SAG Solarstrom: Anlegern drohen Verluste

„Als Privatbürger von der Energiewende profitieren“. Mit diesen Worten bewarb die SAG Solarstrom AG aus Freiburg im Sommer 2011 ihre 7,5%-Anleihe. Mit einer Stückelung von nur 1.000€ und vielen Hochglanzprospekten hat man gezielt Privatanleger angesprochen. Jetzt drohen herbe Verluste.

7,5% Zinsen bei einer Laufzeit von 6 Jahren hat man versprochen. Mit der Anleihe wollte die Freiburger Unternehmensgruppe, ihr angeblich profitables Wachstum bei der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen in Europa beschleunigen. Im Hochglanzprospekt fand man viele Propagandabegriffe wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Natürlich sind viele gut betuchte, politisch korrekte, „neogrüne allá Kretschmann“, die es in und um Freiburg massig gib, auf diesen Zug aufgesprungen.

„Wir sind ein Unternehmen, dass über ein Investment Grade Rating von BBB+ verfügt. Das Geld der Investoren, ist bei uns also sicher angelegt“, sagte der Vorstandsvorsitzende damals dem DAF. Die Rating-Agentur Creditreform hat die aktuelle Beurteilung der S.A.G. Solarstrom von „BB+“ als Konsequenz auf eine Gewinnwarnung von Ende November inzwischen ausgesetzt. Die mit Kurs 100% ausgegebene Anleihe notiert im Moment bei zirka 26%. Dies entspräche einer Rendite 57,37%. Ein Risikoaufschlag den man in dieser Höhe nicht mal von Griechenland und Co. kennt! Auch die Aktie markiert mit 0,86€ ein neues Tief. Zum Zeitpunkt der Anleiheemission stand sie bei ca. 4 Euro. Die Aktie fiel auf Sicht eines Monats um 61,47%.

Hintergrund sind schlechte Nachrichten über eine gewisse Projektpipeline, wie der IWR mitteilt. Der Fall SAG Solarstrom aus Freiburg zeigt erneut, dass Geldanlagen mit Risiken verbunden sind. Und vorsicht jetzt kommts: Das gilt sogar dann, wenn im Prospekt was von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltschutz steht. Die SAG hat im Jahr 2011 gezielt Privatanleger angesprochen. Vielleicht weil diese leichter zu beeinflussen sind? Wer investiert nicht „gerne“ in eine gute und regionale Sache? Beim Investieren gibt es nichts geschenkt und das Beispiel zeigt, dass sich noch immer viele Privatanleger von Hochglanzprospekten blenden lassen. „Gier frisst Hirn…“

Profis analysieren jetzt die kommenden Kennzahlen der SAG Solarstrom AG. Möglicherweise sind die Kurse deshalb so sehr gefallen, weil viele Anleger panisch verkauft haben. Diese Gelegenheit könnte man nun für ein spekulatives Schnäppchen nutzen. Die Sache ist allerdings sehr sehr sehr heiß, und wer nicht auf spekulative Sachen steht, der lässt seine Griffel lieber weg.


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liebe Grüße, eure Jenny

12 Antworten zu “SAG Solarstrom: Anlegern drohen Verluste

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  3. Gier frißt Hirn, kann ich da nur sagen!
    Der Zins ist die Prämie, die der Schuldner dem Gläubiger für sein Ausfallrisiko zahlen muß.
    Je schlechter der Schuldner, desto höher der Zins, also das Risiko. Da die Zinsen auch 2011 schon künstlich niedrig gehalten wurden und um die 1% lagen, müßte bei jedem vernunftbegabten Anleger ein Angebot von 7,5% alle Alarmglocken ertönen lassen.
    Zum Glück trifft es bei der Solarkacke mehrheitlich ideologisch verblendete, linksgrüne Bessermenschen. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen.

  4. Zins ist keine Prämie für ein Ausfallrisiko!

  5. Werter Drudenfuss es ist nicht nur die Gier da ist noch so einiges mehr.
    Innzwischen besteht das Ökonomische geschehen ohnehin zu schätzungsweise 95 % aus Ideologie, Wunschdenken, Hoffnung und Glaube ,nacktem Schamanismus. Ende der 70 iger Jahre war die Ökonomische Forschung und Lehre Faktisch mit ihrem Latein am Ende.
    damals begann ein verhängnisvoller Blindflug.Die letzten 30 Jahre waren gekennzeichnet von Gebastel und Flickschusterei. Innzwischen haben fast alle einen einigermassen gültigen Grobrasterüberblick längst verloren.
    Es fehlt längst an einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Kern und Grundsatzleitbild. Mit der Betriebswirtschaft geht das ja noch einigermassen dies kapieren die meisten da am einfachsten. Mit Nationalökonomie sind fast alle bis in die Spitzen der Wirtschaft schon massiv überfordert. Der Begriff Globalökonomie schlicht ein Buch mit 7 Siegeln. Letzteres existiert nur noch unter dem Kürzel Markt, in Vorm eines angeblich unerschöpflichen Welt- Absatzmarkt Füllhornes. Da grassierte der irreale Traum von einem Ökonomie-Perpetuum-Mobile. Tja das dies nicht funktionieren kann weiss jeder Fachkundige Fach- Wissenschaftler. Die wohl letzten die an den Unsinn noch Glauben sind die sog. Ökonomen.
    Die sind offenbar ausser Stande die Sache unter Einbezug ALLER 3-4 Komponenten zu Verstehen. Mikroökonomie, Betriebsökonomie, Nationalökonomie und Globalökonomie. Scheinbar hat das antreiben dieses Ökonomie- Perpetuum-Mobile funktioniert. Der Treibstoff kaum aus der Masslosen Geldschöpfung die innzwischen ins faktisch Leere läuft. Der Treibstoff für den Konjunkturmotor besteht faktisch nur noch aus Luft = Liquidität mit Restspuren an zündfähigem Benzin. Tja und jetzt stehen fast alle staunend rund ums Motörchen. Ideen gibt es zuhauf wie man das Ding wieder zum laufen bringen könnte. Dumm nur da ist keiner dabei der weiss wie das Ding in seiner Gesamtheit funktioniert. Tja da liegt es nicht nur am Treibstoff da sind auch noch weitere Komponenten längst verschlissen. Tja scheint das Ding ist nur noch Schrott. Nicht nur Motoren auch eine nachhaltige Wirtschaft braucht dauernde Pflege Einstellung und Teileerneuerung gepaart mit Pfleglichem Umgang und Nutzung.
    Freundliche Grüsse
    http://www.hans-von-atzigen.ch

  6. Und heute nun die Nachricht, SAG meldet Insolvenz an. Quod est demonstrandum !

  7. Das ist mir schon klar: das Grundproblem ist das ungedeckte Geld und die Geldschöpfung aus dem Nichts. Geld entsteht in diesem System durch die Vergabe von Krediten, und verschwindet durch deren Rückzahlung.
    Das haben die Ökonomen in den 70er Jahren nicht erkannt; weshalb sie mit ihrem Latein am Ende waren. Die meisten verstehen es bis heute nicht.

    Nachhaltiges Wirtschaften ist ohne nachhaltiges, also nicht beliebig vermehrbares Geld nicht möglich, weil eine wesentliche Funktion des Geldes, die des Wertaufbewahrungsmittels, nicht erfüllbar ist.
    Deshalb wird die Welt über kurz oder lang an einem neuen Goldstandard oder etwas Vergleichbarem nicht vorbei kommen.

  8. Ja das liebe Geld das wird halt aus Psychologischen Gründen masslos überbewertet. Das liegt daran das wir alle damit bereits in frühester Kindheit damit konfrontiert werden. Wenn man davon welches hat kann man sich Wünsche erfüllen. Das lernt man auch als Kind sehr schnell und begleitet uns ein leben lang. Das man für den Besitz dieses Magischen Dinges Geld vorher eine Reale Leistung erbringen muss das zu verstehen dauert den schon etwas länger. Da gibt es ganz viele die schnallen das bis ans Lebensende nicht. Letztlich entscheidet sich alles auf der Ebene des Realwirtschaftsgeschehens. Reale Produktion und Konsum. Geld als solches hat und kann keinen Wert an sich haben. Darum kann Geld egal in welcher Vorm auch immer nicht als Wertaufbewahrungsmedium Funktionieren. Auch ein Fixwert ist nicht möglich zb. Gold oder andere Deckung. Ein relativ stabiler Geldwert ist nur Möglich wenn die Geldmenge bestmöglich an das Realwirtschaftsergebnis gekoppelt wird. Auch hier sind nur bestmögliche Annäherungswerte möglich. Das Kernproblem es wird viel zu viel in Geldgrössen und Einheiten und viel zu wenig mit Realwirtschaftsfaktoren gedacht und entsprechend gehandelt.
    Kinder haben da eine Kluge(megalach) einfache Lösung wenn Papas Geldbörse leer ist, Papa dann mach doch Neues! Tja und nach dieser einfach gestrickten Lösung wird innzwischen in grossem Stiele gehandelt. Das alte wertlose wird im Volumen erweitert oder irgendwann ganz einfach Neues gemacht= Währungsreform. Dumm nur auch mit solchen Massnahmen ist eine an die Wand gefahrene Realwirtschaft nicht Reparierbar. Da muss man die Realwirtschaft reparieren geht aber nur wenn die Entsprechenden Voraussetzungen vorhanden sind. Ist die Sache nicht Reparierbar tja dann gibt es eine unerbittliche Zwangsreparatur in vorm eines bösen Wirtschaftszusammenbruches.
    Freundliche Grüsse.

  9. Und da noch etwas zur Pleite von Solar- Industrien. Das ist ganz klar keine Überraschung. Gewiss eine schöne Technologie schön Grün und Klimakonform und sehr Ethisch und weiss der Kukuk was noch. Womit die zunehmend absaufenden und verarmenden Massen die schönen neuen Technologien zur Abwendung des Klimawandels bezahlen resp. wo entsprechend real Erwirtschaften sollen??? Das wissen offensichtlich auch alle Götter zusammen im Olymp nicht. Schöne neue Umweltgerechte Welt dies auf einem Planeten übervoll mit Menschen die ums nackte Überleben kämpfen müssen. Ach ja jetzt kommen die mit dem ,,gerechten,, Umverteilen. Och och auch die Gleichung geht nicht auf. Es fehlt längst an Grundmasse für eine real machbare Umsetzung.
    Na ja Träumen ist natürlich ein Menschenrecht. Wünschen und Fordern
    kann man viel. Letztlich können müssen wir uns mit dem Real verfügbaren und real machbaren begnügen Freiwillig (der Idealfall) oder erzwungenermassen.(das ist unvermeidlich bitter.)
    Freundliche Grüsse

  10. 2 kurze Anmerkungen (ein Kommentarbereich ist kein Diskussionsforum!!):
    Hans von Atzigen empfehle ich den Artikel „vom Wesen des Geldes“.
    http://www.hartgeld.com/media/pdf/TO2009/Wagner-WesenDesGeldes.pdf
    Wenn er ihn versteht, kommt er mit seinen Überlegungen aus der Sackgasse.

    gradischnik möge sich Gedanken machen, wieso die Höhe der Zinsen in aller Regel umgekehrt proportional zur Bonität des Schuldners ist, wenn sie, wie er meint, keine Prämie für ein Ausfallrisiko sind.

    • gradischnik

      Das kam von Ihnen…….
      „Je schlechter der Schuldner, desto höher der Zins, also das Risiko“
      und passt auch, wenn ich an die faulen Devirate amerikanischer Banken denke, die u.a. auch gierige deutsche Banken gekauft haben.
      Damit wurden unzählige Geldanleger, viele einfache menschen, um ihr Geld gebracht. Die Betrüger waren sich da einig in ihrer Gier. Es waren ausschließlich Banker, die betrogen haben.
      Wenn ich einen Kredit oder ein Darlehen aufnehme, dann sichert sich die Bank rundum ab. Von der Lebensversicherungspolice bis zum vorhandenen Eigentum. Da ist das Ausfallrisiko schon 3 mal vorher abgesichert. Dazu wird mir noch ein unsäglicher Zins draufgeknallt. Die Bank geht überhaupt kein Risiko ein. Es sei denn, es handelt sich um zweifelhafte Großunternehmer und bankenähnliche Großbetrüger. Da ist man ja unter sich.
      Was schreiben Sie denn nur für Unsinn. (ein Kommentarbereich ist kein Diskussionsforum!!):………und Sie selbst geben hier anderen Leuten kluge Ratschläge und Hausaufgaben!!
      „gradischnik möge sich Gedanken machen, wieso die Höhe der Zinsen in aller Regel umgekehrt proportional zur Bonität des Schuldners ist, wenn sie, wie er meint, keine Prämie für ein Ausfallrisiko sind.“
      Den Teufel werde ich tun, wenn Sie schlecht schlafen können. Warum soll ich mir hier mein Gehirn verbiegen? Den Wöhe habe ich vor 2 Jahren bei meinem letzten Umzug in die Mülltonne gekloppt und da gehört er auch hin. Ich brauche keine zionistischen Wirtschaftsbücher, die uns lehren, wie man sich verhalten muß, damit man nicht merkt, das man im Hamsterrad läuft.
      Wenn ich mit 5000 Euro gut klarkomme, heißt das leider nicht, das sich mein eventueller Chef damit zufrieden gibt. Denn der sagt: Wie, du willst dich mit dem zufrieden geben, was du jetzt hast, …also z. B. mit dem vorhandenen kundenstamm? Wir wollen Wachstum!!!!…und wenn Du nicht mitmachst, dann suche ich mir einen anderen. Ebenfalls die Firma , wo ich einkaufe. : Also dann müssen Sie schon größere mengen einkaufen, sonst kann ich Ihnen nicht mehr 10% Skonto einräumen etc. etc.
      So läuft das. Für Unendlich immer wieder gefordertes Wachstum ist der Verursacher bzw. das Mittel der Zins. Den Zins muß ich nehmen um zu wachsen, um Konkurrenten zu verdrängen um auch den letzten Dreck von unsinnigen Dienstleistungen verkaufen zu können. Wer den Zins nicht benötigt, ist selbst nur unendlich reich oder selbst ne Bank. In den sechziger und siebziger und achtziger Jahren war Wachstum ziemlich gleichmäßig verteilt, alle profitierten, auch die ärmsten Schichten. Heute sieht das anders aus. heute wird nur umverteilt von unten nach oben und der Zins ist nur noch dafür da, um die Sparkonten, Ersparnisse der Bevölkerung zu entwerten (zu plündern) und die diejenigen, die sich immer noch krumm machen, in den bankrott zu treiben.
      Wenn Sie mir Betriebs- oder Volkswirtschaftslehreunterricht erteilen wollen. Brauche ich nicht von einem Theoretiker.
      Ich kenne Unternehmer aus Russland, die kamen aus den ärmsten Verhältnissen, machen beachtliche Umsätze und lachen sich über derartige Theorien kaputt. Was meinen Sie wohl, warum Russland boomt? Weil die Banditen von Goldman Sachs zur Zeit nur nach Russland schielen dürfen. Deswegen auch die ganze hetze Das hat mit Oligarchen( das ist wieder ne andere Geschichte, denn dieses Gesocks ist durch den Westen stinkereich geworden) und dem übrigen Gehetze gegen Russland nix zu tun. Wenn jemand Geld verdienen will in jungen jahren, dann sollte er den Dreisatz beherrschen und wenn jejo oder jevo jemals auf die zinsrechnung stößt, einfach mal den klugen menschenverstand walten lassen, Sie Neunmalkluger!!

  11. Einwandfrei richtig der die Aussage im Link Wagner.
    Sehr Empfehlenswert.
    Freundliche Grüsse

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