Wir leben im Paradies auf Erden

Mit dem Wort „Paradies“ wird die ursprüngliche Heimat des Menschen, der Garten Eden, bezeichnet (1. Mose 2:7-15). Volkswirtschaftlich gesehen ist das Paradies ein „Staat“ in dem alle Produktionsfaktoren unendlich verfügbar sind. Es gibt keine Knappheit und keine Ungerechtigkeit.

„Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein“ verspricht die Bibel in der Offenbarung. Das Paradies sei einst gewesen und wird wieder kommen, heißt es. Im Paradies gab es alles in unbegrenzter Menge. Es gab genug Boden, Energie und Kapital. Natürlich gab es kein Geld. Mit Kapital sind früchtetragende Anlagegüter wie Bäume oder Nutztiere gemeint. Wären diese Produktionsfaktoren heute noch unendlich, dann befänden wir uns im biblischen Paradies. Doch so kam es nicht. Das Paradies ist fiktive Geschichte und heutzutage sind alle Faktoren knapp. Alle? Nicht ganz.

Das Ende der Unbegrenztheit der Dinge lässt sich zeitlich genau festhalten. In dem Moment, als Eva den verbotenen Apfel gegessen hat, ging das Paradies unter. Seither müssen die Menschen mit Boden, Energie und Kapital wirtschaften. Der Apfelklau war die Geburtsstunde der Volkswirtschaft. Der Schöpfer wollte damit bezwecken, dass wir mit unserer Umwelt sorgfältig umgehen und die Endlichkeit der Dinge begreifen. Das ist natürlich nur symbolisch und nicht historisch-korrekt gemeint. Nach dem Untergang des Paradieses konnte kein Mensch unendlich Energie, Boden oder Kapital für sich nutzen. Es musste auf einmal alles erarbeitet und getauscht werden. Boden liefert Kapital, die Energie (Arbeit) erntet das Kapital und das Kapital kann in anderes Kapital getauscht werden. Diese drei Faktoren bestimmen noch heute unsere Volkswirtschaft. Boden, Arbeit (Energie) und Kapital sind endlich. Bis zum 23. Dezember 1913 zumindest.

Mindestens seit dem Jahr 1913 bilden sich einige Leute ein, Schöpfer zu spielen. Sie brechen mit Gottes Regeln und hebeln die Endlichkeit der Produktionsfaktoren auf. Hat man einen Faktor, egal ob Boden, Arbeit oder Kapital, unendlich, so erschließen sich auch die anderen beiden fehlenden Faktoren von selbst. Mindestens seit 1913 ist der Faktor Kapital scheinbar unendlich. Zentalbanken können es unendlich erzeugen und konvertieren es seither unaufhörlich in Boden und Energie (Macht) für einige wenige. Die Geldmenge kann unendlich wachsen, denn die Zentralbanken können so viel Geld drucken wie sie wollen. Eine kleine aber feine Elite hat sich das Paradies auf Erden geschaffen.

Unser Planet ist ein geschlossenes System. Energie, Boden und Kapital sind vorhanden, können in die jeweilig anderen beiden Produktionsfaktoren konvertieren, gehen aber nicht verloren. Eignet sich nun eine kleine Gruppe Verbrecher künstlich erzeugtes Kapital und dessen synthetische Ertäge an, dann geht das zwangsläufig zu Lasten der Anderen. Boden wird unbezahlbar und von der Arbeit bleibt immer weniger Kapital übrig, weil nach oben abgeschöpft wird. Wir haben also das Paradies auf Erden! Einige wenige haben unendliche Macht und können aus dem Nichts Geld erzeugen. Es ist aber kein echtes Paradies; es umgeht den göttlichen Plan des freien Wirtschaftens mit den Gütern. Das Paradies ist erst dann echt, wenn alle was davon haben. Es ist genug Boden da, es ist genug Energie da und es ist genug Kapital vorhanden. Es ist nur falsch verteilt, weil sich die genannten Faktoren durch das neue unendliche Papiergeld bei wenigen Verbrechern konzentriert.

62% der Deutschen sind Christen und müssten daher das aktuelle Geldsystem ablehnen; so will es die Bibel. Egal was man glaubt oder nicht glaubt: An der Story ist was dran! Es ist ja auch nur symbolisch gemeint. Das unendliche Papiergeld sorgt für Verwerfungen, Ungerechtigkeit und Armut. Das müssten eigentlich alle Menschen, egal welchen religiösen Führern sie huldigen, ablehnen. Aber wem huldigen „wir“ denn? Glauben „wir“ nicht eher einer Merkel, einem Draghi oder einem Obama, statt an uns selbst?


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liebe Grüße, eure Jenny

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6 Antworten zu “Wir leben im Paradies auf Erden

  1. Pingback: Wir leben im Paradies auf Erden | Der Blogpusher

  2. Moritz J. Mueller

    Der Glaube an Gott über eine Religion ist nichts anderes als die Hoffnung eines jeden von uns dass es eine höhere Macht gibt, die unsere ganz persönlichen Interessen vertritt. Um dies zu erreichen, so machen uns die Weltreligionen vor, braucht man sich nur ihren Dogmen zu unterwerfen, zu beten und natürlich zu zahlen. Religionen haben mit Gott nun wirklich gar nichts zu tun, sondern sind von Menschen geschaffenen Konstrukte mit dem einzigen Ziel Massen zu unterwerfen, gefügig zu machen und ihnen vor allem ihr Geld abzunehmen. Dies kann schon zudem auch deswegen nicht funktionieren da ein Naturgesetzt besagt: “Mors tuam, vitae meam”. Oder auf Deutsch: “Dein Tod ist mein Leben” (weniger Dramatisch: Dein Nachteil wird automatisch zu meinem Vorteil). Beispiele?
    1) Zwei Männer verlieben sich in die gleiche Frau. Diese entscheidet sich für den einen also wird das Glück des einen automatisch zum Unglück des Anderen.
    2) Zwei Geschäfte in einer Strasse verkaufen die gleichen Produkte. Jeder Kunde, der in das eine geschäft geht ist automatisch ein Verlust für das Andere.
    3) Sport. Das Glück des Gewinners, in welcher Disziplin auch immer, geht automatisch Hand in Hand mit dem Unglück des Verlierers.
    Also; Paradies ist für alle gleichzeitig nicht lebbar und so kann man sagen dass auch das Lied von John Lennon “IMMAGINE” nichts anderes als ein Hirngespinst ist.

  3. Familie Mustermann

    Hallo Herr Mueller, Sie sind leider – so wie die Masse der Menschen – den Systemlügen, besser gesagt der enormen Verstärkung eines möglichen Aspekts des Lebens bzw. der menschlichen Natur, voll auf den Leim gegangen, denn Sie denken nur in Mangel und Konkurrenz.

    Sie haben also weder den obigen Text verstanden, noch begriffen, dass es auch für den zweiten Mann die Frau gibt, die ihn aufrichtig zurückliebt, dass die Geschäfte am Ende ohnehin den Gewinn teilen, es also keine Rolle spielt, wo der Kunde die Ware abholt. Möglicherweise ist die Ware sogar kostenlos und es braucht überhaupt keinen Gewinn und alle sind Gewinner?

    Ok, sie werden behaupten, das entspräche nicht der Natur des Menschen. Der Mensch sei egoistisch und auf vor allem auf seinen eigenen Vorteil bedacht.

    Sie wissen natürlich, dass das nur eine Seite der Medaille ist und dass Menschen sehr wohl auch sozial, kooperierend und nicht ausschließlich auf Rendite bedacht sind – so wie es heute vom System behauptet wird.

    Was Sie also tun müssen ist, die Gesellschaft so zu gestalten, dass ein soziales Verhalten zum persönlichen Erfolg wird und egoistisches Verhalten zum persönlichen Nachteil.

    Ein kooperatives Gesellschaftsmodell würde also nicht den Egoismus beseitigen, aber daraus einen Erfolg für alle machen.

    Das ist übrigens kein Sozialismus oder Kommunismus, es wird lediglich das gemeinsame Interesse betont und die Konkurrenz aller, zum Vorteil weniger, reduziert oder weitestgehends abgebaut.

    Wie das funktioniert, kann man bspw. an den vielen open source Projekten im Bereich von Software, Maschinen oder Produkten des täglichen Lebens sehen, der über die letzten Jahre mit Hilfe des Internets rasant gewachsen ist. Sie finden heute zu fast jedem Thema Anleitungen und Videos im Netz. Gratis.

    Solche Freeware macht also prinzipiell ein höheres Tempo der Weiterentwicklung, eine enorme Qualitätsverbessererung durch die Mitarbeit Vieler und schlussendlich eine höhere Lebensqualität für alle möglich und die Egoisten, die ihre Ideen patentieren, für andere Köpfe blockieren und für sich privat ausschlachten wollen, bleiben auf der Strecke.

    Eine kooperierende Gesellschaft mit paradiesischen Zuständen, im Überfluss und ohne Existenzangst und Mangel ist also möglich, wenn die Belohnungsmodelle für den Einzelnen stimmen.

  4. Moritz J. Mueller

    In der Grundtendenz kann ich Ihnen wohl recht geben. Nur sehe ich es etwas abstrakter. Es gibt im Universum zwei sich abwechselnde Kräfte deren Wirken nichts anderes als unendliche Mutation bewirkt. Die eine ist die Konstruktive (z.B. Natur in jeder Form, die sprießt und gedeiht) und die Destruktive (z.,B. Einschlag eines Meteoriten, Ausbruch eines Megavulkans etc.). Diese beiden Kräfte finden sich auch im Menschen wieder. Es währe natürlich sehr einfach sie im Anteil von 50/50% zu sehen da es ja auch viele Grautöne gibt. Aber der Einfachheit halber setze ich dies hier mal voraus. Die Konstruktiven sehen ihre Erfüllung und Aufgabe darin Schönes und alles zu schaffen was das Menschliche Leben angenehmer macht. Sie sind von Liebe und Leidenschaft geleitet und freuen sich über jedes glückliche Gesicht. Die Destruktiven hingegen sehen ihre Erfüllung und Aufgabe darin alles nieder zu reißen. Ihr Lebenselixier nähren sie aus dem (trügerischen) Gefühl der Überlegenheit. Glückliche Menschen geben ihnen ein Unwohlgefühl und Unglückliche hingegen Befriedigung, die sie aus ihrer Häme speisen. Beide sind aber Egoisten denn beide verfolgen ihre persönliche Erfüllung. Nur das die Einen halt dadurch konstruktiv für die Menschheit agieren, die Anderen halt destruktiv. Wer hingegen vorgibt kein Egoist zu sein ist nur ein Heuchler der versucht andere für sich zu gewinnen um sie sodann zu manipulieren.

  5. Pingback: Wir leben im Paradies auf Erden | FreieWelt.net

  6. Tja der Liebe Gott die Religion / en.
    Religion beginnt da wo der Geist der Rationalismus an seine Grenzen stösst.
    Der Mensch kann es in seinem beschränkten Geiste kaum in seiner Gesamtsicht fassen. Glaube liefert Antworten. Nur eben begrenzte Antworten. Antworten die den Geist beruhigen, ruhigstellen.
    Damit kann der Mensch hartes Denken und Suchen umschiffen.
    Oder einfach ausgedrückt reine Bequemlichkeit.
    Der Glaube an ein Weiterleben im Himmel oder Nirwana ( egal )noch dem Unvermeidlichen Tode, macht das Leben einfacher erträglicher. Prinzip Hoffnung. Die Wenigsten verkraften die nackte Wahrheit.
    Erbsünde?
    Das ist keine Sünde sondern umschreibt ein Biologisches Faktum.
    Wir werden mit Grund- Fähigkeiten geboren.
    Die Fähigkeiten sind uns gegeben, was wir damit anstellen steht uns Frei.
    Die Grundfähigkeiten können wir Vererben jedoch nicht das erlernte, da muss JEDE neue Generation jedes Individuum, immer aufs neue bei Null anfangen.
    Und haben wir dann im Verlauf eines Lebens ein wenig an Wissen und Erkenntnis zusammen, tja dann wird es halt schon bald Zeit fürs letzte Hemd.
    Eine ,,Sünde,, ist da nicht.
    Es ist das Biologische Erbe das uns auf den Weg gegeben ist, dem wir nicht entrinnen können, das uns im Griff hat.
    Hat schon so einiges an Wahrheit der Spruch, der Geist ist willig das ,,Fleisch,, ist schwach, zu schwach gegen Realitäten und Fakten.
    Freundliche Grüsse

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