Jahres-Tiefs. Ob das nun Kaufkurse sind, wird sich zeigen.


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