Zum Teufel jagen!?

Stellt euch vor, es gäbe eine Lebensform auf einem fremden Planeten, die dort friedlich in Freiheit lebt. Jedes Individuum macht, was es für richtig hält, so lange keine anderen Lebensformen oder die Natur einen Schaden nimmt. Diese eine Regel wird von einem Ältestenrat mit einigen ehrenamtlichen Helfern lokal in den jeweiligen Dörfern überwacht. Eines Tages landet ein Raumschiff auf diesem Planeten. Es ist besetzt mit Erdlingen, sog. „Menschen“ und sie wollen den freiheitsverliebten und fremdartigen Wesen ihr System aufzwängen. Was würde passieren?

Die Menschen verlangen von den Bewohnern, dass sie sich in Staaten zusammenschließen. Gesetze, und davon sollte es tausende geben, macht die Regierung, welche gewählt wird. Hierzu erfindet man religiös anmutende Ideologiekasten und nennt diese „Parteien“. Diese Parteien haben die Aufgabe das System dieser komischen „Menschen“ zu wahren. Hierfür veranstalten Sie lustige Ablenkungsmanöver mit Wahlurnen, TV-Duellen und anderem Quatsch. Damit die Regierung handlungsfähig ist, sammelt man nun bei den Bewohnern Geld ein. Die Bewohner sollen ihr Geld aber nicht direkt der Regierung leihen, sondern an Banken. Hierzu gründen die Menschen auf dem ganzen Planeten Banken, welche nun das Vermögen der Bewohner einsammeln und an die Regierung leihen. Weil die Regierung hierfür Zinsen bezahlen muss und auch sonst nicht sparen kann, müssen Steuern eingeführt werden. Den Bewohnern sagt man einfach, es ginge um Straßenbau und Kita-Plätze. Damit dies alle glauben, errichtet man noch eine Propagandaanstalt, die von allen unter Androhung von Zwang bezahlt werden muss.

Die Jahre vergehen und die Bewohner leihen der Regierung immer mehr Geld. Sie rennen auf die Bank und schließen sogar Versicherungen ab, die die Ersparnisse direkt den Regierungen leihen. Auf der anderen Seite bezahlen die Bewohner aber immer mehr Steuern und indirekte Zinsen. Man spricht nun von Steuerzahlern; soetwas gab es vorher noch nicht. Das sind Leute, die ihrem Staat ihr eigenes Geld leihen und dann Steuern bezahlen, damit sie Zinsen von den Banken bekommen. Steuerzahler sind Schuldner und Gläubiger zugleich, außer dass eine kleine Zinsdifferenz immer bei den Banken bleibt. Im Laufe der Zeit werden manche Bewohner immer reicher und andere immer ärmer. Es kommt zu Streit und dann auch zu Krieg. Hierfür benötigen die Regierungen noch mehr Kredit, also Guthaben von den Menschen. Weil es längst nicht mehr so viel Vermögen auf dem Planeten gibt, hat man nun eine Zentralbank erfunden, die das Geld einfach drucken kann. Die zu erarbeitenden Zinsen steigen ins Unermessliche. Bereits ca. 40% aller Löhne und Gehälter geht an den Staat.

Was sollen die Bewohner mit den fremden Menschen nun machen? Weiter dulden? Bei sogenannten Wahlen abwählen? Oder einfach mal WÜTEND WERDEN und zum Teufel jagen? Ich kenne die Lösung nicht. Gewalt ist nie eine Lösung. Wie würden wir reagieren, wenn auf unseren Planeten Außerirdische kämen und so ein betrügerisch anmutendes System aufbauen wollten? Die Systemfrage wird nur von wenigen Leuten gestellt. Ein Grund ist, dass sehr viele Menschen abhängig von diesem System sind. „Die Hand, die gibt, die beißt man nicht“, sagt der Volksmund. Die Hand gibt aber nicht, sie nimmt nur, und das macht sie so geschickt, dass es die wenigsten merken. Statt das System zu zerfleischen, zerfleischen sich die Menschen irgendwann gegenseitig.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/JennyGER Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen.

Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

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10 Antworten zu “Zum Teufel jagen!?

  1. Hallo Jenny,
    klasse geschrieben. Dazu fällt mir gerade ein interessanter Spruch eines bekannten Philosophen ein: „Die Philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern! „

  2. das ist genau der Grund, warum hier niemals Ausserirdische landen werden, ausserdem kriegen sie keine Einreisegenehmigung, Asyl wird ihnen auch nicht gewährt, dann schiebt man sie vermutlich in irgendwelche Flüchtlingslager ab, wo sie dann verhungern werden. Das ist der Grund, warum hier NIEMALS Ausserirdische landen, so blöd kann kein Ausserirdischer sein.:)


  3. ich muss es leider wiede mit dem URL machen
    Gruß Sabine

  4. Conan der Barbar

    Hallo Jenny,
    Prima Artikel von Ihnen, ich setz noch einen drauf.

    *link gelöscht*

    Viel Spaß beim lesen!
    Der Barbar

  5. *Kommentar gelöscht*

    Anmerkung d. Redaktion: Ich bitte darum diesen Kommentar nicht noch einmal zu posten. Ich habe ihn nun schon mehrfach gelöscht. Er enthält Inhalte, die ich hier nicht wünsche. Dies ist keine Kritik am Inhalt, sondern meine private Meinung.

  6. Hier noch ein Link zu einem zum Theme passenden Video von mir.
    l.G. Sabine

  7. Pingback: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende | BildDung für das VOLK

  8. Hallo Jenny,
    bei der ausgebeuteten Lebensform herrscht große Ratlosigkeit über den richtigen Weg, die neuen Herrscher loszuwerden. Aber sie geben nicht auf und sind weiter auf der Suche nach Lösungen. Aus der eigenen Geschichte weiß die Lebensform, dass Gewalt ausscheidet, denn es hat auch bei ihnen Zeiten gegeben, in denen sich unterschiedliche Stämme mit Waffen bekämpft haben und anschließend keine guten Zeiten von Dauer folgten.
    Damals war es so, dass Jenny vom Stamm der Pink dem ein Ende machen wollte und hat angefangen in einem Blog viele Informationen zu veröffentlichen. Die Pink waren nämlich ein sehr umtriebiger Stamm und versuchten durch Aufklärung für bessere Zeiten zu sorgen. Allerdings merkten sie bald, dass es besser war mit anderen Stämmen zusammenzuarbeiten, denn die hatten andere hervorstechende Fähigkeiten und lieferten Ideen und Informationen, die Jenny in ihrem Blog veröffentlichte:
    – Der Stamm der Black, sehr nüchtern aber mit vielen tüchtigen Juristen
    – Der Stamm der Blue, sehr analytisch aber mit vielen guten Ideen für die Börse
    – Der Stamm der Bunten, total wirr aber mit vielen begabten Querdenkern
    – ganz viele andere Stämme mit vielen anderen Merkmalen

    Daran erinnert sich Jenny wieder, denn damals wurde zum ersten Mal keiner ausgeschlossen, solange er sich an die Regeln hielt. Die Wichtigste war, dass niemand beleidigt wurde, denn die Stämme wollten ja zusammenarbeiten.
    Das macht Jenny jetzt wieder, denn sie weiß, dass auch unter den Menschen viele sind, die das eigene System nicht gut finden. Viele Menschen müssen immer mehr arbeiten, damit wenige immer reicher werden. Nur die Menschen wissen das nicht, denn sie werden beruhigt von einer Alternativlosmama.
    …Fortsetzung könnte folgen…
    Tschüs sagt Robin Hood (vom Stamm der Blue)

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