Partei der Vernunft (PdV) tritt zur #btw13 an, um sich selbst abzuschaffen

partei der vernunftSie gehört zu den Kleinstparteien und ich habe nicht schlecht gestaunt, als der Wahl-O-Mat mir mit größter Übereinstimmung die libertäre Partei der Vernunft zur Wahl empahl. Die Partei der Vernunft (PdV) tritt an, um sich selbst abzuschaffen, wie der Vorsitzende Prof. Dr. Norbert Geng sagt. Er sieht die Politik als Ursache für Probleme, für die sie selbst die Lösungen anbietet. „Weniger Staat – Mehr vom Leben“, schimmert es auf der Website. Kann das wirklich funktionieren?

partei der vernunft

Die Partei der Vernunft bezeichnet sich als libertär. Nein, nicht liberal; das Wort heißt „libertär“. In einem libertären Staat müsste es eigentlich nur ein Gesetz geben: Jedes Individuum hat das Recht dazu, das zu tun, was immer es möchte, solange dadurch die Freiheit anderer Individuen nicht verletzt wird oder die Umwet zu Schaden kommt. Zwar gibt es in der FDP mit der „Libertären Plattform“ eine gewisse Abdeckung, trotzdem trifft die PdV hier in Deutschland in ein absolutes Politvakuum. In den USA ist beispielsweise der libertäre Ron Paul ziemlich erfolgreich. Eine seiner Hauptforderungen: Abschaffung der verbrecherischen Zentralbank.

Die Partei der Vernunft (PDV) hat knapp 2.000 Mitglieder und wirbt für direkte Demokratie sowie kommunale Staatsverwaltung nach Schweizer Vorbild. Die Bürger sollen vor Ort über sich selbst entscheiden und die Probleme sollen dort gelöst werden, wo sie anfallen. „Weniger Staat – Mehr vom Leben“ heißt, dass die PdV alle direkten Steuern abschaffen will, angefangen mit der Lohnsteuer. Im Gegenzug fordert man den sofortigen Stopp der Euro-Rettungshilfen und mehr Schutz der Privatsphäre – auch im Internet. Bei der kommenden Bundestagswahl tritt die PDV in NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg an und wird dort auf dem Wahlzettel stehen . Auf Anfrage teilt man mir mit, dass zirka „50% der Bevölkerung die PdV wählen kann“. Im Saarland und in Thüringen tritt jeweils nur ein Direktkandidat an. Eine Teilnahme an der Landtagswahl in Bayern findet nicht statt. An diesen Dimensionen sieht man wie klein diese Partei ist.

Wenn man den „sofortigen Stopp aller wahnsinnigen EU-Bankenrettungs-Zahlungen“ möchte, dann kann man ja auch die AfD wählen? Die sehr nette Pressesprecherin der PdV, Vivien Peine, erklärt mir, dass man mit der PdV ein umfangreiches libertäres Grundsatz- und Wahlprogramm wählen kann. Die AfD ist nicht mit der PdV vergleichbar. Klar gibt es eine große Schnittmenge beim AfD-Hauptthema, aber ansonsten sind die beiden Parteien sehr unterschiedlich. Auch fordet die PdV nicht wie die AfD die Rückkehr zur D-Mark , sondern sie will ein libertäres Währungssystem, in dem jeder das Recht hat, selbst zu entscheiden, welche Währung er verwenden möchte. So wird sich die stabilste Währung letztendlich durchsetzen bzw. werden verschiedene starke Währungen nebeneinander existieren. Der Bürger hat immer die freie Wahl, ein anderes Geld zu verwenden (anders als heute), wenn eine Währung zu stark manipuliert und verwässert wird. Im Vergleich dazu sind die Forderungen der AfD sehr, sehr einsilbig.

Da wäre noch das Thema mit den Verschwörungstheorien. Die PdV hat einen schlechten Ruf. Die gilt als Sammelbecken für Truther und sonstige Verschwörungstheoretiker. Dies liegt womöglich  am ehemaligen Vorsitzenden Oliver Janich und seinen Schriften. Janich bezweifelt die offizielle 9/11-Theorie. Auch behauptet er, dass CO2 unser Klima nicht erwärmt. In seinem Buch „Das Kapitalismus-Komplott“ beschreibt er viele Zusammehänge und verweißt auf zahlreiche Quellen. Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen will, der sollte das Buch lesen. Ohne Janich gäbe es die PDV heute vermutlich nicht. Vivien Peine sagt dazu: „Wie jede Partei hat sich auch die PDV weiterentwickelt, nicht zuletzt deshalb, weil immer neue politische Gegebenheiten auf uns Einfluss genommen haben.“ Man muss natürlich auch immer trennen. Was ist wirklich eine irre Verschwörungstheorie und was wird einfach so als Verschwörungstheorie bezeichnet um zu diffamieren. Ist es eine Verschwörungstheorie zu sagen, dass das jetzige Geldsystem die Reichen immer reicher macht und die Armen immer ärmer?

Die PDV wünscht sich ein selbstbestimmtes Deutschland, das mit anderen Ländern und Regierungen einen friedlichen und respektvollen Umgang pflegt. Hierzu will man Brüssel die Macht enziehen. Hauptaufgabe eines Staates ist nur der Schutz des Lebens und des Eigentums. Ziel ist es, endlich zu erreichen, dass weniger Politik notwendig wird. Denn eine „bessere“ Politik gibt es nicht. Die PdV lehnt nicht den sogenannten Sozialstaat ab, sondern allein die staatliche Verschwendung, die man dahinter sieht. Prof. Dr. Geng sagt dazu: „Steuerverschwendung ist nichts anderes als Untreue, Diebstahl oder Unterschlagung“. Nicht nur Großprojekte wie der Berliner Flughafen oder die Hamburger Elbphilharmonie sind reinste Steuerverschwendung, sondern auch Stuttgart 21 und das Euro-Hawk Desaster sind Fehlentscheidungen der Politik, die jeder Bundesbürger finanziell zu tragen hat.

Für Europa fordert die PdV eine Freihandelszone, in der jeder Staat unabhängig agieren kann. „Die EU ist sozusagen auf dem Reißbrett entstanden, Europa hingegen vereint Menschen und Länder aufgrund einer gemeinsamen Geschichte und ähnlicher Kulturen und Traditionen. Aus diesem Grund wird Europa auch immer als Einheit weiterbestehen.“, antwortet man mir auf die Frage, wie man die Rolle Deutschlands in Europa sehe. Kann man diese Partei wählen? Klar man kann. Ich habe schon in der Vergangenheit von der PdV gehört, aber bisher immer Abstand gehalten. „Libertär“ ist zwar marktradikal aber ist das denn schlimm, wenn es funktionierende dezentrale Märkte ohne Monopole gäbe? Die Massenmedien werden die Partei der Vernunft auch weiterhin ignorieren. Ich werde ihr nicht beitreten und weiß auch nicht, ob ich sie wähle, aber mir ist es wichtig, mich mit dieser Partei beschäftigt zu haben. Eines sehe ich bereits jetzt: Mit der PdV habe ich persönlich eine wesentlich größere Schnittmenge als mit der AfD. Traurig nur, dass man mit einer Stimme für die PdV vermeintlich weniger ausrichten kann.

Dies ist keine Wahlempfehlung. Bitte glaube keinem Plakat, keinem Politiker und auf keinem Fall einem rosaroten Blog. Bitte denke selbst.


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liebe Grüße, eure Jenny

40 Antworten zu “Partei der Vernunft (PdV) tritt zur #btw13 an, um sich selbst abzuschaffen

  1. sollte dir aber zu denken geben, große schnitimengen zum Libertarismus zu haben. Libertarismus ist erkennbar eine asoziale Gesellschafts/Wirtschaftsform. Allein die Abschaffung des Sozialstaates und Hinwendung zu einem Almosenstaat (wenn überhaupt,da Armut ins persönliche Risiko fällt,um das der Staat/öffentl.Hand sich nicht zu kümmern hat), eine der größten gesellschaftlichdpolitischen rungenschaften der letzten Jahrhunderte zeigt das deutlich. Letztlich führt Libertarismus zu einem sozialdarwinistischen Staat, vielmehr ist er in dieser Lehre angelegt (womöglich auch gewollt).
    Aber man kann ja FDP wählen, die längst keine liberale Partei mehr ist, sondern eine wirtschaftsradikale mit klarer Tendenz zum Libertarismus (schlanker Staat usw.)
    Schöner Gruß

    • Der Sozialstaat ist keine Errungenschaft sondern eine subtile Form Abhängigkeit zu schaffen. Für sozialen Ausgleich können Menschen auch ohne Staat sorgen und sie täten es besser und effizienter, vor allem wenn Ihre Steuer und Abgabenlast weit geringer ist und damit der Stress und die Notwendigkeit Vollgas im Hamsterrad zu laufen. Schau mal hin was die Staaten noch so erledigen: Bürokratie,Prunkbauten,Militär,Geheimdienste,Bankenrettungen, Genderforschung,Klimafolgenforschung,Energiewende,und noch bla weitere meist völlig sinnlose aber sauteure Dinge.
      Der Staat besitzt das Gewaltmonopol und dieses hat IMMER UND AUSNAHMSLOS in der Geschichte zu massivem Missbrauch geführt.
      Augen auf!

    • „Aber man kann ja FDP wählen, die längst keine liberale Partei mehr ist, sondern eine […]“ sozialistische Partei wie alle anderen Großparteien, die sich längst von den meisten liberalen Ideen verabschiedet hat und sie nicht mehr vertritt.
      [Und] Weiterhin dem Gedanken hinterherlaufen, der Markt (Menschen, die freiwillig [wirtschaftliche] Interaktionen ausüben) sei das Übel aller Probleme und nicht der Staat (Untergruppe der Menschen, die ein Gewaltmonopol über ein bestimmtes Gebiet ausüben).
      Dann sage ich Danke dafür, dass Sie weiterhin unterstützen, dass sog. Banken „gerettet“, also ein paar wenige einzelne Individuen insgesamt Milliarden in ihre Rachen geschaufelt bekommen; dass wir weiterhin ein paar wenigen Zentralbanken das (Fiat-)Geldsystem überlassen und dem Cantillon Effekt folgend alle Klein- und Mittelverdiener und ehrlichen Unternehmer enteignen und das Kapital den Kriminellen, Großbankstern, Großindustriellen und unehrlichen Unternehmern überlassen. Mal abgesehen davon, dass dies DAS Instrument zur Finanzierung jeglicher [durch Staaten entstandener – ach o Wunder -] Kriege ist, abgesehen von den unfassbaren Schulden, die zulasten künftiger Generationen aufgenommen wurden.
      Danke für die Unterstützung der größten Zerstörung und des größten Verbots von Arbeitsplätzen sowie der größten Vernichtung wirtschaftlicher Existenzen, die eine Organisation (Staat) bewirken kann.
      Danke für die unterstütze Entmündigung von Menschen, die sich anderweitig ihrer Eigenverantwortung bewusst gewesen und sie weit besser zu ihrem eigenen Auskommen bspw. für ihre Rente genutzt hätten. Womit ganz beifällig dem Gedanken sich für seine Versorgung Unterstützung zu suchen auf der einen Seite und dem Gedanken Hilfe zu geben auf der anderen Seite ein massiver Dämpfer erteilt wurde (zu unser aller Glück kann man den nicht abschaffen der ausschalten).

      Jetzt sei Schluss an dieser Stelle mit den Ausführungen, nur eins noch:
      Es sollte klar geworden sein, dass die Begriffe ’sozial‘ (als freiwilliges Geben oder interagieren) und ‚Staat‘ (als Gruppe, die Gewalt oder Zwang zur Durchsetzung ihrer Vorstellung [und seien es auch gerne Vorstellungen nicht direkt dazugehöriger wie Konzerne aus Bank-, Pharmazie- und Energiewesen]) unvereinbar sind (freiwillig und Zwang schließen sich aus)!

      Gruß,
      Mielia

  2. Das Video ist auf jeden Fall ein Beispiel für einen besseren Wahlwerbespots… Ich kenne die Leute hinter dem Programm nicht … mir zeigt das Beispiel, ein Staat, wie die Schweiz braucht kein Staatsoberhaupt …. Danke für die Vorstellung! Macht neugierig … ich denke da an einen, jetzt wieder ganz aktuellen Text, von Simone Weil aus dem Jahre 1943, über die Abschaffung der Parteien.

  3. Inwiefern ist Libertarismus eine Form von „Autoritarismus“?

    Zu „Crescendo“: „Asozial“ ist, wenn „Solidarität“ erzwungen und damit ihrer Bedeutung beraubt wird.

  4. @Crescendo: Ja, so ist das halt, wenn man lange genug von sozialistischer Dauerpropaganda indoktriniert wurde. Irgendwann glaubt man tatsächlich an so einen Umverteilungsschwachsinn wie den „Sozialstaat“ oder hält einen freien Markt für „Sozialdarwinismus“. Eine paradoxere Aussage kann es gar nicht geben! Ein Markt an sich muss nicht „sozial“ gemacht werden, er IST es nämlich einfach. Sobald der Staat sich einmischt, wird daraus dieser böse „Darwinismus“, denn es ist der der STAAT, der die Armut der Menschen braucht, denn nur dann kann er dafür wieder „Lösungen“ anbieten, welche natürlich zu gar nichts führen außer zu noch mehr Armut, was natürlich wieder nach mehr staatlichen Regelungen schreit. Na, merkste was?

    Aber ein Opfer hält seinen Peiniger irgendwann auch für einen guten Menschen, wenn es nur lange genug gequält wird… ist halt so…

    http://www.freiwilligfrei.info/archives/4181

  5. Hi, ich zitiere Wikipedia: „Als Begriff ein Antonym zu Autoritarismus,[6][7] betonen Anhänger des Libertarismus, dass jedes Individuum das Recht dazu habe, das zu tun, was immer es möchte, solange dadurch die Freiheit anderer Individuen nicht verletzt werde.“
    Es ist also das Gegenteil von „Autoritarismus“.
    Soll keine Klugscheisserei sein, aber da selbst libertär, hätte mich interessiert, wie man das begründen kann, aber es war wohl eher ein Missverständnis.

  6. Man man vieles bei der PdV besser finden als bei der AfD, aber die AfD ist derzeit die einzige Chance, einen ersten Veränderungsimpuls zu setzen.
    Also:
    1. AfD wählen
    2. Bei der AfD aktiv mitmachen und liebertäres Gedankengut vermehren.

    MfG Christian

    • Korrektur meines Tippfehlers: libertär (nicht liebertär) 🙂

    • Das ist trotzdem „lieb“ hehe ❤

    • So sehe ich es auch, denn leider gibt es kein Wunschkonzert = PdV ist stark genug, um in den Bundestag einzuziehen.
      Außerdem: Jedes Stoeckchen, das in die Speichen des E(uropäische n) U(ntergangs) Rades geworfen wird erhöht die Chance, dass dieser rosarot bebrillte Albtraum von den Vereinigten Schuldenstaaten von Teuropa – und mit ihm unsere uber alles geliebte „Friedenswaehrung“ – etwas früher platzt, das Politbüro in Brüssel ins Nirvana verschwindet und die Völker Europas dann tatsächlich weiter in Frieden und Freiheit miteinander leben können.

    • also ich fänd es ja besser die PDV zu wählen, aber wie freigeist schon meint, solang es ne kleine partei ist die man wählt und dadurch die großen noch kleiner macht, ist alls ok 🙂

    • Das ist schon ein wenig pervers, bei einer Partei mitzumachen, am besten noch direkt in der Politik, direkt beim Staat, um damit antistaatliches/antipolitisches libertäres Gedankengut verbreiten zu wollen. Da erreichen sie bei einer Partei wie der AfD mit Gewissheit entweder die Verwässerung ihres streng liberalen oder libertären Gedankenguts durch Kompromissschlüsse oder aber langfristig Gelächter und ad acta legen ihrer Ideen, weil sie mit ihrem Handeln (der Beteiligung an Politik) ihren Ideen, die sie von sich geben, widersprechen.

      Auch die PdVler haben mit beidem zu kämpfen, auch wenn sie wohl ihr Bestes geben, beides zu vermeiden. Nur liegt es eben in der Natur der Sache.
      Und damit hat es Jemand, der sich einschleicht und tatsächlich Politik spielen will, auch viel einfacher die Partei und ihre Ideen zu unterwandern als andersherum (wenn Jemand versuchte die Politik zu unterwandern).

      Gruß,
      Mielia

  7. „Bei der kommenden Bundestagswahl tritt die PDV in NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg an und wird dort auf dem Wahlzettel stehen. Allerdings nicht in jedem Wahlkreis. Auf Anfrage teilt man mir mit, dass zirka “50% der Bevölkerung in den genannten Bundesländern die PdV wählen kann”.“

    Diese Aussage, von wem auch immer sie getätigt wurde, ist falsch. Die PDV kann in den vier Bundesländern, in denen sie antritt, von ALLEN Wahlberechtigten gewählt werden. Insgesamt sind das etwas mehr als 50 % der Bevölkerung ganz Deutschlands, welche die PDV wählen können.

    Hier muss wohl ein Missverständnis vorliegen.

  8. Entweder tritt eine Partei (je Bundesland) mit einer Landesliste an (=Zweitstimme) und/oder
    mit Wahlkreiskandidaten (=Erststimme).

    Daraus folgt: Mit einer Landesliste ist eine Partei ggf. im ganzen Bundesland wählbar (wenn Sie dort einen gültigen Landeslistenvorschlag u.a. mit 2000 Unterstützerunterschriften aufgestellt hat). Daneben kann es auch Wahlkreiskandidaten geben (für kleine Parteien dient das eher der Präsenz beim Stimmvieh ähh Wähler, entscheidend für die kleinen Parteien ist nur das Zweitstimmenergebnis).

    Wenn eine Partei nur bei 50% der Wähler mit einer Landesliste antritt, müsste das Ergebnis dort >10% sein um im Schnitt die 5%-Hürde zu überspringen. Ein sportliches Ziel für die PdV.

    • Danke! Habe den Passus soeben geändert.

    • Wenn ich als Mitglied mal darauf eingehen darf: Uns geht es bei dieser Wahl darum, genauso wie bei der letzten Landtagswahl in NRW, unseren Bekanntheitsgrad zu steigern und damit die Idee des Libertarismus an den Mann zu bringen. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir jetzt schon gewonnen. Bei Google und Wikipedia sind die Suchanfragen nach uns durch die Decke geschossen, auch die Anzahl derer, die unsere FB Seiten besuchen und liken steigt rasant an. Wir sind erst am Anfang eines langen Weges, darüber machen wir uns keine Illusionen, wenn man allerdings sieht, wie wir uns in den letzten Jahren entwickelt haben, darf man ruhig etwas hoffnungsfroh gestimmt sein, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Klar, verglichen mit den Piraten oder der AfD wachsen wir nur relativ langsam, allerdings befinden sich die Piraten nach ihrem kometenhaften Aufstieg jetzt schon wieder im freien Fall. Ganz ähnlich wird es auch der AfD ergehen, die letztlich nichts weiter als eine aufgewärmte CDU von vor 10 Jahren ist und deren Mitglieder das Euro-Thema als einziges bindendes Element haben. Das wird nicht reichen um die Mitglieder mittel- oder langfristig bei der Stange zu halten.
      Dagegen ist unser Thema die Freiheit, und zwar die Art von Freiheit, die dem Menschen auch etwas abverlangt, nämlich den Mut zur Eigenverantwort. Alle anderen Parteien, von links bis rechts, versuchen den Leuten genau diesen Mut zu nehmen, versuchen ihnen die Idee, dass ein selbstbestimmtes Leben auch seine Vorzüge haben könnte, systematisch auszureden. So schafft man Abhängkeiten. Dagegen sagen wir:
      Alkohol, Nikotin, Drogen, Staat – Abhängigkeit ist immer schlecht 🙂

  9. Ja, ich finde es auch traurig, dass kleinere Parteien in Deutschland (und auch in anderen Ländern) kaum Chancen haben. Einen großen Anteil daran haben die Monopol-Medien, die die Meinungs-Monopole der Monopol-Parteien sichern. Die größte Gefahr für diese Monopole ist logischer Weise die Freiheit. Daher werden sie nichts unversucht lassen, um Parteien mit freiheitlichen Ideen zu diffamieren. Dies betrifft nicht nur die Parteien und ihre Medien. Das zieht sich durch die komplette Gesellschaft und Kultur. Im Kindergartenalter wird die Grundlage für Moral, für Gut und Böse gelegt. In der Schule und an den Hochschulen wird nicht nur gelehrt, sondern auch indoktriniert. Was politisch korrekt ist, bildet sich in diesen „Erziehungsanstalten“. Und entscheiden in der Wissenschaft Vernunft und Empirik? Wird hier das Erbe Galileo Galileis fortgesetzt? Keineswegs. Die Theorie, dass das Klima durch von Menschen produziertes CO2 erwärmt wird, ist ein gutes Beispiel. Es gibt gute Gründe daran zu zweifeln. Aber Wissenschaftler die dies tun, müssen um ihre Reputation fürchten. Es wurde sich auf die CO2-Theorie festgelegt, basta! Forscher die gegenteiliges behaupten werden gemieden, deren Ergebnisse nicht veröffentlicht. Es geht schließlich nicht nur um viel Geld, sondern auch um den Ruf der Meinungsmonopole, die sich längst festgelegt haben und nicht in der Lage sind, sich zu korrigieren.
    Die Universitäten sind längst Erfüllungsgehilfen der Monopolunternehmen geworden. Aber ohne Freiheit ist keine Forschung und kein Wissen möglich.
    Warum, frage ich mich, wird immer auf Leuten herum geritten, die politisch unkorrekte Meinungen vertreten? Warum lässt man nicht Sachargumente sprechen, anstatt diese zu meiden.
    Die Freiheit beginnt im eigenen Kopf. Man muss in der Lage sein, sich selbst zu hinterfragen. Wenn dies in der Schule „gelehrt“ würde, dann hätten die Meinungsmonopole ausgedient!
    Ich grüße alle, die sich nicht auf ein Gleis setzen lassen wollen, dass sie zwingt immer im Kreis zu fahren.

  10. Oh, dein Blog ist umgezogen. Hab lange nicht mehr hier reingeschaut …

  11. Die PDV hat auch Direktkandidaten:

  12. Was soll die Blödelei mit dem libertär? Man ist liberal, also freiheitlich, oder man ist es nicht, dann ist man staatsgläubig. Fremdworte sollten keine Glückssache sein.

    Carsten

    Krieg heilt Schulden

  13. Libertär oder engl. libertarian hat sich weltweit als Bezeichnung für wirklichen oder Urliberalismus durchgesetzt,
    Das war leider nötig, um sich von dem zu distanzieren, was Parteien inzwischen überall daraus gemacht haben. Die FDP ist seit den Freiburger Thesen von ’71 nicht mehr liberal, sondern sozial-liberal, also ein bißchen sozialdemokratisch. Das ist aber leider lngfristig immer wie „ein bißchen schwanger“. In den USA meint man mit liberals sogar direkt die „Democrats“, die Sozialdemokraten.
    Es ist bereits ein Erfolg der PDV, daß es in D inzwischen doch eine Menge Menschen gibt, die „Libertär“ nicht für einen Schreibfehler halten.

    • Großartig, man sucht sich eine neue Bezeichnung wegen ein paar Trotteln? Teile und herrsche — vielleicht verstehst Du das wenigstens. Wer sich so durch die Botanik jagen läßt, der ist keinen Schuß Pulver wert. Deshalb kommen die auf keinen gelben Zweig.

      Carsten

      „Bei Ministerin Merk ist Hopfen und Malz verloren“
      Gustl Mollath

  14. Die DDP (Deutsche Demokratische Partei) ist noch eine Partei, die sich selbst abschaffen will: http://www.ddp-partei.de/programm
    Sie tritt allerdings nicht zur Bundestagswahl an.

  15. Die PdV ist noch etwas zu klein. Ich empfehle daher jedem PdV-Sympatisant sein Kreuzchen jetzt bei der AfD machen um eine halbwegs brauchbare Schnittmenge über die so wichtigen 5% zu heben. Nach der Wahl kann man dann in Ruhe die PdV weiter aufbauen.

    • Freigeist

      „Die PdV ist noch etwas zu klein. Ich empfehle daher jedem PdV-Sympatisant sein Kreuzchen jetzt bei der AfD machen um eine halbwegs brauchbare Schnittmenge über die so wichtigen 5% zu heben. Nach der Wahl kann man dann in Ruhe die PdV weiter aufbauen.“

      Exakt! In vier Jahren kann man weitersehen. Bis dahin besteht eine große Chance, dass die PdV wesentlich bekannter geworden ist, mehr Stimmen erhält in verschiedene Landtage und in den B-Tag einzieht.

      Aber ich will, das dieser Euro- und Rettungszirkus JETZT schon so massiv wie möglich gestört wird und nicht erst in 4 Jahren, denn meine Geduld mit den Clowns in der Politik ist erschöpft.
      Ich finde die Dreistigkeit, mit der sich unsere Polit-Diener weigern, dem Souverän in Demut zu gehorchen und ihm zu dienen, unerträglich. Daher wähle ich jetzt – aus den o.g. Gründen – die AfD.

  16. The Babblesnake

    Jede Stimme richtet gleich viel an, sie ist ein Bruchteil der Statistik und somit der Sichtbarkeit und Fähigkeit zu beeinflussen einer Partei, auch wenn es die letzte unter der 5% Grenze ist (Schreck!).
    Wer seine 2. oder 3. Wahl wählt, verantwortet Politik 2. oder 3. Wahl 😉

    • Falsch. Die Statistik interessiert niemanden, es zählen Posten und damit verbunden stabil finanzierte Oppositionsstimmen. Wer 2. oder 3. Wahl wählt, unterstützt damit direkt das Ergebnis aus der Mehrheit, das man niemals selbst wählen würde.

    • Ich meine natürlich, wer stur seine 1. Wahl wählt. Sicher moralisch fatal, aber angesichts der Mauern, die Machthabenden gebaut haben, nicht anders lösbar. Meine Erstwahl ist auch die PdV, aber die Stimme zerschellt, wenn sie jetzt abgegeben wird.

  17. „Janich gilt als kämpferischer Leugner der offiziellen 9/11-Theorie. Auch behauptet er, dass CO2 unser Klima nicht erwärmt.“
    Wie unverschämt aber auch 😉
    Früher hat man Leugner aufgehängt.

  18. Ich wähle einzig nach meinem Gewissen.
    Das extraschlaue Taktieren mit dem „geringsten Übel“ hat uns da hin gebracht, wo wir jetzt sind.
    Wir sind die demokratischen Geiseln der etablierten Blockpartei.

  19. Zum Thema: Simone Weil – Anmerkungen zur generellen Abschaffung der politischen Parteien, Edition diaphanes, Zürich € 10. Sehr lesenswert – auf dem Weg zur Digitalen Demokratie, weil wir wieder mitverhandeln wollen und es nicht der Wirtschaft überlassen.

  20. Liebe Jenny, ich wuerde Sie doch sehr bitten die Falschbehauptung zu entfernen, in meinem Buch ginge es um die Illuminaten. Wie Sie sehr genau wissen handelt es sich dabei um einen satirischen Dialog wie Sie auch meiner Webseite oliverjanich.de entnehmen koennen. Ich bin im wohlverdienten Urlaub und sitze hier in einem Internetcafe, daher kann ich ihnen nicht alles raussuchen. Ebenso wuerde ich Sie ffbitten igh

  21. Ich sitze hier in einem schlechten Internetcafe und bin im Urlaub, daher kann ich auf den Rest nicht eingehen, aber ich kann ihnen nur empfehlen, Thesen anhand von Originalquellen und Originalzitaten zu beweisen und nicht irgendwelche Behauptungen aufzustellen. So arbeiten man sauber und deshalb wurde mein Buch von 5 Hochschulprofessoren gelobt.

    • Halllo Herr Janich,
      ich bin da unkompliziert und habe die entsprechenden Zeilen geändert. Es heißt jetzt: „Dies liegt womöglich am ehemaligen Vorsitzenden Oliver Janich und seinen Schriften. Janich gilt als kämpferischer Leugner der offiziellen 9/11-Theorie. Auch behauptet er, dass CO2 unser Klima nicht erwärmt. In seinem Buch „Das Kapitalismus-Komplott“ beschreibt er viele Zusammehänge und verweißt auf zahleiche Quellen. Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen will, der sollte das Buch lesen. Ohne Janich gäbe es die PDV heute vermutlich nicht. “

      Ich selbst habe Ihr Buch gelesen und finde es toll. Sorry, wenn das so nicht rüberkam. Ich wollte in dem Absatz nicht meinen persönlich Eindruck beschreiben, sondern denjenigen Eindruck, den ich von anderen wahrnehme. Ich wünsche noch einen angenehmen Urlaub.

      lg

  22. Mit dem Argument haben wir ja die Partei der Vernunft am 30. Mai 2009 gegründet. Doch sie besteht immer noch. Also ist da etwas gründlich schief gelaufen, oder?

    Als ich im Herbst 2009 begann, für die ‚Partei der Vernunft‘ einvernehmlich eine Ideologie zu entwickeln, wurde ich von den übrigen Vorständen gemobbt. Die begeisterte Zustimmung während der Telefonkonferenz ohne den Bundesvorsitzenden schlug Wochen später in die nackte Angst um, ebenfalls wie ich als ‚Brauner‘ beschimpft zu werden. Menschen mit kulturellen Werten werden stigmatisiert.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

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