Die versteckte Inflation

Die aktuelle Inflationsrate liegt angeblich bei 1,2 Prozent. Außerdem haben wir Vollbeschäftigung, Deutschland geht es gut und morgen kommt der Osterhase. Das traurige daran ist, dass gestandene Journalisten diesen Quatsch ohne zu hinterfragen einfach übernehmen. Die Preise sind um mehr als nur 1,2% gestiegen! Unser Geld verliert schneller an Wert, wie wir denken, denn es gibt auch eine versteckte Inflation.

Wie die Inflationsrate durch kreative Berechnungsmethoden beschönigt wird, könnt ihr googeln. Damit möchte ich euch nicht langweilen. Viel wichtiger ist die versteckte Inflation; man könnte sie auch unsichtbare Inflation nennen. Angenommen es gäbe nur ein Produkt und es kostet 100€. Im nächsten Jahr kostet es 102€. Wie hoch wäre dann die Inflation? 2% – klar? Angenommen das Produkt kostet nun ein Jahr später noch immer 100€, wurde aber durch Lohnsklaven erstellt und hat eine mindere Qualität. Die Inflation wäre 0%. Diesen Effekt sieht man vor allem bei Lebensmitteln. Viele Produkte wurden in den letzten Jahren nicht nur deutlich teurer, sondern auch wesentlich schlechter. Der Qualitätsverlust hat den Geldverfall gebremst; auch zu lasten hart arbeitender Menschen, die Lohneinbußen hinnehmen müssen.

Pferdefleisch statt Rindfleisch, Analogkäse, Chemie und Gift im Essen, Skandale in Schlachthöfen und viele weitere Indizien sprechen dafür, dass die Qualität unserer Produkte schlechter geworden ist. Damit versteckt die Industrie extreme Preisanstiege. Auch wird die Wertschöpfungskette strukturell umgeleitet, denn wenn die Industrie bei moderaten Preisanstiegen Rekordsummen verdient, dann muss sie das über Kosteneinsparungen tun. Kosten kann man durch Qualitätsminderung und weniger Personal sparen. Beides erhöht die Margen; ähnlich wie es eine normale Inflation tun würde. Auch das ist eine Folge des Niedriglohnsektors. Bitte verzeiht mir den schlampigen Umgang mit der Vokabel „Inflation“ in diesem Artikel. Gemeint sind Preissteigerungen bzw. Kaufkraftverlust. Dies sind nur Folgen von Inflation, werden aber umgangssprachlich als solche bezeichnet.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
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liebe Grüße, eure Jenny

 

29 Antworten zu “Die versteckte Inflation

  1. „Der Qualitätsverlust hat den Geldverfall gebremst; auch zu lasten hart arbeitender Menschen, die Lohneinbußen hinnehmen müssen.“

    „Auch wird die Wertschöpfungskette strukturell umgeleitet, denn wenn die Industrie bei moderaten Preisanstiegen Rekordsummen verdient, dann muss sie das über Kosteneinsparungen tun. Kosten kann man durch Qualitätsminderung und weniger Personal sparen.“

    Ich hab das Anhand Subventionen ausgemacht …Aufstocker, EU-Agrar-Subventionen, 1€-Jobs vielleicht aufm Bauernhof/Werkverträge bei den Schlachthöfen, billige Kredite dank KfW (niedriger Zinspolitik der EZB)…

    Diese Art Subventionen verbilligen das Angebot da die wirklichen Kosten nicht mehr umgelegt werden.
    Auf der Anderen Seite (Nachfrage) schießt der Staat u.a. per Aufstocken zu.(Auch Subvention) Oder Harz4, mit einem Posten für Lebensmittel – die er statistisch ermittelt. In der Wechselwirkung diktiert der Staat Preise – nach unten, weil wie der Blitz den Weg des geringsten Widerstandes, das Geld sich den lukrativsten Weg nimmt.

    Ja wir haben eine höhere Inflation, und die Politik weiß geschickt mit hinterhältigen Mitteln diese im Hintergrund zu verstecken.

  2. Diese entlädt sich mMn. in privaten, unternehmerischen + Staatsschulden (also auch Vermögen, da Schuldgeldsystem) – in Deutschland steigen die Vermögen von Unternehmen etc., während die Bürger im Land und die ausländischen Unternehmen, Privathaushalte+Staaten Schulden angehäuft haben – die wir weiter mit billig-subventioniertem (niedrigzins) EZB-Geld alimentieren um einen künstlichen Konsum aufrech zu erhalten.

    GuthabenkriseDE auf Facebook meinte, die Lösung der Staatsschulden etc. ist indem man die Leute lieber dazu bringt in Sachwerte zu investieren. Es geht also darum den Dingen wieder MEHR Wert zu geben, um die Entwertung und Geldmenge abzubauen. Man kann dies auf mehrere Arten machen:

    * Geldmengen verringern (Geld/Vermögen = Schulden)
    ** Also über Schuldenabbau ! (Wirtschaftsweisenrat 2001: europäischer Schuldentilgungspakt)
    ** Über Vermögenssteuern, (Fundament. soziale Marktwirtschaft ! )
    ** Über Vermögensabgaben. (IWF 2013 fordert 10% Guthabenabgabe d. Haushalte)
    ** ….
    * Verschiedene Währungen mit Ab+Aufwertungen.
    * …

    Das Problem: Die Subventionen vergünstigen die Produkte, dass der Verstand aussetzt. Die Leute verkonsumieren, und unsere Politiker sehnen sich eigentlich nach MEHR Quantität, statt Qualität. Der Raubtierkapitalismus, den Heiner Geißler anprangert. Er durchzieht unser ganzes Wirtschafts-, Währungs- und Geldsystem und den Verstand unserer Politiker 🙂

    SPD/Grüne wollte Steuererhöhungen, aber diese gleich wieder ausgeben…solche Trottel.

    EuroBonds/Rettungsschirme/Rettungspakete dienen nur dazu künstliche Nachfrage nach unseren billigen Exporten zu bedienen/bezahlen – durch neue Schulden, durch Geld drucken ( durch Inflation ).

    Ja Jenny, ein komplexes, vernetztes und dynamisches Netz, mit vielen Knotenpunkten.

    „In komplexen, vernetzten und dynamischen Handlungssituationen macht unser Gehirn Fehler: Wir beschäftigen uns mit dem ärgerlichen Knoten und sehen nicht das Netz. Wir berücksichtigen nicht, dass man in einem System nicht eine Größe allein modifizieren kann, ohne damit gleichzeitig alle anderen zu beeinflussen.“ – Dietrich Dörner, (Die Logik des Misslingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen.)

    • Edit:: Den Dingen wieder mehr Wert verschaffen geht auch, wenn man Subventionen abbaut 😀
      Also mehr Marktwirtschaft wagen ;-D

  3. Edit: 2011 muss es natürlich sein, wo der Wirtschaftsweisenrat es vorgeschlagen hat 🙂

  4. Stellen wir uns mal vor ich kann Geld sparen und erhalte dafür 3 % Zinsen. Natürlich ist es mir selbst überlassen ob ich das tue oder nicht. Und natürlich hab ich auch eine Altersvorsorge die verzinst wird.

    Auf einmal fallen die Zinsen in den Keller, für mein Sparguthaben erhalte ich nur noch 0,5 % und meine Altersversorgung wird massiv geringer verzinst als ich es angenommen hatte.

    Wie hoch ist die Inflation dann? Man darf auch nicht vergessen das ich dann erheblich mehr Geld in meine Altersvorgung packen muß, um auf den Stand zu kommen den ich mit höheren Zinsen hätte.

    Das einzige was ich machen kann weils gerade billig ist: Schulden! Das bedeutet aber wiederrum, dass ich NegativZinsen habe und somit MEHR Geld bezahle, als wenn ich es ertragreich ansparen und überwiegend bar bezahlen könnte.

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  6. Wenn man schon die hedonische Methode für Computer anwendet, da diese immer besser werden, dann müsste man das auch umgekehrt für alle Waren machen die immer schlechter werden z.B. Gemüse. Im Prinzip dürfte nur Bio-Gemüse in den statistischen Warenkorb, da nur dieses mit Gemüse wie vor ein paar Jahrzehnten evtl. vergleichbar ist.

    Angenommen der Preis für Tomaten hätte sich die letzten 50 Jahre nicht verändert. Hätte man vor 50 Jahren leckere, gut riechende Tomaten bekommen und heute nur langeweilige, spanische Wassertomaten. Da ist auch Inflation.

    • Sie picken sich nur 1 Sache aus dem Warenkorb raus. Es sind aber mehrere Dinge drin.

    • @fibre: Es geht mir darum, dass nur Qualitätsverbesserung inflationssenkend, Qualitätsverschlechterungen aber nicht inflationssteigernd berücksichtigt werden.
      Ich wollte das nur anhand von Beispielen verdeutlichen. Mir ist natürlich auch klar, dass der statistische Warenkorb aus mehreren Produkten besteht. Wobei dieser nicht mit meinem persönlichen Warenkorb und auch nicht mit dem der meisten Menschen übereinstimmt. Jeder hat je nach Konsumverhalten seinen spezifischen Kaufkraftverlust/-gewinn.

  7. Hallo Jenny,

    Deine Artikel schätze ich in der Regel sehr. Ab und an liegst Du aber auch ganz schön daneben. Dieser hier ist richtig schön dem Stammtisch nachgeplappert.

    Sorry, aber der Behauptung, am Beispiel Lebensmittel, diese würden schlechter, das ist in meinen Augen Unsinn. Und die angeführten Beispiele sind eher Beispiele dafür, dass heute viele Betrügereien (erfreulicherweise) aufgedeckt werden, die früher keiner gemerkt hat. Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft, Formfleisch als gewachsene Stücke, Analogkäse als echter Käse, Gammelfleisch – das sind samt und sonders Betrügereien. Aber kein Indiz für eine allgemeine Qualitätsminderung. Und Fälscher / Täuscher / Betrüger gab es zu allen Zeiten, z.B. Sägemehl im Brot schon im Mittelalter.

    Andere werden aufgeblasen durch die Sensationssuche der Medien. Pferdefleicht statt Rindfleisch ist eine Täuschung des Verbrauchers. In irgendeiner Weise schlechter / ungesünder / weniger nahrhaft ist es aber eindeutig nicht.
    Angeblich war das Fleisch auch noch mit Hormonen verseucht und gesundheitsgefährdend. Tatsächlich lagen die vereinzelt nachweisbaren Konzentrationen weit unterhalb jeglicher Grenzwerte. Die angebliche Gesundheitsgefährdung war reine Sensationsmache. Sonst nichts.
    Und Analogkäse als „richtigen“ Käse zu verkaufen ist ebenfalls Betrug. Ungesünder ist er aber wiederum nicht. Aufgrund weniger Cholesterol da aus Pflanzenfett statt Tierfett ist eher das Gegenteil wahr.

    Messen lässt sich die bessere Versorgungslage und damit die insgesamt bessere Lebensmittelqualität über die ständig steigende Lebenserwartung in den Industriestaaten und nicht zuletzt die zunehmende mittlere Körpergröße.

    Ja, in einem hat einer der Kommentatoren sicherlich Recht. Die Waren sind oft nicht zu 100% mit denen von vor 20, 50 oder 100 Jahren identisch. Nur, ob das besser oder schlechter ist, na ja, das liegt im Auge des Betrachters.

    Und was Subventionen a la Agrarhaushalte angeht, so wird damit versucht in der EU Lebensmittel zu erzeugen, die es billiger am Weltmarkt gibt und vor deren Konkurrenz wir aber unsere Bauern schützen wollen. Egal ob das jetzt richtig oder falsch ist, ohne Subvention und ohne Zölle wäre der Preis der Lebensmittel womöglich niedriger.

    • Du kannst nicht beweisen, dass Analogkäse, Formfleisch etc. in weiter-verwerteter Form irgendwo nicht auch in die statistische Erhebung einfließt. Lasagne mit Teilen an Pferdefleisch, weil es günstiger ist und boom kostet die Lasagne im Supermarkt nur noch 2 €.

      Die Behörde erhebt die Statistik in dem sie Leute anruft und fragt wieviel sie ausgegeben haben. Das sind keine Experten für Betrügereien, Analogkäse etc. und nach Qualität wird auch nicht gefragt – nur der (Verbraucher-)Preis.

      Du tust als würde es automatisch eine betrugs-bereinigte Statistik geben, tut es aber nicht.

      „die es billiger am Weltmarkt gibt und vor deren Konkurrenz wir aber unsere Bauern schützen wollen.“

      Deutschland exportiert Milch-Pulver nach China, billiges Fleisch nach Frankreich und in Griechenland steht deutscher Joghurt. Wenn der Weltmarkt so ein Problem ist, warum will die EU dann die Türkei bekommen, die jetzt Milch hierher exportieren darf?

      Henry Ford: „Es ist das Produkt, das den Lohn zahlt. “

      Milch kostet hier 0,56 € die Bauern bekommen sogar einen festen Mindesabnahme-Preis pro Liter. Eine Durchschnittskuh hat vor 20 Jahren 25,000 Liter in ihrem Leben produziert, heute sind es bis zu 100,000 Liter.
      Die Produktion ist so überhand, dass die Bauern damals doch ihre Milch weggekippt hatten, da der Preis ins Bodenlose fiel und die nicht mal ne schwarze 0 im Betrieb hatten. Diese können sie derzeit fast nur noch schreiben, dank Subventionen…ihren Preis können sie nicht wirklich erhöhen, da der Wettbewerb hier zu low-price geht. (in der falle)

      Deutschland schützt hier nicht seine Bauern vor den ausländischen Produkten, sondern ist selber hier der Exzessive billigste Anbieter.

      http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_3/milchkuh105.html

    • @fibre
      >>>Du kannst nicht beweisen,
      &
      >>>Du tust als würde es automatisch eine betrugs-bereinigte Statistik geben,

      Na, weder kann, soll noch muss ich hier irgendwem etwas beweisen. Und selbstverständlich laufen die durch einzelne Betrügereien herbeigeführten einzelnen Billigpreise in die Statistiken rein. Nur erwarte ich wegen geringem Mengen-Anteil auch einen geringen Effekt auf die Inflation. Das ist meine ganz persönliche pi mal Daumen Schätzung und evt. bist Du anderer Meinung. Sei es drum.

      >>>Die Behörde erhebt die Statistik in dem sie Leute anruft und fragt wieviel sie ausgegeben haben.
      Falsch geraten. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb

      >>>Deutschland exportiert Milch-Pulver nach China, billiges Fleisch nach Frankreich und in Griechenland

      Tipp: Es ging um Exporte aus der EU raus. FR und GR sind in der EU und genießen höhere direkte Subventionen als DE.
      Zum Thema Exportsubention / Agrar findest du Stoff zum Lesen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Exportsubvention

      fibre, vielleicht etwas weniger Eifer beim Kommentieren und zuvor etwas mehr Lesen?

  8. Die Politik hat schon Recht: es ist nur eine gefühlte Inflation.

    Nur das dieses Gesocks diesen Satz nicht zu Ende ausspricht: Es gibt nur eine gefühlte Inflation, die man jedoch überwiegend im Geldbeutel fühlt.

    Ich hoffe, dass Du uns mit Deiner Seite noch lange erhalten bleibst.
    Weiter so.

    • Stell dir vor man könnte die Inflation teilweise aus der Realwirtschaft absaugen.

      Und wenn ich jetzt nen Haufen Geld wo zur Produktion/Nachfrage zuschießen kann, kann man bei größerer Menge die Preise senken.

      Als könnte man die Badewanne vergrößern, während man Wasser einlässt.

  9. @Bambo

    Guter Gedanke! Soweit hatte ich noch garnicht gedacht. Überlegen wir mal das Ernährung heutzutage ja garnicht mehr „gesund“ sein soll und darf. Dafür gibt es ja Zusatzpillen. (die wiederrum auch kosten?)

    Allergien und die dazu gehörigen Medikamente bis hin zur Jährlich beworbenen Grippeschutzimpfung. Das sie nicht noch ein Gewinnspiel machen ist alles.

    Und natürlich die Rente! Einst ging man mit 65 in Rente jetzt wurde das Rentenalter angehoben. Warum weil das nichts anderes als eine Rentenkürzung ist, wenn man zum selben Zeitpunkt in Rente gehen will. Sowie auch die Rente schrittweise immer mehr versteuert wird. Ich sags mal so, wenn Jenny in Rente geht, wird die gesetzliche Rente zu 100 % versteuert. Kapitalauszahlungen aus Lebensversicherungen sind nur noch in ur-alt Verträgen steuerfrei, alle nach einem bestimmten Datum werden auch versteuert. Riester, betriebliche Altersvorsorge, all das wird sowieso in der Rente versteuert und nun der nächste Hammer:

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-34471/sparer-sollen-bluten-irre-iwf-idee-zehn-prozent-sonderabgabe-auf-deutsche-sparguthaben_aid_1147912.html

    Erst wird es eine „einmalige Sache für besser Verdienende“ sein, dann werden sie einfach ein paar % auf die Mehrwertsteuer drauf setzen und wer jetzt noch erklärt das Deutschland durch die EU nur Vorteile hat, den sollte man in ein schwarzes Loch schiesen!

    Wohl gemerkt hätte ich nichts dagegen gehabt hätte man Griechenland geholfen. Unter den Vorraussetzungen: „Sie können sich WIRKLICH erholen!“ Aber das war von vorne herein nicht möglich! Sie hätten erst Konkurs gehen müssen um sie dann wieder aufzubauen. Griechenland! Nicht die gottlosen Banken die heute noch das Geld für Griechenland kriegen während die Bevölkerung weiter leidet!

    Das wird so oder so ganz böse für uns Enden! Denn selbst wenn sie diese 10 % einziehen kaufen sie sich damit nur Zeit! Und die werden sie nutzen um die EU weiter auszubauen in Form von „Überwachung & Kontrolle“!

    Mein Gott! Hätte ich meinen eigenen Text vor 10 Jahren gelesen ich hätte den Kopf geschüttelt und mich zum Arzt geschickt. Heute bereue ich es nur, dass ich nichts gegen diesen EU-Wahn unternehmen kann und vielleicht, dass ich mich damals von dem „Traum eines gemeinschaftlichen Europas“ hatte täuschen lassen. Aber wer konnte auch wissen das die Geier dieses Konstrukt aufbauen?

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  11. @scratcher
    >>> Und natürlich die Rente! Einst ging man mit 65 in Rente jetzt wurde das Rentenalter angehoben.

    Einst lag die Durchschnittslebenserwartung bei 65, heute bei 80.
    Und einst hatten wir eine Bevölkerungspyramide, jetzt eine Art Tannenbaum..
    Irgendwie muss das Ganze finanzierbar bleiben. Also letztlich weniger sowie später und damit kürzer.

    >>>wenn Jenny in Rente geht, wird die gesetzliche Rente zu 100 % versteuert.
    Ja und? Da die Einzahlungen dann auch unversteuert erfolgen, ist das doch völlig ok.

    >>>Hätte ich meinen eigenen Text vor 10 Jahren gelesen ich hätte den Kopf geschüttelt und mich zum Arzt geschickt.

    Keine Sorge, das ist normal. Je älter je ängstlicher und pessimistischer

    >>>EU-Wahn
    Also ich finde einen großen gemeinsamen Markt für eine exportorientierte Nation absolut genial. Und stell Dir vor, es gäbe keinen EUR. Dann also Aufwertung der DM ohne Ende. Im Urlaub ist das ja nett. Nur dass die vielen zusätzlichen gering qualifizierten Arbeitslosen hier sich den dann mangels ausreichender Menge an DM nicht leisten können.
    (Randbemerkung: wobei auch mir der Regulierungswahn durchaus gegen den Strich geht. )

  12. Es ist doch nix neues, das Fleisch und Gemüse in immer kürzerer Zeit mit Wasser vollgepumpt werden, damit sie viel Gewicht bringen, schön ausschauen und günstiger zu produzieren sind, als noch vor ein paar Jahrzehnten. Vergleiche mal ein Hackfleisch vom Metzger und eins vom billig Supermarkt. Ich denke schon, dass die Qualität, unter dem technischen „Fortschritt“ gelitten hat.

    Allerdings ist sogar die Qualität vom Auge des Betrachters abhängig. Wenn dem Verbraucher das gute Aussehen der Ware wichtig ist, Geschmack, Herkunft und Umweltbelastung aber scheiß egal, könnte man sagen, dass sich die Qualität des Gemüses verbessert hat. Das würde sogar EU-Richtlinien zur Bananenkrümmung rechtfertigen, um den Ansprüchen des Verbrauchers gerecht zu werden. Allerdings ist das nicht meine Welt.

    P.S. Erdbeerjoghurt wäre noch ein passendes Beispiel dazu. Wenn dem Kunden nicht wichtig ist, dass echte Erdbeeren drin sind, dann ist dies auch unerheblich für die Qualität. Jeder Mensch hat sowieso seine eigene Teuerungsrate.

  13. Einwandfrei richtige Aussage. Das Ding läuft schon lange, haben ganz einfach, leider nur sehr wenige bemerkt. Die aufgeführten Beispiele sind lediglich ein kleine Auswahl. Am perfidesten sind diejenigen die zum Teil mit grosser Zeitverzögerung wirken. Da wirkt im Hintergrund so einiges. Am krassesten haben die Währungshüter versagt. Da läuft längst ein Fundamentaler Fehler, der immer offensichtlicher verheerend wirkt. Die Notenbanken ermitteln ihre Geldpolitischen Massnahmen auf der Basis von Monetären(=Geldwerte) Zahlen und Daten. Wir haben längst eine erhebliche Diskrepanz zwischen Buch = Geldwerten zu Realwirtschaftswerten. Hier liegt der Kernhaken, die Kernursache für den scheinbar überraschenden??? Ausbruch der aktuellen Finanzkriese. Da wirkt längst ein fundamentaler Systemfehler. Letztlich sind die Realwirtschaftsdaten von entscheidender Bedeutung. Doch diese werden kaum resp. nicht einbezogen. Zumindest aber sollte das Ganze um den Faktor Bruttogeldmenge (= Geldmengen- Wachstum) bereinigt werden.
    Tja etwas komplex die Sache.( Megalach)
    Das Magische Ding Geld, dessen Magische ,,Macht,, lernen wir alle bereits ab Kindsbeinen kennen das begleitet uns ein Leben lang. Der Mensch denkt im Bereich Wirtschaft überwiegend in Geldeinheiten und leider viel zu wenig in Realwirtschafts = Realleistungsgrössen. Zb. Realleistungseinheiten oder Realaufwandseinheiten je Std. oder Tag. Da hat insbesondere die Wissenschaftliche Forschung und Lehre in erheblichem Masse jämmerlich versagt.
    So nebenbei. In den 70 iger Jahren gab es Denkansätze in diese Richtung leider sind die Versandet. Die danach ausgebildeten Ökonomen resp. Lehrbeauftragten waren mit der Sache offenbar überfordert. In Geldeinheiten zu denken ist halt einfacher, schlicht bequemer.(Megalach)
    Gratulation an Jenny, Spitzenbeitrag.
    Freundliche Grüsse

    • Guter Beitrag, diese Diskussion läuft auch schon in USA seit einiger Zeit.

      Nicht alle Ökonomen denken so, einige Verstehen noch die Zusammenhänge (bzw. von einem Teil) und haben u.a. bei der Bundestagswahl 4,7% eingeheimst – und Lafontaine, sagt auch seit jetzt bestimmt fast >1 Jahr dasselbe.

      Meine BWL+VWL Lehrer aus der FachOberSchule habe ich wieder getroffen und er ist dieser o.g. Partei eingetreten hr 🙂

  14. @Uwe

    Natürlich muß die Rente finanzierbar bleiben. Und der Generationenvertrag hätte überarbeitet gehört, als es noch gut lief. Die Frage ist doch „Warum er so gut lief?“ Nun… nach dem Krieg gibt es erstmal nicht mehr soviel „Alte“. Alles wird neu aufgebaut und es ist genug Arbeit für alle da, weil fast alles in trümmern liegt.

    Irgendwann kommt aber jede Wirtschaft an den Punkt, wo der Markt übersättigt ist. Und man kann nur noch versuchen wem anders die Kunden zu klauen. Siehe Krankenversicherungen, siehe Autoversicherungen. Da geht es doch schon lange nicht mehr um Neuaufnahmen sondern Abwerbung.

    Das selbe Problem haben die Autohersteller: „Wem verkaufen wenn zuwenig Nachfrage für zuviel produzierte Autos da sind?“ Es kann nicht jeder immer wachsen aber darauf ist unser System ausgelegt. Und trotzdem wird auf Teufel komm raus produziert auch auf Kosten der Umwelt man will ja schlieslich was verdienen.

    Also wird gespart wo man kann! Da zieht die Industrie nach und spart natürlich an den Arbeitnehmern ein! Erst werden die Arbeitszeiten verlängert, dann wird der Lohn gekürzt und dann kommen Hilfsarbeiter von anderen Firmen damit man nicht an sie gebunden ist. Natürlich kann man auch nen 78jährigen einstellen. Das machen aber die wenigsten und ausserdem fehlt denn einem Jugendlichen wieder ein Arbeitsplatz. Aber wieso soll man an einem „ertragreichen System“ was ändern nur das es sozial gerechter wird?

    Die Rente KANN NICHT finanzierbar bleiben selbst wenn wir das System ändern weil wir in der EU immer weiter in die Haftung gehen und die EU GELD BRAUCHT! Mehr als die Mitgliedsstaaten zahlen! Also wird die EU über kurz oder lang die Hand aufhalten und sagen: „Kohle!!“

    Und wofür? Um „unsere Lebensqualität zu sichern?“ ich lach mich tot! Sie brauchen es um sogar *Achtung* „Banken aus nicht EU-Ländern“ zu retten.

    Dieser EU-Verein ist nur positiv für Jene die ihm vorsitzen, sämtliche Völker aus Europa, leiden schlichtweg nur darunter.

    Uwe du kannst das natürlich schön reden! Aber schaut man genau hin, sieht man auch wohin die Reise geht!

    • @scratcher
      >>>Generationenvertrag …. Rente

      Könnte es sein, dass wir in DE einfach zu wenig Nachwuchs haben (=Verdiener) und zu lange Leben (=Rentenbezieher). Was übrigens auf die gesamte EU zutrifft. Nur die Franzosen haben etwas mehr für ihre Kinder getan. Dafür gehen sie auch früher in Rente (zu früh, das werden sie auch noch merken).
      Was das Rentenproblem im Übrigen mit Inflation oder auch mit Finanzkriese / EU zu tun hat, das erschliesst sich mir nicht. Warum nicht gleich das Wetter, die Moslems und überhaupt alle Politiker?? 🙂

      >>>Irgendwann kommt aber jede Wirtschaft an den Punkt, wo der Markt übersättigt ist.

      Produktbezogen ist das so. Erst neu = damit viel Geld verdienen, dann alt = commodity, billig und wenig Mehrwert.

      >>> man kann nur noch versuchen wem anders die Kunden zu klauen.

      Falsch. Man kann und muss neue Produkte entwickeln.

      >>> kann nicht immer wachsen

      Da bin ich sehr optimistisch und vertraue auf den Erfindungsreichtum der Menschen.
      Und erzähl mir nichts von Ressourcenknappheit und Umweltgedöhns. Das ist nur eine Frage der Energie und damit der Technik.

      >>>sieht man auch wohin die Reise geht
      Klär mich auf, wohin sie geht. Schön ware ein einheitlicher EU Wirtschaftsraum. Natürlich mit Finanzausgleich, den kennen wir in DE ja schon. Aber das wird der Preis sein.

  15. Geld – wie es (noch) ist und wie es sein soll

    Der Zusammenbruch einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) erfolgt nach dem Schema: Liquiditätsfalle > Deflation > Hyperinflation. Weil die Zentralbank (früher der Tempel von Jerusalem) keinen Einfluss auf die Umlauffrequenz des Geldes hat, kann sie immer nur Währungspfusch betreiben und durch Geldmengenausweitung die Liquiditätsfalle (Armageddon) hinauszögern, auf Kosten einer Verkürzung der Zeitspanne von der einsetzenden Deflation (wirtschaftlicher Zusammenbruch) bis zur anschließenden Hyperinflation (Sintflut), bei der alle auf Geld lautenden Forderungen vernichtet werden. Damit das Geld unter allen Umständen umläuft und die Zentralbank überhaupt die Möglichkeit hat, die Kaufkraft des Geldes stabil zu halten, müssen die destruktiven Umlauf“sicherungen“ Urzins (Frucht vom Baum der Erkenntnis) und schleichende Inflation durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung (heiliger Geist) ersetzt werden.

    Wer aber weiterhin an „Apfelbäumchen“ glaubt und den „großen Investor“ anbetet,…

    Apfelbäumchen

    …wird den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation…

    (Vorwort zur 3. Auflage der NWO) „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

    (Nag Hammadi Codex II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“

    …bis zum Jüngsten Tag nicht verstehen:

    Glaube Aberglaube Unglaube

  16. Uwe ich glaube wir reden aneinander vorbei…

    Eine „Hochkultur“ macht sich nicht nur Gedanken „Was esse ich JETZT?“ sondern sie setzt ihre Mittel so ein, dass sie zukünftig auch dieses Problem lösen kann.

    Dein Text „Könnte es sein, dass wir in DE einfach zu wenig Nachwuchs haben (=Verdiener) und zu lange Leben (=Rentenbezieher). Was übrigens auf die gesamte EU zutrifft. Nur die Franzosen haben etwas mehr für ihre Kinder getan. Dafür gehen sie auch früher in Rente (zu früh, das werden sie auch noch merken).
    Was das Rentenproblem im Übrigen mit Inflation oder auch mit Finanzkriese / EU zu tun hat, das erschliesst sich mir nicht. Warum nicht gleich das Wetter, die Moslems und überhaupt alle Politiker?? :-)“

    Willkommen in der Wachstumsmarktwirtschaft! Also sollten wir einfach viel viel mehr Kinder zeugen und das Problem ist erledigt? Hast du dir schon einmal überlegt was passiert wenn es dann auf einmal zuviele Menschen gibt? Nicht das es kritische Stimmen gäbe die jetzt schon sagen das die Welt überbevölkert ist!

    Sinnig wäre es, sich Gedanken über ein System zu machen wo man nicht in 20 Jahren schonwieder am nächsten Problem ankommt. Laß das System mal krachen! Was dann? Wir haben unsere Umwelt schon mehr als versaut, als das man einfach „mit der Natur“ leben könnte.

    Dein Text:
    „Falsch. Man kann und muss neue Produkte entwickeln.“

    Ja genau! Und deshalb gab es ja auch die Abwrackprämie! Weil die Autohersteller wohl zu faul waren neue Produkte zu entwickeln? Und ich weise WIEDER auf die Wachstumsgeslleschaft hin: Wenn 10 Leute ein Auto kaufen wollen, aber unterschiedliche Autobauer mindestens 25 Autos verkaufen wollen, dann hilft es auch nicht, wenn man ein neues Produkt einführt weil die Kaufkraft NICHT UNENDLICH IST!

    Aber durch ihre Größe sind sie ja „Schützenswert“! Opel wurde auch „gerettet“. Wozu? Wenn ihnen die Produkte fehlen?

    Unser Problem ist nicht der freie Markt sondern Firmen und Banken die „to big to fail“ sind. Diese werden dann „gerettet“. Genauso wie in Griechenland! Es ging darum das die ganzen Banken nicht ihre Einlagen verlieren. Diese wurden „gerettet“ und heute gibt es sogar einen Rettungsschirm für sie. Und wer zahlt das letztendlich?

    Es gibt NICHT GENUG Vorsichtsmaßnahmen, die EU verkommt zu einer Firma die „Wirtschaftlich für Firmen arbeitet“ und uns das als solidarisch verkauft.

    Dein Text:
    „Da bin ich sehr optimistisch und vertraue auf den Erfindungsreichtum der Menschen.
    Und erzähl mir nichts von Ressourcenknappheit und Umweltgedöhns. Das ist nur eine Frage der Energie und damit der Technik.“

    Es ist noch nicht einmal eine Frage von Energie und Technik sondern von Gewissen, Ethik und Moral! Der Mensch HÄTTE die Möglichkeit wunderbar miteinander und der Natur zu leben aber die Gier ist eben größer. Und genau das wird deinen Optimismus in den nächsten Jahren eiskalt erwischen.

    Gruß

    Scratcher

  17. @Scratcher

    >>>Uwe ich glaube wir reden aneinander vorbei…
    Mag sein. Kommunikation ist schwierig. So wirklich verstehe ich Dich nicht, besonders nicht worauf Du überhaupt hinaus willst bzw. was Du eigentlich befürchtest.
    Bei mir kommt insbesondere sehr viel pessimistische Stimmung von Deiner Seite an verbunden mit aus meiner Sicht wenig zusammenhängenden Argumenten, die zudem in keinerlei für mich erkennbaren Kontext mit dem Inflationsthema des Blockbeitrages stehen. Sorry, wenn ich das so direkt formuliere. Die Punkte sind ja durchaus interessant und diskutierenswert.

    So, jetzt aber

    >>>Was esse ich JETZT .. und später
    Soweit ich das beurteilen kann, bemühen wir, die Menschen uns heftig darum, die Versorgung auch zukünftig sicherzustellen. Womit hast Du ein Problem dabei?

    >>> Willkommen in der Wachstumsmarktwirtschaft!
    Danke. Wachstum ist gut. Davon bin ich absoluter Fan. Ich mag nämlich gerne auch morgen gut essen&trinken, angenehm wohnen, mobil sein, ärztliche Versorgung haben etc. Und mit einer wachsenden Weltbevölkerung bleibt der Menschheit gar nichts anderes übrig als auch wirtschaftlich massiv zu wachsen. Die Chinesen, Inder, Afrikaner etc. wollen schließlich auch gut leben. Wachstum bedeutet dabei nicht, dass der Ressourcenverbrauch in gleichem Maße wachsen muss. Darf er auch nicht.

    Und Marktwirtschaft. Super Sache. So gut wie heute ging es uns in DE m.E. noch nie. Die Alternative – zentral gelenkte Systeme – hatte locker 40 Jahre lang ihre Chance und hat sie mit Pauken und Trompeten vergeigt. Danke nein.

    >>>Also sollten wir einfach viel viel mehr Kinder zeugen und das Problem ist erledigt?
    Das Rentenproblem in DE zumindest wäre deutlich gemildert. Für Nachfrage und Kaufkraft in DE ist das ebenfalls eine gute Idee. Nur neue Haushalte in DE kaufen kräftig ein, die alten haben doch schon (fast) alles. Ein guter Schritt wäre es, in DE eine Reproduktionsrate von 1 zu erreichen (aktuell so um die 0,6 soweit ich weiss). Oder zumindest eine, die es uns erlaubt in Kombination mit einer geeigneten Einwanderungspolitik die Bevölkerungszahl zu halten.

    >>>> dass die Welt überbevölkert ist …
    Daneben. Es ging Dir um die Renten in DE, nicht um die ganzen Welt. Reproduktionsrate in DE und EU ist deutlich kleiner 1.

    >>>>Wir haben unsere Umwelt schon mehr als versaut, als das man einfach “mit der Natur” leben könnte.
    Das hat weniger etwas mit Umwelt versauen zu tun als mit der schlichten Zahl an Menschen. Die wirst Du kaum als Sammler und Jäger nähren wollen.

    >>>…Abwrackprämie! Weil die Autohersteller wohl zu faul waren neue Produkte …
    Nee, war schlicht ein Konjunkturprogramm wegen schwachem Export in Folge der Lehmann-Finanzkrise und hat mit Rentenproblemen ebensowenig zu tun wie die EU.

    >>> to big to fail
    Da bin ich vermutlich ähnlicher Meinung wie Du. Es sollte solche Firmen / Banken nicht mehr geben dürfen. Also z.B. in kleinere Einheiten zerlegen.

    >>>Laß das System mal krachen!
    Das zu verhindern bemühen wir uns heftig und wie es aussieht bisher erfolgreich.

    Uwe

  18. Moin Uwe! 😉

    Na dann machen wir mal weiter

    Zitat:
    „Bei mir kommt insbesondere sehr viel pessimistische Stimmung von Deiner Seite an verbunden mit aus meiner Sicht wenig zusammenhängenden Argumenten, die zudem in keinerlei für mich erkennbaren Kontext mit dem Inflationsthema des Blockbeitrages stehen. Sorry, wenn ich das so direkt formuliere. Die Punkte sind ja durchaus interessant und diskutierenswert.“

    Das Problem der Politik und Wirtschaft ist eben, dass sie immer nur einen kleinen Teil betrachten. Manchmal muß man die ganzen Zusammenhänge erkennen um zu sehen wie es funktioniert. Und vor allem: Es ist wichtig zurück zu blicken und zu sehen wie die Entwicklung bisher war, wohin es geht und bei negativer Entwicklung: Ob dagegen etwas gemacht wurde.

    Und sorry, wenn ich das tue sehe ich eine pessmisitische Entwicklung und ich wäre FROH wenn das nicht so wäre.

    Zitat:
    „>>> Willkommen in der Wachstumsmarktwirtschaft!
    Danke. Wachstum ist gut. Davon bin ich absoluter Fan. Ich mag nämlich gerne auch morgen gut essen&trinken, angenehm wohnen, mobil sein, ärztliche Versorgung haben etc. Und mit einer wachsenden Weltbevölkerung bleibt der Menschheit gar nichts anderes übrig als auch wirtschaftlich massiv zu wachsen. Die Chinesen, Inder, Afrikaner etc. wollen schließlich auch gut leben. Wachstum bedeutet dabei nicht, dass der Ressourcenverbrauch in gleichem Maße wachsen muss. Darf er auch nicht.“

    Und genau da kommen wir an den Punkt, wo der Wachstum die Ressourcen verschlingt. Hast du ein altes Radio? Ein sonstiges technisches Gerät? Das reparieren lohnt sich heute nicht mehr! Meist ist es billiger sich einfach ein neues zu holen. Genauso wie jedes Jahr neue Handys, Autos und alles mögliche auf den Markt geworfen werden. Natürlich stecken auch ein paar „Neuerungen“ drin, aber alles in allem sind wir eine brutale Wegwerfgesellschaft weil die Firmen WACHSTUM BRAUCHEN!

    Und genau da, geht es auch ziemlich stark an die Rohstoffe! Also nicht das uns jetzt in den nächsten Jahren das Holz ausgehen würde, aber der Abfall ist auch nicht alles biologisch abbaubar verstehst du?

    Wir versauen die Umwelt, damit der Wachstum nicht abbricht, denn würden die ganzen Leute sagen „Och nö, dieses Jahr kaufe ich mir mal nur das nötigste!“ würde die Wirtschaft zusammen brechen. Gleichzeitig konkurriert die ganze Welt miteinander! Natürlich ist Wettbewerb gut für Leistung und Inovation, wir sind aber an dem Punkt, wo es überwiegend darum geht „Lohn und Produktionskosten“ zu senken um günstiger zu sein, weil „neues Erfinden“ eben anstrengender ist. Wir konkurrieren zum Beispiel mit China die nicht gerade für ihre Arbeitnehmerrechte bekannt sind. Wir würden aber NIE höhere Zölle auf chinesische Waren legen, weil wir Angst hätten, dass dann unser Autoabsatz dorthin auch sabotiert werden würde.

    Das ganze kannst du dir wie eine Spirale vorstellen die sich immer schneller dreht bis die ersten nicht mehr mithalten können. Der Zusammenbruch ist „Zwangsprogrammiert“. Wachstum bedeutet: „Es wird immer mehr!“

    Du kennst die Geschichte mit dem Reiskorn und dem Schachbrett? „Auf jedem Feld verdoppelt sich die Anzahl des Reiskorns und am Ende wird es eine unbezahlbare Summe!“ Das ist in der Wirtschaft nicht ganz so dramatisch aber durch Geld was keine Kopplung an Realwerte hat, Billiggeld für Banken die es nicht verleihen sondern damit spekulieren wird diese Entwicklung beschleunigt. Und am Ende werden die Bürger, die die nicht spekuliert haben, die nur normal gerabeitet haben, die werden ZAHLEN MÜSSEN um das Geldniveau wieder auf nen Stand von vor 10 Jahren zu bringen? Und wozu? Wir gehen in der Spiralen ein Stück zurück das wir uns WIEDER hochdrehen können.

    Es wird weiter verzinst und spekuliert mit einer Währung die keinen Gegenwert hat, uns aber letztlich die selbst erarbeiteten Realwerte kostet.

    Wie gesagt, ich bin optimistisch! Aber ich befürchte das es erst einmal gnadenlos krachen muß, bevor die Menschen einsehen das es nicht weitergehen kann!

    Oder die Vermögenssteuer kommt, dann geht es genau so weiter, wobei die „Konkurrenz“ trotzdem härter wird und die „Ellenbogengesellschaft“ wird weiter zunehmen.

  19. @scratcher

    ich habe den Eindruck, dass Deine Rede für mich um so unklarer wird, je länger diese Diskussion geht. Liegt vielleicht auch daran, dass wir bei jeder Antwort neue bzw. größere Fässer aufmachen.

    Renten – das Thema ist wohl durch.

    Wachstum – Reiskornbeispiel: Wachstum bedeutet keineswegs nur, morgen oder übermorgen zwei Stück zu produzieren, von denen heute eines produziert wird. Wachstum kann auch qualitativ erfolgen z.B., dass Du gestern eine Brille, heute eine Kontaktlinse bekommst. Oder eine email statt eines Briefes. Nicht gerade ein Ressourcenmehrverbrauch.
    Und neues Gerät kaufen statt altes reparieren lassen, das kann durchaus ein Ressourcenminderverbrauch sein. Ich denke, das wird letztlich über den Gesamtpreis der Ware/Dienstleistung über die jeweilige (Rest-)Lebensdauer bemessen. Zumindest kennen ich keinen besseren Indikator. Übrigens erinnert mich diese Schwarzseherei stark an 1980, Global 2000, Bericht an den Präsidenten, was für ein Wälzer! Nach „Silent Spring“ daas Lebenselixir für alle GrünAlternativen. Tolle Datenzusammenstellung, nur die Folgerungen ohne Fantasie, oh je! Hat mich damals erst mal ganz schön erschreckt. Qualitatives Wachstum kam darin nicht vor. Und Erfindungsreichtum und Weiterentwicklung auch kaum. Entsprechend lag das ganz nett daneben. Irgendwann muss ich mir mal den Ergänzungsband antun.

    >>>weil die Firmen WACHSTUM BRAUCHEN! <<>>wir sind aber an dem Punkt, wo es überwiegend darum geht “Lohn und Produktionskosten” zu senken<<<>>gnadenlos krachen muss<<>>man sieht wohin die Reise geht<<>>bevor die Menschen einsehen, dass es [?so] nicht weitergehen kann!<<<
    ??? soll heißen "hängt euch alle auf" ?
    ??? oder wie kann/soll es denn sonst weitergehen?

    Düster Dünste bringen weder Dich noch Deutschland, die EU oder die Menschheit weiter. Mach mal Vorschläge / welche Alternativen stellst Du Dir denn vor?

    Was sollten/könnten wir hier in DE tun?
    Kurzfristig? Sagen wir die nächsten 4 Jahre.
    Mittelfristig? 20-30 Jahre?

  20. @Scratcher,

    Einen Teil meines Kommentars hat es verrupft. War wohl zu lang.

    Hier nochmal ab
    >>>weil die Firmen WACHSTUM BRAUCHEN! <<>>wir sind aber an dem Punkt, wo es überwiegend darum geht “Lohn und Produktionskosten” zu senken<<<>>gnadenlos krachen muss<<>>man sieht wohin die Reise geht<<>>bevor die Menschen einsehen, dass es [?so] nicht weitergehen kann!<<<
    ??? soll heißen "hängt euch alle auf" ?
    ??? oder wie kann/soll es denn sonst weitergehen?

    Düster Dünste bringen weder Dich noch Deutschland, die EU oder die Menschheit weiter. Mach mal Vorschläge / welche Alternativen stellst Du Dir denn vor?

    Was sollten/könnten wir hier in DE tun?
    Kurzfristig? Sagen wir die nächsten 4 Jahre.
    Mittelfristig? 20-30 Jahre?

  21. hmmmm
    da ist ein technische Problem
    ob das mit den spitzen Klammern zusammenhängt
    ich lass mal die eine Sorte weg

    >>>weil die Firmen WACHSTUM BRAUCHEN!
    Die bereits vorhandenen Menschen brauchen Wachstum. Das hatten wir doch schon. Auch der Chinese, Inder, Afrikanter etc. will nicht mehr hungern sondern Handy, Internet und am liebsten auch ein Auto, Haus und Reisen.

    Wettbewerb – ja, wir konkurrieren weltweit. Auch mit Gesellschaften, deren System uns nicht gefällt. Was soll mir das sagen?

    Wettbewerb – Zitat >>>wir sind aber an dem Punkt, wo es überwiegend darum geht “Lohn und Produktionskosten” zu senken

    „überwiegend“? Das dürfte sowohl ein Wettlauf bei Innovationen als auch bei den Produktionskosten sein. Gerade für die westlichen Staaten geht es m.E. eher um Innovation. Bei Lohnkosten liefern wir eher Verteidigungsschlachten mit wenig Aussicht auf einen Endsieg (sorry für das Wort), bestenfalls auf Zeitgewinn. Das geht klar auf eine globale Annäherung hinaus. Und während dieser Annäherung gilt: Je einfacher die Arbeit oder das Arbeitsergebnis zu transferieren ist, desto früher passiert es. Die Welt ist ein Dorf. Hinzu kommt die zunehmende Automatisierung. Immer weniger Menschen reichen zur Produktion aus und weltweit immer mehr Menschen konkurrieren um diese Jobs.

    Nicht schön, aber unvermeidlich, oder? Die wichtige Frage aus meiner Sicht ist eher: Was machen wir mit den bzw. für die restlichen ohne Job? Und vor allem – wie kriegen wir das von der Gesellschaftsform hin.

    Und dann noch
    >>>gnadenlos krachen muss
    Du hast auch schon geschrieben
    >>>man sieht wohin die Reise geht

    Mach mal Butter bei die Fische und unke nicht nur rum:
    Wie stellst Du Dir diese Reise, dieses Krachen vor? Wirtschaftskrise/Depression/Staatspleite/Revolutionen/Kriege? Ich hatte schon mal gefragt.

    und nochmal nachgelegt
    >>>bevor die Menschen einsehen, dass es [?so] nicht weitergehen kann!
    ??? soll heißen „hängt euch alle auf“ ?
    ??? oder wie kann/soll es denn sonst weitergehen?

    Düster Dünste bringen weder Dich noch Deutschland, die EU oder die Menschheit weiter. Mach mal Vorschläge / welche Alternativen stellst Du Dir denn vor?

    Was sollten/könnten wir hier in DE tun?
    Kurzfristig? Sagen wir die nächsten 4 Jahre.
    Mittelfristig? 20-30 Jahre?

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