Der ESM bekommt einen Risiko-Zulieferer: Im Herbst 2014 kommt der SSM

ESM-LuxemburgIWF, EZB, EBA, EFSF, ESM und viele andere Abkürzungen schmücken die Europolitik. Im Herbst 2014 soll der SSM hinzu kommen. Das Kürzel steht für „Single Supervisory Mechanism“. Diese zentrale Bankenaufsicht soll Voraussetzung dafür sein, dass angeschlagene Banken direkte Finanzhilfen aus dem Rettungsfonds ESM erhalten können, was eigentlich nie vorgesehen war. Der ESM wurde ursprünglich zur Rettung von Staaten konzipiert. Der SSM wird zum „Risiko-Zulieferer“ für den ESM und dies beschränkt sich nicht auf die Eurozone.

Die rechtliche Grundlage des SSM sollen zwei EU-Verordnungen schaffen, die die Kommission im September 2012 vorgelegt hat. Im Kern sollen die Aufsichtskompetenzen Schritt für Schritt an die europäische Bankenaufsichtsbehörde abgegeben werden. Die endgültige Entscheidung im Europäischen Parlament soll am 10. September 2013 fallen. Bevor der SSM seine Arbeit aufnimmt, prüfen die neuen Überwacher alle Bankbilanzen gründlich. Im Anschluss ist für alle großen Banken der 27 EU-Staaten ein gemeinsamer Stresstest von EZB und EBA geplant. Voraussichtlich im Herbst 2014 wird dann die gemeinsame europäische Bankenaufsicht starten. Der SSM wird nicht nur für die Eurozone gelten, sondern für die komplette EU. Länder, die nicht den Euro haben, können freiwillig beim SSM teilnehmen. Der SSM ist also auch dazu da, die ESM-Haftungsunion auf Nichteuroländer auszudehnen.

Der SSM ist Teil der Bankenunion. Eine Hauptaufgabe des SSM wird sein, toxische Aktiva zu beseitigen, die unter nationaler Bankenaufsicht entstanden ist. Die Vermutung liegt nahe, dass nationale Aufsichtsbehörden die ein oder andere Problembank ignorierten, um sie nicht retten zu müssen, was den Staatshaushalt verschont. Eine Kritik, die man am SSM üben kann, ist die Tatsache, dass nicht alle Banken in Europa gleich sind. So unterschiedlich wie die Menschen und Wirtschaftsräume sind, so unterschiedlich sind die dort tätigen Banken. Zwar wird noch immer zwischen „systemrelevanten“ und „nicht systemrelevanten“ Banken unterschieden, trotzdem ist ein weiterer Trend in Richtung Zentralisierung zu erkennen. Der SSM wird seine Arbeit sehr engagiert aufnehmen und dabei womöglich enorme Risiken finden, die er dann zum ESM und damit zum Steuerzahler auslagern wird.

Der SSM ist eine logische Konsequenz im Euro-Wahnsinn. Er perfektioniert und zentralisiert das Geschehen und dient dazu bei, das Scheitern der Währungsunion noch etwas hinaus zu zögern. Der SSM ist dazu da, Risiken im Bankensektor zu finden um sie als „Zulieferer“ dem Steuerzahler (dem ESM) zu liefern.

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liebe Grüße, eure Jenny

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4 Antworten zu “Der ESM bekommt einen Risiko-Zulieferer: Im Herbst 2014 kommt der SSM

  1. Der Euro-Rettungswahnsinn wird schon bald enden

    In der letzten Phase vor dem Zusammenbruch geht es den Mächtigen nur noch um den Erhalt des Systems – mit allen Mitteln und um jeden Preis.

    Doch auch das wird ihnen letztlich nichts mehr helfen.

    Gut so.

  2. Pingback: 21. Jahrhundert » Blog Archiv » Der ESM bekommt einen Risiko-Zulieferer: Im Herbst 2014 kommt der SSM | Jenny´s Blog

  3. Faszinierend ist der Aküfi = Abkürzungsfimmel der EU-Kratten allemal. Diese Wortschöpfungen sind Synomyme für einen uralten Begriff: LÜGEN.

    Ich werde immer hellwach, wenn Menschen eine Angst durch eine andere ersetzen oder eine totalitäre Macht durch eine andere. Jedes Geschäft hat seine Ideologie. Mein Lehrgeld habe ich gezahlt. Mein Körper ist immer noch eine Antenne für jeglichen Betrug, der mir angedient wird.

    Der Schlüssel raus aus einer Matrix hin zum eigenen Lebensgeist liegt in mir, in jedem einzelnen Menschen und nicht in einer Idee oder Gruppe. Niemand braucht einen „Schlüsselhalter“, bestenfalls für eine unbestimmte Zeit einen helfenden Menschen. Meine eigenen Gedanken sind das entscheidende Werkzeug. Peter Schellenbaum liefert mit seinen Parabeln in „Tanz der Freundschaft“ passende Bilder. Durch dieses „Märchenbuch“ kam ich davon weg, für jeden und auf alles eine Antwort parat zu haben. Heute schweige ich sehr oft.

    Gerne zitiere ich einen Schlussgedanken von Dieter Broers, egal ob dieser Mann „gedreht“ wurde oder nicht: „Liebe muss nicht erobert werden. Liebe ist immer da gewesen. Seien wir einfach das, was wir sind. Seien wir die Menschen, die Götter, die erkennen, dass sie unsterblich sind und dass sie die Zukunft selber bestimmen können – und nicht die Medien und auch nicht die Katastrophen. http://kolpak.de/kreativitaet

    Augenblicklich erfahre ich so viel Bizarres aus den Quellen im Netz, wo ich recherchiere, dass ich auch hierfür keine Analogie finde und auch kein Bedürfnis spüre, meine Wahrnehmungen zu teilen. Es ist, als würde ich eine schnell wachsende Pflanze beobachten, von der ich noch nicht weiss, welche Früchte sie hervorbringen wird.

    Es stehen gesellschaftliche Verwerfungen an, die vertuscht und geleugnet werden. Wenn sie stattfinden, wird es ebenfalls lügenhafte Erklärungen geben. Nachdem alles vorbei ist, werden die Geschichtsbücher voller Lügen sein. Die Masse der Menschen wird nichts verstehen. Es ist sinnlos, an etwas anderes als an die eigene Haut zu denken.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

  4. Auch ich habe in den letzten Jahren sehr viel Bizarres herausgefunden. Es ist mir sogar gelungen, Quellen zu finden, die einer exakten Betrachtung standhalten. Kürzlich habe ich wieder zwei Links gefunden, um was es sich bei der EU in Wahrheit handelt und wer es erfunden hat. Es ist alles durch die Gerichtsunterlagen der Nürnberger Prozesse von 1946-47 belegt. Da hat sogar die Pharmaindustrie dagegen geklagt und den Prozess verloren. Bei der Beweislage ist alles geklärt. Sehr aufschlußreich muss ich sagen.

    http://www.iknews.de/2013/08/14/usa-bei-facebook-spruch-knast/comment-page-1/#comment-175640

    http://www.iknews.de/2013/08/14/usa-bei-facebook-spruch-knast/comment-page-1/#comment-175698

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