„Mehr Netto vom Brutto” – Wer tausendmal lügt, dem glaubt man nicht!

fdpMit dem Spruch „Mehr Netto vom Brutto“ wurde im letzten Bundestagswahlkampf extrem Stimmung gemacht. CDU und FDP wollten dafür sorgen, daß den Arbeitnehmern mehr Geld in der Tasche bleibt, mit dem sie dann die Binnenkonjunktur ankurbeln sollten. Heute hat kaum jemand „Mehr Netto vom Brutto“; stattdessen tischt man uns neue Wahlkampflügen auf.

Guido Westerwelle sagte in 2009: „Mit der FDP wird es nur dann einen Koalitionsvertrag geben, wenn darin ein niedrigeres, einfacheres und gerechteres Steuersystem vereinbart worden ist.” Eine Lachnummer. Eine Lüge! Die FDP bekam hierfür 14,6%. Als die Wählerinnen und Wähler diese dreiste Verarschung realisiert haben, kam die FDP auf nur noch um die 3%. Bei der CDU fehlt diese Quittung noch. Noch immer wählen viele Menschen diese Bankenrettungs-Partei.

Trotz dieses Wahlversprechens, das übrigens auch im Koalitionsvertrag steht, sind die Belastungen durch Lohnsteuer und Sozialabgaben auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Deutsche Arbeitnehmer verdienen dadurch  immer weniger. Im Durchschnitt hatte ein Arbeitnehmer im letzten Jahr Abzüge in Höhe von 9.943 EUR. Das entspricht einem Anstieg von 553 EUR. So stark sind Sozial- und Lohnsteuerabgaben in den letzten 17 Jahren nicht mehr angestiegen (via Stat.Bundesamt). Schaut man sich die deutsche Schuldengeschichte an, dann sieht man dass keine Regierung seit Merkel (2005) mehr Schulden gemacht hat. „Die eiserne Kanzlerin“ ist eine Luftnummer; sie ist die absolute Schuldenkönigin und alles andere als „eisern oder hart“. Das sind nur Propagandabegriffe aus den Medien.

Lügen- und Versagerpolitik darf nicht vom Wähler legitimiert werden. Leider sind die Wählerinnen und Wähler von den Medien bereits soweit verdummt, dass manche noch Beifall klatschen, wenn sie weniger Geld im Portemonnaie haben. Ich verstehe diese Hirnlosigkeit nur bedingt. Die Lohnsteuer ist im Vergleich zu anderen Haushaltsposten im Bundeshaushalt ein eher kleiner. Wie lange wird das völlig traumatisierte und manipulierte Wahlvieh sinkende Realeinkommen hinnehmen? Ich wage die traurige Prognose, dass es erst dann zu Protesten kommt, wenn es zu spät ist. Deutsche gehen immer erst dann auf die Straße, wenn sie Hunger haben oder in ihren Wohnungen erfrieren. Es wäre jetzt die Aufgabe von echten Journalisten, die Wählerinnen und Wähler an die dummdreisten Lügen des Parteienkartells zu erinnern, aber das tun sie nicht, denn das System schützt sich selbst.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
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liebe Grüße, eure Jenny

5 Antworten zu “„Mehr Netto vom Brutto” – Wer tausendmal lügt, dem glaubt man nicht!

  1. Moin Jenny,
    grundsätzlich kann ich Deinen Ausführungen nur zustimmen.
    Allerdings:
    „Ich wage die traurige Prognose, dass es erst dann zu Protesten kommt, wenn es zu spät ist. Deutsche gehen immer erst dann auf die Straße, wenn sie Hunger haben oder in ihren Wohnungen erfrieren.“
    Diese Annahme erscheint mir zu optimistisch. Die Erfahrungen in der Vergangenheit (Weltwirtschaftskrise u.ä.) sprechen dagegen.

    „Es wäre jetzt die Aufgabe von echten Journalisten, die Wählerinnen und Wähler an die dummdreisten Lügen des Parteienkartells zu erinnern, aber das tun sie nicht, denn das System schützt sich selbst.“
    Stimmt. Haben diese „echten Journalisten“ evtl. Existenzangst? So nach dem Motto: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing? Zudem müssen sie ja auch noch einen Verleger haben, der kritische Töne zuläßt.

  2. Pingback: 21. Jahrhundert » Blog Archiv » “Mehr Netto vom Brutto” – Wer tausendmal lügt, dem glaubt man nicht! | Jenny´s Blog

  3. He, nicht ganz so pessimistisch, gut Ding braucht Weile bei vielen Deutschen. Aber es gibt doch Lichtblicke, mir ist ganz warm ums Herz geworden bei diesen Filmchen und ich bedauere unendlich nicht dabei gewesen zu sein
    http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2013/08/15/erst-stuttgart-dann-aschaffenburg-jetzt-seligenstadt-die-revolte-wird-starker/

  4. Guten morgen, deinen Ausführungen kann man im Grunde zustimmen. Jedoch stößt mir das Totschlagargument mit den Schulden immer und immer wieder ein wenig auf. Da man ja nunmal an ein zinsprozentbasiertes Schuldsystem hat is es auch nicht sonderlich schwer jedes Jahr mehr Schulden zu machen. Wenn bei den Wahlen der SPD-Grünen-Sozialabbau gewinnen sollte machen die auch mehr Schulden im nächsten Jahr als die CDU-FDP-Wirtschaftspartei dieses Jahr. Daher sollte man gerade in diesem Punkt mehr differenzieren und sich die einzelnen Ausgabenbereiche schuldzinsbereinigt ansehen. Am Ende bleibt bei diesem Parteiensystem dennoch die Wahl zwischen Pest und Cholera und ohne die Mitwirkung jedes Einzelnen wird sich daran auch schwerlich etwas ändern.

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