Weltspartag: Wer behauptet eigentlich immer, dass es keine Zinsen mehr gibt?

Nächste Woche findet der 90. Weltspartag statt. Doch die Deutschen sind nicht glücklich und sparen sich das Sparen lieber. „Es gibt ja sowieso keine Zinsen“, heißt es pausenlos. Doch stimmt das wirklich? Ich finde nicht.

Wer für einen Teil seines Vermögens keine Sachwerte möchte, sondern auf der Suche nach Zinsen ist, ist nicht verloren, denn die Zinsen sind ja nur hier bei uns, in den USA und in Japan so niedrig.  In anderen Ländern und Regionen ist das anders. Wer Zinsen möchte, der muss sein Geld verleihen. Deshalb spielt die Schuldnerqualität eine große Rolle. Damit man etwas mehr Zinsen bekommt, macht es Sinn ein leicht erhöhtes Risiko in Kauf zu nehmen. Risikolose Zinsen wurden nicht abgeschafft; es gab sie nie! Geneigte Zinsfans sollten global streuen und dabei auf verschiedene Währungen setzen. Um Kosten zu sparen kann man auch auf einen internationalen Anleihenfonds zurückgreifen.

Die “Welt ohne Zinsen” ist Humbug. Es gibt noch Zinsen, man muss nur genau hinschauen. Wenn man noch ein bisschen mehr Mut hat und das Währungsrisiko zur Renditeoptimierung mit ins Boot nimmt, dann öffnen sich noch andere Zinswelten. In vielen Ländern Asiens, in Kanada oder auch Osteuropa werden schöne Renditen bezahlt. Wichtig: Anleihen sind Kredite und die Schuldner können pleite gehen. Eine risikolose Geldanlage gibt es nicht. Wir müssen davon ausgehen, dass in der Eurozone die Zinsen eine sehr lange Zeit so niedrig bleiben werden. Aktuell liegen auf der Währungsseite große Chancen, die man nicht links liegen lassen sollte. Wer mehr Ertrag will, muss nicht unbedingt Aktien kaufen. Manchmal können bei entsprechender Angemessenheit auch Anleihen für die Strategie des Anlegers geeignet sein.

Lesetipp: So geht Anlageberatung


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liebe Grüße, eure Jenny

8 Antworten zu “Weltspartag: Wer behauptet eigentlich immer, dass es keine Zinsen mehr gibt?

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  2. Naja, Geld ist noch nie aus sich heraus mehr geworden (wie soll das auch gehen?). Irgendjemand muss den Zinsanteil erarbeiten, ein grandioser Umverteilungsmechanismus…
    Wenn es vor der eigenen Türe nicht mehr recht klappt (Rendite im Keller) und dann die Geldströme aufs Ausland ausweichen, provoziert am Ende eben jene Spekulationsblasen, die in aller Regelmäßigkeit platzen. Sollen sich andere die Finger dabei verbrennen 🙂

  3. Liebe Bananenkaratetigerin Jenny,
    Heute ist noch nicht der 11.11. oder Fassenacht, denn der Weltspartag ist was für absolute …

    Der Michel scheint langsam aufzuwachen, denn eine Umfrage ergab, das über 50% der Michels überhaupt nicht mehr daran denkt zu sparen, recht so! Wie Du richtig schreibst können Schuldner pleite gehen, also schnell alles in argentinische Staatsanleihen, oder Prokon-Anleihen ect. Das hört sich an wie ein Horrorkabinett der Pleitegeier, aber Jenny sieht große Chancen, bis das Lehmann 2 Ereignis zuschlägt. Vielleicht zahlt ja dann eine HSH Nordbank der Bananenkaratetigerin die Differenz aus, wie bei der schon pleitegegangenen Lehman Brothers Bank anno 2008. Jenny rührt hier die Werbetrommel für Ihren Chef, damit die Provision stimmt Muahhh.
    Alles nach dem Motto für den Kunden: „Kohl, Köhler – verkohlt“.
    Frei nach Wallenstein: An ihrer Kohle werdet ihr sie erkennen…Muahhh.
    🙂 😉 😉
    „Was die Schelmen nicht stehlen, das zertreten die Narren.“
    Anette Droste Hülshoff
    Wie sehr Recht Sie hatte!

    • Hallo Momo,
      ich bestehe darauf, dass ich keine Finanzinstrumente, vor allem keine Ramschamleien, empfohlen habe. Ich rühre hier auch keine Werbetrommel, denn ich habe keinen Chef der mir sagt welche Finanzinstrumente man verkaufen soll und welche nicht. Denkt man sich deine Polemik und Unsachlichkeit weg, dann hast du nicht ganz unrecht. Aber was spricht dagegen, das laufende System noch so lange auszunutzen, wie es läuft?

      lg

  4. Hallo Jenny,
    Wer eine Bankerin ist und in der Bank arbeitet, muß auch Finanzprodukte verkaufen, hat demzufolge auch einen Chef. Außer Jenny besitzt selber eine Bank und ist der Chef.
    Was gegen das Ausnutzen des momentanen Systems spricht ist folgendes:
    Es war einmal eine Bananenkaratetigerin, die beschloß vegan zu werden , deshalb verließ sie die offene Savanne und trollte sich in den dichten Urwald. Dort fand sie in einer versteckten Lichtung einen riesigen, aufgeschichteten Bananenberg, unter welchem sie sich verbarg. Das ging lange Zeit ganz gut, denn morgens 1 Banane, mittags 1 Banane… ect. Bis eines Tages die Affenherde zurückkehrte, um sich an ihren Bananenvorräten gütlich zu tun. Die Affenmännchen beschlossen Allesfresser zu werden und als sie die Bananentigerin entdeckten, da gabs dann Bananenpüree mit feinzerteilten Tigerfilet, welch ein Genuß. So endete dann das Leben der veganen Bananenkaratetigerin.
    Und die Moral von der Geschicht, die überlege sich jeder selber.
    lg

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