CDU sieht keinen Bedarf für mehr Transparenz bei Finanzprodukten

Neulich habe ich mit großen Tönen im Artikel „Ein Finanzprodukt – Zwei Welten“ kritisiert, dass nicht für alle Finanzprodukte die gleichen Spielregeln gelten. Genau dies möchte das EU-Parlament nun ändern, aber Europaabgeordnete der CDU schießen dagegen.

Ich mag das EU-Parlament auch nicht sonderlich, aber immerhin hat man das Problem erkannt. Bisher gab es vereinheitlichte „Info-Blätter“ nur bei Wertpapieren. Auch die Pflicht zur Offenlegung von Provisionen und Gebühren gilt nur bei Wertpapieren. Diese Transparenz will man nun auch für andere Anlageprodukte umsetzen. Betroffen wären dann künftig auch Versicherungen oder auch klassische Sparprodukte. Dies macht meiner Meinung nach Sinn, denn private Rentenversicherungen (auch: Riester, Pensionskassen etc…) können Wertpapiere wie Fonds und ähnliches beinhalten. Der Sparer sollte über Kosten, Provisionen, Chancen und Risiken auf eine verständliche Weise informiert werden.

Die Europaabgeordneten Markus Ferber (CSU) und Burkhard Balz (CDU) reden sich damit heraus, dass „das alles schon in MiFID“ geregelt sei. Dort seien Anlageformen mit sog. Investmentcharakter geregelt. „Eine knappe Mehrheit des EU-Parlaments wolle etwa Finanzprodukte der betrieblichen Altersvorsorge, Versicherungsprodukte oder Unternehmensanleihen miteinbeziehen“, brüskieren sich die zwei. Aber genau darum geht es doch! Während ein Fondssparer sämtliche Informationen über Kosten, Risiken und Provisionen zu seinem Fonds mit einer Selbstverständnis ausgehändigt bekommt, erhält er diese Informationen bei Versicherungen nur auf Nachfrage. Es wird endlich Zeit für eine europaweite verbindliche Regelung. Es sollte für alle Anlageformen ein kurzes, knackiges Infoblatt geben, damit sich Anleger auf einen Blick über Chancen, Risiken, Kosten und Provisionen informieren können.

Notwendig sind solche Informationen für die private Altersvorsorge, alle Arten von Investmentfonds, versicherungsgebundene Investitionen und strukturierte Produkte für Kleinanleger. Natürlich gibt es bei Wertpapieren schon entsprechende Vorschriften, welche dann selbstverständlich wegfallen können. „Mehr Papier“ kann eine gute und faire Anlageberatung nicht ersetzen. Die CDU scheint hier die Versicherungswirtschaft schützen zu wollen, denn es sind vor allem Verträge zur privaten Altersvorsorge, die hohe Provisionen versprechen, wie ich hier ausgerechnet habe. Auch muss man sehen, dass es für Guthaben in Versicherungen kaum Einlagensicherung gibt. Warum hinterfragt das niemand? Dieses Thema greife ich die nächsten Tage mal auf. Das Thema Anlageberatung ist nicht unwichtig, denn JEDER hat Vermögen. Vermögen muss nicht immer Geld sein. Wie es richtig geht, könnt ihr hier nachlesen.

Quelle (zum Teil): EU-Infothek


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
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Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

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2 Antworten zu “CDU sieht keinen Bedarf für mehr Transparenz bei Finanzprodukten

  1. Pingback: Unter der Lupe: Indexgebundene Rentenversicherungen | Jenny´s Blog

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