Rauchentwöhnung ist nicht nur Kopfsache

Es gibt immer mehr Nichtraucher, denn es gibt keinen rationalen Grund um zu rauchen. Das Aufhören ist extrem schwierig. Der Volksmund behauptet, dass man nur einen festen Willen benötigt und der Rest sei „nur Kopfsache“. Das stimmt so nicht, wie ich selbst erfahren habe.

Ich habe im Oktober 2013 mit dem Rauchen aufgehört. Wenn man bedenkt wie wenig „Wirkung“ der Konsum von Nikotin hat, dann sind die Entzugserscheinungen wirklich extrem. Auch ich durfte mir von Freunden und Bekannten anhören, dass „das alles nur Kopfsache“ sei. Dies war eine mutwillige Verharmlosung medizinischer Vorgänge! Warum sagt man Rauchern nicht die Wahrheit? Die Wahrheit ist: Ihr seid krank! Der Entzug ist eure Heilung. Ihr seid Junkies, werdet durch die Hölle gehen, aber danach seid ihr gesund. Man muss das Rauchen tatsächlich als Krankheit sehen; nicht als schlechte Angewohnheit. Ich habe zirka 11-12 Jahre (16 bis 27) lang geraucht. Am Schluss war es fast eine Packung pro Tag.

Die ersten Nächte nach dem Entzug wacht man immer wieder auf. Es fällt schwer klar zu denken und man kann nur noch an Tabak denken. Für Nichtraucher ist das jetzt nicht nachvollziehbar. Stellt euch vor ihr müsst ganz heftig niesen, aber es kommt nichts. So ungefähr fühlt man sich. In den ersten Wochen haben mir Nikotinpräparate geholfen. Solche Kaugummis kann man in jeder Apotheke kaufen (online meist billiger). Eine Packung kostet ca. 25 Euro und reicht mir länger als einen Monat. Verglichen mit meinen Rauchkosten in Höhe von ca. 150€ monatlich, war das schon mal eine Verbesserung.

Ich bin komplett von Zigaretten zu Kaugumis umgestiegen. Aber auch das war nicht leicht. Nachts hatte ich ein Druckgefühl in der Lunge und auch mein Hals schmerzte widerlich. Beim Sport haben meine Fingerspitzen ekelhaft gepocht. Warscheinlich ist dort seit langem wieder mal ein Tropfen Blut geflossen. All diese Entzugserscheinungen kann man durch Kaugummis nicht lindern – da muss man einfach durch. Es gab aber auch positive Effekte. Im sportlichen Bereich der Ausdauer erlebte ich eine unfassbare Leistungssteigerung. Das zeigte mir dann, was der Rauch alles kaputt gemacht hat. Ein weiterer positiver Effekt zeigte sich beim Essen und Trinken: Bereits nach der ersten Woche schmeckt alles besser und intensiver!

Man hört immer wieder, dass man nur die ersten beiden Wochen überstehen müsse, „damit man über´m Berg ist“. Dies kann ich nicht bestätigen. Es dauert wesentlich länger. Nach den körperlichen Effekten folgen heftige psychische Entzugserscheinungen. Ich verspürte vor allem Aggressionen und das ständige Bedürfnis alles und jeden kurz und klein zu schlagen. Man wirkt extrem gereizt und verliert dadurch wichtige Sozialkompetenzen. Auch extreme Stimmungsschwankungen habe ich verspürt, doch die legten sich stets mit Einnahme eines Nikotinpräparates.

Es gibt ja bekanntlich Kaugummis, Pflaster, Sprays und viele andere Formen von Nikotinpräparaten. Ich habe mich mit Kaugummies und einem Spray angefreundet. Selbst heute benötige ich noch 2-3 Kaugummies pro Tag, aber das ist mir egal, denn ich bin rauchfrei. Das giftige am Rauchen ist ja nicht das Nikotin, sondern der Rauch. Am schlimmsten ist der Entzug in Verbindung mit Alkohol. Hier hilft dann ein Nikotinspray, allerdings habe ich hiermit keine guten Erfahrungen. Manchmal bekomme ich davon heftigen Schluckauf. Auch ist man zirka 1-2 Minuten nach dem sprayen nicht ansprechbar, denn die ganze Mundhöhle brennt höllisch.

Durch die kontrollierte Einnahme von Nikotin konnte ich auch mein Gewicht halten, denn mein Stoffwechsel ist dadurch nicht schlagartig zusammen gebrochen. Außerdem konnte ich durch die wesentlich verbesserte Leistung im sportlichen Bereich mehr Energie verbrennen, was den klassischen Effekt ziemlich kompensiert hat. Nun ist meine letzte Zigarette fast ein halbes Jahr her und der Entzug ist noch immer allgegenwärtig. Über die Fasnachtstage habe ich auch ein bisschen geraucht, was ein folgenschwerer Fehler war. Hierdurch musste ich die letzten Tage wieder einen leichten Entzug machen. Zu denken man könne mit dem Rauchen aufhören, um irgendwann „Gelegenheitsraucher“ zu werden, ist eine Illusion, von der man sich verabschieden muss.

Der Rauchstopp ist möglich, aber nicht ganz so einfach, wie getan wird. Ich empfehle ganz dringend Nikotinersatzmittel, damit man das Gewicht halten kann. Auch kann man damit die schlimmsten Entzugserscheinungen lindern. Von der E-Zigarette halte ich nichts, denn man sollte sich von Rauchritualen und der klassischen „Rauchbewegung“ fern halten. Ich spare inzwischen zirka 125 Euro pro Monat, fühle mich rein und gesund, konnte meine sportliche Leistung wesentlich verbessern und habe Freiheit gewonnen. Das war es wert! Raucher sind nicht frei, denn sie sind immer damit beschäftigt, den nächsten Schuss zu planen. Man kann es also schaffen, aber nur wenn man will und nur wenn man harte Regeln befolgt. Wichtig ist hierbei: Der Rauchstopp muss gut geplant werden. Hierzu gibt es zahlreiche Webseiten und Youtube-Videos. Wenn man vorher weiß, was mit dem Körper passiert, dann kann man es besser aushalten. Verharmlosung ist da eher kontraproduktiv.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_ Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen. Bitte beachtet die Richtlinien für Kommentare.

Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

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21 Antworten zu “Rauchentwöhnung ist nicht nur Kopfsache

  1. Respekt, weiter so und das am Boobsday. Ein Freund hat mir vor vielen, vielen Jahren mal gesagt:“Die Zigarette ist die Rache des roten Mannes an den Weißen!“ Indianer rauchen keinen Tabak, sie verbrennen ihn rituell!
    Wir brauchen Nikotin, wie die Luft zum leben, unser Energiehaushalt ist ohne die Komponente Nikotin nicht möglich. Das Geheimnis der Entwöhnung, wieder die Autonomie über den eigenen Nikotinaushalt zu erlangen. Übrigens ich bin Nichtraucher. Die Ausnahme, wenn ich was zu feiern habe, dann hole ich mir eine dicke Cohiba und genieße.

  2. Hat dies auf LOB's Metier rebloggt.

  3. Hallo Jenny, das klingt ja nach echtem Horror, da hatte ich mehr Glück.
    Ich habe 30J. geraucht bis vor zwei Jahren, teilweise fast 2Schachteln, ab 30 allerdings von jenseits der Ost-Grenze und später dann selbstgestopfte. Habe immer gedacht mit selbstdrehen und stopfen kann man auch aufhören, weil man zu faul ist das durchzuhalten, aber das war nichts.
    Wenn ich Grippe hatte bzw. einen ordentlichen Infekt konnte ich tagelang nicht rauchen. Sonst habe ich dann mit leichten Zig. immer wieder angefangen, bis meine „Kopfsache“ mir sagte wieso eigentlich? Nun wartete ich ca. 4 Jahre, auf den passenden Infekt (bin durch alternative Medizin so gut wie nie richtige krank in der Richtung). Ca 1 Woche nicht geraucht und dann auch mit etwas Willen, Angewohnheiten wie Raucherpause an der Luft, die Zig. zum Kaffee oder einfach nur das Spielen damit usw. bekämpft und fertig wars. Die wirklichen Entzugserscheinungen hatte ich wahrscheinlich in der Woche wo es mir ohnehin schlecht ging. Meine Mutter 75 habe ich auf diese Weise das Rauchen nach zig. Jahren auch abgewöhnt. Mittlerweile bin ich „allergisch“ gegen Zig. Rauch, ich rieche kleinste Konzentrationen in der Luft und mir wird übel wenn neben mir jemand raucht. Letzteres kann aber auch an den den ganzen chemischen Zusätzen in den Kippen liegen. Ein Problem hatte ich allerdings bei längeren Autofahrten, das habe ich dann mit Gummibären und Bonbons erfolgreich bekämpft. Wirkliche Gewichtsprobleme hatte ich nicht.Das Reduzieren der täglichen Menge bringt gar nichts. Du solltest vielleicht versuchen von den Ersatzpräperaten wegzukommen.
    Also ich wußte nicht was vorher passiert und es lief besser als gedacht. Man sollte sich aber wirklich davor hüten das Aufhören bzw. Art und Wirkung zu verallgemeinern, ich hatte sicher Glück und bei Dir ist es eben das andere Extrem. Aggressionen oder ähnliches bekomme ich auch, aber hauptsächlich wenn ich irgendwo ausversehen MS-Narichten sehen muss.

  4. Ich habe vor 27 Jahre aufgehört. Dann bin ich vom militanten Nichtraucher bis heute zum toleranten Nichtraucher gworden. Ich habe schliessliche Studien gesucht, die die Gefahr (Krens) durch Rauchen belegen. Die gibt es nicht. Zumindest nicht nach wissenschaftlich guten Kriterien. Rauchen ist für mich nicht anders wie Schokolade (Zucker) essen, oder Bier trinken, oder jede andere Sucht. Sie gehört zur Privatsphäre. Ich bin dagegen, dass man Restaurant und Kneipenbesitzer das Rauchen in ihrem Eigentum verbietet. Das ist für mich Faschismus. Aber ich bin dafür, dass jeder seine Sucht, auch Sport und alles was Schaden und Kosten verursacht von demjenigen getragen werden, der sie verursacht (Verursacherprinzip). Bei mir gäbe es eine Suchtentwöhnung, bei guter Prognose. Knochenbrüche durch Sport bei anderen bin ich nicht bereit zu zahlen (durch Beiträge). Ebenso Lebertransplantationen (Zirrhose) oder auch Abtreibungen etc. Jeder kann bei mir tun und lassen was er will, solange er nicht anderen schadet.

  5. Liebe Jenny,
    Chapeau meine Hochachtung, für diese harte Leistung. Von einem Raucher zu einem Nichtraucher zu werden ist fast so schwierig, wie ein Kamel durch ein Nadelöhr zu bekommen! Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und ein gutes Stehvermögen als Nichtraucher! Nikotinentzug-Rauchentwöhnung ist tatsächlich Kopfsache, da das Nikotin als Substrat an die Nikotinrezeptoren der neuromuskulären Endplatte bindet und die Ionenkanäle öffnet! Nikotin hat damit direkten Einfluß auf die Motorik des Körpers, daher auch die schlagartige Verbesserung der physischen Leistungsfähigkeit von Jenny! Der Sport ist sehr gut, denn er hilft den Stoffwechsel anzukurbeln und den Körper zu entgiften und zu entschlacken! Es ist nicht nur das Nikotin, welches den Raucher und noch viel stärker die Umwelt belastet, sonder die Vielzahl von Schwermetallen, wie Hg; Pb und Cr! Allein durch die Raucher dieser Welt, werden Millionen Tonnen an giftigen Schwermetallen in die Atmosphäre abgegeben und das Krebspotential der Nichtraucher dramatisch erhöht! Ich bin daher militanter Nichtraucher und für ein absolutes Rauchverbot, da die Giftstoffe im kalten Zigarren & Zigarettenrauch den Nichtraucher massiv schädigen! Ich habe viele Leute durch das Rauchen elendiglich zu Grunde gehen sehen, aus eigener Erfahrung, deshalb kann man nur warnen!
    Außerdem stinkt der Rauch bestialisch, und nichts ist schlimmer, ala durch einen blühenden Frühlingswald zu gehen, der durch Raucher verpestet wird, und nicht nur da!
    Das Rauchen befördert außerdem Krankheiten, wie den kardiovaskulären Infarkt, Diabetis, Hirnschlag und viele andere Herz & Gefäßkrankheiten!
    Eine sportliche, nichtrauchende Jenny finde ich sehr gut! 😀
    MfG

  6. Hier ein guter Übersichtsartikel, der die Wirkungsweise des nikotinischen Acetylcholinrezeptors beschreibt und auch die negativen Einflüsse des inhalierten Nikotins!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotinrezeptoren
    Wer tiefer in die Materie einsteigen will, der liest den Atkins „Biochemie“
    MfG

    • Topfwurst

      Ich muß mich korrigieren, der Autor des Buches „Biochemie“ (Biochemistry) ist Lubert Stryer!
      (nicht Atkins)
      MfG

  7. Also für die Krankenkasse ist Rauchen gut, denn Nichtraucher werden 90 Jahre und kosten bei den Ärzten ein Heidengeld. Wenn man raucht muß man wenigstens den Tabak selbst anbauen und verarbeiten, um die Steuer zu sparen. Das Abgewöhnen ist bei jedem anders. Es ist mir furchtbar leicht gefallen. Die Freundin war verreist und ich war zu faul Zigaretten zu holen. Habe keine Entzugserscheinungen gehabt…Auch bei der Freundin war es einfach. Sie hat die Wut über das Rauchen gekriegt und von Stund an aufgehört, ohne Pflästerchen, Salben, Kaugummis und Firlefranz…War nach drei Wochen clean.

  8. Pingback: Rauchentwöhnung ist nicht nur Kopfsache | FreieWelt.net

  9. friededenhuetten

    Natürlich gibt es keinen rationalen Grund, zu rauchen. So wenig, wie Leute umzulegen, die ich weder kenne noch verstehe – die von unseren Regierungen zu Feinden erklärt werden. Aber seit wann ist der Mensch nur rational? „Das Rationale müssen wir uns erarbeiten, das Irrationale ist von selbst da“ meint Heinrich Mann. Zum Drogenkonsum werden wir verführt. Mensch hat sich zu allen Zeiten seine Mittel zum Genuß und der Bewußtseinserweiterung verschafft- nach Herodot kifften die Skythen ordentlich Hanf. Wäre den dominanten Römern ein Verbot eingefallen? Oder gar vom Vino zu lassen? Lebt es sich als Asket und Gutmensch besser? Das wird selbst den puritanischen Angelsachsen nicht zu vermitteln sein.
    Für den Entzug gibt es zweifellos gute Argumente, liebe Jenny, denn mancher Raucher würde noch leben, wäre er nicht im Bett eingepennt oder gleich mit dem Flugzeug abgestürzt, das er auf der Toilette in Brand gesetzt hatte (habe ich kürzlich in einer dieser unvermeidlichen Missionarsdiskussionen gehört. Die glimmende Kippe landete im Papierkorb. Seit diesem Unfall soll es wieder Aschenbecher in Flugzeugen geben. Vielflieger mögen das bitte überprüfen.). Dein Therapieversuch segelt mit dem Zeitgeist der Segnungen des US-SocialDesign, die uns in regelmäßigen Schüben beglücken. Auffällig ist die Totalrevison amerikanischer Vorstellungen von Freiheit und Abenteuer, für die seit 1945 auch „Camel“und “ Lucky Strike“ standen („but Lucky Strike is now in war“). Wer Zigaretten hatte, konnte auf dem Schwarzmarkt agieren und wird das auch in Zukunft nach dem großen Börsencrah machen. Und war es nicht Edward Bernays, der 1920 seine US-Karriere mit seinem geglückten subversiven Experiment im Dienste der US-Tabakindustrie begründete, indem er ein Tabu brach? In der Öffentlichkeit rauchende Frauen waren tabu. Bis dahin standen die Methoden der gezielten Massenbeeinflussung im Dienst des britischen Militärs gegen Deutschland, das den Kürzeren zog, wurde aber ihr Stigma des Verrats nicht mehr los (Propaganda). Bernays realisierte, daß Menschen zu jeder irrationalen Handlung bewegt werden können, wenn man ein Produkt (oder eine Idee) mit emotioalen Wünschen, Begierden und Gefühlen verbindet. Die Propaganda wird zur „entwickelten Strategie, mit deren Hilfe man Menschen dazu bringt, Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen, und Bedürfnisse zu befriedigen, die sie nicht haben“ (Time Magazine) – oder sie gegeneinander zu hetzen. Das Signal, das die rauchenden New Yorker Diven an die Welt gaben, war Freiheit und Gleichberechtigung. Die Botschaft kam aus dem Unbewußten (woher? Näheres bei Freeman, „Die Gehirnwäsche einer Nation“, 16.4.2007). Heute steht die Botschaft für Ausgrenzung, Unfreiheit, Jagdszenen in Niederbayern, das Ende von Geselligkeit, ein erfolgreicher Schritt hin auf dem Weg zur Zerschlagung des Sozialen. Statt Raucher dann doch besser Hunde im Restaurant. Statt vernünftiger Argumente wird die Kirche bei „Topfwurst“ gleich abgefackelt („Millionen Tonnen giftiger Schwermetalle“). Wäre dem so, könnten sich die Batteriehersteller gleich im Tabakanbau betätigen (Weltproduktion 4,7 Mio t 2007), statt Mineralien zu explorieren (Pb-Produktion 2 Mio t weltweit – Bedarf 2,7 Mio t). Bei der Hg-Produktion sind saure Zeiten. Die Produktion ist degressiv – nur noch 3000 t.
    Zahlen zählen – sie sollten besser nicht spekulativ verwendet werden.
    Daß die Amis am Glück der Nichtraucher interessiert sind, ist kaum vorstellbar. Was an der Kampagne faul ist, liegt im Nebel. Denkbar ist, daß von der alltäglichen Giftbrühe in Lebensmitteln, der Atmosphäre (großflächiges Versprühen von Brom, Al, Ag-Jodid, Chemikalien mit Flugzeugen -„Chemtrails“) oder der Radioaktivität für alle (Kontaminierung des gesamten Globus durch Atomwaffenversuche, Unfälle in AKW’s (11.3.2011 Fukushima), der großflächigen Verseuchung jüngster Kriegsschauplätze durch Uranmunition (DPU) im Irak 1991/2003, Bosnien 1995, Afghanistan, Libyen, Sardinien systematisch abgelenkt wird. Die Diskussion über DPU (abgereichertes U 238, von dem es weltweit einige Hunderttausend Tonnen gibt, die tödliche Hinterlassenschaft der AKW’s, aber sardonisches Gold für die Militärs) ist tabu. Krebsforschung ist vor dem Hintergrund metabolischer Wirkung von Chemikalien eine Sisyphosdiisziplin. Die mutagene Wirkung ionisierender Telchen bei Niedrigstrahlung wird geleugnet. (Kinderkrebsstudie – wo sind die verschwundenen Mädchen?) oder wird gar nicht erst erforscht. Da hilft nur, die Grenzwerte zu erhöhen (in Japan von 100 Bq/kg bei Lebensmitteln auf 8000 Bq/kg). In unseren Zeiten der totalen Manipulation wird es zunehmend schwieriger, die Motivationen der Kreise „hinter den Vorhängen“ (Disraeli) aufzuspüren, die über die Machtmittel globaler Kampagnen verfügen. Da ist es doch viel einfacher, den Frust beim rauchenden Nachbarn abzuladen. Wir sind wieder im Mittelalter.
    War das Dein Hinweis zwischen den Zeilen, liebe Jenny?

  10. friededenhuetten

    Was vergessen…. Vergleiche ohne Bezug zum Vergleichsobjekt sind ebenso schwammig wie imaginäre Zahlen, die der Revision bedurften. Hier ging es um die Relation zur Welt-Tabakproduktion:
    Aktuell rund 4,7 Mio Tonnen.
    Nachtrag mit Bedauern.

    • Topfwurst

      Selten soviel Käse gelesen, keine Ahnung und davon viel! Von sich auf die böse Umwelt ablenken! Keine Ahnung von radioaktiven Zerfallsreihen, Alpha-Beta-Gammastrahler, keine Ahnung vom Uran, geschweige denn von Zentrifugen! Uranmunition wurde schon im 2.Weltkrieg eingesetzt!
      Das sind genau die Leute, welche mit Jodtabletten in den Atombunker rannten, als in Fukushima die Atombomben fielen!
      Außerdem sind das die Panikmacher, welche beim Messen Micro- mit Millisievert verwechselt haben, da dreht sich einem der Magen
      nur noch um!
      Das sind auch die Leute, welche Windmühlen und Brenngläser zur Stromerzeugung bauen und die Mehrheit für diesen Unsinn zahlen lassen!
      Das das Ausland darüber nur noch den Kopf schüttelt ist nicht verwunderlich!
      Ich habe nichts gegen Raucher, jeder darf soviel rauchen wie er möchte, nur bitte in einer atmosphärengeschützten Exklave, wo er nur sich selbst schädigt und nicht seine Mitmenschen!
      Es sollte immer das Verursacherprinzip gelten!
      Rauchen ja bitte schön, aber für die Krankheitskosten selber aufkommen!
      Köterhalter ja bitte schön, aber den Liebling dann auch nur in den eigenen 4 Wänden alles zukacken lassen-und nicht alle Bürgersteige, Liegewiesen & Spielplätze ect. zukacken!
      Grünökologischen, Multikultiwahnsinn bitte schön, aber den Aufenthalt der Kulturbereicherer auch selber finanzieren und nicht den Steuerzahler dafür aufkommen lassen, selbiges gilt für den grünökologischen Giftstrom!
      MfG

  11. Hey Jenny – Respekt! Ich leide auch unter extremsten Entzugserscheinungen, habe das Projekt Nichtrauchen deshalb abgebrochen. Ich rede mir (trotz Herzinfarkt) einfach ein, dass wir ja eh alle irgendwann mal sterben müssen…
    @Friedenhütten: Sehr schöner Beitrag.

  12. Dumme Menschen glauben, sie hätten es geschafft mit dem rauchen aufzuhören, wenn sie ein Jahr später wieder anfangen.

  13. Hallo Jenny,
    Das Rauchen ist wie Sie vollkommen richtig schrieben eine Krankheit, besonders, wenn man so lange und heftig geraucht hat wie Sie. Die Überlegung einen Entzug zu planen ist vollkommen richtig, denn hier hilft nur noch die brutale, russische Art-der „kalte Entzug“! Das ist wie beim Heroinjunkie oder dem Alkoholiker! Nikotinersatzpräparate bringen da überhaupt nichts, denn der Körper wird wieder mit dem Nervengift vollgepumpt!(Siehe Nikotinrezeptoren)
    Das wäre wie beim Heroinabhängigen, der Metadon bekommt, und sich letzlich mit beidem-Heroin & Metadon vollpumpt!
    Ich würde einen zusammenhängenden Urlaub von 8-10 Wochen planen und dann den Vollentzug machen! D.h. Mir einen internistischen Sportmediziner & einen „personal trainer“ meines Vertrauens suchen und hammerhart eine Ernährungsumstellung und Sport bis zum umfallen-mehrere Stunden pro Tag!
    Jeden Tag 10000 Meterlauf und Kraft- & Geschicklichkeitstraining!
    Nach dieser „Hölle“ nie wieder eine Zigarette anfassen & auch kein Nikotinpräparat, denn ansonsten kehren die „bösen Nikotingeister“ wieder! Selbiges gilt für einen „trockenen Alkoholiker“! Ein Tropfen Alkohol nach dem Entzug reichen aus-und es geht wieder der Teufelskreislauf los!
    Viel Erfolg!
    MfG

  14. wenn man in Betracht zieht wie man von allen Seiten kaputt gemacht wird,,,,
    früher gab’s den Spruch, danke für Schnapps und Zigaretten… wahrscheinlich haben die GI’s ja dem Blondies ja nicht nur Kaugummis mitgebracht.. war doch mal ein beliebtes Tauschmittel… haha

    so ändern sich die Zeiten… ugh

  15. Mr Mindcontrol

    Ich habe auch anno 1996 aufgehört nachdem ich 2 Schachteln R1 am Tag geraucht habe. Ich hatte Asthma dadurch und eines Nachts bekam ich Todesangst weil ich keine Luft mehr bekam. Dann habe ich die restlichen Zigaretten in den Kachelofen geschmissen ( sahen geil aus wie glühende runde Briketts in Zigarettenform ) um mir dann ein Apotheken was zum abgewöhnen zu kaufen, erst in der dritten Apotheke wurde ich fündig: Ein Produkt mit Kampfer aber ohne Nikotin für ganze 61,90 DM. Preis war abschreckend aber deutlich billige als diese 4 Wochen rauchen. Erst am 2 Tag sollte ich davon nehmen was die Nerven beruhigt und abrupt aufhören. Wegen etwas verhaltenstherapeutischem Wissen probierte ich einfach aus, mir die Situation mit der Todesangst richtig krass in Erinnerung zu rufen wenn ich einen „Jeeper“ bekam. Leute genau diese Erinnerung wirkte Wunder und der „Jeeper“ ging sofort weg, nach ca. 4 Wochen war dann das Schlimmste überstanden, aber ich habe noch 6 Jahre später vom Rauchen geträumt, so dass ich doch wieder rauche!

  16. Max Irrational

    „nichts ist schlimmer, ala durch einen blühenden Frühlingswald zu gehen, der durch Raucher verpestet wird“

    Also Ich denke schon, dass man in Frühlingswäldern generell die Raucher zum Abschuß freigeben sollte. Das passt auch gut in die Jagdsaison, weil ja da sonst immer Schonzeit ist und die Jäger sich so langweilen. Aber um sowas kümmern sich ja unsere POlitiker nicht. Vielleicht sollten wir diese auch zum Abschuß freigeben und generell Politik verbieten. Am besten mit einem Gesetz!!!

    @Jenny
    Ja so richtig geschafft ist es natürlich erst, wenn du von den Ersatzmitteln weg bist. Aus deinem Post lese ich heraus, das du Angst vor einer Gewichtszunahme oder umgangsprachlich dem „dick“ werden hast. Vielleicht setzt du dich mal mit dieser Angst auseinander.

  17. Auch eine fette, rauchende Waldrolltonne kann lieblich & knuddelig sein, wenn sie ein pinksfarbenes Rollröckchen trägt! 😀 😀 😀

  18. Schöner Artikel.
    Vor allem voll mit viel Wahrheit!
    Wünsche jedem ein rauchfreies Leben 🙂

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