Twitterschau vom 27.10.2013

Es geht um 140 Zeichen, die Politiker, Journalisten und sonstige politisch-mediale A bis E Promis im Laufe der Woche von sich gegeben haben. Die Twitterschau kann Spuren von Satire und Sarkasmus enthalten.

Thema der Woche: Unter anderem das #merkelphone

Die GRÜNEN im Hessischen Landtag sind nicht mehr ganz dicht. Deren Espressomaschine zumindest. Dies schrieb der wirtschafts-, wohnungs-, lesben- und schwulenpolitische Sprecher Kai Klose. Man weiß noch nicht warum die Espressomaschine den Geist aufgegeban hat. „War es die 5-Tassen-Hürde?“, fragte ein User.

Es gibt ein Leben nach der Partei! Die Piratin Marina Weisband zwitscherte ein fiktives Vorstellungsgespräch: „Können Sie in Ausnahmesituationen und unter Extrembedingungen arbeiten?“ „ich war in der Piratenpartei.“ Das interessanteste Wort dieses Tweets ist das kleine Wörtchen „war“. Auch wenn der Dialog fiktiv ist, erkennt man eines immer häufiger: Viele Karriere-Piraten verabschieden sich vom sinkenden Schiff. Dieser Tweet hier zeigt dann wohl eher die wahren Pläne von Frau Weisband.

Fast schon Stammgast hier ist Daniel Schwerd, MdL in NRW für die Piraten. Er schrieb: „Ach, #Pofalla, #Merkelphone ist also eine neue Qualität? Und unser aller Privatsphäre ging Dir am Ar*** vorbei.“ Nennt man es Realsatire, dass die CDU über 40% der Stimmen und die Piraten nur ~2% bekamen? Vielleicht geht es nicht nur Pofalla am A** vorbei. Vielleicht trifft dies auch für die Wähler zu.

Auch der grüne MdB Volker Beck versteht die Welt nicht mehr. Deshalb möchte er sich die Welt von Thomas Oppermann erklären lassen: „Wie kann man sich über das Abhören der Kanzlerin aufregen, wenn man #vds will? @ThomasOppermann“. Wie kann er es wagen die Logik der CDU/SPD Einheitspartei zu hinterfragen? Hat ihm noch niemand gesagt, dass das politisch inkorrekt ist?

Nadja Hirsch, Europaabgeordnete der FDP, hat rund um den Abhörskandal eine eigene Theorie: „Wenn man Überwachungsfetischisten wie Friedrich in die USA schickt um über Überwachung zu verhandeln,kommt das eben dabei raus #merkelphone“. Und bald neu bei Beate Uhse:  Das neue Set mit Peitsche, Kamera, Hosenanzug und Micro für Überwachungsfetischisten.

Auch der ehemalige parlamentarische Geschäftsführer der FDP und Bundestagsfraktion Bundesschatzmeister der FDP, Otto Fricke, hat versucht die Empörung der Kanzlerin zu erklären: „Immer wieder frustrierend, wie sich die Einstellung mancher „Bürger“ zum Datenschutz erst ändert, wenn sie (oder ihr Umfeld) betroffen sind.“ Auch an diesem Tweet zeigt sich, dass sich die FDP allmählich von der CDU löst. Immer weniger FDP-Menschen leiden unter ihrem antrainierten  Muttifetisch.

Die Idee der Woche kommt von Daniel Schwerd, MdL NRW (Piraten). „Alle in die #SPD eintreten, gegen die #GroKo stimmen, und direkt wieder austreten. #Heuteshow“. Die Idee ist zwar nicht von ihm, aber er hat sie verbreitet. Viele Wähler haben SPD bestellt und bekommen jetzt Merkel geliefert. Wer die Bestellung stornieren will, der könnte dieses Instrument tatsächlich nutzen.

Reinhard Bütikofer, grüner M-Depp (MdEP), wirft eine interessante Frage in den Raum: „Man fragt sich ja, warum wir einen #Geheimdienst bezahlen, wenn die nur nach 10 Jahren rauskriegen, dass #Merkels Handy überwacht wird? #NSA“. Hieraus ergibt sich eine neue Frage, die Daniel Schwerd stellt. Der Typ gefällt mir langsam. „Wenn sie (vor 10 Jahren) nicht mal Kanzlerkandidatin war – wer wird dann wohl noch alles abgehört? #Merkelphone“

Bärbel Höhn, grüne MdB und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, will uns das Stabsaugen verbieten. „Wir brauchen wie bei Autos Vorgaben für Energieeffizienz bei Elektrogeräten. Wir können uns nicht am Langsamsten orientieren. EE spart Geld.“ … und als Vibrator dann ein Bambusrohr mit Hummeln drin?

Jan Philipp Albrecht, grüner M-Depp (MdEP) wünscht sich ein demokratisches Europa. Wie romantisch. Er schreibt: „Die Kanzlerin will nicht, dass die WählerInnen bei der Europawahl entscheiden, wer KommissionspräsidentIn wird. #Demokratie geht anders. #EU“. Wie jetzt? Die Deutschen sollen ihre Regierung selbst wählen? Krass.

Miriam Hollstein, Politikjournalistin bei der Welt, zitierte heute morgen einen saudischen Scheich: „Wenn Frauen Auto fahren, müssen sie sich konzentrieren. Das wirkt sich negativ auf die Eierstöcke aus.“ (saudischer Scheich im Radio)“. Die Empörung ist natürlich groß. Einen Zusammenhang zwischen dem Denkvermögen und den Geschlechtsorganen kannte man bisher nur bei Männern, wie @knarf_e ergänzt.

Quelle: Twitterliste „Medien“ und Twitterliste „Politik


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/JennyGER Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen.

Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

2 Antworten zu “Twitterschau vom 27.10.2013

  1. “Wir brauchen wie bei Autos Vorgaben für Energieeffizienz bei Elektrogeräten. Wir können uns nicht am Langsamsten orientieren. EE spart Geld.”

    Das wird/wurde von der EU bzgl. Grafikkarten bei Computern überlegt.

    Dieser Computerbereich ist in seinem Markt/Wettbewerb eigentlich sehr effizient und braucht diese Art Vorgaben nicht.

    1) Wir haben im Computerbereich seit Jahren den marktwirtschaftlichen Faktor, dass jährlich neue Prozessoren/Geräte vorgestellt werden.
    2) Meistens sind diese neuen Produkte schneller und stärker.
    3) Manchmal verbrauchen diese neuen Produkte mehr Strom und oder sind lauter.
    4) Dieser Wettbewerb hat dazu geführt, dass einige Grafikkarten u.a. extra Anschlüsse gebraucht haben für extra Stromzuleitungen.
    5) Dies war weder für die Hersteller von ganzen Computersystemen praktikabel, noch für Endverbraucher die diese Produkte kaufen, da es auch Konkurrenzprodukte gibt mit ähnlicher Leistung und ohne hohem Stromverbrauch/Lärm.
    6) Die Produktion ging durch Innovation weiter, kleinere Nanometer-Produktionen der Chips. (Mehr Inhalt auf kleinerer Fläche) Das reduziert die Wärmeabgabe und lässt auch andere Kühlmöglichkeiten zu. (eure Handys sind technisch gesehen so leistungsstark wie ein Computer von vor 5-7 Jahren! und das alles auf einer kleinen Platine ohne Lüfter mit Rotorblatt.) Und damit wieder zurück zu 1).

    Was geholfen hat war Wettbewerb und Transparenz der Produkte (Leistung, Stromverbrauch, Größe,…).

  2. Pingback: Tewitterschau | FreieWelt.net

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