Karriereziel Arbeitslosigkeit

Kennt ihr diese gestellten „zufällig auf der Straße Interviews“ in den Massenmedien? Manchmal werden junge Angehörige der bildungsfernen sog. Unterschicht gefragt, was sie später mal werden wollen. Manche sagen dann ganz plump „arbeitslos“. Aber warum denn eigentlich nicht? Der Begriff Arbeitslosigkeit ist mir viel zu negativ besetzt: Auch Rentner, Millionäre, Investoren und manchmal auch Manager sowie Politiker sind im Prinzip arbeitslos. Sie alle leben von anderen und produzieren nichts für die Realwirtschaft. Von dem her, …na logo! Ich möchte auch arbeitslos sein.

Es gibt 2 Arten von Arbeitslosen in Deutschland: Die einen erhalten ihr Einkommen über Transferleistungen und die anderen über die Zinsen und Kapitalerträge. Beide arbeiten nicht und werden von den „normalen“ Arbeitnehmern bezahlt. Beide Gruppen werden immer größer. Die berühmte Mittelschicht muss nicht nur arme Arbeitslose mittragen, sondern auch reiche Arbeitslose. Man spricht auch vom „Wasserkopf“. Gemeint ist der aufgeblähte Bürokratie- und Beamtenapparat. Wenn es allen so gut geht, dass sie machen können was sie wollen, ohne auf ihren Lebensstandard zu verzichen, dann wäre das doch toll, oder nicht? Das BIP hat sich seit 1971 mehr als verdoppelt. Warum arbeiten wir nun nicht nur noch die Hälfte? Richtig ist, wir arbeiten mehr denn je, aber eben nicht alle von uns.

Mein persönliches Ziel ist bei gleichem oder höherem Einkommen und Befriedigung aller Bedürfnisse arbeitslos zu sein. Für was brauchen wir Vollbeschäftigung, wenn doch das meiste Einkommen durch Kapital verdient wird? Warum bezahlt Kapital eigentlich keine Beiträge zur Sozialversicherung? Vielleicht sind auch nicht die 3 bis 5  Millionen armen Arbeitslose unser Problem, sondern eher die zig Millionen reichen Arbeitslose. Ist es nicht pervers, dass sich arme Arbeitslose in den Ämtern nackig machen müssen, während reiche Arbeitslose machen was sie wollen? Geld kann nicht arbeiten, oder hat schon mal jemand nen 100€ Schein mit einer Dreckschaufel gesehen? Geld lässt arbeiten! All diejenigen, die in den letzten Jahren immer mehr arbeiten mussten und dabei real immer weniger verdienen, finanzieren den reichen Arbeitslosen ihr Einkommen. Und es funktioniert: Das Vermögen des reichsten Prozents wuchs in 2012 um 10% auf durchschnittlich 817.181 Euro.


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liebe Grüße, eure Jenny

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9 Antworten zu “Karriereziel Arbeitslosigkeit

  1. Die wirklich Asozialen sind die Reichen, sie geben der Gesellschaft nichts zurück, sie nehmen nur. Sie machen die Gesetze, beherschen die Medien und maipulieren die Massen.

    Um die wirklichen Nutznießer der Geseschaft zu entlarven, braucht man nur eine Frage stellen: Wem nützt es ?

    Grüße Karl. M

  2. Ein Arbeitsloser ist ein Mensch, dem zum Glück eine Arbeitsstelle fehlt.
    😛

    • Gut gebrüllt Löwin
      Gott behüte und diese Arbeitslosen würden vertehen, dass sie sich selbst organisieren könnten und eine eigene Gesellschaft aufbauen im Stande wären. Ganz ohne Kontrolle. Das wäre der Kollaps. 🙂
      Dabei werden sie nunmehr als mahnendes Beispiel tagein tagaus in den Müllstreammedien angeführt liebend gerne im Einfluss industrieller Ruhigstellungsmittel (z.B. Bier), die noch ausquetschbare Zitronen einen Ansporn geben sollen. Die Selbstorganisation verhindert man durch Religiösen Opferkult, der in Form der Paddei, dem Sozialen Industriekomples oder ähnliche auftritt. Stell dir vor diese Menschen würden Selbstbewusst werden. Das wäre der Ruin. Außerdem wie würde den Geld entstehen, wenn man das nicht fördern könnte.

      Im Kontrast dazu sämtliche Tellerwäscher Stories. Der ursprüngliche Song „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“ als Wahlkampfslogan war noch von einer Partei die nicht im Müllstream angekommen ist. Ob Rechts ob Links. Sie müssen sich alle fügen.

      Beamtinnen sind dazu da, „den Stamm zu erhalten“.
      Sarazins Thesen haben schon etwas interessantes für unsere Lenker.

  3. Ich weiss, dass ich hier wahrscheinlich auf Kritik stosse. Aber was denkst du/ihr, über die Entscheidungen die man für eine Kapitalanlage treffen muss? Schaft diese ein Mehrwert in der Gesellschaft oder nicht?

    Die Ansicht ist jetzt stark vereinfacht und der Gedanke muss noch weiter geführt werden. Wenn man aber eine Analogie zur Planwirtschaft zieht, dann bestimmt doch im Kapitalismus die Menschen mit Kapital was zukünftig produziert wird. Jeder der eine gute Entscheidung für die Gesellschaft trifft, wird belohnt, wer eine schlechte trifft, verliert Geld. Meine Schlussfolgerung wäre, dass Anleger die eine langfristig eine hohe Kapitalrendite bekommen, einen hohen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen.

    Um einiger Kritik zuvor zu kommen. Ich weiss, dass das nicht für einen Markt gilt, der einfach nur durch Geldblasen aufgebläht ist, aber unter Umständen platzen diese wieder. Ich weiss, dass das nicht für einen Markt gilt, der im Falle des Verlustes vom Staat (der Gesellschaft) gestützt wird (sieh Banken 2008). Beides Dinge die ich als Anleger nicht gut heisse und unterstütze. Aber der Grossteil der Anlageentscheidungen schafft doch durch die richtige Allokation der Wirtschaftsgüter (der Plan der Planwirtschaft) einen Mehrwert für die Gesellschaft? Damit können 100 € dreckschaufeln, indem jemand sich Gedanken machen muss, wie unsere begrenzten Ressourcen am besten eingesetzt werden. Keine leichte Aufgabe mit viel Verantwortung!

  4. Also, das nur die Reichen von den Zinsen leben ist nicht ganz zutreffend. Erkundige dich mal wieviel Arme eine Lebensversicherung haben! Oder eine Riesterrente! Ich habe die Verteter immer rausgeschmissen, aber die Armen kriegen das nicht gebraten. Die kaufen das wirklich und ein halbes Jahr später müssen sie die Raten einstellen, weil die Kohle nicht reicht. Oder denk mal an die vielen Rentner. Meine Tante hat immer PDS gewählt und gejammert, und als sie in den Himmel gekommen ist, war eine sechsstellige Summe da, für die Erben. Aber nicht verfügbar, sondern alles für die schändlichen Zinsen festgelegt. Meine Cousine ist auf dem weg zur Bank umgekommen, weil schlechtes Weetter war und sie einen Zinstermin hatte. Ich denke die Reichen sind nicht blöd. Die sind längst in Gold, Aktien und Sondervermögen. Mit Zinsgeld und Immos würden sie zur Ader gelassen, wenn die Linken drankommen.

  5. Pingback: 21. Jahrhundert » Blog Archiv » Karriereziel Arbeitslosigkeit | Jenny´s Blog

  6. „Geld kann nicht arbeiten, oder hat schon mal jemand nen 100€ Schein mit einer Dreckschaufel gesehen?“

    Der 1oo,-€ Schein ist die Dreckschaufel!
    Versuchen Sie doch mal mit blosen Händen einen Haufen Dreck zu verladen. Noch besser geht es natürlich mit einem Bagger, also mit vielen 100,- Euro Scheinen.
    Es erstaunt mich immer wieder, daß ihr Linken so einfache Sachverhalte nicht wahrhaben wollt. Wisst Ihr es nicht besser?
    Oder ist es Teil einer Verdummungsstrategie

    • Och wie geil eine Linke-Keule ❤ … bekomme meistens nur die Nazi-Keule. Werde den Kommentar ausdrucken, einrahmen und aufhängen ;-)))

  7. David Engmann

    Hallo es kann nur eine Verdummungsstrategie sein, die Linke Fraktion sieht doch immer nur bunte Blümchen.

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