DAX mit 10.000 Punkten ist möglich

Der deutsche Aktienindex DAX hat in 2013 zum dritten mal seit der Jahrtausendwende die magische 8.000-Punkte-Marke überschritten. Bisher folgten darauf immer heftige und andauernde Rückschläge. Diesmal kam es anders: Der DAX steht heute zum ersten Mal bei 9.000 Punkten.

Bei 10.000 Punkten muss nicht Schluss sein! Ein entsprechendes Naturgesetz, dass der DAX bei 8.000 Punkten, 9.000 Punkten oder 10.000 Punkten umdrehen muss, gibt es nicht. Im Gegenteil: Viele Aktien sind noch immer nicht bei ihren damaligen Höchstständen angekommen. Das ist natürlich kein Grund für Euphorie, denn die Aktienmärkte sind sehr liquiditätsgetrieben und aufgeblasen. Aktien zählen aber auch zu Sachwerten, weshalb sie in jedes Depot gehören. Vor allem „on the long run“ versprechen sie die meiste Rendite. Wer das Risiko des falschen Timings eliminieren möchte, der steigt in Monatsraten in den Aktienmarkt ein. Natürlich ist immer mit Rücksetzern zu rechnen, aber sicherlich nicht, weil dem DAX eine runde Zahl nicht schmeckt.

Bis zum 10.000er Indexstand sind es noch etwas mehr als 1.000 Punkte, oder 10%. Tausend Punkte sind aber nicht immer 10%. Von 5.000 bis 6.000 Punkte sind tausend Punkte 20%! Auch als der DAX von 7 tausend auf 8 tausend gestiegen ist, legte er ein Wachstum von über 14% auf´s Parkett. Nun von 9 auf 10 tausend sind es „nur noch“ 10%. Weil der DAX ein Performanceindex ist, rechnet er auch die Dividenden mit ein. Diese bringen aktuell zirka 2% bis 3% Indexwachstum. Wären es kontinuierlich nur 2% dann stünde der DAX in unter 5 Jahren bei 10.000 Punkten; ohne, dass sich die Kurse bewegen müssten! DAX bei 10.000 Punkten hört sich jetzt fast schon gesponnen und utopisch an, aber ist es das wirklich? Was sind 10% Gewinn am Aktienmarkt? Fast Nichts.


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liebe Grüße, eure Jenny

4 Antworten zu “DAX mit 10.000 Punkten ist möglich

  1. Hallo Jenny,
    Schon mal daran gedacht, wie die FED die ausgedrückte Zahnpasta wieder in die Tube bekommt? Der Geist der Hyperliquidität lauert hinter der Staumauer, die Fed wird die Hyperinflation nicht aufhalten…viel Spaß dann mit Aktien!
    Der Crash am Bondmarkt wird den Systemuntergang einläuten und wir sitzen dann mittendrin im größten Schlamassel der Menschheitsgeschichte!
    Dann heißt es rette sich wer kann!
    MfG
    Henschel

  2. Letzte Stellung.(Henschel liegt voll Richtig)
    Die massive Ausweitung der Geldmenge insbesondere der letzten 25 Jahre ist zwangsläufig nicht spurlos an der Realwirtschaft vorbeigegangen. Stichwort Konjunkturkurbelprogramme. Die ganzen Übungen haben den Markt als permanent wirkendes Korrekturinstrument auf Zeit ausgehebelt, Mit der Folge das sich ein Grosskorrektur- Potential aufbauen konnte. Der Markt ist ein Naturgesetz, letztlich nicht aushebelbar. Seit 2008 entfaltet dieses Naturgesetz seine nicht aushebelbaren Korrekturmechanismen.
    Akt 1
    Die Banken geraten in Schieflage. Der Staat übernimmt zwecks Vermeidung eines Direktabsturzes. Das ganze mangels Alternative über höhere Schuldverschreibungen gespeist aus der Notenpresse.
    Akt 2
    Die Staatshaushalte explodieren. Mangels Realwirtschaftlicher Ertragskraft über Steuern sind die Verbindlichkeiten rasant steigend nicht mehr Verzins geschweige denn Amortisierbar.
    Akt 3
    Die Notenbanken Pumpen über eine Nullzinspolitik weiter Liquidität ins Gesamtsystem. Diese rasant wachsende Liquidität sucht nach Real erwirtschaftbaren Anlagemöglichkeiten resp. nach auch etwas Verzinsung. Innzwischen ist die Realwirtschaft mit Kreditgeld voll gesättigt, Investitions und Konsumkredite. Weitere Kredite können durch den Realwirtschaftsertrag faktisch nicht mehr verzinst oder gar amortisiert werden. Weitere Kreditaufnahmen der Unternehmungen und Privathaushalte entwickeln sich zum unkalkulierbaren Himmelfahrtskommando. Der natürliche Überlebens und Selbsterhaltungstrieb des Menschen entfaltet seine Kraft. Nur Abenteurer Spieler oder Helden melden sich für ein Himmelfahrtskommando.
    Wohl letzter 4 Akt
    Der läuft innzwischen mit Volldampf. Die Überliquidität fliesst in den Aktienmarkt der Verspricht wenigstens einen Spekulations resp. Kurssteigerungsgewinn. Eine Amortisation dieser Buchwerte ist als Folge der rasant einbrechenden Realwirtschaftsertragskraft faktisch nicht mehr möglich. Der durch vergangene Geldschöpfung befeuerte Absatzmarkt beginnt einzubrechen. Nachhaltig kann NUR eine auf Real Erwirtschafteter Konsumsolvenz basierender Absatzmarkt leben. Doch hier ist die Sache längst weit jenseits von gut und böse weit abseits der harten Realität.
    Offener 5 Akt
    Die Notenbanken stützen durch Aufkauf von Aktien einen absaufenden Aktienmarkt bis zum Absurdum.
    Fazit:
    Die sog. Finanzkriese ist lediglich die zwangsläufige Folge einer längst massiv = Fundamental aus dem Gleichgewicht gefahrenen Realwirtschaft. Das Gleichgewicht zwischen Realbruttoproduktion resp. Realwirtschaftsertrag und sich daraus ergebenden Realkonsummöglichkeiten, ist längst aus dem Gleichgewicht. Die ganze Entwicklung basiert auf einem Fatalen Irrglauben, dem Glauben mit ständig wachsender Liquidität= Konjunkturkurbelprogrammen liesse sich ein ewig laufendes Ökonomie- Perpetuum- Mobile erschaffen. Auch eine mit Volldampf laufende Liquiditätspumpe kann das nicht erschaffen. Auch nicht erzwingen. Die Fundamentalen Naturgesetzt sind und bleiben nachhaltig NICHT aushebelbar.
    Die Menschheit steht vor den Folgen eines jämmerlichen Versagens der etablierten, Ökonomischen, Wirtschaftsforschung und Lehre. Angereichert mit Verfehlter Politik und Realwirtschaftsführung, ergänzt durch gutgläubige Arbeitnehmer und Konsumenten, sowie Ideologen Gewerkschaften, Religionen und noch viele andere Schöngeist- Traum- Schwadronierer.
    Freundliche Grüsse
    http://www.hans-von-atzigen.ch

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