Ein Tritt ins Fettnäpfchen

Nicht nur Fastfood und Süßes könnte bald teurer werden. Die Einheitspartei, auch große Koalition genannt, plant eine Fett- und/oder Zuckersteuer. Dänemark hat es bereits versucht und diese Steuer bereits wieder abgeschafft. Es macht einfach keinen Sinn, Nährwerte zu besteuern!

Hamburger

Nährwertangaben auf Lebensmitteln sind für viele ein Rätsel. Im Prinzip geht es nur darum, wieviel Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate in dem Produkt enthalten sind. Außerdem wird über die zusätzliche Angabe von beispielsweise Zucker und gesättigten Fessäuren eine Info über die Produktqualität geliefert. Ebenfalls angegeben ist der Brennwert (kcal/kJ). Ein hoher Zuckeranteil kann nach dem Workout sinnvoll sein – die Muskeln brauchen das. Ernähre ich mich dann etwa ungesund?

Viele Nährstoffe haben auch einen Gegenspieler. Kombiniert man diverse Lebensmittel, dann kann sich  das Gleichgewicht verschieben. Je nach Stoffwechseltyp kann es dem Körpergewicht dienlich sein, auf Kohlenhydrate (u.a. Zucker) zu verzichten. Andere schlagen eher auf Fette an. Vor allem eiweißreiche Nahrung hat einen hohen Brennwert, aber ohne die entsprechenden Kohlenhydrate kann der Körper nicht viel damit anfangen. Was genau soll also nun besteuert werden? Die Logik hinter dieser geplanten Steuer erschließt sich mir nicht.

Jeder Mensch ist anders. Die einen essen viel und die anderen weniger. Auch haben wir alle einen unterschiedlichen Energiebedarf. Die einen essen 5 mal am Tag „was kleines“ und die anderen hauen 3 mal am Tag kräftig rein. Der Plan Nährwerte zu besteuern wird nicht zielführend sein. Das ändert aber nichts an der zu lösenden Problematik: Die Deutschen sind zu dick. Daran besteht kein Zweifel. Auch ist klar, dass Fastfood und viele Fertigprodukte keine Lebensmittel, sondern einfach nur chemischer Füllstoff sind.

Ich habe eine bessere Idee: Nicht die Nährwerte besteuern sondern die Verpackungen. Frische Lebensmittel muss man nicht aufwendig verpacken. Zumindest nicht so aufwendig wie Konserven und „Suppenpäckchen“. Ich versuche immer frisch einzukaufen und bringe die Verpackung selbst mit. Wenn ich die Müllberge von McDoof und Co. sehe, dann wird mir übel. Die Politik könnte einen Weg finden, wie wir Kunststoffe vermeiden . Was auf keinen Fall entstehen darf ist eine neue ökosozialistische Zwangsabgabe.

Die Idee, dass kranke Menschen, ihre selbst verursachte Krankheit (das Übergewicht) selbst bezahlen, finde ich hingegen gut. Banken sollen ihr selbst verursachtes Schlamassel bekanntlich auch selbst bezahlen. Ich sehe die Krankenkassen in der Pflicht. Wer gesund lebt, zahlt weniger und wer selbstbestimmt und freiheitlich ungesund leben möchte, der soll das dürfen, muss aber die Folgen selbst bezahlen. Was entstünde ist ein Gesundheitsmarkt. Aktuell haben wir einen Krankenmarkt. Es lohnt sich finanziell nicht, gesund zu leben, deshalb braucht es Anreize für Sport und bewusste Ernährung.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
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Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

5 Antworten zu “Ein Tritt ins Fettnäpfchen

  1. Einfach genial – am Sonntagmorgen sowas zu lesen! Da gibt es von mir nichts zu kommentieren oder hinzuzufügen.

  2. Wie? Ich lese am Ende des Textes: -markt, -markt! Geht es um Markt oder Menschen und Entwicklung für eigene z.B. Lebensqualität. Oder um Schuld, selber schuld – dann auch selber zahlen. Na, das ist nicht sehr erkenntnisreich. Wer zu viel frisst, ist meist ohnehin ein Benachteiligter. Von den Managern, die das finanziell nicht sind und zu dick sein sollen abgesehen. Doch auch die sind Menschen. Wer ein bewußtes richtig orientiertes Leben lebt frißt nicht, dass er dick wird. Und darum geht es doch für uns!
    “ Es lohnt sich finanziell nicht, gesund zu leben, deshalb braucht es Anreize für Sport und bewusste Ernährung.“ Das Essen und die Ernährung dient dem Körper, dass er uns dient zu leben. Leben ist ein bißchen noch was anderes, als wir in dieser materiell ausgerichteten armseligen Weise kennen. Bißchen hier wissen, bißchen da – doch am Ende wissen wir nichts, sind Dressierte und Getriebene. Es lohnt sich, ein Mensch zu werden. Antoine de Saint-Exupéry: „Man muss lange leben um ein Mensch zu werden.“

  3. Liebe Jenny, es geht dabei einfach nur um Steuern nicht um Logik, Punkt.:)

  4. porscheproletos

    Da gibts nichts zu verstehen. Es ist die gleiche Leier wie immer, es geht um ein neues Mehr an Steuern und sonst nichts. Hier wird einfach mal wieder für den „aufgeklärten Weltbürger“, für den der BRD Insasse sich in der Regel hält, einfach ein neuer Popanz aufgeblasen um abzukassieren.

    Das ganze darf jeder gegen eine kleine Gebühr wie eine Monstranz vor sich her tragen und sich voll Eifer selbstgefällig auf die Schulter klopfen und sagen: „recht haben die da oben, da müssen wir was tun“ und „es trifft ja nur die anderen, nie nicht nimmer mich, ich leb doch gesund“. Im Grunde ein einfacher Trick den Mehrwertsteuersatz von 7% auf den 19% anzuheben, natürlich nur für „ungesunde“ Sachen.

    Als wenn höhere Steuern etwas mit gesunder Ernährung zu tun hätten! Wenn es um Gesundheit ginge, würden die Sender mit dem staatlichen Bildungsauftrag entsprechendes in Sendungen einbauen, könnte man in Schulen keinen Industriefrass in sich reinschaufeln sondern bekäme Informationen zur gesunden Ernährung. Ginge es um Gesundheit, würde die staatliche Gouvernante die diversen künstlichen Zusätze zur Geschmacksverfälschung äh Optimierung samt Genfrass und dem Unfruchtbarkeitshormon Bisphenol A schlicht verbieten.

    Diese BRD ist durch und durch volksfeindlich eingestellt und dazu da, aus dem deutschen Steuerkuli das Optimum an Einnahmen auszupressen. Das ist die einzige Logik die zählt!

  5. Pingback: Ein Tritt ins Fettnäpfchen | FreieWelt.net

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