Das Geldsystem in einfacher Sprache

Im alten Blog habe ich einen Artikel mit der Überschrift „Die Eurokrise in leichter Sprache“ geschrieben. Es ging darum, einen Sachverhalt vereinfacht und für fachfremde Leser darzustellen. Auf vielfachen Wunsch folgt heute die Fortsetzung; „das Geldsystem in einfacher Sprache“. Wer sich etwas besser damit auskennt sieht es mir bitte nach, dass diese Ausführungen heute sehr lückenhaft und wenig ganzheitlich wissenschaftlich sind. Ich möchte heute nur Wurzeln liefern, aber keine kompletten Pflanzen.

Zunächst ein Video zur Einstimmung

Was ist eigentlich Geld?

Geld ist das, was als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen ist.  § 14 BBankG (Bundesbankgesetz) sagt: „Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel“. Das heißt, dass Buchgeld (auch Giralgeld genannt) auf Konten kein gesetzliches Zahlungsmittel sind, sondern sie verörpern „nur“ den Anspruch darauf. Geld auf einem Konto ist also kein Geld, sondern der Anspruch auf Geld, sogenanntes Guthaben. Man hat die Möglichkeit virtuelles Giralgeld in gesetzliches Zahlungsmittel umzutauschen. Hier kommt das Problem: Genau diese Möglichkeit besteht eben nicht, denn es ist nicht so viel da. Sehr optimistisch geschätzt lagern in Banken nur etwa 7% bis 10% des Giralgeldes als Bargeld. Würden also alle Kontoinhaber ihr  Anspruch auf Geld umsetzen wollen (sog. Bankrun) dann gingen die meisten davon leer aus. „Das Finanzsystem ist auf Vertrauen ausgelegt“ heißt es hierüber immer so schön. Das Wort „Kredit“ kommt übrigens aus dem lateinischen „cedo“, was so viel heißt wie „ich glaube“.

Die Schuldgeld -Problematik

Jeder Geldschein verkörpert eine Schuld in gleicher Höhe. Geld wird ja nicht hergestellt sondern es wird von der Notenbank verliehen. Die Notenbank druckt das Geld und verleiht es gegen Zinsen weiter. Beispiel: Notenbank druckt 100 EUR und gibt diese aus. Nach einem Jahr verlangt sie incl. Zinsen beispielsweise 102 Euro zurück. Wo kommen diese 2 Euro her, die wurden ja im Jahre Null nicht ausgegeben? Die muss wieder jemand als Kredit aufnehmen. Man kann relativ einfach sagen, dass die Notenbanken zwar Geld drucken aber niemals die Zinsen. Diese müssen trotzdem bezahlt werden weshalb die Zinsen somit die Schulden der Welt erhöhen und damit auch die Geldmenge. „Durch eine expansive Geldpolitik können verstärkte Schwankungen und Vermögensblasen an den Finanzmärkten auftreten.“ schreibt die AG Geldordnung und Finanzpolitik. Das ist einer der Gründe, warum es immer wieder zu Krisen kommt. Zinsen sind nicht schlecht, wenn sie als „Gebühr für Risiko“ gelten. Risikolose Zinsen sind allerdings nur eine Luftpumpe, die den Luftballon ständig weiter aufpumpt. Weil jedes Geld gleichzeitig nur mit Schulden gedeckt ist und nicht mit realen Gütern entstehen zudem enorme soziale Ungerechtigkeiten. Schon heute gibt es ein Vielfaches an „Geld“ im Vergleich zu realen Wirtschaftsgütern. Der globale Finanzkapitalismus hat sich von der Realwirtschaft gelöst.

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Das Staatsschulden-Dilemma

fdp_schuldenSeit den 60er-Jahren macht Deutchland Schulden. 1980 wurde erstmals die 200 Mrd€-Marke geknackt. Keine Regierung (keine!!!) hat nach ihrer Regierungszeit einen kleineren Schuldenberg hinterlassen, als sie zuvor anfand, obwohl auf Wahlplakaten immer wieder Sprüche wie „Schluss mit Schulden“ steht. 1990 erreichte der Schuldenberg 600 Mrd€ und bereits 5 Jahre später 1 Billion Euro. Die meisten Schulden machte Deutschland in den 8 Jahren Angela Merkel. Über ein Viertel des gesamten Schuldenberges entstand in dieser Zeit. Der Staat (das sind wir) wird diese Schulden niemals tilgen können. Das liegt daran, dass seine Investitionen nicht die Zinslast decken. Neosozialistische Gutmenschen wollen uns verkaufen, dass wir mehr Steuern für noch mehr Schulden bezahlen sollen, damit man Kita-Plätze und Straßen bauen kann. Das ist natürlich Quatsch, wie ein Blick auf den Bundeshaushalt zeigt. Platz 2 und 3 in der Ausgabenhitliste sind Zinsen und Krieg. Weil Schulden auch Guthaben sind, können die Schulden nie verschwinden, denn sonst würde ja auch das Guthaben verschwinden. Wird dies in einer Hauruckaktion gemacht, dann spricht man von einem Schuldenschnitt. Dabei werden nicht nur die Schulden beschnitten, sondern auch das Guthaben. Einen solchen Schuldenschnitt gab es in der Eurokrise bisher noch nicht. Griechenland war kein Schuldenschnitt; es war ein Schuldenerlass. Nicht die Guthaben waren die beschnittene Gegenseite, sondern Steuermittel.

Das Risiko der Staatsschulden

In der Bundesschuld schlummert ein erhebliches Risiko. Die Zinslast für den Steuerzahler erhöht sich nämlich nicht linerar mit der Erhöhung der nominellen Schuld, sondern auch bei Veränderung der Zinssätze. Das heißt, dass wir erheblich mehr zu bezahlen haben, wenn der Zinssatz steigt. Die Höhe der Gesamtschuld spielt die kleinere Rolle. Nach Informationen aus März 2012 sind in den nächsten vier Jahren 50,40% der Bundesschuld zu refinanzieren. Durch diese kurzlaufenden Anleihen liefert uns der Finanzminister direkt ins Messer des Zinsänderungsrisikos, denn er könnte dieses historisch niedrige Zinsniveau auch längerfristig sichern. Dies tut er nicht, denn Politiker denken nie langfristig. Steigt das Zinsniveau nur um 1%-Punkt, dann erhöht sich die Zinszahlung gleich um mehrere Milliarden Euro. Um die Zinsen zu erhöhen muss allerdings nicht zwingend der EZB-Leitzins steigen: Es würde genügen, wenn die deutsche AAA-Bonität in Gefahr geriet. Den völlig verdummten und manipulierten Deutschen sagt man, Deutschland würde mit den niedrigen Zinsen Geld sparen. Das ist korrekt, aber wir haben in Zeiten niedriger Zinsen extrem viel Schulden gemacht. Steigen irgendwann die Zinsen, dann spüren wir an dieser Stelle eine Art Hebelwirkung. Jeder Häusebauer kennt das und sichert sich mit Forwarddarlehen und Bausparverträgen ab. Herr Schäuble kann das egal sein; bis die Bombe explodiert ist er bestimmt schon in Rente. Stellt euch vor, der Bund müsste nicht 30 Mrd€ sondern 60 Mrd€ Zinsen bezahlen. Was würde passieren? Aufgrund der Schuldenbremse, darf das Volumen des Haushaltes nicht wirklich erhöht werden, also muss an anderer Stelle gekürzt werden. Dann heißt es gute Nacht.

Einheitspartei lehnt eine Diskussion über das Geldsystem ab

Vor zirka 100 Jahren hat man großflächig Notenbanken erschaffen. Seither drucken diese die Währung und leihen sie über Umwege (über Geschäftsbanken) dem Staat. Das Geld ist durch nichts, außer Vertrauen, gedeckt. Die ganze Welt ist in einer Schuldenspirale und die Menschen müssen über die Steuern immer mehr Zinsen bezahlen. Jeder Geldschein ist ein Schuldschein, der Zinsen verlangt. Die Einheitspartei lehnt eine Diskussion über das Geldsystem ab. Es findet keine Debatte über mögliche Alternativen, welche auch immer diese sein mögen, statt. Das Thema Geldsystem wird in den Massenmedien nicht angesprochen. Kritiker werden als Hexen oder Hetzer verbrannt. Das jetzige globale Geldsystem steuert Geld stets dorthin, wo es schon ist. Über die Schere zwischen Arm und Reich wird zwar oft berichtet, aber man lässt nicht zu, das Geldsystem als mögliche Begründung zu liefern. Die kompelette Zinssystematik wird als gegeben hingenommen und kritiklos so angenommen. Pervers wird es in der Neuzeit. Wie Jens Weidman (Bundesbankchef) im ZDF sagte, hat die Notenbank nun die Schwelle zur Fiskalpolitik übertreten. Damit regieren nun Notenbanker in einem Politikfeld, das eigentlich von gewählten Volksvertretern bearbeitet werden sollte. Diejenigen, die über den Wert unseres Geldes entscheiden, sind nicht demokratisch legitimiert. Ich prangere das an – die Einheitspartei tut das nicht. Das politisch korrekte neosozialistische Gutmenschentum nickt alles ab. Mit leerem Kopf nickt es sich leichter. Man sagt uns es ginge um „Europa“ und um „Friede“, Das ist Bullshit! Der Euro fördert Hass und Ungerechtigkeit und das globale Geldsystem schafft Armut, Gier und Krieg. Interessant ist, dass die sog. „Alternative für Deutschland“ zwar den Euro kritisiert, nicht aber das globale Schuldgeldsystem.

Das Geldsystem ist keine Verschwörung

Es gibt 2 sehr bekannte Videos, die das Geldsystem sehr einfach erklären. Zum einen ist das „Zeitgeist“ und zum anderen „Fabian der Goldschmied„. Ich halte von den beiden Videos nichts! Es wird assoziiert, dass dunkle Mächte in Hinterzimmern die Macht haben. Oft wird dies, nicht offen aber andeutungsweise, den Juden zugeschrieben. Ich denke nicht, dass das Geldsystem eine Verschwörung ist. Es handelt sich einfach um ein System in dem es sehr vielen Menschen gut geht. Wir sind abhängig davon und haben so sehr Angst diesen Status Quo aufzugeben, dass wir uns damit abgefunden haben. Dass dabei viele Menschen auf der Strecke bleiben nehmen wir ebenfalls bewusst in Kauf. Das Geldsystem ist keine geheime Verschwörung einiger Leute, vielmehr ist das Geldsystem eine zu korrigierende Fehlentwickung. Wir sollten nicht immer nur auf Banker und Zentralbanker bashen. Jeder Wähler des Parteien- und Lügenkartells trifft mindestens die gleiche Schuld. Was ich heute transportieren wollte ist folgender Satz: „Geld entsteht, wenn eine Bank einem Kunden einen Kredit gewährt“. Solche Sätze liest man nicht mehr nur auf Seiten sog. Alternativmedien, sondern wie gestern geschehen in der FAZ.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_  Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen.

liebe Grüße, eure Jenny

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15 Antworten zu “Das Geldsystem in einfacher Sprache

  1. Hallo Jenny,

    ich glaube, dass Du diesmal mit Deiner Meinung nicht Recht hast. Die Eliten wollen sich mit diesem Geldsystem auf Kosten der Allgemeinheit bereichern. Es soll die Versklavung der Bürger durch Schulden erreicht werden, um dieses System zu erhalten.

    Der Link dürfte dazu Hinweise geben:
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/154826

    • Hm, es kommt immer drauf an wen man als „die Elite“ bezeichnet. Ich schreibe, dass viele Menschen abhängig von diesem System sind. Superreiche versorgt es mit Macht und Einkommen. Diesen Menschen nützt das System, deshalb verteidigen sie es. Ärmeren Menschen schadet das System, aber es bietet „Brot und Spiele“ weshalb sie es auch schützen. Ich glaube nicht an eine Verschwörung einiger weniger Hintermänner; das System steht auf viel breiteren Füßen.

  2. Schon interessant: im 1. Abschnitt heißt es noch korrekterweise, daß „Banknoten das einzige unbeschränkte Zahlungsmittel“ sind UND daß „Giralgeld“ genau das eben nicht ist, sondern nur ein „Anspruch“, d.h eine Forderung.

    Wenn man dann aber im 2. Abschnitt versucht mit Müller zu argumentieren, gerät man sofort in Widersprüche: denn da Zinsen Zuschreibungen zu der entsprechenden Schuld sind und damit ebenfalls Forderungen, sind sie genauso wie die Schuld selbst kein Geld. Sie müssen zwar mit (Zentralbank-) Geld bezahlt werden und verschwinden damit als Forderung bzw. Verbindlichkeit, dadurch wird aber das Geld, mit dem bezahlt wurde nicht vernichtet. Das verweist auf den grundlegenden Sachverhalt, daß Forderungen und Verbindlichkeiten („Giralgeld“) Schuldbeziehungen sind, während (Zentralbank-) Geld eine Hierarchiestufe höher angesiedelt ist und somit für den Bankenkreditverkehr KEINE Schuldbeziehung darstellt. Das wird auch durch die unterschiedliche rechtliche Behandlung nahegelegt, weil Schuldbeziehungen im BGB in Buch 2 (Schuldrecht) behandelt werden, während die Übergabe von Geld eine Angelegenheit ist, die im 3. Buch BGB (Sachenrecht) geregelt ist.

    Fazit: die Nichtbeachtung grundlegender buchhalterischer und rechtstechnischer Grundsätze führt automatisch zu falschen Schlußfolgerungen und infolgedessen zu unsinnigen Behauptungen, wobei dieser Irrtum nicht nur von M., sondern auch von ‚positive money‘, Hörmann und sogar letztens von der FAZ in die Welt gesetzt wird. Sicherlich: die optische Täuschung Forderungen als Geld anzusehen ist verführerisch, wird aber durch eine noch so häufige Wiederholung nicht wahrer.

    http://soffisticated.wordpress.com/2013/06/30/der-geld-ist-kredit-spezialfall/

    Kleiner Nachsatz: das Kreditgeldsystem braucht kein Vertrauen, weil der Schuldendruck die (Unternehmer-) Schuldner dazu zwingt für das ihnen übergebene Geld ein reales Leistungsangebot zu machen, um ihre Schulden bedienen zu können. Deswegen kann man sich für Geld etwas kaufen – da braucht es höchstens das Vertrauen, daß Gläubiger (Banken) auf die Schuldbedienungsfähigkeit ihrer Schuldner achten. In Deutschland kann man davon ausgehen, woanders ist das anders!

  3. Hallo JennyGER, es gibt eine liberale Partei: Die Partei der Vernunft (PdV). Steht im September auf dem Wahlzettel! Schau mal unter http://www.parteidervernunft.de

  4. bzw. libertäre Datei 😉

  5. Partei *lol*

  6. ich weiss, dass es schwer zu glauben ist, dass es eine Verschwörung gibt. Die Elite sorgt ja ständig dafür, dass wir (auch durch Medien) dumm gehalten werden. Aber David Rockefeller hat ja längst zugegeben in seinen Memoiren 2003, dass er u.a. stolz darauf ist, hinter der Verschwörung zu stehen. Schon vor dem Buch war das bekannt, wurde aber vehement dementiert und bekämpft, aber nun ist die Zeit reif, es zu verkünden, nur glauben tuts jetzt auch keiner mehr. Es muss erst eine Katastrophe passieren, damit man es glaubt.
    Eine Anekdote: Kommt ein Schweinelaster zum Abtransport der Tiere, unterhalten sich 2 Schweine, sagt der Eine: „Du, geh nicht in den Transporter, ich hab gehört, dass sie (die Elite) Schweinefleisch aus uns machen werden.“ Sagt das andere Schwein: „Ach, hör doch auf mit deinen Verschwörungstheorien!“ 😉

  7. Hallo Jenny,
    Danke, dass Du Dich in Deinem Text unter „Die Schuldgeld -Problematik“ auf die AG Geldordnung der Piraten beziehst, da ich da auch mitmische, würde ich Dich gern auf einen Fehler in Deiner Ausführung hinweisen:
    Du schreibst darüber, dass der Zins fehlt, weil er nicht mit geschöpft wird, Hierzu habe ich eine Wiki Seite geschrieben, der genau diesen „populären Irrtum“ erklärt –> http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Zins/Zinskritik-Kritik#Zinsproblematik
    Wenn Du dann noch Lust hast, „Den Lebensweg von Staatsanleihen“ habe ich hier genauer erklärt: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Wie_Staatsanleihen_funktionieren#Der_Lebensweg_von_Staatsanleihen so schlimm wie Du denkst, sind Staatsanleihen nicht, sie stellen Staatsschulden und Geldvermögen der Privaten gleichzeitig dar.
    Baut der Staat schulden ab, muss er auch Geldvermögen ab.

    • Hallo Piratos, danke für deine erweiternden Ausführungen. Ich bin immer wieder dankbar, wenn ich durch ergänzende Informationen was dazu lerne oder vorhandenes Wissen optimieren kann.

      Lg

    • @Piratos: Für mich klingt Ihr Beitrag, der über den von Ihnen eingefügten Link zu erreichen ist, alles andere als logisch. Wenn Sie die Ausführungen auf Ihrer Piratenseite richtig gelesen und verstanden hätten, dann hätten Sie erkannt, dass Sie ein Schneeballsystem beschreiben (das ist unser Finanz- und Wirtschaftssystem auch, jedoch ändert dies nichts am Problem des nicht mitgeschöpften Zins und Zinses-Zins). Der nicht mitgeschöpfte Zins sowie Zinses-Zins ist tatsächlich das große Problem. Ihre Erläuterung mag zwar für Leute wie sie logisch sein, jedoch ist es für Menschen, die im Stande sind ganzheitlich rational auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes zu denken und zu handeln in keinster Weise überzeugend. Das Geldsystem ist und bleibt ein selbstversklavendes und selbstausplünderisches System.

      Ich möchte Sie daher Bitten meine Beiträge auf dem alten Block von Jenny durchzulesen, damit sie meine Kritik an Ihrer Position besser verstehen können.
      http://jennyger.blog.de/2013/07/20/goldpreis-schreit-nach-einer-korrektur-16251843/
      http://jennyger.blog.de/2013/07/19/die-luegner-beim-namen-nennen-16250610/

      Auf der neuen Seite ist es der Link (sehr kurzer Beitrag, bei dem kurz die Grundvoraussetzungen für ein BGE :genannte werden):
      https://pinksliberal.wordpress.com/2013/08/18/das-privatisierte-geldsystem-feiert-jubilaum-die-federal-reserve-wird-100/

  8. Hallo Jenny,

    ich schätze die Sache ähnlich ein wie die Vorredner Piratos und soffisticated. Es gibt da das tolle Buch „Volkswirtschaftliche Saldenmechank“ von Wolfgang Stützel. Auch interessant ist von Lautenbach „Zins, Kredit und Produktion. Zweiteres gibt es frei im Netz.

    Viele Grüße

    • Ich behaupte nicht, dass der Zins nicht um-verteilend wirkt, klar ist, dass eher reiche Menschen Erträge aus Zinsen erhalten. Zahlen müssen das viele Schuldner durch Kreditzinsen, dass ist umverteilung von arm nach reich
      ABER der „fehlende Zins“ führt nicht zur Aufschuldung per se,
      Es kann sehr gut sein, dass eine Bank-Putzfrau ihren Kreditzinsen aus Ihrem Lohn bezahlt, ein Beispiel dafür, wie der Zins „im Kreis läuft“ Oder ein Besitzer von Bankaktien kann aus der Dividendenerlös sein Hauskredit tilgen, auch da läuft der Zins im Kreislauf, auf was ich hinaus will, Banken sind kein schwarzes Loch für Geld, Wenn Kreditzinsen in die Bank rein fließen, fehlt das Geld nicht, es fließt aus der Bank als Gehälter, Guthabenzinsen, Dividentenzahlungen und Banken Bonis zurück in die Wirtschaft, ABER die Reichen SPAREN lieber, als die Zinserträge wieder zum Gehalt eines Anderen zu machen (Konsum). Wenn Geld gespart wird, fehlt es einfach dem, der damit seine Schulden tilgen müsste.
      Durch den Konsumverzicht des Geldbesitzers, hat der Schuldner keine Möglichkeit, das gesparte Geld als Schuldentigungsmittel zu nutzen. Neues Geld muss durch Neuverschuldung geschaffen werden, übrigens ist das der volkswirtschaftliche Grund für den Wachstumszwang in der Wirtschaft, Wachstum = Neuverschuldung = Ausgleich des Konsumverzicht durch Sparen

  9. Geld ist ökonomisch, also marktgesetzlich eine Ware wie (jede) andere.
    Wer „Besonderheiten“ behauptet ist nur Opfer linker nämlich „volkswirtschaftlicher“ Ideologie.

    LvM

  10. Geld als solches ist grundsätzlich eine einfache nützliche Sache.
    Geld ist ein Zwischenmedium zum Freien Güter und Dienstleistungstausch.
    Fatalerweise wird das Geld auf mannigfache weise missbraucht .
    Zb. Als Instrument zur Wirtschaftssteuerung = Sogenannte Ankurbelung der Realwirtschaft= es wird im Übermass geschöpft ein Nachfrageüberhang generiert. Weiterer Haken, die Notenbanken ermitteln den Geldmengenbedarf auf der Basis von Geld = Buch- ,,Werten,,. Folge: Im verlauf der Zeit kombiniert mit übermässiger Geldschöpfung ergibt sich eine steigende Kluft zwischen Realwirtschaftsergebnis und Realgeldwert= Geldwertverdünnung. Wirtschaft basiert im Kern auf verfügbaren Grundlagen – Produktion auf Basis der Grundlagen und sich daraus ergebender Konsum der Güter und Dienstleistungen. Ein annähernd stabiler Geldwert ist nur erreichbar wenn die Geldmenge bestmöglich an das Realwirtschaftsergebnis gekoppelt wird. Kernformel: Der Geld- ,,Wert,, ergibt sich aus der Relation von Bruttorealproduktion zu Realbruttokonsum. Längst überfällig ist ein Verfahren das den Geldmengenbedarf anhand von Realwirtschaftsdaten ermittelt. Innzwischen haben wir eine Irre Diskrepanz zwischen Realwirtschaftsergebnis und nomineller Geldmenge = Geldblase die sich in Richtung finalem Platzen bewegt. Folge ist ein Zusammenbruch des vorgängig mit steigender Liquidität aufgebauter Konsumüberhang. Das Ergebnis die Realwirtschaft wird über den Absatzmarktzusammenbruch aufgerollt.
    Freundliche Grüsse
    Eine kurz gefasste Kernthese findet sich unter:
    http://www.hans-von-atzigen.ch

  11. Hier fehlt noch eine geschichtliche Betrachtung, dann würde der/die ein oder andere vielleicht feststellen, dass Geld noch nie einen „intrinsischen“ Wert hatte. Die Abhängigkeit von Geld und Schulden ist ja vollkommen richtig, nur die Schlüsse, die man daraus zieht… Einseitig auf (Staats)schulden rumhacken ist nicht hilfreich.

    „Früher wurden nur Edelmetallmünzen zur Bezahlung akzeptiert, diese verschwanden irgendwann im Tresor und wurden von Schuldverschreibungen (Papiergeld) abgelöst. Die Münzen im Tresor hat effektiv (fast) niemanden mehr interessiert. Heute wiederum werden Forderungen auf diese Papierscheine (Giralgeld) zum Bezahlen genutzt, also nur Zahlen elektronisch hin- und hergeschoben. Geht bislang problemlos, oder?“
    http://thewisemansfear.wordpress.com/2014/02/24/real-oder-virtuell-was-ist-eigentlich-geld/

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