Es wird gefährlich am Aktienmarkt

Ende 2012 schrieb ich, dass die Blase am Aktienmarkt kurz davor ist, zu platzen. Seither stieg der DAX um über 500 Punkte. Ich lag nicht falsch, sondern ich war einfach nur zu früh mit meiner Einschätzung.

Der DAX steht heute auf dem Niveau, wo er schon 2000 und 2008 war. Der große Unterschied ist, dass in 2013 fette Unternehmensgewinne fließen. Rechnet man diese Gewinne (Dividenden) aus dem DAX heraus, dann ist der reine Kursindex noch weit unter den damaligen Hochs. Anders ist es in den USA: Der DowJones ist ein reiner Kursindex und notiert weit über seinen damaligen Hochs. US-Aktien sind so sehr aufgeblasen, dass die Dividendenrenditen auf unter 2% gefallen sind. Der historische Durchschnitt liegt bei zirka 4,4%.

Bereits die Gravitationsgesetze sagen mir: Nach unten geht es immer schneller als nach oben. Vergleicht man die 12-Monats-Entwicklung des Aktienmarktes mit z.B. Industriemetallen, dann erkennt man den Grund des Anstiegs. Der Aktienmarkt ist durch billiges Geld aufgeblasen und nicht durch konjunkturelle Rahmendaten gerechtfertigt. Der Aktienmarkt stieg in den letzten 12 Monaten (global) um knapp zirka 10%, lokal teilweise um 20%. Andere Waren, die sich an der tatsächlichen Konjunktur orientieren, sind im Preis gefallen. Silber -27%, Alu -5%, Öl -4% und ein Index bestehend aus Industriemetallen (von Reuters) um über 18%.

Selbst der Athener Aktienmarkt stieg in den letzten 12 Monaten um über 48%. In Spanien ging es knapp 23% nach oben. Die ersten Profis machen nun still und heimlich Kasse um nach dem Rückgang wieder günstig ein zu steigen. Ultra niedrige Zinsen verursachen immer eine Blase, die beim Platzen eine neue Krise verursacht. Bisher wurde weder die Eurokrise noch die Schuldenkrise gelöst. Man hat einfach nur die Notenbanken enorm viel Geld drucken lassen damit man Zeit gewinnt um Wahlen zu gewinnen. Ein mögliches Ende dieser ultralockeren Geldpolitik könnte der Nadelstich sein, der die Blase am Aktienmarkt zum platzen bringt.

Wichtig: „On the Long term“ kommt kein Anleger an Aktien vorbei. Durch ein gestaffeltes Einstiegsmanagement kann man das Risiko über die Zeit streuen und die Timing-Problematik umgehen. Wenn dir das dein Anlageberater nicht erklären kann, dann such dir einen anderen und bilde dich selbst.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_  Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen.

liebe Grüße, eure Jenny

Advertisements

Eine Antwort zu “Es wird gefährlich am Aktienmarkt

  1. Ich sehe das ähnlich und habe meinen Kunden deshalb empfohlen die Aktienquote zu senken. Dennoch gehe ich davon aus, dass die Party noch etwas andauern kann.
    Felix C. Schneider
    (Geschäftsführer Vermögenswelt GmbH)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s