Neues aus der Anstalt: Ein Nachruf

priolUrban Priol und Erwin Pelzig geben den Löffel ab. Zumindest in der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“. Am 01.10.2013 lief die letzte Sendung mit den beiden Kabarettisten.  Zum Abschied lief das Lied „Je ne regrette rien“, was auf Deutsch so viel wie „ich bereue nichts“ heißt. Als Nachfolger stehen Max Uthoff und Claus von Wagner in den Startlöchern. Mit Urban Priol und Erwin Pelzig verliert das ZDF das letzte bisschen Investigatiwidät (so würde es Pelzig aussprechen) im Sumpf der zwangsfinanzierten Staatsmedien.

Urban Priol und Erwin Pelzig haben in ihren meist lustigen Auftritten viele Wahrheiten transportiert. Sie haben echte Satire gemacht und dabei stets Missstände aufgezeigt. Sei es Pelzig´s Erklärung des GoldmanSucks-Imperiums oder seien es Urban Priol´s Nervenzusammenbrüche angesichts der vielen politischen Lügen unserer Kanzlerin. Die beiden werden fehlen, aber nicht nur als Person sondern auch als Inhalt. Etwas vergleichbares sieht man auf den verdummenden Privatkanälen nur selten. Neues aus der Anstalt (in Twitter liebevoll #nada genannt) ist nicht nur eine Komediesendung. Es handelt sich um eine verdeckte Investigativdokumentation über die üblen Verfehlungen unserer Zeit (Beispiel: ESM). Es gibt Dinge, die sind so schlimm, dass man sie nur mit Humor erträgt. Schaut man in die Geschichte, dann sieht man, dass es schon immer die Kaberettisten waren, die auf Hinterhofbühnen das politische System kritisiert haben. Ob Max Uthoff und Claus von Wagner diese wertvolle Aufgabe übernehmen können, wird sich am 4. Februar 2014 zeigen; dort soll es den Relaunch geben. Hoffentlich wird die neue Anstalt keine brave und politisch korrekte Blödelstunde allá HeuteShow. Die bisherige Vita der beiden Neuen lässt auf eine würdige Nachfolge hoffen.

Auch Abseits des TV zeigte Urban Priol Einsatz: Zum Beispiel am 25. Oktober 2010 auf der 50. Demonstration gegen Stuttgart 21.


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liebe Grüße, eure Jenny

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12 Antworten zu “Neues aus der Anstalt: Ein Nachruf

  1. Ob Max Uthoff diese wertvolle Aufgabe übernehmen kann, ich hoffe es:

    Max Uthoff – Lüge und Wahrheit – Neues aus der Anstalt 01.10.2013

    • danke für den Link! Ich glaube auch dass Max Uthoff echt gut ist. Er ist kein Ersatz für Priol, aber er ist nicht schlecht.

  2. Ich werde sie vermissen.

  3. Mich treibt die Frage um, warum erst Georg Schramm und dann Priol und Pelzig diese Aufgabe abgeben. Schramm war es annehmlich zuviel, in den kurzen Vorbereitungszeiten zwischen den Sendeterminen qualitativ Erstklassiges zu liefern. Das ist absolut nachvollziehbar. Wenn es P&P ebenso erging, wäre es besser gewesen, die Sendetermine zu strecken als Deutschlands beste Kabarettisten reihenweise im Kanonenofen zu verfeuern.

  4. zu schramm, kurz nach seinem ausscheiden gab er ein interview für schweizer aktivisten. auf dem tisch lag ein jagdgewehr. jetzt weiss ich warum.
    wir haben keine rechte mehr. auch auf der strasse: http://www.file-upload.net/download-8137962/23_jahre.mp4.html

  5. Die linke Seele aus dem Feuer springt, wenn der Euro in der Kabarettistenkasse klingt. Was haben diese Damen und Herren erreicht? Nichts. Ausser dass sich die Bürger auf die Bänke und die Couch setzen, sich auf die Schenkel klopfen und ein wenig freudig gruseln ob der Wahrheiten. Aber alles leicht verdaulich. Zu Hause gehts dann weiter wie bisher.

  6. „(..), dass nur das nothwendige Bedürfniß der großen Maße Umveränderung herbeiführen kann, daß alles Bewegen und Schreien der EINZELNEN vergebliches Thorenwerk ist. Sie schreiben, man liest sie nicht; sie schreien, man hört sie nicht; sie handeln, man hilft ihnen nicht.“ Georg Büchner 1833

  7. @EuroTitanic: diese Menschen haben mir geistige Waffen in die Hand gegeben, um meinen Kampf fortzuführen, Sie möchten doch auch nicht Opfer einer Tat aus Verzweiflung werden? Denn genau das haben diese letzten Menschen im Lande getan. Nun ist Nacht.
    -Wer eine friedliche Revolution verhindert, muss mit einer blutigen leben- JFK

  8. Doppelplusgut

    Alles vergebens,

    Die Anstaltsinsassen haben mit viel Engagement
    die Arbeit der Regierung, des Parlaments und
    anderer Institutionen aufs Korn genommen.

    Das anwesende Publikum hat begeistert applaudiert.

    Die Bundestagswahl hat nun gezeigt, das politisches
    Kabarett genausogut in einer hermetisch abgeriegelten
    Gummizelle stattfinden kann.

    Die durchtriebenen und hinterhältigen wähler
    haben den bisherigen akteuren ihr vertrauen ausgesprochen.

    Die Anstaltsinsassen haben (vielleicht etwas zu spät) erkannt,
    das sie dieser Heuchelei und Verlogenheit der wähler nichts mehr
    entgegen setzten können.

  9. Pingback: Max Uthoff erklärt die EU | Jenny´s Blog

  10. ich weigere mich als ‚der Wähler‘ bezeichnen zu lassen. Ich bin ein Wähler, immer diese Reduzierung, gerade so, als ob der ‚Wähler‘ als Abstraktum der vielschichtigen Masse als Einzelperson verantwortlich ist. B.S.! Ich habe mit dem Ergebnis dieser ‚Wahl‘ (war ja eh keine) rein garnichts zu tun, ob ich nun wählen gegangen bin oder nicht! Rafft das ihr Neusprechopfer, aber dazu wird eure Denke wohl nicht ausreichen, denn ohne ein Denken, kann man solche Zusammenhänge nur schwer erkennen.

  11. Pingback: Neues aus der Anstalt: Ein Nachruf | FreieWelt.net

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