Mein Statement zur Demo am Samstag in Stuttgart: „Die Euroretter sind Antieuropäer“

Ich wurde von Bernhard Seitz (Vorsitzender des „Aktionsbündnis für Direkte Demokratie“) gefragt, ob ich auf der Demo am Samstag sprechen möchte. Leider bin ich beruflich verhindert.

demo1Wenn ich auf der Demo sprechen würde, was würde ich dann sagen? Ich würde ein für alle mal klarstellen, dass die Gott verdammten und verlogenen drecks politisch korrekten neosozialistischen Gutmenschen des Parteienkartells und deren verdummte Gefolgschaft antieuropäisch sind. „Antieuropäisch“, das ist eine Keule, die man gerne gegen Sachverständige und Demokraten schwingt. Die EU-Großreichsverfechter und Einheitsfetischisten sind es, die antieuropäisch sind. Der Euro spaltet Europa und schafft immer neue Verwerfungen, die sich als Krise entladen.

Der Euro in seiner jetzigen Form verteilt zu den Reichen um und benachteiligt „normale“ Menschen. Die Euroretter sind Antieuropäer und kämpfen mit aller Gewalt gegen Frieden und Solidarität in Europa. Das Parteienkartell kommt unserer geschichtlichen Verantwortung in keinster Weise nach und die tausendjährige Kanzlerin lässt sich dafür auch noch feiern. Laut ifo-Institut haften wir mit über 651 Mrd. EUR für den sog. Euro. Die Summe entspricht mehr als dem Fünffachen aller Sozialleistungen eines Jahres (inkl. Kindergeld etc…). Der deutsche Haftungspegel ist sogar doppelt so hoch, wie der Bundeshaushalt. Wir geben damit auch 26 mal mehr für Bankenrettung aus im Vergleich zu Straßen und Infrastruktur. Und für genau solche Themen will man nun (nach der Wahl) die Steuern erhöhen, weil es angeblich an Geld fehlt.

Die völlig hirnverbrannte Politik will für Kitas und Straßen die Steuern erhöhen, haftet aber „über Nacht“ einfach mal so mit 651 Mrd.€ für Pleitebanken!! Sagt mal gehts eigentlich noch? Die völlig hirnverbrannte Lügenpolitik will für Kitas und Straßen die Steuern erhöhen und haftet einfach so mit 651 Mrd. Euro für Pleitebanken. Für wie dumm halten die uns? Vielleicht für so dumm, wie wir sind. Diese verlogene Politik wird am 22.09.2013 von zirka 90% der Wähler legitimiert werden; dies sagen jedenfalls die Umfragen.

Finanzminister Schäuble sagte mal im Jahr 2011: „Mehr als die jetzt beschlossenen 211 Milliarden Euro wird Deutschland – abgesehen von den fälligen Zinsen – nicht zahlen“. Aus heutiger Sicht eine dreiste Lüge. Zirka 40% der Wähler gefällt das. Diese Wähler warten darauf, dass sie von der tausendjährigen Kanzlerin zum Endsieg geführt werden. Aber der Endsieg wird nicht kommen – was kommt ist Stalingrad! Warum merken die Deutschen immer erst in Stalingrad, wenn sie belogen wurden?

Deutschland ist wieder Täter! Wir koppeln unsere Währung an die schwächere Währung der Griechen, Spanier, Portugiesen, Italiener, Franzosen und so weiter. Damit drücken wir unsere Währung um zirka 20% unter unsere Wirtschaftskraft. Opfer sind die vielen Menschen in den Krisenländern, die eine viel zu starke Währung haben. Die vielen Kranken, Armen und Arbeitslosen und auch die Perspektivlosen. Genau wie die Chinesen ergaunern wir uns Wettbewerbsvorteile für den Export. Für die Krisenländer ist es quasi unmöglich irgendwas zu exportieren. Eigentlich müssten die Südländer Strafzölle auf deutsche Exporte erheben – so wie es die Europäische Kommission mit China macht. Das macht man natürlich nicht; viel eleganter sind hier stille und heimliche Transferzahlungen an Banken, die damit Staatsschulden finanzieren. Deren Schulden sind unser Exportüberschuss! Deren Armut ist unser Wohlstand. Dieser Euro schafft keinen sozialen Frieden in Europa.

Auch die Deutschen selbst sind Opfer. Die deutsche Exportbranche hat tatsächlich vom Euro profitiert, weil er tendenziell schwächer war, als es die D-Mark gewesen wäre (= Spekulative Annahme!). Deutschland hat kaum Rohstoffe und muss deshalb, um Waren im Wert von beispielsweise 100 Geldeinheiten zu exportieren, Rohstoffe und Vorleistungen im Wert von zirka 40 Geldeinheiten importieren. Diese Vorleistungsimporte wurden durch den schwachen Euro teurer. Unsere Unternehmen haben also im Verkauf (Export) mehr verdient, mussten aber für den Einkauf (Import) mehr bezahlen. Im Endeffekt bekamen wir hierdurch einen starken Export, aber auch höhere Kostenbelastungen in den Unternehmen. Während die Industrie hiervon noch einigermaßen profitiert hat, traf es ein Wirtschaftssubjekt ziemlich heftig: Den Verbraucher. Konsumenten und Verbraucher sind im Prinzip die größten (indirekten) Importeure. Die zusätzlichen Gewinne des Exports hinterlassen eine teure Rechnung, welche von den Verbrauchern bezahlt werden muss! Zu sehen ist dieser Exzess an den stetig sinkenden Reallöhnen in Deutschland. Andere Euro-Länder, bei denen die Entwicklung umgekehrt war, die also durch den Euro von einer schwächeren in eine härtere Währung kamen, war die Entwicklung nicht so. Dort sah man seit dem Euro keine Reallohnverluste. Unsere Politikdarsteller sprechen dann perfiderweise von fehlender Wettbewerbsfähigkeit. Die Inflation, die wir uns hier ins Land holen trifft vor allem einkommensschwache und sozial benachteiligte Personen. Die großen Gewinne der Exportwirtschaft fließen nicht an die Arbeitnehmer sondern größtenteils an die weltweit verteilten Großaktionäre. Deutschland hat nicht vom Euro profitiert! Die einzigen, die profitiert haben sind die deutschen Exporteure. Die meisten Menschen in Deutschland sind aber keine Exporteure. Viele scheinen das nicht zu wissen.

Das alles und noch viel mehr würde ich sagen wollen, wenn ich am Samstag auf der Demo sprechen würde. Ich bräuchte sicher mehrere Stunden, weil mir noch sehr viel mehr Worte einfallen würden.


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liebe Grüße, eure Jenny

7 Antworten zu “Mein Statement zur Demo am Samstag in Stuttgart: „Die Euroretter sind Antieuropäer“

  1. Pingback: 21. Jahrhundert » Blog Archiv » Mein Statement zur Demo am Samstag in Stuttgart: “Die Euroretter sind Antieuropäer” | Jenny´s Blog

  2. Ich habe eine Kurzinfo bezüglich ESM und Euro im Auto liegen, mit dem ich Wahlplakate um Hinweise zu den Kandidaten ergänze.
    Dein Statement würde ich auch gerne ausdrucken und Leuten in die Hand drücken, die den Eindruck machen, dass sie das interessiert und kapieren könnten. Spricht da was dagegen?

  3. Hi Jenny,
    warum passiert diese verrückte Poltik? Ich sage es Dir.
    Marktwirtschaft und Demokratie sind Gegensätze sind. Aber die Menschen glauben, dass diese Ideologien koexistieren könnten! Warum? Weil für sie Kapitalismus und Demokratie das gleiche sind! Marktwirtschaft wird mit Demokratie verbunden und umgekehrt! Das ist aber ein Trugschluss.

    Die Frage ist also: was ist vorherrschend? Wir wissen es alle. Es ist nicht die in Talkshows, Zeitungsartikeln und Bundestagsreden immer hochgelobte Demokratie. Demokratie ist nichts als ein Marketing-Gag, kein Politiker meint das ernsthaft. Auch du wirst schon die Erfahrung gemacht haben, dass es wenig Demokratie gibt, auch in deinem privaten Leben. Warum wundern wir uns also, dass Poltik immer nur Wirtschaftspolitik ist und nur das gemacht wird, was Banken und Konzerne wollen?

    Trotzdem möchte ich noch etwas zum Thema Wirtschaftspoltik sagen.
    In der VWL gibt es zwei große Themen: Mirko- und Makroöknomie. Die heutigen Politker denken nicht mehr makroöknomisch. Das was Du hier ansprichst, sind alles wirtschaftspoltische Themen die makroökonmisch durchdacht werden müssten.
    Beispiel: Potliker sind stolz darauf, dass wir so viel exportieren und bemüht, dass die BRD weiterhin viel exportiert. Eine Laie würde dem natürlich zustimmen, denn verkaufen kann ja nicht schlecht sein, oder doch? Fragt man allerdings die Lehrbücher, dann steht dort: es gilt ein Außernwirtschaftliches Gleichgewicht herzustellen! D.h. die Exporte sollten den Importen entsprechen. Dieses Gesetz ist eine Folge aus den schlechten Erfahrungen, die man mit dem Merkantilismus machte. Es ist tatsächlich ein Gesetz, nämlich das Stablitätsgesetz von 1969! Diesem ist klar zu entnehmen, wass es kein wirtschaftspolitisches Ziel sein sollte, Exportweltmeister zu werden.

    Wissen das unsere Politiker? Ich denke schon, aber es interessiert sie nicht, weil sich ein Potliker nicht für Menschen interessiert. Ein Politker ist ein kleiner korrupter Mensch, der alles abnickt, was der Wirtschaft aber nicht dem Menschen nutzt. Der Mensch ist ein Geldbeuteldenker. Das gilt vor allem für die „Parlamentarier“ im EU-Parlament.

  4. Pingback: Samstag, 14.09: #StopEU – Für direkte Demokratie! Gegen Euro- und Überwachungswahnsinn | Jenny´s Blog

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