Riester-Rentenversicherung: Bei frühem Tod geht das Geld an die Versicherung

Viele wissen es nicht und auch ich weiß es erst seit zirka 3 Wochen: Die Riester-Rente ist kaum vererbbar. Stirbt der Inhaber einer Riesterrenten-Versicherung in der Auszahlphase, dann fließt das Geld an die Gesellschaft. Es gibt auch besser vererbbare Varianten, aber welcher Sparer weiß das schon?

Stellt euch vor, Herr Max Mustermann, bezahlt 30 Jahre lang den Höchstbetrag in seine Riester-Rentenversicherung ein und genießt ab dem 67. Lebensjahr seine Rente. Zu diesem Zeitpunkt sind incl. Zulagen und Zinsen bis zu 100.000 Euro in dem Vertrag. Mit 70 stirbt er und das Restkapital geht an fremde Leute (die Versicherungsgesellschaft) und nicht an die Witwe oder die Kinder. Wie fühlt sich Herr Mustermann, wenn er davon wüsste? Hat es ihm jemand gesagt?

Die Vererbbarkeit von Riesterguthaben ist stark eingeschränkt. In der Sparphase kann im Todesfall das Guthaben inkl. der Zulagen an einen eventuell vorhandenen Ehepartnervertrag übertragen werden. Alternativ kann man auch eine förderschädliche Sofortauszahlung vornehmen. Das heißt, es werden alle Zulagen und Steuererstattungen wieder abgezogen. Aber immerhin ist das Geld nicht weg. In der Auszahlphase ist es tatsächlich wesentlich schlechter: Die Erben gehen leer aus. Manche Versicherer vereinbaren sogenannte Garantiezeiten. Dann erhalten die Hinterbliebenen die Rentenzahlung bis zum Ende der Garantiezeit weiter. Standart sind 5 Jahre, manche Versicherer bieten auf Nachfrage bis zu 20 Jahre Garantiezeit an.

Was passiert im Todesfall? Stirbt ein Riestersparer im Alter von 72 Jahren in der Auszahlphase, bei 10 Jahren Rentengarantie, dann erhalten die Erben noch 5 Jahre die vereinbarte Rente. Danach geht das gesamte Kapital an die Versicherung. Stirbt der selbe Sparer mit 77 oder später, dann gehen die Erben leer aus. Diese Problematik existiert NUR bei Versicherungs-Riester; eventuell auch bei Bausparriester. Bei Riester auf Fondsbasis gelten die Vererbungsregeln der Sparphase, je nach Anbieter, bis zum 85. Lebensjahr. Tipp: Wer eine Riesterversicherung hat und mit der Vererbbarkeit unzufrieden ist, sollte einen Wechsel zur Fondsvariante prüfen. Keine Angst vor den Fonds, denn es gibt eine gesetzliche Kapitalgarantie. Diese Kapitalgarantie gilt NACH allen Kosten.

Ähnlich schlechte Vererbbarkeiten gelten übrigens auch bei der betrieblichen Altersvorsorge und bei Rürüp. Geneigte Anleger sollten ihre Verträge regelmäßig prüfen. Es wäre doch schade, wenn das ganze Geld am Ende an fremde Leute von der Versicherung ginge.


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Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

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34 Antworten zu “Riester-Rentenversicherung: Bei frühem Tod geht das Geld an die Versicherung

  1. Pingback: 21. Jahrhundert » Blog Archiv » Riester-Rentenversicherung: Bei frühem Tod geht das Geld an die Versicherung | Jenny´s Blog

  2. Hallo, Jenny, das Thema wäre es wert, mal von Versicherungsmaklerseite das zu behandeln. Du hast zwar Kernpunkte erfasst, aber einiges ist ungenau bzw. einseitig. Klar, die „Vererbbarkeit“ muss bei Abschluss geregelt werden. Das ist für mich aber selbstverständlich. Grundsätzlich sind die Regeln nicht von der bösen Versicherung sondern vom Gesetzgeber bestimmt, sie gelten insofern auch für Riesterfonds. Wenn Geld im Todesfall nicht in einen Riestervertrg des Ehepartners geht, müssen bei Auszahlung die Zulagen zurück gezahlt werden. Das betrifft nicht die erwirtschafteten Zinsen. Für den Todesfall in der Auszahlungsphase ist die Auszahlung des Restguthabens die galanteste Möglichkeit, das geht auch bei Versicherungen. Wir könnten eigentlich uns mal „zusammentun“ und die jeweiligen Vor- und Nachteile der Riesteranbieter gegenüber stellen… Was hältst Du davon?

    • „in der Auszahlungsphase ist die Auszahlung des Restguthabens die galanteste Möglichkeit, das geht auch bei Versicherungen“

      Das dachte ich auch, ist aber nicht so. Zumindest habe ich keine Gesellschaft gefunden, wo das so ist. Man nimmt an, dass es so sein muss, aber leider ist es nicht so.

      lg

    • Stimmt: Nicht vererbbar, nicht übertragbar (…). Es hilft nur die max. Rentengarantie oder ein zus.

      Für den materiellen Zweck einer Vererbbarkeit:
      Zusätzl. Todesfall-Baustein „Restkapital“ (oft bei Rürup möglich; bei Riester bin ich zzt nicht im Markt).

  3. Cool analysiert! Und korrekt.

    Deswegen bei Riester – einfachste Lösung – immer die „maximale Rentengarantiezeit“ wählen. Angebotsrechner der (guten und der schlechten) Versicherer „kennen“ die max. Garantiezeit, weil sie mit dem Steuerrecht zusammenhängt.

    — Ihr könnt hier aufhören zu lesen —

    Faustformel (geht aber automatisch; s.o.):
    Am Ende ergeben jedes Renteneintrittsalter + max. Garantie-Zeit immer etwa 85. Die statistische Lebenserwartung (je nach Geburts-Jahrgang).

    Dto. bei Rürup/Basis-Renten und Betriebsrenten (Entgeltumwandlung).

    Achtung I:
    Viele Arbeitgeber sehen bei der Rentengarantie starre Regelungen (meist 10 Jahre R-Garantie) vor! Also hier gilt „Friss oder stirb“ (spät :-).

    ———————————————————

    Präzisierung zur Alternative Riester-Fonds:
    (weil hier die Versicherungs-Mathematik reinspielt – heftig sogar)

    Achtung II:
    (Je nach Fall) Wegen leicht höherer Renditen erreichen Fonds höhere Ablaufleistungen. Dieses Startkapital in die Rente („Rentenbarwert“) muss aber in eine Rente umgewandelt werden.

    Am einfachsten fällt der Vergleich bei sehr ähnlichen Riester-Produkten:
    1. Fonds
    2. Fonds-Police (Versicherung)

    Rentenberechnung Fonds:
    Wir nehmen an, der Fonds „schafft“ wegen leicht geringerer Kosten 110.000 Euro Rentenkapital (die Police nur 100.000; dazu ANSCHLIESSEND mehr). Ich habe hier wie Jenny mit 3% Rendite und 30 Jahren gerechnet; ist aber völlig egal – der Endwert zählt.

    ———————————————————-

    Dann rechnet die Fonds-.Gesellschaft so (gerundet):

    + 110.000 Kapital
    – 33.000 (*)Abzug für Langlebigkeit (falls der Rentner älter als 85 wird)
    = 77.000 Rentenkapital

    Modell: 77.000 / 10.000 x 25(*) = 190 Euro Rente.

    Exkurs ANFANG — einfach runter scrollen und überspringen 🙂 —

    Eigentlich ist die Rechnung oben eine sog. Zeitrente. Bei 3% laufender Verzinsung und 18 Jahren Rente (67 – 85) kommen finanzmath. 460 Euro Rente raus. Stimmt! Aber so dürfen die Fonds nicht rechnen. Die zahlen die niedrigen 190 Euro aus. Überschüsse werden in das Kapital (33.000 + xxxx) für die Rente 85+ umgeschaufelt. Dort verfallen sie (statistisch => vers.-mathematisch immer!).

    Exkurs ENDE

    Das Sternchen:
    (*) die „25“ ist der Rentenfaktor: (je nach Geburtsjahr), der HIER (etwa 30 jähriger Mensch) monatlich 25 Euro Rente je 10.000 Euro erhält.

    ACHTUNG!
    Dieser Rentenfaktor bei Fonds gilt für das Jahr 2014 – nicht für das Jahr 2044! Er ist bei Fonds nicht garantiert – es ist ein HEUTE-Wert! Das ist wichtig, denn die Rentenwerte (Faktoren) sinken von Jahr zu Jahr, weil jedes Jahr die (Rest-)Lebenserwartung steigt. Sei es mit dem persönlich erreichten Ist-Alter; sei es bei Neugeborenen. Bei neugeborenen Mädchen geht man heute von 102 Jahren Lebenserwartung aus, sagt die Versicherungs-Mathematik (sog. Rententafeln, Prof Heubeck heißt der Rentenpapst).

    Faustregel:
    Je jünger ein Riester-Fonds-Kunde, desto weniger ist der angegebenen (nicht „garantierten“!) Rente zu trauen, weil sie sich auf den HEUTE-Wert bezieht.
    Finanztest-Leser:
    Das hat Finanztest auch nicht auf dem Schirm gehabt, als sie (ca.) im November 2013 Riester-Fonds vergleichen haben. War lustig damals: OHNE jede Rentenangabe (bei einem FINANZ-Test!).

    ————————————————————-

    Riester-Versicherung:

    Der Versicherer rechnet anders. Er verzichtet auf Abschläge, weil er statistisch weiß (und wichtiger: weil er es rechtlich darf!), dass die heutigen 30-40-Jährigen im Schnitt mit 85 sterben.

    Der Riester-Versicherer rechnet:technisch und rechtlich korrekt mit dem ganzen Kapital:

    100.000 / 10.000 x 25 = 250 Euro Rente

    Dennoch: Den Versicherungsmenschen unbedingt fragen und sich ZEIGEN lassen, wo und in welcher Höhe (Rentenwert bei Fonds-Policen) im Riester-Versicherungsvertrag die Rente GARANTIERT ist.
    —————————————————————

    Kurzum:
    Bei – in der Kapital-Anlage vergleichbaren – Riester-Fonds und Fonds-Policen (zB jeweils Mischfonds, vorsichtig mit 3% Rendite gerechnet) „schafft“ der Fonds immer (grob!) 5-10 Prozent mehr, aber die Rente ist geringer. Je jünger ihr seid, desto geringer, desto unsicherer.

  4. Am besten finger davon lassen

  5. Ich finde das ehrlich gesagt „gut“ so.

    Sollen die staats- und systemgläubigen Schafe ruhig geschert werden. V.a., wenn sie noch „schlau“ „Staatshilfen“ abgreifen.

    Vielleicht (allerdings glaube ich es nicht wirklich) kapieren sie ja dann irgendwann mal, daß es der Staat mit seinem Betrugsgeldsystem ist, der simples „Sparen“ als Rentenvorsorge unmöglich macht und daß genau das mit echtem, freiem Marktgeld nicht passiert.

    Ich wiederhole mich, aber es scheint nötig zu sein:

    Der Wohlfahrtsstaats ist nur möglich UND nötig mit einem Betrugsgeldsystem. Und wie immer, wenn die Politik (als Handlanger der Eliten hinter dem Vorhang) etwas „zum Nutzen des Bürgers“ veranstaltet und es in orwell’scher Manier mit einem positiven (oder suggeriert-positiven) Begriff belegt, wie eben z.B. Wohlfahrtsstaat. Ziel des „Wohlfahrtsstaates“ ist es eben gerade NICHT zum Nutzen der Bürger zu sein, sondern selbige möglichst quantitativ vom Staat abhängig zu machen.

    Da aber die Masse auf rhetorisch begabte Leute gerne reinfällt und v.a. glaubt, daß es im Leben etwas umsonst gibt, „will“ sie all diese Wohltaten haben. Deshalb ist die Demokratie auch kein Gott (siehe Hans-Hermann Hoppe), sondern schlicht eine Ineptokratie.
    Und genau deshalb stecken wir in diesem Teufelskreis der Abwärtsspirale. Und ein Entkommen durch „demokratische“ Mittel, v.a. Wahlen, wird es NICHT geben. Da können die staats- und systemgläubigen AfD-Fanboys noch so penetrant herumschreien und hoffen.

  6. Pingback: Riester-Renten­versicherung: Bei frühem Tod geht das Geld an die Ver­sicherung | FreieWelt.net

  7. Niemand weiß, wie alt er wird. Wer wie die meisten Menschen nur ein begrenztes Kapital hat, muss sich überlegen, wie er oder sie es bis zum Lebensende einteilt. Nur, wie lange ist das?
    Gestern im ZDF bei 37 Grad berichteten fidele 100-jährige von ihrem Alltag. Hätten die ihr Geld bis 100 eingeteilt? Meist nicht. Gut dass sie ihr Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder einer Betriebspension bekommen. Denn dort erfolgt die Altersversorgung über eine Gemeinschaft vieler Versicherter. Jeder bekommt seine Leistung lebenslang. Dafür hinterlässt derjenige, der früh stirbt, sein Restgeld den anderen Versicherten. Gleichzeitig hat er bei einem längeren Leben aber auch ein Anrecht auf das anteilige Restgeld der früher versterbenden. Niemand weiß vorher, zu welcher Gruppe er gehören wird. Ich vererbe bei frühem Tod mein Geld an die anderen, erwerbe aber gleichzeitig ein Anrecht auf Erbschaft von den anderen. So funktioniert jede Rentenversicherung, auch die Riester-Rente. Irgendwie doch gerecht, oder?
    Wer keine Rentenversicherung hat und das Restgeld an die Kinder o.ä. vererben will, muss sein Geld selber einteilen, und zwar für sehr lange, will er nicht das Risiko eingehen, irgendwann ohne Einkünfte dazu stehen. Das Erbe wird mit sehr sparsamer Lebensweise erkauft. Ein Drittel weniger Rente, wenn im Schnitt ein Drittel des Kapitals vererbt werden soll. Irgendwie auch keine gute Lösung, wenn´s im Alter knapp ist.

    • Betriebspensionen funktionieren wie jede private, genauer … wie jede privatwirtschaftliche Rentenversicherung (Private Rentenversicherung, Riester-Rente in allen Formen — außer Wohn-Riester — , Rürup-Basis-Rente …). Vor allem: Da wird auch nichts vererbt. Nichts (präzise: 8.000 Euro Sterbegeld sind erlaubt).

      Zwei Beispiele zur Betriebsrente
      „Pensionskasse“ entspricht vers.-technisch einer „Privatrente“ des Lebensversicherers
      „Direktversicherung“ = „Privatrente … “ (s.o.)
      (s’gibt noch 3 andere Formen => technisch „Privatrente …“ )

      Der Unterschied:Vers.-technisch keiner!

      Nur die Förderungen bei …

      – Betriebsrente (100% absetzbar, in Grenzen bis ca. 2.800 € pro Jahr – gemeint: „Entgeldumwandlung“: Pensionskasse und Direktvers. u.a. …),
      – Rürup(Basisrente) (bis 20.000 pro Jahr, zzt zu 78%…järlt. 2%-Punkte steigend)
      – Riester (2.100 Euro pro Jahr oder Zulagen)

      … unterscheiden sich: STEUERLICH.

      Auch andere hochkomplizierte Versorgungswerke (Daimler, VBL bei Staats-ANGESTELLTEN, Bänkern, … alle) werden wie eine Private Rentenversicherung betrieben: Korrekter: Nach vers.-math Grundsätzen. So wird zB die Betriebs-Pensionskasse „vom Daimler“ von der Finanzaufsicht => beaufsichtigt -wie ein Versicherer (was die Daimler Pensionskasse auch ist).

  8. Ich habe vor einigen Jahren verstanden, daß die Riester-Rente ein Schafsprodukt ist, und meine deshalb beitragsfrei gestellt.

    Daß das Restguthaben des Inhabers an die Versicherungsgesellschaft geht, wenn er in der Auszahlphase stirbt, ist allerdings logisch. Wäre das nicht so, müsste ja die Rentenzahlung enden, wenn der Versicherte länger als kalkuliert lebt.
    Das tut sie aber nicht, und irgendwoher muß das Geld ja kommen, das er dann bekommt.

    Wer länger lebt, bekommt also das Geld von dem, der früher stirbt; Solidargemeinschaft eben. DIESEN Punkt an der Riester-Rente kann ich nachvollziehen und finde ihn nicht ungerecht.

    Daß die Riester-Rente insgesamt ein Spiel mit zu vielen Unbekannten mit starker Tendenz zum Betrug ist, ist ein ganz anderes Thema.

  9. Also kurzum ist das Riesterprodukt ein gigantisches Enteignungsprogramm des Staates zugunsten der Versicherungswirtschaft.

    Fondsprodukt:

    Wenn man überlegt, dass bei angenommenen 100.000 € Rentenkapital, ca. 30.000 € in eine Rentenversicherung eingezahlt werden müssen, die dann ab dem 85. Lebensjahr die Auszahlungen übernimmt.

    Stirbt ein Fondssparer während der Auszahlphase (67. – 85 Lj.) bekommt der Ehepartner das vorhandene Restguthaben auf seinen Riester-Vertrag ausbezahlt (70.000 € – Auszahlungen). Zuzüglich der 30.000 € aus der Versicherung.

    Die Überschüsse aus der Versicherung kassiert aber die Gersellschaft. Und aus 30.000 € Guthaben werden in 18 Jahren, bei ang. 2% Verzinsung, numal ca. 43.000 € .

    Diese Geld kassiert die Rentenversicherung dann komplett, wenn der Versicherte mit 85 Jahren und 1 Monat stirbt. Da gibt´s bei Fond´s Produkten
    keine Rentengarantiezeit!!!

    Und da die Menschen immer älter werden, ist eine Lebenserwartung 85+
    keine Seltenheit!

    • 3 Anmerkungen

      —————————–

      „Stirbt ein Fondssparer während der Auszahlphase (67. – 85 Lj.) bekommt der Ehepartner das vorhandene Restguthaben auf seinen Riester-Vertrag ausbezahlt (70.000 € – Auszahlungen). Zuzüglich der 30.000 € aus der Versicherung.“

      Anmerkung:
      NEIN:
      Alles Geld geht in den „Topf“ für die Anderen im Fonds.
      ==> Das hat auch nichts mit Fonds (oder Vers.) zu tun, sondern mit dem Riester-Gesetz (AltVermG und AltZertG) und der Versichertengemeinschaft.

      ——————————-

      „Die Überschüsse aus der Versicherung kassiert aber die Gersellschaft. Und aus 30.000 € Guthaben werden in 18 Jahren, bei ang. 2% Verzinsung, numal ca. 43.000 € .“

      Anmerkung:
      Nein, auch hier geht es in den „Topf“ für alle. … s.o.

      ——————————–

      „Diese Geld kassiert die Rentenversicherung dann komplett, wenn der Versicherte mit 85 Jahren und 1 Monat stirbt. Da gibt´s bei Fond´s Produkten keine Rentengarantiezeit!!!“

      Anmerkung:
      Ist auch nicht nötig, weil auch (ich betone auch!) hier eine lebenslange Rente „simuliert“ wird. Die kostet aber GARANTIERT 30.000 Euro (nach heutigen Zahlen; in 30 Jahren (um im Beispiel zu bleiben) eher 50.000 Euro (Siehe meinen Hauptkommentar zu den vers.-math. „Rententafeln).

  10. Versicherungen sind die vorsorgliche Vergemeinschaftung von individuellen Risiken.
    Bis zu einem gewissen Grade zweifeldfrei ein Richtiges Instrumentarium.
    Bedenklich wird die Sache im Falle von Betrug oder Überforderung des Gesamtsystems. Das heisst Erschleichung einer Leistung für die man nicht einen entsprechenden anteilmässigen Beitrag geleistet hat resp. die Möglichkeiten der Gesamtmasse überfordert.
    Das abschöpfen von individuellen Leistungen an die man nicht einen entsprechenden Beitrag geleistet hat, heisst im Klartext Leistungen anderer abschöpfen. Smit ist das Vererben von Sozialen Leistungen schlicht Diebstahl an den Anderen heisst Leistungen auf Kosten der Anderen einstreichen, abkassieren.
    Pervers wird dieses Instrumentarium zum Beispiel im Bereich Finanzindustrie. Hier ging es darum masslose Dummheiten und Risiken auf Kosten der Allgemeinheit abzusichern.
    Innzwischen zeigt es sich da wurden Risiken versichert die, die die Tragbarkeit des Gesamtsystems massiv übersteigen. Hier wurden masslose Dummheiten auf Kosten aller Finanziert. Letztlich Diebstahl am Gemeinwohl.
    Vererben von Persönlichem Kapital= Leistung ja, jedoch nicht auf kosten der Allgemeinheit.
    Vererben von Allgemeingut und Leistung ganz klar nein.
    Das ist ein Relikt aus der Zeit des Absolutismus letztlich Sklaverei der Massen zugunsten eines Gottesgnadentums, Zugunsten einer zahlenmässig kleinen Herrscherkaste.

    • Kein Problem:
      Bei Riester geht es um Kapitaldeckung = jeder hat sein eigenes Konto, genau so wie beim Bankkonto. Dadurch KANN niemand einem Anderen der Gemeinschaft – weder technisch, noch finanziell, noch moralisch – etwas wegnehmen.

      Im Ergebns:
      Wer sogar 100+ Jahre alt wird, bekommt seine Riester-Rente.
      Wer nur 70 Jahre alt wird, bekommt seine Rente auch
      (um das einmal festzustellen)

      Über die Versicherten-Gemeinschaft (EGAL welches Riester-Produkt) wird das Ganze auf durchschnittlich 85 justiert. Methusalixe profitieren, (und ja) früh Versterbende haben „draufgelegt“. Übrigens kostet das keinen mehr Geld: Alle zahlen die gleiche Versicherungsprämie.

      Renten-Unterschiede ergeben sich durch Produkt-Technik
      (siehe meinen Haupt-Kommentar)

  11. Das muss man nicht unbedingt, @Baders Aber aus dem Ganzen ergibt sich, dass eine individuelle Beratung dringend erforderlich ist. Am Besten von jemand, der beide Seiten (Fonds und Versicherung) kennt und deren jeweilige Stärken und Schwächen kannt.
    Vielen Dank @Markus Rieksmeier für die ausführlichen Ausführungen.
    @JennyGer Mein Angebot steht, allerdings hat Markus vor allem die Hintergründe schon gut beleuchtet. Man kann es natürlich auch noch „vertrieblich“ gegenüber stellen. Es wird letztlich immer individuell zu entscheiden sein, welche Variante für den Kunden am besten passt…

  12. Man sollte von allem die Finger von lassen,wo „staatliche Förderung“ draufsteht.
    Förderungen können im Crashfall auch zurückverlangt werden
    (siehe spanische Solarförderung)
    Und was nützt eine private Altersvorsorge,wenn sie im Erlebensfall zu 1005 steuerpflichtig wird.

    In so einem Fall kommt die „Selbstentsorgung“ günstiger …

    • Korrektur = 100 % steuerpflichtig!

    • NEIN, dagegen wirkt in Deutschland das verfassungsmäßige Rückwirkungsverbot.

      ————————————————————-

      Im Crash-Fall, könnte alles passieren (eher GR als D), würde der Staat sowieso eine einmalige Vermögensabgabe erheben – auf alles Geld. Das hat aber nichts mit speziellen Sparformen zu tun, egal ob gefördert (da gibt es ja zig) om oder ungefördert. Dann helfen nur noch —- mal noch weiter gedacht —- „kleinteilige“ Goldmünzen.

      Den entsprechenden Text der Bundesbank kann ich zur Verfügung stellen!

  13. Hallo Jenny,
    ich weiß nicht ob es schon jemand geschrieben hat ABER das ist nicht nur bei Riester Rente so, sondern bei ALLEN privaten Rentenversicherungen. Wenn eine Rentengarantiezeit vereinbart wird,was auch nicht die Regel ist, da sie faktisch wieder eine Versicherung darstellt und Geld kostet bzw die Rente mindert, sind es meist 5 Jahre. Was viele nicht wissen ist, dass die Rentengarantiezeit nicht ab Tod für die Hinterbliebenen gilt sondern ab Rentenbeginn. Z.B. Rentenbeginn 65 , Tod mit 70 und die Hinterbliebenen schauen mit dem Ofenrohr ins Gebirge – die Versicherung kassiert die komplette Restsumme und sei sie noch so hoch.
    MfG

    • Normalerweise werden Rentenversicherungen mit Todesfallrückgewähr abgeschlossen, dann gibts diese Problematik nicht.

    • Jenny hat Recht, indem sie an die vernünftige Vertragsgestaltung erinnert Todesfall-Rückgewähr).

      Eine Garantie-Zeit von „meist 5 Jahren“ ist das Ergebnis von Falschberatung, wenn – betont sei wenn, und wenn der Berater es so geklärt UND erklärt hat – … wenn der Kunde/seine Erben das Restkapital brauchen.

      Und ja, Renten-Garantien kosten Geld, weil der Sparer sich „garantiert“ (zB) 85 Jahre alt werden lässt. Damit „sperrt“ er mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sein Restvermögen vor der Versicherten-Gemeinschaft. Das ist o.k.: Deswegen ist der Zusatzbeitrag der vers.-math. Gegenwert.

      Und glaube mir, die Versicherungs-Mathematiker (Aktuare) …, das sind die „Notare“ unter den Mathematikern, Hornbrille-tragende, zahlenfxierte, schlecht gelaunten Nerds … (Scherzle 🙂 ), die verstehen keinen Spaß! ==> Ernsthaft: Die verstehen keinen Spaß, die rechnen mit spitzestem Bleistift. EXAKT.

  14. Normalerweise nicht . Todesfall Rückgewähr in der Regel nur bei Tod in der Aufschubphase (Ansparphase) danach Rentengarantiezeit. Frag mal Allianz, Ergo und Co. wird an normale Kunden immer mit Rentengarantiezeit verkauft.
    Es geht ja auch nicht darum was möglich ist – auch Riester kann man anders abschließen – sondern was tatsächlich gemacht wird!
    Und auch wenn ….. aus dem verbleibendem Deckungskapital was nicht ausbezahlt wird, wird eine nicht kündbare Restrente ohne Todesfall gebildet.

    • Stimmt!

      Die Beratungspraxis ist oft von Ahnung nicht getrübt. 🙂
      Riester-Produkte können sie: verkaufen. Riester-Gesetze (nicht ganz unwichtig für R-Verkäufer) können sie zu 90 Prozent nicht. Aber da sind sie nicht alleine.

      Du glaubst gar nicht, wie ungern ich dir Recht geben muss!

      Übrigens auch hier! ==> Leider bietet Test.de zurzeit einen Vers.-Check an, der Selbständigen(!) Riester empfiehlt!

      Selber checken:
      Gib dort an, du seiest „selbständig“ und du habest bereits eine Riester-Rente …

      KLICK: http://www.test.de/Versicherungscheck-4635759-0/

      Dann kommt am Ende irgendwas mit …
      … „prima“ (o.ä.) und … “ …. eine Riester-Rente haben Sie ja schon“.

      Klasse:
      Wäre aber falsch, weil unmöglich (genauer unnötig: NICHT gefördert für SB). Jeder Riester-Verkäufer (egal ob Bank, Versicherung …) wäre schadenersatz-pflichtig.

  15. uups – denn letzten Satz kannst du streichen -. der bezieht sich auf Kündigung während der Rentenlaufzeit.

  16. Pingback: Jenny: Riester-Rentenversicherung: Bei frühem Tod geht das Geld an die Versicherung | Prabels Blog

  17. Pingback: JP Morgan setzt auf Silber und Hedgefonds auf Gold, Schuldenkrise, NTV, Riester-Wahrheit, Unterhalt, Portugal, Immobilienmarkt, Bitcoin, Fed: 30 Bio. für Banken! | das-bewegt-die-welt.de

  18. Mir fällt zu dieser Debatte nur folgendes ein:
    Zitat:“Bankier: ein Mensch, der seinen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und ihn sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt.“

    Mark Twain

    Selbiges gilt natürlich auch für die Vertreter der Versicherungswirtschaft!
    MfG

  19. Auch folgendes Zitat, finde ich für diesen Blog sehr passend:
    Zitat:
    „Es gibt nur zwei Fehler, die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann: nicht den ganzen Weg gehen und nicht beginnen.”
    Buddha

    MfG

  20. Aktuelle Meldung auf DMN.
    Da möchte noch ein Mittspieler etwas vom Kuchen abhaben.
    Hi hi hi drei mal Raten ??? Das Brüsseler EUDSSR Politbüro!

  21. Die Kritik an allen Riester-Produkten wächst. Selbst der Wohn Riester bekommt auf den Deckel http://www.riesterrente-heute.de/4832/2014/02/07/wohn-riester-nachteile/ Und dann muss man ja auch noch fette Steuer auf die Rente zahlen. Dann sollte es vielleicht doch der Sparstrumpf sein.

  22. Pingback: Was mich an Riester & Rürup stört | Jenny´s Blog

  23. Pingback: Jeder zweite Riester-Sparer verschenkt Geld | Jenny´s Blog

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