Paradebeispiel für den Cost-Average-Effekt

Manche halten ihn für einen Marketingscherz, andere für ein mathematisches Wunder. Der Cost-Average-Effekt ist zwar umstritten aber er funktioniert. Ein aktuelles Beispiel zeigt sehr eindrucksvoll, dass es diesen Effekt gibt und dass er funktioniert. Beim Cost-Average-Effekt (CAE) geht es darum, eine Geldanlage nicht mit einmaligen Summen zu gestalten. Stattdessen kauft man in regelmäßigen Sparraten; z.B. Investmentfonds. Das Risiko wird über die Zeit gestreut. Durch den monatlichen Einstieg verringert sich das Problem ein falsches Timing beim Einstieg gehabt zu haben.

Besonders extrem sieht man diesen Effekt beim europäischen Aktienfonds AriDeka (DE0008474511). Er hatte Mitte Februar 2000 seinen absoluten Höchststand. Hätte jemand genau an diesem Hochpunkt sein Geld angelegt, dann säße er zum 07.10.2013 noch auf zirka 40% Verlusten. Hätte der gleiche Anleger im Februar 2000 einen monatlichen Sparplan begonnen und ihn bis heute durchgezogen, dann sähe er nun eine positive Rendite von immerhin 0,8% pro Jahr (nach Kosten). Das Depot wäre jetzt im Herbst 2013 erstmalig seit 2008 wieder im grünen Bereich gewesen. Das Gap zum herben 40%-Verlust der Einmalanlage ist sehr verblüffend, denn es handelt sich immerhin um das gleiche Finanzinstrument und den exakt gleichen Anlagezeitraum. Spielt man das gleiche Spiel mit einem deutschen Aktienfonds, beispielsweise mit dem DekaFonds (DE0008474503), dann zeigt sich der CAE nicht nur als Verlustverhinderungsstrategie, sondern als wahrer Renditebringer. Die Einmalanlage von 02/2000 bis heute wäre mit 0,57% Rendite p.a. ein Nullsummenspiel gewesen. Ein monatlicher Sparplan hätte nach Kosten genau 5% pro Jahr erwirtschaftet. Die Outperformance des deutschen Aktienfonds zum erstgenannten Arideka erklärt sich mit der „Deutschen Stärke“ gegenüber Europa seit Ausbruch der Finanzkrise.

Wichtiger Hinweis: Genannte Finanzinstrumente und andere Wertpapiere gelten nicht als empfohlen. Sie dienen als Beispiel. Der Kauf von Finanzinstrumenten erfordert Angemessenheit, Geeignetheit und eine ausführliche Beratung bzw. den ausdrücklichen Verzicht auf Beratung seitens des Anlegers. Dieser Text stellt keine Beratung dar. Marktpreise können fallen, steigen oder gleich bleiben. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft. Genannte Daten sind mit bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Fehler schließe ich nicht aus.

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liebe Grüße, eure Jenny

8 Antworten zu “Paradebeispiel für den Cost-Average-Effekt

  1. Leider konnte ich mich für den CAE nie so erwärmen all die Jahrzehnte Aktienanlage, wäre wirklich besser gewesen, dieses nach und nach kaufen statt in einem Aufwasch…

  2. Naja hätte man bis 2002 gewartet und dann investiert, hätte man dreistellige Prozentzuwächse.

  3. „..und den exakt gleichen Anlagezeitraum…“…nur für die allererste Sparrate.

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  5. Bei Gold war es genau umgekehrt. Das kostete im Jahr 2000 unter 300 Euro und bringt heute um die Tausend.
    Wer es physisch besitzt und nicht als „Papiergold“ (Zertifikate, ETF-Anteile und ähnliche Betrugsinstrumente), lacht zudem über die Abgeltungssteuer. Weil keine anfällt.
    So geht Altersvorsorge!

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