Bundesregierung verkauft möglicherweise Atomwaffentechnologie

477px-Castle_RomeoDass unsere Bundesregierung Kriegstechnik an fragwürdige Personen verkauft, dürfte allgemein bekannt sein. Nun scheint die geplante Privatisierung der Urananreicherungsfirma URENCO konkreter zu werden. Die Firma befindet sich aktuell zu je einem Drittel im Besitz von Großbritanien, Niederlande sowie E.ON und RWE. Die deutsche Bundesregierung hat umfangreiche Veto- und Mitwirkungsrechte. Nun ist wohl ein Börsengang mit „offenem Bieterverfahren“ geplant. Damit könnte die tödliche Atomwaffentechnologie in falsche Hände, Hedgefonds oder Strohmänner totalitärer Regime geraten.

Der Verkauf durch „offenes Bieterverfahren“ wurde am 23.05.2013 von E.ON-Chef Johannes Teyssen angekündigt. Am 23.05.2013 hat dies der niederländische Finanzminister und aktueller Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in einem Brief an das niederländische Parlament konkretisiert. Er schrieb, dass sich die Eigentümer darin einig seien, URENCO entweder direkt zu verkaufen oder über einen Börsengang  zum „maximalen Verkaufspreis“ zu veräußern. Eine Firma, die Atomwaffen bauen kann, sollte man wohl eher schließen, statt sie gewinnmaximierend zu verkaufen, aber da gehen die Meinungen wohl sehr auseinander. Der Telegraph munkelt über einen möglichen Kaufpreis von 9 Milliaren Euro bzw. Pfund (das geht aus dem Bericht nicht hervor).

Es ist wohl nicht auszuschließen, dass auch Hedgefonds und Strohmänner URENCO-Anteile kaufen könnten. Was hingegen aus dem deutschen URENCO-Standort in Gronau wird, weiß man ebenfalls nicht. Natürlich können sich die drei Regierungen auch nach dem Verkauf vertragliche Kontroll- und Vetorechte geben lassen. Ob allerdings die Durchsetzbarkeit gegeben ist, weiß man nicht. Unwissenheit ist bei Atomtechnologie eine Todsünde. Auch könnte gefährliches Knowhow ausspioniert werden. URENCO ist zu 50% bei der Urananreicherungsfirma ETC beteiligt. ETC hat sich auf Zentrifugalentwicklung spezialisiert. Die Weiterverbreitung von Atomwaffentechnologie ist für Deutschland strikt verboten. Ob die Bundesregierung dieses Verbot verbindlich einhalten kann, erschließt sich mir nicht.

URENCO war in der Vergangenheit schon mehrfach in der Kritik. Im Jahr 2006 berichtete die ZDF-Sendung „Frontal21″darüber, dass URENCO abgereichertes Uran zur Wiederaufbereitung nach Russland geliefert hätte. Dabei gab es mangelhafte Sicherheitszustände und erhebliche Gesundheitsrisiken für das russische Personal. Ebenfalls berichtet wurde, dasss seit 1969 immer wieder Abfall der Anlage in Gronau nach Sibirien geliefert wurde, der dort unter freiem Himmel in rostigen Stahlfässern lagert. Dies enthüllte die ARTE-doku „Albtraum Atommüll“. Auch im Zusammenhang mit Fokushima wurde Kritik an URENCO laut, denn die betroffenen Brennstäbe sollen angeblich aus Gronau stammen. Meiner Meinung nach gehört eine Firma wie URENCO geschlossen und liquidiert. Ein Verkauf mit „maximalem Verkaufserlös“ an den Meistbietenden, halte ich für sehr verantwortungslos.

Datenquelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 17/14517 v. 02.08.2013; Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE.


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liebe Grüße, eure Jenny

5 Antworten zu “Bundesregierung verkauft möglicherweise Atomwaffentechnologie

  1. Sorry Jeny , aber dieser Beitrag gehört zu dem grössten SCHEISS den ich seit längerem gelesen habe . (Sorry für die klare Ausdrucksweise , aber die ist hier nötig ! )
    Du redest hier über “ Eine Firma, die Atomwaffen bauen kann, „( sollte man wohl eher schließen, statt sie gewinnmaximierend zu verkaufen,)

    Ja ist das denn wahr ? Kann URENCO denn überhaupt Atomwaffen bauen ???

    Es gibt heute nur noch EINEN Verwendungszweck für Uran ; und das sind Atom-KRAFTWERKE und nicht Atom-Waffen !! (So viel sollte man heutzutage schon wissen ! ) Uran als Atom-Bombe wurde (ausserhalb der Sowiet-Union ) auf der Welt nur 2-mal verwendet : In der Hiroshima-Bombe und deren Test-Vorläufer in Nevada .
    Alle anderen Atom-Bomben verwenden und verwendeten Plutonium !!
    (Mach dich mal mit der Zündung einer Atom-Explosion vertraut dann siehst du warum ) !
    Und damit hat URENCO NIX zu tun !!!

    b) um mit Uran eine Atom-Bombe zu bauen muss man es auf weit über 90% U-235 anreichern (im Gegensatz zur Atom-Kraftwerk-Nutzung wo Anreicherung von 5 – 15 % verwendet wird ) .
    Hat URENCO denn die Technik um Uran auf weit über 90 % U-235 anzureichern ?
    Und wozu denn bitte wenn keiner auf der Welt Uran-Atombomben meht benutzt ?

    Also um Uran mit Atomwaffen-Technik in Verbindung zu bringen muss man schon blöd sein wie ein Politiker ode Blogger und von der Materie nicht die geringste Ahnung haben !
    Deshalb ist dieser Artikel der grösse SCHEISS den ich seit längeren gelesen habe !

    mfg. Werner

    • Danke für deine „offene Kritik“. Du hast recht ich kenne mich nicht aus. Uran strahlt und Strahlung ist gefährlich, egal ob als Bombe oder als Atommüll. Daher sehe ich es sehr kritisch, eine solche Firma an „irgendwen“ zu verkaufen. Selbst wenn man daraus keine Bombe bauen kann. Sobald atomarer Abfall entsteht und dieser von den faöschen Händen nicht perfekt entsorgt werden kann, sehe ich Gefahr.

  2. „…Uran strahlt und Strahlung ist gefährlich…“

    Liebe Jenny ,
    a) weisst du eigentlich wie heutzutage Krebs therapiert wird ?
    Aber zum Hauptargument :
    b) Wieviel Strahlungs-Tote oder Strahlungs-Geschädigte hat es denn zwischen Hiroshima / Nagasaki und heute gegeben ?
    Da fällt einem wirklich nur Chernobnyl ein , ( Und das gabs nur weil dort nach Mitternacht ein missglückter Versuch durchgeführt wurde für den zuvor sämtliche Sicherheits-Systeme abgeschaltet wurden ! )
    Sonst gibts also seit über 65 Jahren wohl nur noch einige Unfälle auf russischen Atom-U-Booten und vereinzelte individuelle sonstige Strahlungs-Unfälle ! Seit über 65 Jahren !

    Also ist „Strahlung“ viel , viel , viel sicherer als z.B. Autoverkehr oder Flugzeug-Abstürze !!
    Mache dir das bitte mal rational klar und reagiere bitte nicht grundlos hysterisch allein bei dem Wort „Atom“ oder „Strahlung“ .
    Bleib mit den Füssen auf dem Boden .

    mfg. Werner

  3. „Der Kämpfer und das vermaledeite Uran!“
    Ich finde diesen Artikel gut, weil er die Aufmerksamkeit auf ein Unternehmen lenkt, dem wir mehr auf die Finger schauen sollten, auch weil in der Führungsriege, dieses so friedlich daher kommenden Unternehmens URENCO, das Who is Who national-konservativer Bilderberger wieder zu finden ist. Die Diskussion um den Verkauf der deutschen Anteile ist wichtig. Hier wird ein weiterer Schritt getan wird, das zu privatisieren, was eigentlich nicht in privatwirtschaftliche Hände, sondern unter parlamentarische Kontrolle gehört, auch weil das damit verbundene Wissen ein Sicherheitsrisiko für den Weltfrieden darstellt.
    Lieber Mitforist @Werner, du glänzt mit Halbwissen und nimmst den Mund schön voll, denn nur weil heute die Atommächte keine Atombomben mehr auf Uranbasis bauen, kann irgend ein durchgeknallter „Spako“, der meint seine Allmachtsphantasien ausleben zu müssen á la AH, mit der Technologie von URENCO sehr wohl eine nukleare Katastrophe verursachen. „Schmutzige Atombombe!“. Nur weil wir heute alle mit bleifreiem Benzin Fahren, heißt das nicht, dass wir mit bleihaltigem Benzin keinen Schaden mehr anrichten können und ich denke, das ist was der Artikel ausdrückt, wenn man ihn nicht so versteht wie du. Selbstverständlich sind deine Ergänzungen interessant, wenn es bei diesem Artikel um die Frage ginge, welche Technologie heute die Atommächte bevorzugen, um Atomwaffen herzustellen, aber ansonsten hast du das Thema verfehlt. Deine Kosten-Nutzen-Rechnung ist unerträglich, es sterben auch mehr Menschen an Hunger usw. Schon lustig auf was für Daten du deine Erkenntnisse über die Gefährlichkeit von Radioaktivität stützt – schlag mal nach im Deutschen Ärzteblatt. Und Radiotherapie als Kronzeugen heran zuziehen, für eine Diskussion über den Verkauf von deutschen URENCO Anteilen, ist schon sehr gewagt.

  4. Das gibt es doch nicht, Nur noch Wahnsinn!

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