US-Haushaltsstreit erinnert an ein altes Ehepaar

Offtopic: Alles über die noch immer andauernde, von @ZDF und @ZDFlogin verursachte, Twittersperre von @_JennyGER_  findet ihr hier und hier. Mein Ersatzaccount ist @JennyGER

Die aktuell laufende Scripted-Reality-Sendung rund um den Haushaltsstreit in den USA erinnert mich an ein altes Ehepaar, welches gemeinsam ein Girokonto führt. Weil das Geld seit Jahren nicht reicht, wird in regelmäßigen Abständen der Dispokredit erhöht.

Doch nun will einer der beiden den Dispo nicht erhöhen. Es kommt zum Ehekrach. Die Bank leckt sich derweil im Hintergrund bereits die Finger, denn sie weiß, dass der Dispo irgendwann erhöht werden muss. Außerdem hat sie die Erlaubnis, Buchungen, welche Politiker, Militär und Polizei betreffen, ausführen zu können. Die Öffentlichkeit streitet nun ebenfalls über diesen Fall. Die einen sagen, „ja, der Dispo muss erhöht werden, weil sonst steht alles lahm. Denkt denn niemand an die Kinder?!?“, die anderen sagen, „nein, Schluss mit Schulden, wir müssen sparen. Schulden machen nur Kommunisten und Nazis und Islamisten“.

Doch nun wird es ernst. Das Ehepaar bekommt kein Geld mehr. Der aktuelle Dispokredit ist mit 16,7 Billionen US-$ am Anschlag. Im Jahr 2005 war es noch die Hälfte. Und im Jahr 1985 war es noch ein Viertel. Der öffentlich in den Medien ausgetragene Ehekrach dreht sich nur darum, ob man dieses exponentielle Wachstum weiterführt oder nicht. Man spricht nicht über die Ursache. Man spricht auch nicht über die Bank, die den Dispokredit ohne zu murren jederzeit erhöht und sich über die Zinsen freut. Das Ehepaar, nennen wir es Kongress, kann nur weiter leben/arbeiten, wenn der Dispokredit erhöht wird. Hierfür wird es zu Not Haus und Hof verpfänden: auch das der Kinder und Enkelkinder.

Ob das Ehepaar in seinem Elend sogar kriminell wird, bleibt abzuwarten. So lange sich die beiden gegenseitig die Schuld geben, wird niemand merken, welche Ursache tatsächlich zu Grunde liegt. Statt immer nur über die Dispoerhöhung zu streiten, sollte man endlich dazu über gehen über die Ursachen zu streiten. Selbst wenn es zu einer Einigung kommt und das Kreditlimit erhöht wird. Was ist in 2-3 Jahren? Wenn das seit Jahrzehnten anhaltende exponentielle Wachstum so bleibt, dann werden die Probleme nicht kleiner sondern größer. „Mehr Kredit“ im verzinsten Papiergeldsystem ist vergleichbar mit einer Heroinspritze für einen Junkie; es hilft zwar temporär, macht die Lage aber langfristig immer schlimmer. Aber wie gesagt, hierüber geht es in dieser Scripted-Reality-Sendung nicht.

::::EXTERNE QUELLEN DEN TEXT BITTE NUR BIS HIERHER ÜBERNEHMEN::::::

 

#SarkasmusOn Die verdummten neosozialistischen Gutmenschen sollen denken, die Tea-Party sei schuld. Achso ja, und exponentielles Kreditwachstum ist eine Verschwörungstheorie. Und wenn das sogar auf Wikipedia steht, dann ist das gelogen. Es gibt gar keine Staatsschulden. Kein Grund zur Sorge. Merkel, die FED, GoldmanSucks und Obama retten die Welt. #SarkasmusOff

Noch ein Wort an die AfD: Die USA hat wie Europa auch eine Schuldenkrise. Was soll die USA nach Meinung der AfD tun? Soll die USA etwa auch den Euro abschaffen oder liegt die Ursache für Überschuldung nicht doch auch irgendwo anderst? (In BaWü sagt man „anderst„… ok  eigentlich sagen wir „andaschd„, aber irgendwo muss man auch mal nen Punkt machen…)


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
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Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

6 Antworten zu “US-Haushaltsstreit erinnert an ein altes Ehepaar

  1. Georg Schramm – Die Fakten reden Klartext
    Neues aus der Anstalt 01.10.2013 – Bananenrepublik

  2. Moin Jenny,
    die Frage, ob die AfD empfehlen würde, dass die USA etwa auch den Euro abschaffen sollten, ist so nicht richtig.
    1. Haben die USA den Euro nicht als Währung.
    2. Sind die USA ein Staat und nicht wie die EU ein Verbund aus mehreren eigenständigen Staaten.
    3. Empfiehlt die AfD auch nicht, dass der Euro unbedingt abgeschft werden soll, sondern lediglich, dass die durch den Euroverbund benachteiligten Länder (wie z.B. Griechenland, Portugal, Spanien) den Euroverbund verlassen sollen, um so ihre eigene Wirtschaft durch Anpassung der Wechselkurse wieder in Schwung bringen zu können.

  3. Die USA und die EU haben tatsächlich ähnliche Probleme mit ihrem Währungs- und Wirtschaftsystem und der Subsidiarität. Die eigentliche Frage ist ja, ob die EU als Schuldengemeinschaft berechtigt ist und wie das bei der USA aussieht.
    Als Individuum, das mit Griechenland weniger verbunden ist als mit Australien oder der Japan, sehe ich keine Grund für Griechen zu haften. Wäre ich Bewohner einer der vielen Regionen der USA, hätte ich kein Interesse für Prestigeprojekte in anderen Teilen des Landes zu zahlen und für irgendwelche Kriege schon gar nicht. Große Verwaltungszusammenschlüsse in der Größe von USA oder EU sind nur Schuldensümpfe, die vielfältige Gelegenheit zu Machtmissbrauch und Bereicherung bieten. Austreten sollten die Europäer aus der EU und die Amerikaner aus der USA.

  4. Pingback: US-Haushaltsstreit erinnert an ein altes Ehepaar | FreieWelt.net

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