Checkliste: SEPA für Vereine

Zum 01.02.2014 kommt SEPA. Für Verbraucher ändert sich nur die Geldadresse. Wer hingegen wie Unternehmen und Vereine das Instrument der Lastschrift nutzt, muss vorher tätig werden. In vielen Unternehmen sitzen Profis, die sich mit „Buchhaltung“ auskennen. In Vereinen ist dies anders. In der Regel kümmert sich ein ehrenamtlicher Rechner um die Finanzen des Vereins. Im Folgenden habe ich eine kleine Checkliste zusammengestellt.

1. Beiträge ggf. im Januar noch mal nach dem alten System abbuchen. Ab Februar funktionieren nur noch SEPA-Lastschriften. Um die Liquidität sicher zu stellen, kann es daher Sinn machen, im Januar 2014 die Beiträge noch einmal fällig zu stellen.

2. Gläubiger-Identifikationsnummer online bei der Bundesbank anfordern. Das geht schnell und unkompliziert. Diese Nummer speichert man dann im Vereinsverwaltungsprogramm, mit dem man später den Zahlungsverkehr machen möchte. Beleghafte Buchungen oder der Austausch von Datenträgern ist bei SEPA nicht mehr möglich. SEPA funktioniert nur mit „Online-Banking“.

3. Eventuell sollte man sich ein neues Vereinsverwaltungsprogramm zulegen. Viele Vereine sind in Verbänden (Musikvereine, Fußballvereine etc…), welche solche Softwarelösungen anbieten. Alternativ bieten auch viele andere Anbieter solche Banking-Programme an.

4. Damit man SEPA einen Schritt näher kommt, sollte man nun zur Bank gehen um eine neue „Vereinbarung zum Einzug von SEPA-Lastschriften“ zu machen. Hierzu benötigt man wieder die Gläubiger-ID. Die Vereinbarung muss vom Vorstand des Vereins unterschrieben werden.

5. Für SEPA-Buchungen benötigt man von jedem Vereinsmitglied IBAN und BIC. Diese Daten kann man aus Kontonummer und Bankleitzahl errechnen. Gute Online-Banking-Programme können diese Massendatenänderung erledigen.

6. Sofern keine Einzugsermächtigungen vorliegen, sollten diese nun schriftlich eingeholt werden. Ältere Vereinbarungen bleiben gültig und werden SEPA-Lastschriftmandat genannt. Dieses Mandat sollte ggf. auch in Beitrittserklärungen u.ä. aufgenommen werden.

7. Für jedes SEPA-Mandat muss eine Mandatsreferenznummer vergeben werden. Es empfiehlt sich, hierzu die Mitgliednummer zu verwenden. Wird diese Referenz nicht vergeben, dann hat der Zahlungspflichtige eine 12 monatige Widerrufsfrist (ansonsten nur 8 Wochen).

8. Mindestens 14 Tage vor der ersten SEPA-Abbuchung müssen die Zahlungspflichten darüber informiert werden. Es muss die Gläubiger-ID, die Mandatsreferenz, der Betrag und die Ankündigung des Verfahrenswechsels mitgeteilt werden. Entsprechende „SEPA-Briefe“ versenden zahlreiche Stellen seit Monaten.

9. Briefbögen und Formulare etc…, sollten geändert werden. Damit betrifft SEPA nicht nur den Vereinsrechner, sondern ggf. auch den Schriftführer.Tipp: Man überweist jedem Mitglied 1 Cent und schreibt die SEPA-Informationen in den Verwendungszweck; das spart Porto.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_ Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen.

Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

Eine Antwort zu “Checkliste: SEPA für Vereine

  1. Da haben die Massenmedien jämmerlich versagt die haben es unterlassen die breite Öffentlichkeit rechtzeitig umfassend und sachlich zu informieren.
    Na ja Massenmedien, die Produzieren längst bekannt und vorrangig am liebsten ideologieschwangeren Schrott und reisserische Belanglosigkeiten.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s