Vermögensabgabe ab 1 Mio. Euro – Warum nicht?

Nein, ich hatte kein Date mit Gregor Gysi. Die EU hält Abgaben auf Bankeinlagen von über 100T€ für gerechtfertigt; die Linke hingegen schlägt schon lange eine Vermögensabgabe für Vermögen über 1 Million Euro vor. Das kann Sinn machen – zumindest mathematisch.

Eine Vermögensabgabe kann ein sehr liberaler, in meinem Fall pinksliberaler, Gedanke sein, wenn man dazu auch das Gesamtsystem in Frage stellt. Ich bin mir sicher, dass Sahra Wagenknecht die meisten Zusammenhänge bestens versteht. Auf ihrer Website zitiert sie Bertolt Brecht: „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah´n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Auch in ihren Büchern stellt sie klar, dass Schulden immer auch Guthaben sind. Durch den Zins erhöhen sich beide Berge gleichermaßen. Aber sie erhöhen sich nicht nur; sie driften auch außeinander, während das Hochland dazwischen mehr und mehr verschwindet. Ein berühmter Satz (ich glaube von Andreas Popp) lautet auch: „Immer wenn jemand Geld verdient ohne zu arbeiten, dann muss ein anderer arbeiten, ohne dabei Geld zu verdienen“. Die Renditen und Vermögenszuwächse der einen sind die Verschuldung der anderen. Damit es den anderen nicht so sehr weh tut, bilden sie einen Staat und nennen ihre Schulden liebevoll „Staatsverschuldung“. Ist diese Verschuldung nicht mehr tragbar, dann kommt bzw. kam es zu einem »Kalten Putsch gegen das Grundgesetz«, wie Sahra Wagenknecht die sog. Eurorettung nannte.

Das Problem sind nicht irgendwelche Sparkonten, Aktien oder Häuser. Problematisch wird es immer dann, wenn sich aus den Kapitalerträgen eine ewige Rente ergibt. Um sich dies zu verdeutlichen macht es Sinn, große Beträge imaginär zu verrenten. Nehmen wir 100.000€. Will man damit 25 Jahre lang leben und kann den Betrag zu 3% anlegen, dann hat man eine Rente in Höhe von 522€ monatlich. Stellt euch vor, man hat Pflegestufe 3 und muss noch 3.500€ monatlich fürs Pflegeheim abdrücken: Im 29sten Monat wäre man gnadenlos pleite. Das Beispiel zeigt, dass 100.000€ nicht viel Geld ist. Es ist zu wenig zum leben aber zu viel zum sterben. Möchte ich von den erwähnten 100.000€ monatlich 2.000€ entnehmen, dann wäre ich in knapp 4,5 Jahren pleite. Kann ich hingegen 500.000€ auftreiben, sie zu 3% anlegen, dann kann ich mir die 2.000€ p.m. für über 32 Jahre gönnen. Der fünffache Anlagebetrag bringt eine siebenfache Auszahlungdauer. Ab zirka 770.000 Euro und einem Guthabenszins von 3% könnte man die 2.000€ monatlich ewig auszahlen, ohne dass das Guthaben weniger wird.

Eine Vermögensabgabe passt also immer dort hin, wo jemand nach Abzug aller Risiken und Kosten leistungslos/bedingungslos Einkommen bekommt. Es sollte nicht sein, dass Vermögen wesentlich wächst, obwohl jemand davon lebt. Alternativ wäre auch eine, wie bei der Einkommenssteuer, gestaffelte Kapitalertragssteuer denkbar. Jeder bekommt einen Freibetrag von 100.000€ und darüber hinaus greift eine Steuer, die bis zu z.B. 90% betragen kann. Besteuert werden dürfen aber nicht die nackten Erträge, sondern nur der risikolose Zinsanteil (siehe: CAPM). Alles andere würde die Investitionstätigkeit bremsen und Wagniskapital verhindern. Das jetzige System ist kläglich gescheitert, durch das „weiter so wie bisher, es läuft doch alles super“ unserer oberschlauen Kanzlerin wird es immer schlimmer. Irgendwann kehrt das Geld zu seinem inneren Wert: Null. Wenn es soweit ist, dann gnade derjenigen Regierung, die dann dem hungrigen Mopp gegenüber steht. Der Banker Rothschild sagte im Jahr 1863: „Die wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, daß aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, daß das System ihren Interessen feindlich ist.“


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liebe Grüße, eure Jenny

38 Antworten zu “Vermögensabgabe ab 1 Mio. Euro – Warum nicht?

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  2. Unverschämtheit.
    Für einen Selbständigen, der sich für seine Altervorsorge eigenständig Geld spart, ist 1Mio. nicht so gigantisch viel, wie es vielleicht für Staatsalimentierte klingen mag. Zudem wenn die Inflation größer ist als die Zinsen. Zudem bei jedem (Spar)Investment auch ein Risiko des Totalverlusts besteht.
    Und: “Immer wenn jemand Geld verdient ohne zu arbeiten, dann muss ein anderer arbeiten, ohne dabei Geld zu verdienen”
    Ist ja wohl nix anderes als unterste Kommunistenhetze. Das derjenige, der etwas monetär angespart hat, auch dafür gearbeitet hat und währendessen auf Konsum verzichtet hat, von dem in der Vergangenheit andere real konsumiert haben, auf diese Idee kommen die Sozialneidhansels natürlich nicht.
    Keiner wird gezwungen einen Konsumkredit aufzunehmen. Und bei Geschäftskrediten gehört es nunmal dazu sich Gedanken über die Rückzahlbarkeit zu machen, gerade dieser freie Markt regelt ja (bzw. sollte) den Zinssatz.
    Jenny wandert IMHO immer weiter ins Sozialisten-/Etatistencamp.

  3. P.S.
    „Eine Vermögensabgabe passt also immer dort hin, wo jemand nach Abzug aller Risiken und Kosten leistungslos/bedingungslos Einkommen bekommt.“

    In obigen Artikel wird doch nix anderes gefordert, als dass der Staat sich bei Sparern bedient, natürlich unter dem bekannten verlogenen Mäntelchen der „sozialen Gerechtigkeit“. Leistungslos und bedingungslos, bei diesen beiden Worten muss ich eher an die Selbstbedienungsmentalität des Staates denken, als an die „phösen Reichen“. Und nach obigem Vortrag findet Jenny das offenbar sogar dann „Alternativlos“ *würg*

  4. Sind halt immer populär solche Ideen, ganz natürlich und nachvollziehbar.
    Das zieht sich massiv durch sehr viele Debatten. Einfach ,,richtig,, Verteilen und fast alles ist Gut. Da fehlt es halt in diesem ,,Denkgerüst,, an sehr vielen weiteren unabwendbar nicht nachhaltig ausklammerbaren Faktoren die unerbittlich mitwirken. Mit Simpelrechnungen wird man der Sache nicht einmal ansatzweise gerecht. Tja verteilen schön und gut klingt sehr sympatisch auf den ersten Blick. Da wird ganz einfach das Fundamentale ausgeklammert. Verteilen kann man nur das ganz real Verfügbare. Punkt aus die Maus. Da haben wir doch vor 25 Jahren im Ostblock genau das erlebt nichts mehr zum verteilen und? Aus die Maus!!! Danach kamen die Klugscheisser aus dem Westen voll zum Zuge, sog. Marktwirtschaft. Ganz klar das Modell ist auf der Produktiv wirkenden Seite sehr viel effizienter.
    Fundamental aber gilt auch hier, immer weniger zum Verteilen und ? Aus die Maus!!! Ausweg??? Der dritte Weg. Eine Verschmelzung beider Denkrichtungen. Au au du heiliges Blech jetzt wird es eng, jetzt spielen die Schaltkreise im Hirn verrückt, verdammt schmerzhaft, riesen Megalach.
    Tja die Schaltkreise muss man sich halt erarbeiten, das ist Geistige echte harte Arbeit. Wie sagte angeblich schon der Erfinder Edison, Zitat: Denken ist harte Arbeit darum denken so wenige, Zitat Ende. Und wie sagte ebenfalls angeblich der Physiker A. Einstein, Zitat: Wir nutzen nur 10% unseres Hirns, Zitat Ende. Ist dem tatsächlich so??? Kann es in Wahrheit nicht etwas anders sein ??? Nutzen wir da eher nur 10% unserer ganz klar begrenzten Hirnleistung produktiv sinnvoll, und vergeuden die ,,restlichen,, 90% sinnlos da einfach bequemer???
    Tja der Mensch ist halt auch nur ein relativ hoch entwickeltes Viech, das sich selbst ganz massiv überschätzt.
    Freundliche Grüsse vom
    Ähhh ??? auch NUR Mensch!!!

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  6. AD hat es schon schön formuliert. Der Selbständige mit 1Mio. auf der Bank gilt als reich. Dabei bringt das vor Steuern maximal 12.000 EUR Zinsen pro Jahr. Ein Ehepaar, beide früher Beamte, jeder 2.500 EUR Pension und 100.000 auf dem Konto sind nicht reich. Und genau da hakt es. Zudem muss der Pensionär sich keine Gedanken über Inflation machen, die Pension steigt in der Regel jährlich. Und genau da wird es ungerecht. De Fakto ist der Pensionär reicher, die Vermögensabgabe trifft aber nur den Sparer. Zugegeben extreme Beispiele.

    • Ich möchte nicht auf die 1 Mio € genagelt werden. Mir ist der Betrag wichtig, den man benötigt um nach Kosten, Steuern, Risiken und Inflation eine rechnerisch ewige Rente zu bekommen.

    • Das ist ein riesen Problem. Ich habe dazu schon in anderen Foren Diskussionen gehabt. Es kommt eine utupisch hohe Summe raus. Wenn ich 60 bin und will noch mit 90 den Gegenwert von 40.000vor Steuern, dann muss ich mit 90 mindestens70.000 im Jahr einnehmen. Bei 2% Zinsen oder Dividenden sind das 14Mio. Kapitalstock. Und 40.000 ist nicht viel, das sind 3000 und ein bisschen vor Steuern und KV. Zur ewigen Rente bringt man es mit Zinspapieren nicht. Die Lösung könnten Dividendenpapiere sein.
      Fazit , es wird entweder ungerecht oder die Grenze muss so hoch gesetzt werden, dass die Einnahmen für den Fiskus nicht mehr lohnen.

  7. Hm? Wieso kann der Millionär im obigen Beispiel seinen Lebensabend nicht mit der Million auf dem Bankkonto bestreiten? Wieso muss es durch die Zinsen passieren? Was ist das denn für ne beknackte Vorstellung.
    Nicht nur Vermögensabgabe ab 1 Mio, sondern ne Erbschaftssteuer von min 90% muss her.

    • Wer sich „kein Plan“ nennt; kennt sich bestimt aus… Freu dich weiter über Dein Iphone der neuesten Generation und reize den Dispo immer schön aus…

  8. David Bordiehn

    Es gibt politische Denkrichtungen, in denen die staatlich erzwungene Vermögensabgabe – Umverteilung – legitim erscheint, der Liberalismus schließt sie prinzipiell aus. (von Strengen werden bereits Steuern als „Raub“ abgelehnt, von weniger Strengen durch den Erhalt von Gegenwert für sich selbst legitimiert (Rechtssicherheit, Infrastruktur usw.).
    Den im Text mathematisch verschleierten „Raub, der nicht weh tut“ gibt es im Liberalismus prinzipiell nicht. Value for Value (Ayn Rand)!
    Der Blog ist sonst ja durchaus liberal, aber obiger Text passt nur zur Grünen-Linksjugend.

  9. porscheproletos

    Ist ja reinste kommunistische Agitpro was Du hier schreibst Jenny. Kannst DU mir mal erklären was daran liberal ist? Das ist die schriftliche Ausarbeitung über bitte staatlich zu sanktionierenden Diebstahl! Nicht mehr und nicht weniger.

    1. Das Problem das Geld immer die Schulden anderer sind, würde sich bei einem Geldystem das auf einem realen Wert beruht und nicht auf Luft beruht klären. An der Stelle bedarf es keines Diebstahls.

    2. Leistungsloses Einkommen? Zins ist Leistungslos? Ehrlich Jenny, allmählich bekomm ich Zweifel ob Du überhaupt die Grundlagen einer Wirtschafft verstehst. In einem unmanipulierten Markt sind Zinsen der Preis für das „zur Verfügung stellen“ von Geld. Die Leistung ist hier schlicht das mit dem Kredit ein Investment getätigt werden kann, dass sonst mangels Kapital nicht möglich wäre. Je nach Stärke des Risikos variiert der Marktpreis für benötigtes Kapital. Mit zunehmenden Risiko springen Interessenten ab und der Preis, also der Zins muss erhöht werden. Das Spiel nennt sich Angebot und Nachfrage, der zu ermittelnde Preis zwischen Anbieter und Nachfrager ist dann der Gleichgewichtspreis. Im Preis für benötigtes Kapital sind natürlich auch Unkosten der entsprechenden Transaktion enthalten. Verwaltung, Verrluste aus anderen Kreditengagements, Mitarbeitergehälter etc. Wo das ganze also Leistungslos ist kann ich nicht sehen, denn hier steckt eine ganze Menge Leistung drinnen. Auch an der Stelle bedarf es keines Diebstahls.

    3. Wird irgend ein Mensch gezwungen Kredite aufzunehmen? Ich denke nicht, wenn ich nicht genügend Kapital für meine Geschäftsidee aufbringen kann, dann kann ich es sein lassen. Und Konsumkredite sind die Schnappsidee schlechthin. Wer es aber unbedingt braucht kann auch dieses tun, jedoch ist KEIN Mensch gezwungen Kredit aufzunehmen. Ich wiederhole mich, auch an der Stelle bedarf es keines Diebstahls.

    4. Kannst DU mir verraten, wieso ich als Selbstständiger mich Jahrzehnte krumm mache, eine Firma aufbaue, spare und verzichte…Jobs schaffe, Risiken bis hin zum Totalverlust eingehe, Gehälter zahle, gerade in diesem Land unglaubliche Steuern abdrücke..und wenn nach all dem etwas übrig bleibst, kommst Du und erklärst mir das Du mir mein aufgebautes Vermögen stiehlst, weil ich angeblich ein Dieb bin? Sorry, da würd ich eher noch alle Mitarbeiter feuern und die Firma nach Panama verlegen. Dann gibts keine Jobs, keine Gehälter, keine Steuern und selbst wegnehmen hat sich erledigt!

    5. Wie wäre es denn einmal, statt anderen Menschen die etwas geleistet und aufgebaut haben, selbst etwas zu leisten und aufzubauen? Eine Firma gründen, Jobs schaffen und Steuern erwirtschaften? Ich weiß das Diebstahl einfacher zu bewerkstelligen ist als harte Arbeit. Aber ehrlich gesagt hab ich mehr Respekt vor jeder Nutte im Laufhaus als vor sozialistischen Gleichmachern die mit fadenscheinigen Ausreden andere Menschen bestehlen wollen.

    6. Jenny, ich empfehl Dir außerdem mal die Lektüre von Dokumenten zur Zeitgeschichte. Speziell den sozialitischen Staaten. Da war Dein Traum auf Jahrzehnte verwirklicht. Menschen die geleistet haben wurden bestohlen und andere beschenkt, immer schön Umverteilung betrieben. Das Ende vom Lied war der konkurs sämtlicher Sozialistenstaaten. Warum? Die die leisten, haben keine Lust sic komplett ausnehmen zu lassen von denen die nicht wollen oder können, dann läßt man es lieber gleich. Die Wirtschaft litt unter Kapitalmangel, da kein Mensch in der Lage war tatsächlich genügend Kapital anzusparen um notwenige Investitonen zu tätigen. Ein Großteil der Firmen war völlig verrottet und auf dem technologischen Stand der 50ziger. Produziert wurde auf Verschleiss, umverteilt wurde zu 100%. Das schöne ist, der Markt lässt sich nicht betrügen, die Konsequenz war Leere in den Läden. Begonnen hatte alles mit der großen Umverteilung, der Verstaatlichung von Firmen, Miethäusern und großer Vermögen. Alle waren wirklich gleich, gleich arm!

  10. Wer über seine Verhältnisse lebt, wird am Ende Schulden haben. Kredite jeder Art sind Ausdruck des „über seine Verhältnisse Lebens“!
    Ganz schlimm wird es bei Krediten, die der Staat auch noch steuerlich begünstigt, weil sie „Investitionen“ bezahlen sollen.

    Wer unter seinen Verhältnissen lebt, kann sparen und Vermögen für schlechte Zeiten oder das Alter aufbauen. Dieser Vermögensaufbau erfolgt aus versteuertem Einkommen, und während der Haltedauer werden auch die Erträge besteuert.

    Und jetzt kommst Du und willst den Vernünftigen, die vorgesorgt haben, ihre Ersparnisse wegnehmen und sie den Unvernünftigen geben, die über ihre Verhältnisse leben? Diesen Idioten, die mit T-Shirts wie „Arbeit ist Scheiße“ oder „Schafft Deutschland ab!“ herumrennen, unser Land an die €U verschenken wollen oder gewaltsam gegen die Versammlungs- Meinungs- oder Pressefreiheit auftreten?

    Wer nicht dem Prestige-Wahn verfallen ist, unbedingt ein Haus haben zu müssen, wer kein Konsumsklave ist, wer iPhon-Besitzer eher bemitleidet als bewundert, der kann als Angestellter nach 10 Berufsjahren die ersten 100.000,- zusammen haben; auch mit Familie. Da ist er als Akademiker vielleicht Mitte 30 und hat die einkommensstärksten Jahre noch vor sich.

    Warum willst Du dem sein hart erarbeitetes, bereits versteuertes Geld wegnehmen, um es denen zu geben, die ihr Leben nur mit Schulden auf die Reihe kriegen?

    Das wird nicht funktionieren, weil es zutiefst ungerecht ist!

    Ich habe mein Erspartes aus dem betrügerischen Papiergeldsystem herausgenommen, das solche Enteignungen möglich macht. Ihr Linken könnt enteignen, wen ihr wollt; bei mir werdet ihr nichts finden!

  11. Jetzt habe ich in den letzten Monaten zahlreiche Kommentare zu unserem Wirtschafts- und Finanzsystem geschrieben und es gibt immer noch Dumme, die das System bis heuer nicht verstanden haben. Ich kann euch nicht wirklich verstehen. Wie kann man nur so primitiv und rückständig sein, um nicht zu begreifen, dass das Guthaben der einen die Schulden der anderen sind? Oder anders formuliert: damit jemand ein Guthaben haben kann, muss sich ein anderer zuvor verschuldet haben. Das Geldsystem heißt nicht ohne Grund Schuldgeldsystem/Kreditgeldsystem.

    D. h. Geld wird über den Buchungssatz Forderung an Verbindlichkeiten (=Buchungssatz in der Finanzbuchhaltung) von den Geschäftsbanken geschöpft (dieser Vorgang wird auch als Geldschöpfung aus dem Nichts bezeichnet = Giralgeld). Man spricht in diesem Kontext auch von einer Aktiv-Passiv-Mehrung (=Bilanzverlängerung). Wird ein Kredit getilgt bzw. vollständig zurückbezahlt, dann wird Geld vernichtet. D. h. es findet eine Aktiv-Passiv-Minderung (=Bilanzverkürzung) statt.

    Bei diesem Prozess (Kreditgewährung) werden die anfallenden Zinsen und Zinses-Zinsen nicht mit geschöpft. Ferner reduziert sich der Auszahlungsbetrag eines Kredites noch um den Disagio. Die anfallenden Zinsen müssen aus der im Umlauf befindlichen Geldmenge geleistet werden. Erschwerend kommt bei diesem Prozess hinzu, dass in einer Volkswirtschaft immer Wirtschaftssubjekte benötigt werden, die ihr gesamtes Einkommen oder sogar noch einen höheren Betrag (=entsparen) in einer Periode ausgeben sowie systembedingt es zu einer Anhäufung von gesetzlichen Zahlungsmitteln bei immer weniger Wirtschaftssubjekten kommt (durch Hortung von Zahlungsmitteln wird dieser Effekt verstärkt und konterkariert die Geldpolitik der Zentralbanken). Des Weiteren benötigt eine Volkswirtschaft auch immer Wirtschaftssubjekte, die nur einen Teil ihres Einkommens für Konsum/Investitionen ausgeben, weil die Geschäftsbanken einen bestimmten Geldbetrag im Rahmen der Giralgeldschöpfung bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Hierfür benötigen die Geschäftsbanken Kunden mit Guthaben.

    Nun kann jeder Haushalt unter Berücksichtigung seiner finanziellen Leistungsfähigkeit nur eine be-stimmte Kreditsumme aufnehmen, um den Kapitaldienst mit seinem verfügbaren Einkommen beglei-chen zu können. Der Anteil der Schuldner mit guter Bonität nimmt jedoch im Zeitablauf ab, weil diese keine weiteren Schulden mehr aufnehmen können bzw. deren Bedürfnisse aus laufenden Einkommen geleistet werden können. Nun werden verstärkt auch Schuldner mit einer geringeren oder schlechten Bonität akzeptiert damit das Geldsystem (=Schneeballsystem) nicht kollabiert (vgl. u. a. Situation vor der Subprime-Krise in den USA 2007/2008 oder bei übrigen Krisen in Europa). Wird der zu leistende Kapitaldienst zu hoch droht die Überschuldung (=Ausfall dieses Wirtschaftssubjektes ). Dies lässt sich nicht vermeiden, weil die Zinsen und Zinses-Zinsen bei der Kreditvergabe nicht mit geschöpft werden. D. h. die Zins und Zinses-Zins-Anteile am Kapitaldienst können nur geleistet werden, wenn Dritten quasi etwas weggenommen wird. Unter Berücksichtigung der Buchungsgrundsätze bedeutet dies, dass die Forderung/Vermögen der einen die Verbindlichkeiten/Schulden der anderen sind. Dieser Sachverhalt gilt auch in Bezug von Leistungsbilanzüberschüssen (Handelsbilanzüberschüssen) und Leistungsbilanzdefiziten (Handelsbilanzdefiziten) (= mit ein Grund für die Ungleichgewichte und die Probleme von heuer innerhalb der Eurozone sowie auf der ganzen Welt).

    Darüber hinaus handelt es sich um ein Schneeballsystem und um ein Nullsummensystem. Und woher einige von euch Komikern ein Recht auf Rendite ableiten ist mir sehr schleierhaft. Ich formuliere es einfach wie folgt: Gier frisst Gehirn und ohne Gehirn herrscht Primitivität, Korruptheit und Rückständigkeit. Darüber hinaus ist ein Kollaps im Rahmen von exponentiellen Systeme fester Bestandteil des Systems.

    Bei diesem Erklärungsansatz wurde der Zinseffekt (je nach Zinsniveau variieren die Auswirkungen) noch nicht berücksichtigt. In den Preisen der Güter und Dienstleistungen sind neben den (Re-) Finanzierungskosten (inkl. Zinsen) auch die zu entrichtenden Steuern und Abgaben eingepreist. Je nach Ökonom und Berechnungsgrundlage ist in den Güterpreisen ein Zinsanteil von ca. 33 bis ca. 60 % eingepreist (Tendenz weiter steigend). Außerdem finanzieren mittlerweile 90 bis 95 % der Haushalte die Zinseinkünfte des Restes. Zusammenfassend ist zu sagen, dass aufgrund von steigenden Arbeitsentgelten sowie dem ausgestalteten Geldsystem (=Schneeballsystem) ein ständiges Wirtschaftswachstum notwendig ist. Als zusätzlicher Grund ist auf der persönlichen Ebene noch die Gier anzuführen.

    Allgemein formuliert kommt es mit zunehmendem Zeitablauf systembedingt immer zu einer Konzentrierung der Vermögen im Allgemeinen (inkl. gesetzlicher Zahlungsmittel, wobei gesetzliches Zahlungsmittel nur Bargeld ist (vgl. § 14 Absatz 1 BBankG) und Giralgeld nur ein Zahlungsanspruch ohne Rechtsanspruch ist (vgl. auch § 4 EAEG)) bei immer weniger Wirtschaftssubjekten (= asymmetrische Polarisation). Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob eine Währung aus Edelmetallen (Gold, Silber, Platin), Salz-, Zucker-, Sandkörner, Konfetti, Baumwolle, Strohballen, Backsteinen, Gummibärchen oder Legosteinen besteht. Daher ist unser Wirtschafts- und Finanzsystem ein selbstversklavendes und selbstausplünderisches System. Diese Aspekte sind wesentliche Gründe warum es zu einem Werte- und Sittenverfall innerhalb einer Gesellschaft sowie zu Kriegen im Allgemeinen zwangsläufig kommen muss, weil primär die Gier der Menschen gefördert und gefordert wird (Grundvoraussetzung für ein Überleben in einem solchen System). Ein weiterer negativer Nebeneffekt ist das Aufkommen von unsinnigen Ideologien/Disziplinen wie z. B. Genderismus, anthropogene Treibhauseffekt primär durch CO2 und einer ausufernden Bürokratie. Unglücklicherweise merken nur die allerwenigsten wie künstlich und fragil unser Wohlstand ist und wie hoch der Anteil von sinnlosen Beschäftigungsverhältnissen insgesamt ist (hierunter fallen z. B. die gesamte Sozial- und Asylindustrie, Versicherungen, Banken (weitestgehend), alle Glaubensgemeinschaften, Parteien, Parlamente, Geheimgesellschaften, Lobbyistenverbände, Schaffung überflüssiger Organisationen wie z. B. OSZE, NATO, EU und Vereinte Nationen (inkl. Unter- und Nebenorganisationen), Geheimdienste, Militär, unnötige Aufblähung der öffentlichen Verwaltung durch Bürokratie). Von einem solchen System profitieren somit nur jene, die am erfolgreichsten Dritten etwas wegnehmen können bzw. für dumm verkaufen können ohne dass sie es merken (vgl. u. a. Wahlverhalte des Stimmvolks in Abhängigkeit der Wahlgeschenke, die vom Stimmvolk selbst bezahlt werden müssen). Durch die systembedingt gegebenen Limitationen sind mittel- bis langfristig nur die skrupellosesten, korruptesten und machtbesessensten Personen am erfolgreichsten.

    Einen sehr wichtigen Aspekt, den ich noch nachreichen möchte ist, dass unser gesamtes Finanzsystem auf Glauben aufgebaut ist. Dies gilt nicht nur für das gesetzliche Zahlungsmittel, sondern auch in Bezug auf den Wert von Gold, Silber, Platin und Edelsteinen.

    Des Weiteren findet auch eine Selbstausplünderung über den Kauf von Aktien, Finanzprodukte in Verbindung mit/ohne Hebelwirkung und sonstigen Ansparprogrammen aller Art (inkl. Lebensversi-cherungen (siehe § 89 VAG)) statt, wobei die Aktionäre im Allgemeinen die größten Sklaventreiber sind (=> Substitution aller Kapitalgesellschaften durch reine Personengesellschaften, weil bei Kapitalgesellschaften alle Unternehmensführungen auch nur angestellte sind und echtes Unternehmertum nur in reinen Personengesellschaften vorhanden ist). Leider ist die Mehrheit unfähig zu verstehen wie künstlich und fragil unser Wohlstand ist und wie der Wohlstandsverlauf in derart ausgestalteten Systemen dem Verlauf der Produktlebenszykluskurve entspricht. Dabei muss von jeder Generation aufs Neue mindestens dieselbe Leistung erbracht werden wie von der vorherigen Generation. Unter Berücksichtigung des systembedingten Wachstumswahns wird die zu erbringende Leistung um den technologischen Fortschritt und der Wettbewerbskomponente erweitert. Hierbei muss von immer weniger Menschen immer mehr Leistung erbracht werden. Daher ist es auch kein Wunder, wenn psychische Krankheiten zunehmen und es zu einem Verlust der Unternehmenskultur (vgl. Kurvenverlauf des Ertragsgesetzes) kommt.

    Daher nun meine Frage: Merkt ihr geld- und renditegierigen Menschen von euch noch überhaupt etwas? Daher wird es höchste Zeit, dass das System kollabiert und eure ganzen Ersparnisse aller Art vernichtet werden und man euch noch eine saftige Zwangshypothek auferlegt. Vielleicht lernt ihr es dann. Und all jene, die dann dagegen protestieren werden dann an die Mauer gestellt und abgeknallt. Man kann in so kurzer Zeit gar nicht so viel essen wie man sich übergeben müsste, weil jene, die besonders gierig nach Vermögen im Allgemeinen sind, sich am meisten über Serviceverschlechterung, Lohndumping, Ausbeutung (Mensch und Natur), Steuern, Gebühren und sostigen Abgaben echauffieren.

    Wohlstand wird einzig und allein über die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen erreicht und gehalten, wobei dem Produktionsfaktor Wissen eine besondere Bedeutung zu kommt, weil ohne diesen der Produktionsfaktor Arbeit wertlos ist. Es kann auch kein Wohlstand konserviert werden, sondern nur der Anspruch auf eine Arbeitsleistung. Aber diese Zusammenhänge wird die sehr große Mehrheit von euch nicht wohl nie verstehen, weil diese Klientel nicht über die notwendige genetische Veranlagung verfügt den Status als Pöbel von der Straße zu überwinden und es daher vorziehen weiterhin treudoof der selbsternannten Elite und deren Lakaien zu folgen. Es hat schon seinen tieferen Sinn, wenn ich sage: „Dummheit vermehrt sich wie die Ratten“.

    • Hallo Sandra,
      Nich aufregen & nich schimpfen, das ist nicht gut für den Taint! 😀
      Ich habe mir das auch abgewöhnt, denn die 95% Mitglieder der Frosch Superdynamitschlafschaf Stumpfmichel OHG kann man nicht bekehren, denn sie sind des Wahnsinns kesse Beute! Jede Generation macht dieselben Fehler & wird deshalb gegrillt, und das im wahrsten Sinne des Wortes!
      Das Weiterschreiben und bekehren wollen ist für die Katz, denn hier lesen sowieso meistens Leute, die zu den Erweckten gehören und die anderen 95% sind ohnehin im Hypnosetiefschlaf und wachen erst kurz bevor die Temperatur im Siedekessel die 95Grad erreicht auf.
      Daher gilt der Spruch von Henry Ford bedingungslos:
      „Wenn das was folgt, wüßte wie das Geldsystem funktioniert, dann hätten wir die Revolution vor morgen früh“!
      Solange ein Fach Geldsystem & Wirtschaft nicht Eingang in den generellen Unterricht findet, wird sich an der Situation nichts ändern!
      95% der Mitglieder der Frosch Superdynamitschlafschaf Stumpfmichel OHG sind finanzielle Analphabeten und richtige Analphabeten haben wir mindesten 20 MIllionen in der BRD! Zum Vergleich im damaligen Deutschen Reich 1871 hatten wir ca. 65 Millionen Einwohner und nur ganze 150000 Analphabeten. Deshalb gilt: schlimmer geht immer!

      „Es gibt kein gutmütigeres und leichtgläubigeres Volk, als das Deutsche, keine Lüge kann grob genug ersonnen werden und sie wird geglaubt. Sie verfolgen ihresgleichen mit härterer Brutalität, als ihre wahren Feinde!“ frei nach Napoleon Bonapart „über die Deutschen

      Wie „DieClownunion“ richtig berichtete, Kevin & Chantalle werden bald mehr als 80% der Bevölkerung ausmachen, und wehe uns, wenn Kevin und oder Chantalle im Leitgefechtsstand eines Atomkraftwerks ankommen, dann … radong usw.!

      Wie ich bereits schrieb, die 4 apokalyptischen Reiter der 7 Siegel sind unterwegs und nur noch der Herrgott kann sie aufhalten! Jeder lese die Offenbarung des Johannes, dann ist alles klar!
      MfG

    • Drudenfuß

      Hallo Sandra,
      so gerne ich Deine Texte lese, denen ich in aller Regel voll und ganz zustimme, heute muß ich Dir mal widersprechen:
      Du schreibst (Zitat) „Einen sehr wichtigen Aspekt, den ich noch nachreichen möchte ist, dass unser gesamtes Finanzsystem auf Glauben aufgebaut ist. Dies gilt nicht nur für das gesetzliche Zahlungsmittel, sondern auch in Bezug auf den Wert von Gold, Silber, Platin und Edelsteinen.“ (Zitatende).

      Das ist so nur für das Schuldgeld richtig. Edelmetalle dagegen haben einen inneren Wert. Und wenn auch dieser nur ein Glauben sein sollte, so ist dieser Glauben doch schon mehrere Tausend Jahre ungebrochen. Damit kann ich leben.

      Immer dann, wenn wir einen Goldstandard hatten, lebten wir in Frieden und erlebten eine wirtschaftliche Blüte. Bekamen die Herrschenden die Möglichkeit, den Goldstandard auszuhebeln, taten sie dies, und kurz später war Krieg und Verderben.

      Eine Sache machte mich bei Deinen Texten schon öfter stutzig, Sätze wie dieser: „Die sehr große Mehrheit von euch Menschen nerven mich einfach nur noch, …“.
      Von Euch Menschen. Derartige Formulierungen bringst Du häufiger. Bist Du kein Mensch?
      Ich habs nicht so mit Esotherik oder Außerirdischen, aber vielleicht wäre das ja der Schlüssel, wieso Du Papiergeld und Edelmetalle in Deiner Argumentation in einen Topf wirfst?

      Sonnige Grüße!

    • Liebe Närrinen, Liebe Narren
      Hier noch ein sonniger Zeitungsartikel, der die Wahrheit der Michels voll aufdeckt, denn es wird noch weiter verschlimmbessert durch unsere hochintelligenten PO litiker. Es wird mir für immer ein Rätsel bleiben, wie man immer wieder diese Kaste in diese Ämter wählen kann! Das grenzt schon an Sadomasochismus!
      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/29/die-schande-von-europa-deutschland-beutet-seine-arbeiter-aus/
      Jeder sucht sich ja seinen Mörderbienenkorb selbst aus!
      na dann gutes stechen!

    • @Herkules:

      Vielen Dank für Ihre Antwort. Aber es gibt einfach Momente, da nervt mich dies total und ich kann nicht anders. Das schlimme ist nur, dass die meisten dann später sagen werden, dass sie von nichts gewusst hättten, die Informationen nicht vorlagen bzw. zugänglich waren, die Folgen nicht absehbar/erkennbar waren. Dabei haben sogar partiell die Propagandamedien selbst darüber berichtet. Außerdem hatte jeder die Möglichkeit über das noch relativ freie Internet selbst nach Informationen zu recherchieren und Positionen/Meinungen von Dritten einzuholen. Wenn es nicht so extrem traurig und die Folgen katastrophal wären, könnte es sogar fast lustig sein. Dies gilt vor allem hierzulande in Verbindung mit der eindimensional, populistischen und propagandistischen Darstellung deutscher Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

      —————————————————–

      @Drudenfuß

      Ich schreibe nur deshalb ihr Menschen, weil ich aus dem Bereich der Autismus-Spektrum-Störungen vom Asperger-Syndrom betroffen bin und ich mich nur als Besucher eurer Welt sehe. Dies mag vielleicht für manche lustig klingen ist es aber definitv nicht, weil es für mich vieles einfacher und erträglicher macht.

      Manche Dinge habe ich bis heuer nicht verstanden. Hierzu gehört z. B. auch der Drang nach einer Individualisierung des Lebensstils (i. e. S. + i. w. S.) und gleichzeitig rennt die sehr große Mehrheit treudoof einem vorgegebenen Schönheitsideal oder Modestil hinterher. Warum nicht einfach nicht einfach sich selbst sein?

      Der von Ihnen beschriebene innere Wert von Edelmetall basiert jedoch auch nur auf Glauben. Für mich spielt es keine Rolle aus welchem Material das Geld ist, weil es an den systembedingt gegebenen Wirkungsmechanismen (=asymmterische Polarisation) nichts ändert. Der einzige Vorteil, den ich bei einem Goldstandard sehe ist, dass die Anzahl der Menschen in Wohlstand limitiert wird und eine Ausweitung dieser Anzahl nur durch einen effizienten und effektiven Einsatz der Ressourcen möglich ist. Der wesentliche Nachteil ist, dass die Natur noch rücksichtloser ausgebeutet wird, damit das Papiergeldsystem mit dem Zinses-Zins-Effekt mit Gold hinterlegt werden kann (auch dies ist nur endlich möglich). Dies gilt auch für den Fall, dass das Geldsystem ausschließlich aus Edelmetallmünzen besteht. Das Problem ist und bleibt die allgemeine Gier bzw. die Gier nach Rendite.

      Außerdem werden in diesem Zusammenhang von den Edelmetallgläubigen die exponentielle Vermehrung des Menschen und der hieraus resultierende Goldmehrbedarf ignoriert. Ferner ist die Geldwirtschaft genauso eine Tauschwirtschaft wie die Naturaltauschwirtschaft, weil anstatt Naturalien Geld als Tauschmittel eingesetzt wird. Die einzige wirkliche Grenze bildet die von der Natur bereitgestellten Ressourcen und Ernteerträgen.

      Daher habe ich in meinem Eröffnungskommentar auch geschrieben

      „Wohlstand wird einzig und allein über die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen erreicht und gehalten, wobei dem Produktionsfaktor Wissen eine besondere Bedeutung zu kommt, weil ohne diesen der Produktionsfaktor Arbeit wertlos ist. Es kann auch kein Wohlstand konserviert werden, sondern nur der Anspruch auf eine Arbeitsleistung.“

      Ich hoffe, dass ich Ihnen meinen Standpunkt nun etwas besser verdeutlichen konnte.

    • Drudenfuß

      nochmal an Sandra:

      Der innere Wert von Edelmetallen hängt nicht (nur) am Glauben daran, der wie gesagt schon Tausende von Jahren ungebrochen ist, sondern auch am Aufwand, um diese EM aus dem Boden zu holen.
      Weil die Vorkommen endlich sind, wird der Mensch durch einen Goldstandard in seine Schranken verwiesen. Der Zinseszinseffekt ist in einem Goldstandard nicht darstellbar.

      Ich glaube auch nicht an die exponentielle Vermehrung der Menschen. Die gäbe es nur, wenn die Randbedingungen konstant blieben. Das tun sie aber nicht.
      Und selbst wenn die Menschheit schneller wächst als die verfügbare Edelmetallmenge, dann würde eben die Nachfrage und damit der Wert der Edelmetalle steigen (gemessen in z.B. Arbeitsleistung, nicht in irgendwelchen Papierwerten). Immer aber in endlichen Grenzen, wegen der endlichen Verfügbarkeit.

      Das macht EMe zu einem Wertspeicher, mit denen man z.B. erbrachte Arbeitsleistung als Altersvorsorge aufbewahren kann.

  12. Die Bundesbank ist auf Vermögensabgaben vorbereitet – bei „nationalen Solvenzkrisen“.

    Offizielles Papier hier
    http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Themen/2014_01_28_monatsbericht_kasten.html?nsc=true&view=render%5BDruckversion%5D

    ———
    HIER meine Zusammenfassung:
    Einmalige Vermögensabgabe als Instrument zur Lösung nationaler Solvenzkrisen im bestehenden EWU-Rahmen?
    (sinngemäß gekürzt)
    In der Ausnahmesituation einer drohenden staatlichen Insolvenz könnte eine einmalige Vermögensabgabe aber günstiger abschneiden, als höhere verbrauchs- oder einkommensabhängige Steuern oder staatliche Sparmaßnahmen. Letztlich geht es um Konstellationen, in denen potenzielle Kreditgeber die Schuldentragfähigkeit massiv bezweifeln und die Vermögensabgabe als Alternative zur Staatsinsolvenz in Betracht kommt.
    Unter günstigen Bedingungen könnte mit der Netto-Vermögensabgabe einmalig Vermögen zwischen privatem und staatlichem Sektor innerhalb umgeschichtet werden, sodass der staatliche Schuldenstand relativ schnell sinkt und das Vertrauen in die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung (und deren Bedienung) rascher wiederhergestellt würde. Sofern die Abgabe an Vermögen anknüpft, das in der Vergangenheit gebildet wurde, und glaubhaft einmalig ist, können die Abgabepflichtigen ihr kurzfristig nur schwer ausweichen, und die Beeinträchtigung der Arbeits- und Sparanreize durch die Abgabe hält sich, anders als bei einer laufend erhobenen Vermögensteuer, in Grenzen. Eine zügige Senkung der Staatsverschuldung könnte insbesondere positiv auf die Risikoprämien für die Staatsanleihen des betroffenen Landes wirken, und indem die Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Steuerlasten sinkt, würden die Arbeits- und Sparanreize gestärkt. Mit Blick auf die gesellschaftliche Akzeptanz und politische Durchsetzbarkeit der einmaligen Vermögensabgabe könnte diese ferner eine gewünschte verteilungspolitische Ergänzung zu den übrigen Sparanstrengungen bilden, die die Vermögenden verstärkt an der Anpassungslast beteiligt, zumal da die konkreten Verteilungswirkungen für ein gegebenes Aufkommen mit Freibeträgen und dem Tarifverlauf gestalt- bar sind.
    Im Ergebnis können sich so die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven und die gesellschaftliche Akzeptanz des finanzpolitischen Kurses besser darstellen als eine Staatsinsolvenz. Nicht zuletzt stünde es im Einklang mit der finanzpolitischen Eigenverantwortlichkeit der Mitgliedstaaten, wenn alle Konsolidierungs-Möglichkeiten konsequent ausgeschöpft würden, und die Glaubwürdigkeit des geltenden europäischen Ordnungsrahmens würde gestützt. Die Anreize zu einer künftig soliden Finanzpolitik könnten erheblich gestärkt werden, wenn deutlich wird, dass sich im Krisenfall die Belastungen einer unsoliden Entwicklung nicht auf Steuerzahler anderer Länder verschieben lassen.
    Allerdings ist in der Praxis die Erhebung selbst einer solch einmaligen Netto-Vermögensabgabe mit erheblichen Problemen verbunden. Zu den umfangreichen Voraussetzungen einer erfolgreichen Durchführung gehört zum einen, dass die Abgabe glaubhaft nur einmalig in einer außergewöhnlichen nationalen Krisensituation erhoben wird, denn nur so lassen sich die negativen Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit und eine potenzielle Kapitalabwanderung begrenzen. Der Staat kann die Einmaligkeit zwar generell nicht garantieren. Sie wäre aber glaubwürdiger, sofern erstens notwendige Strukturreformen auf den Weg gebracht wurden, zweitens ein nachvollziehbarer und mit Sicherheitspuffern versehener Ausblick auf tragfähige öffentliche Finanzen gegeben werden kann sowie drittens die politischen Kosten für eine wiederholte Erhebung einer solchen Abgabe hoch sind. Zudem sollte die Entscheidung für eine Erhebung zügig erfolgen. Andernfalls würde Steuerflucht begünstigt, und mit steigender Steuerflucht dürfte wiederum die Akzeptanz der Abgabe abnehmen. Weitere Probleme sind, dass die Bewertung insbesondere nichtfinanziellen Vermögens relativ zeitaufwendig und oftmals auch strittig sein dürfte und dass es mit Blick auf nicht liquide Vermögensteile nötig sein dürfte, das Zahlen der Abgabe zeitlich zu strecken, sodass die Reduktion der Staatsschulden nicht sofort vollumfänglich eintritt.
    Es kommt hinzu, dass eine einmal erhobene Abgabe aufgrund ihrer Signalwirkung in an- deren Ländern mit sehr hoher Staatsverschuldung Ausweich- und Vermeidungsreaktionen auslösen kann. Diese Effekte durch einen EWU-weiten Ausblick auf solide Staatsfinanzen zu begrenzen, dürfte eine erhebliche Herausforderung sein. Die konsequente Umsetzung des derzeitigen fiskalischen Regelwerks kann dazu sicherlich einen Beitrag leisten.
    Insgesamt ist die Erhebung einer einmaligen Netto-Vermögensabgabe mit beträchtlichen Risiken verbunden, und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung sind nicht leicht zu erfüllen. Damit sollte eine Vermögensabgabe nur für absolute Ausnahmesituationen erwogen werden, wie sie eine drohende staatliche Insolvenz darstellt. Im Vergleich zur Staatsinsolvenz könnte die Erhebung einer Vermögensabgabe aber wohl strukturierter und geordneter gestaltet werden. Sie entspräche dem Prinzip der nationalen Eigenverantwortung, nach dem zunächst die eigenen Steuerzahler für Verbindlichkeiten ihres Staates einstehen, bevor die Solidarität anderer Staaten gefordert ist.
    Im Hinblick auf die politische Akzeptanz und Durchsetzbarkeit ist sicherlich zu konstatieren, dass Konsolidierungsmaßnahmen kurzfristig nicht populär sind, und nicht zuletzt daraus resultiert die allgemeine Verschuldungsneigung der Politik. Allerdings könnten schnelle, durchgreifende Maßnahmen, die relativ zügig eine Bodenbildung erkennen lassen, möglicherweise eher Akzeptanz finden als über viele Jahre wieder holte kleinere Konsolidierungsrunden mit weniger schnell sichtbaren Erfolgen und immer wieder erforderlichen zusätzlichen Maß- nahmen.
    Alles in allem stellt die aktuelle Finanz- und Schuldenkrise die Finanzpolitik der von der Krise besonders betroffenen Länder vor eine große Herausforderung. Ihre öffentlichen Haushalte bleiben aufgrund der sehr hohen und immer noch steigenden Schuldenquoten anfällig für negative Schocks. Obwohl sich diese Länder in einem harten gesamtwirtschaftlichen Anpassungsprozess befinden und auch im privaten Sektor ein Schuldenabbau vonnöten ist, ist der finanzpolitische Konsolidierungskurs unvermeidlich. Andernfalls stiege die Gefahr eines noch weitgehenderen Vertrauensverlustes in die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen, der noch wesentlich negativere Wirkungen mit sich brächte. Zudem schafft die Konsolidierung Spielraum für etwaige zukünftige Belastungen, wie Beiträge zu einer Rekapitalisierung der Bankensysteme, wenn hier Deckungslücken zutage treten und eine Beteiligung der Investoren nicht in ausreichendem Maße erreicht werden kann. Tragfähige Staatsfinanzen sicherzustellen leistet somit einen wesentlichen Beitrag zu einer geordneten Bewältigung der Krise und bleibt aufgrund der derzeitigen Verfassung der EU im Wesentlichen eine nationale Aufgabe. Droht eine mit gravierenden Konsequenzen verbundene Überschuldung eines Staates, dürfen vor diesem Hintergrund auch weitreichende Maßnahmen wie ein Beitrag privater Nettovermögen zur Bewältigung einer solchen Notsituation nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Die neu geschaffenen Hilfsfonds sollen nur bei Gefahren für die Finanzstabilität im Euro-Raum insgesamt und als Ultima Ratio in Not geratenen Mitgliedstaaten gegen Konditionalitäten Liquiditätshilfen leisten.

  13. Sandra und Jenny sind nicht die gleiche Person, oder? Ich habe schon gedacht hier beleidigt jemand die eigenen Leser mit „rückständig“ „nicht verstanden“… oder etwa doch?

    Fakt ist und bleibt trotzdem, eine Vermögensabgabe muss auch Versorgungsansprüche kapitalisieren, sonst ist sie ungerecht.
    Der 65 Jährige ohne Bankguthaben mit 3000 EUR im Monat Rentenansprüchen aus welchen Quellen auch immer ist nunmal fianziell leistungsfähiger als der 65 Jährige, der nichts hat als schlecht verzinste 1,5 Mio auf der Bank.

    Für die Versicherungen wäre es natürlich toll. Der letztere müsste sein Geld Versicherungen in de Rachen werfen und verrenten lassen um nicht in eine Vermögensabgabe zu kommen.

    Außerdem würde diese Abgabe vielen Inhabergeführten Unternehmen das Genick brechen. Irgendwo muss das Geld ja herkommen. Also heißt es Leute entlassen oder Investitionen oder Forschungen streichen, was auf lange sict auch zu Entlassungen führen muss.
    Ich weiß aus meiner Berufsraxis, welches Risiko Selbständige eingehen und wie viel Arbeit dahinter steckt. Ich habe davor absolute Hochachtung! Und leider habe ich auch schon einige dieser Unternehmen Insolvenz anmelden sehen.

    • „Sandra und Jenny sind die gleiche Person, oder?“

      Dies trifft nicht zu.

      lg

    • @Baldur:

      Sandra und Jenny sind zwei völlig verschiedene und unabhängig von einander agierende Menschen.

      Die sehr große Mehrheit von euch Menschen nerven mich einfach nur noch, weil sie nicht im Stande sind ganzheitlich rational auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes zu denken und zu handeln. Aber spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem die Wahrheit auf dem silbernen/goldenen Tablett serviert wird, sollte es doch zu einem Bewusstseinswandel kommen. Fehlanzeige. Daher auch meine sehr direkte Art. Vielleicht begreifen es auf diese Art und Weise einige mehr.

  14. Sandra & Jenny sind die gleiche Person 100 pro! und ganz dickes
    grins!!! 😀 😀 😀
    Träume sind Schäume, und die dicke Marie kommt auch dazu ! 😀

    • @Topfwurst:

      Nein, sind sie definitiv nicht und das kann ich Ihnen mit absoluter Sicherheit nicht nur versprechen, sondern auch hoch und heilig schwören. Kaum steht einmal die Wahrheit in einem Blog, dann sind die ganzen Systemlinge auch bereits anwesend. Es wird wirklich höchste Zeit, dass dieses System endlich kollabiert.

    • Topfwurst

      Sandra,
      Da kann man nie sicher sein, denn nichts ist so wie es scheint & wir leben in einer Welt der universellen Täuschung, wie sagte der große Dichter Shakespeare: “ Die Welt ist eine große Bühne und wir sind die Schauspieler!“ Wer sagt nicht, daß unter der Tarnkappe von Sandra die Tarnkappe von Jenny steckt und umgekehrt, oder gar die Tarnkappe von Granatenuschi? Die Wahrheit auszusprechen ist in einer Welt der universellen Täuschung, eine revolutionäre Tat, und man sollte nicht jede Jacke anziehen, die einem offeriert wird, denn es könnte die Weiße Jacke sein-eine fatale Täuschung. Der magische Zauberwürfel der Finanzilluminaten ist sehr schwer zu durchschauen und nur wenige Menschen werden die Wahrheit erkennen!
      Sandra ist einer von diesen Menschen, die die Wahrheit erkannt haben, nur die ganze Sache hat einen Haken, die Wahrheit auszusprechen kann brandgefährlich sein, denn viele Leute haben dafür mit dem Leben bezahlt, wie die Geschichte lehrt!
      Nein ich bin kein Systemling, ich warne nur vor Klippen & Falltüren die mörderisch in den Abgrund führen!
      Das System wird am Tag X kollabieren, aber kein Menschenkind kennt die Zeit & Stunde, wo die Lemminge mit Lichtgeschwindigkeit über die Klippe rauschen und in den freien Fall übergehen!

    • Ich gebe dir soweit recht, dass man vieles für möglich halten muss. Man darf nicht ausschließen, was man nicht auaschließen kann. Ist Sandra George Bush? Bin ich Angela Merkel?? Kann man es ausschließen? Es ist ziemlich vieles möglich, aber nicht alles davon ist realistisch oder wahrscheinlich. Es gehört auch eine gewisse Kompetenz dazu, die Wahrscheinlichkeiten der Zustände einzuschätzen sonst gleitet man sehr schnell in die Welt von Gerüchten und Behauptungen.

      lg

    • Topfwurst

      Jenny,
      Ich halte Sie für zu leicht-gutgläubig! Die Geschichte lehrt genau das Gegenteil!
      Jesus hatte 12 Jünger, unter ihnen war ein Verräter, Judas verriet ihn für 30 Silberlinge!
      Denken Sie an die Eroberung der Stadt Troja durch die Griechen! Heute heißen Schadprogramme nicht umsonst Trojaner!
      Richard Sorge der Spion in der deutschen Botschaft in Tokio verriet den deutschen Schlachtplan Taifun an die Bolschewiken-Stalin! Der Angriff auf Moskau geriet daraufhin zu einem Desaster der deutschen Wehrmacht, da die gesamte sibirische Panzerarmee vor die Tore Moskaus verlegt werden konnte!
      Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist verdammt sie zu wiederholen!

  15. @Herkules:

    Das mit dem Boom des Niedriglohnsektors ist nach meiner Auffassung systembedingt und der einzige Grund warum die deutsche Wirtschaft noch nicht absolut am Ende ist. Ich habe Ihnen daher aus einem von mir verfassten Text (=Kurzanalyse über unser Wirtschafts- und Finanzsystem) den Teil über die ökonomischen Zusammenhänge herauskopiert.

    Bevor ein weiterer Aspekt für die Gründe des Wachstumswahns erläutert wird, soll vorweg der Hinweis erfolgen, dass die zentrale Antriebskraft für den Konsum die Befriedigung von Bedürfnissen ist. Die Konsumbereitschaft nimmt mit jeder konsumierten Gütereinheit ab (=> Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag). Zur Verhinderung eines Systemzusammenbruchs versucht die Wirtschaft mittels Produktinnovationen und ausgefeilten Marketingstrategien (inkl. Finanzierungsangeboten) die natürliche Absatzmenge zu ihren eigenen Vorteilen permanent zu verschieben.

    Die Einführung eines Mindestlohnes ist keinesfalls zu begrüßen, da von diesem im Zuge einer ganzheitlich rationalen Betrachtung von keinen positiven Beschäftigungseffekten ausgegangen werden kann (bei den Studien muss immer auf die Position der Urheber/Auftraggeber geachtet werden). Wenn die Nachfrage kleiner ist als das Angebot sinkt der Preis für die Arbeit, ist hingegen die Nachfrage größer als das Angebot steigt der Preis für die Arbeit (auf dem Arbeitsmarkt sind die Unternehmen die Nachfrager und die Haushalte die Anbieter). Der wesentliche Grund für die Entwicklung der Arbeitsentgelte in vielen Bereichen ist das Resultat der Zunahme von unqualifizierten Arbeitskräften aus dem Bereich der Zuwanderung, der Zunahme von unqualifizierten unter den Eingeborenen sowie dem Wettbewerb der Volkswirtschaften infolge der Globalisierung. Dieser Sachverhalt gilt für qualifizierte Arbeitskräfte analog. Ein weiterer Grund ist die geringe Kaufkraft vieler Menschen sowie das preissensitive Verhalten der großen Mehrheit der Konsumenten (es ist im aktuellen Wirtschafts- und Finanzsystem nicht möglich Discountpreise mit Premiumlöhnen zu verbinden). Hinzu kommt die exportorientierte Ausrichtung der deutschen Volkswirtschaft. Deshalb werden u. a. in der Metall- und Elektroindustrie die Tarifverträge mit Leiharbeit und Werkverträgen umgangen. Ob es den Menschen gefällt oder nicht, je mehr z. B. China und Indien Hightech-Produkte (und weniger Ramsch und verseuchte Güter) produzieren kann desto mehr sind die Unternehmen in der BRD gezwungen sich den neuen Konkurrenten anzupassen, um nicht Gefahr zu laufen seine gesunden Wirtschaftsstrukturen vollständig zerstören zu lassen (Güter werden in deutschen Unternehmen fast nur noch zusammengesetzt). Dieser Prozess -ausgelöst durch die Agenda 2010 und verstärkt durch die Euroeinführung- ist ein zentraler Aspekt für den ökonomischen Erfolg der deutschen Wirtschaft gegenüber den anderen Euro-Staaten. Die Einführung eines Mindestlohnes würde in der BRD zu ähnlich negativen externen Effekten führen wie in anderen Staaten. Der Grund für diese Annahme beruht auf nachfolgend erläuterten Sachverhalt. Steigt der Preis für die Arbeit findet eine Substitution von Arbeit durch Kapital statt bzw. wird die Entwicklung neuer Technologien mit dem Ziel der Einsparung von Arbeit gefördert. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass jeder Arbeitnehmer zwar primär ein Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen ist, jedoch gleichzeitig durch die Arbeitsentgelte auch ein Kostenfaktor (aus dem Blickwinkel von Rechnungswesen (hier: Finanzbuchhaltung) sind Löhne/Gehälter = Aufwand und Aufwand mindert den Gewinn). Wenn jetzt ein Mindestlohn eingeführt wird erhöht sich für die Unternehmen nur der Aufwand ohne dass eine Erhöhung des Umsatzes erfolgt, weil vom Markt nur eine bestimmte Gütermenge abgenommen werden kann. Bei den vielfach sehr dünnen Gewinnmargen führen diese Einschnitte zu existenziell bedrohenden Situationen für die Unternehmen, die nur durch die Substitution von Arbeit durch Kapital, Erhöhung der Arbeitszeit, Abbau von Sozialleistungen oder Verlagerung der Produktionsstätten kompensiert werden kann. Außerdem sollte von Befürworter eines Mindestlohnes berücksichtigen, dass dies zu einer sofortigen Anpassung der Verbraucherpreise führen wird (=>Status quo). Des Weiteren entsprechen das Humankapital sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit vieler Menschen nicht dem von den roten und grünen Politclowns (teilweise auch von den schwarzen) geforderten Mindestlohn (vgl. auch Zuwanderung primär in die soziale Unterschicht). Dieser Effekt tritt vor allem im Globalisierungseffekt besonders stark in den Vordergrund. Hierdurch können einzelne Volkswirtschaften gezielt gegeneinander ausgespielt (Arbeitsbedingungen, Arbeitsentgeltniveau, Steuern, Subventionen) und letztendlich durch eine (selbst in Gang gesetzte) ruinöse Zerstörungsspirale vernichtet werden. Im Falle der BRD werden die Leistungen der Sozialversicherungen mehrheitlich über die Lohnnebenkosten finanziert. Dementsprechend setzt dies die Arbeitsentgelte am hiesigen Wirtschaftsstandort zusätzlich unter Druck, da nicht viele Länder über einen Sozialstaat verfügen (vgl. Hauptkonkurrenz sitzt u. a. in China, Indien, Brasilien und Indonesien). Verschärfend kommt hinzu, weil die Gutmenschen meinen die halbe Welt aufnehmen und die restliche Welt in deren Heimatländern durchfüttern zu müssen (=Weltsozialamt spielen zu müssen). Dabei bejubelt diese Klientel ihren eigenen Niedergang und Völkermord (vgl. Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (UN-Resolution 260 A (III) vom 9. Dezember 1948 (in Kraft getreten am 12. Januar 1951) und § 6 Völkerstrafgesetzbuch) und merken es noch nicht einmal. Gleicher Sachverhalt gilt auch in Bezug auf den Bankenrettungswahn, den wie man bei den nichtigen Scheinwahlen am 22. September 2013 eindrucksvoll sehen konnte von der großen Mehrheit des Stimmvolks gutgeheißen wird. Bei diesen beiden Spezies handelt es sich i. d. R. um jene, die sich am lautesten auf der einen Seite über zu hohe Steuern, Gebühren und sonstige Abgaben und auf der anderen Seite über schlechte Arbeitsbedingungen und Lohndumping beschweren.

    Daher ist es sinnvoller diese Arbeitsentgelte zu subventionieren. D. h. während die Nachfrage nach Arbeitskräften (Substitution von Arbeit durch Kapital und/oder Verlagerung von Produktionsstätten) zurückgeht, reduzieren sich auch die Einkommen und somit auch der maximal mögliche Verschuldungsbetrag (inkl. geringerer Kapitaldienst). Dies führt zu einem Konsumrückgang, der nur durch eine Verstärkung des Außenhandels kompensiert werden kann/muss. Da die heimischen Märkte gesättigt sind und nur noch durch einen Verdrängungswettbewerb (Preis-/Lohndumping und/oder Fusion/feindliche Übernahmen) ein Wachstum möglich ist. Aufgrund des Umstandes, dass auf den neuen Märkten die Kaufkraft niedriger ist, sind die Unternehmen gezwungen auch in Niedriglohnländern zu produzieren, damit die Güter auf den neuen Märkten auch abgenommen werden. Dies ist ein Teufelskreis und führt wie bereits Schumpeter ausgeführt hat zu einer schöpferischen Zerstörung (=> Erste Welt (hier: Industrienationen/westliche Welt) ist der große Verlierer der Globalisierung. Der Prozess des Niedergangs wird durch die Zuwanderung primär in die Unterschicht verstärkt/beschleunigt).

    Im öffentlichen Dienst funktioniert das Schema ähnlich, jedoch mit dem zentralen Unterschied, dass die gesamte Gesellschaft mit noch höheren Steuern, Gebühren und sonstigen Abgaben belastet wird. Jedoch sind die Renten und Pensionen der dort Beschäftigten nicht mehr bezahlbar und es werden tiefe Einschnitte erfolgen (vgl. u. a. Berichte aus der Vergangenheit und Aussagen von „Ministerpräsident“ Kretschmann Ende Juli 2013). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die BRD eine Staatssimulation ist und am 17. Dezember 1953 das Bundesgrundgesetzgericht (1 BvR 147/52) entschied, dass es seit dem 8. Mai 1945 gar keine Beamte mehr gibt (selbst im Dritten Reich gab es durch die Vereidigung auf Hitler keine Beamten im eigentlichen Sinn mehr (=> Grundlage bildete das Privatrecht im Allgemeinen, das nach meiner Auffassung bis heuer Bestand hat)) stehen im Prinzip alle Beschäftigte im öffentlichen Dienst mit leeren Händen da und müssen sich nach Abwickelung der BRD u. a. wegen Urkundenfälschung, Falschbeurkundung, Amtsanmaßung, Korruption, Täuschung im Rechtsverkehr, Völkermord usw. usf. vor Gericht verantworten (es ist mir absolut unbegreiflich wie Menschen, die innerhalb dieses Bereichs gelernt haben, diese Missstände nicht auffallen und munter weitermachen, obwohl die Parallelen zwischen dem Dritten Reich, der DDR, der BRD und der EU offenkundig sind).

    Aufgrund dieser Mechanismen kommt es in einer Volkswirtschaft (ausgehend von einem Polypol) langfristig immer zu einem Angebotsoligopol bzw. -monopol. Somit sind die künstlichen Wettbewerbsförderungen von den Politclowns (inkl. EU) Nonsens, weil diese Preis- und Lohndumping fördern. Je nach Investitionsbedarf, gegebenen Arbeitsentgeltniveau und effektiver Marktabnahmemenge können die Markteintrittsbarrieren sehr hoch bis unüberwindbar sein. Ein weiterer Nachteil für neue Marktteilnehmer ist der geringe Bekanntheitsgrad und die Trägheit der Nachfrager sowie die eingeschränkte Möglichkeit der Preiskalkulation gegenüber den etablierten Unternehmen mit höheren Marktanteilen (=> geringere Stückkosten durch hohes Volumen + Vorteil des früheren Markteintritts/First Mover-Effekt). Dementsprechend sind die Chancen eines Erfolges für neue Markteilnehmer in sehr dynamischen Branchen am größten.

    Bei diesem Erklärungsansatz wurde der Zinseffekt (je nach Zinsniveau variieren die Auswirkungen) noch nicht berücksichtigt. Dementsprechend würde die hiesige Wirtschaft genauso düster aussehen wie jene von Großbritannien und den USA. Der einzige Vorteil einer derart desolaten Wirtschaft wäre in einem vorzeitigen Kollaps der EU und des Finanzsystems zu sehen.

    Nur leider wollen wie Sie es so wunderschön formulieren „95 % der Mitglieder der Frosch Superdynamitschlafschaf Stumpfmichel OHG“ diese systembedingt gegebenen Mechanismen nicht verstehen.

    • Sandra,
      Sie müssen sich hier nicht weiter beweisen, denn jeder der Ihre Artikel gelesen hat, ist voll im Bilde, daß Sie schwer auf Draht sind! Der Vertrag von Lima 1975, die Aussagen des Club of Rome, die Agenda 2010 und der Migrationssturm über Deutschland sind die Meilensteine der Vernichtung unseres Volkes! gemäß den Aussagen der Inschrift
      Guidestones of Geogia
      Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!

    • Hallo Herkules

      Ich muss Sie in einem Punkt korrigieren. Ich schreibe all diese Kommentare nicht, weil ich mich beweisen möchte, sondern einzig und allein nur, damit die wahren Zusammenhänge ans Tageslicht kommen und später niemand sagen kann, dass dies alles nicht bekannt war. Die zentrale Antriebskraft für das Schreiben der Kommentare ist bei mir die nicht mehr Ertragbarkeit dieses Systems und dieser Welt. Ich habe keinerlei Führungserfahrungen, noch bin ich in irgendwelchen Geheimgesellschaften aktiv. Ich denke einfach nur selbstständig und eigenverantwortlich und laufe nicht irgendwelchen „Führern“ treudoof nach.

    • Ich wollte mich gerade über Sandra lustig machen, weil sie meint die einzig „wahren Zusammenhänge “ zu kennen, aber leider muss ich Ihrem Kommentar an Herkules (dem langen) zustimmen.
      Das Problem ist, dass das Wisen um diese Zusammenhänge uns nicht weiter bringt. Man kann lediglich versuchen das Beste daraus zu machen. Das Wissen zum eigenen Vorteil auszunutzen dürfte nicht funktionieren.

      Die Frage ist, wie macht man das beste draus:
      Aus meiner Sicht ist das
      1) die Investition in Wissen um auf dem Arbeitsmarkt nicht so einfach verdrängt werden zu könne.
      2) die Investition in Produktivkapital, am Besten Aktien. Nehmen wir McDonalds. Gut die produzieren jetzt nicht so viel. Aber irgendwann wird Deutschland als Produktionsstandort ausfallen. Dann hilft mir und letzten Endes auch dem Staat, wenn ich in 20 Jahren Geld aus den USA überwiesen bekomme (Dividende), das überall auf der Welt erwirtschaftet wurde und davon Steuern zahle und konumieren kann.

      Ich habe bei 2) nur dass Risiko, dass Gregor Gysi und Jenny kommen und dem Staat einen Teil davon geben wollen. 🙂

    • Hallo Sandra,
      Zitat Sandra
      „Die zentrale Antriebskraft für das Schreiben der Kommentare ist bei mir die nicht mehr Ertragbarkeit dieses Systems und dieser Welt. “
      Ich glaube Sie haben ein ernstes Problem 😦
      Sie können sich hier die Finger wund schreiben, aber es wird sich nicht ein Deut ändern, leider! Das Gros der Bevölkerung ist desinteressiert und wird bestimmt nicht Jenny`s Blog (Jenny möge mir verzeihen!) lesen, da die Michels mit Konsum im Hamsterrad beschäftigt sind und der Durchschnittshorizont stark am fallen ist!
      Wie ich schon schrieb, Intelligenz ist die Höchststrafe auf dieser Erde!
      Versuchen SIe einfach mal abzuschalten, z.B. mit Hardcoresport Musik o.ä. sonst stehen ernsthafte, psychische Folgen in`s Haus!
      Versuchen Sie die Erkenntnisse die Sie haben für Ihr persönliches Leben auszublenden, sonst kippt die Sache in die falsche Richtung ab!
      Lesen Sie die Lutherbibel und das Neue Testament, vielleicht hilft das auf andere Gedanken zu kommen! 🙂
      MfG

    • Alles Gute Sandra:

      Gruß Herkules

    • Hallo Herkules

      Vielen Dank für dieses Musikvideo. Sie haben wirklich ein glückliches Händchen für wirklich gute Musik. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

      lg Sandra

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  17. Hallo Sandra,
    Gern geschehen! 😀
    Nicht aufrebbeln, sonst geht man kaputt, viele Sachen auch einfach an sich abtropfen lassen!
    lg Herkules

  18. In einem Policy Brief vom Institut für Höhere Studien (IHS Policy Brief No.6, Mai 2014, http://www.ihs.ac.at/vienna/resources/IHS_general/Policybriefs/Policy_Brief_6_Zur_gesellschaftlichen_Akzeptanz_einmaliger_Vermoegenssteuer.pdf; hier der Link zur Pressemitteilung http://www.uni-bayreuth.de/pressemitteilungen-html/102-Studie-Vermoegensabgabe/index.html ) stellen wir einen Fall eines Referendums dar, mit dem die gesellschaftliche Akzeptanz einer einmaligen Vermögensabgabe analysiert werden kann. In der Schweiz wurde eine einmalige Vermögensabgabe in 1922, die ähnlich ausgestaltet war, wie einige der heutigen Vorschläge, massiv abgelehnt. Die Idee wäre gewesen, mit den Erlösen der Vermögensabgabe die Staatsschulden zu reduzieren. Bei hoher Wahlbeteiligung von 86% stimmten 87% gegen die Initiative, obwohl nur 0.6% der Bevölkerung betroffen gewesen wären (ab einem Vermögen von 1.7 Mio. Euro umgerechnet). Diese massive Ablehnung ist überraschend und will erklärt werden. Einfache Regressionsanalysen zeigen, dass höhere Bevölkerungsdichte und stärkere Industrialisierung die Zustimmung zur Initiative verstärken, die Ablehnung aber trotzdem klar bleibt.

    Nun befinden wir uns nicht mehr in 1922 und auch nicht in der Schweiz. Die wirtschaftliche Situation 2014 ist deutlich weniger schlimm als damals. Die Argumente für und gegen eine einmalige Vermögensabgabe sind früher und heute ähnlich. Ob das Resultat einer Volksabstimmung in Österreich oder Deutschland zu einer einmaligen Vermögensabgabe auch heute ähnlich ablehnend ausfallen würde, ist natürlich nicht klar. Trotzdem können wir etwas aus der Vergangenheit lernen. So einfach durchsetzbar und gesellschaftlich akzeptabel ist eine einmalige Vermögensabgabe vermutlich nicht.

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