Linkspartei verteidigt die kapitalistische Wirtschaftsordnung

Verkehrte Welt? Ganz und gar nicht. Letzte Woche ist im Deutschen Bundestag viel passiert, aber keine Angst ich schreibe nicht über Wolf Biermann. Viel interessanter war die Sitzung am Donnerstag, wo über Änderungen des ESM sowie über die Bankenunion abgestimmt wurde.

Auf der Tagesordnung stand unter anderem das „Gesetz zur Änderung des ESM-Finanzierungsgesetzes„. Der ESM wurde uns damals als alternativloses Instrument zur Rettung von Staaten verkauft. Inzwischen werden durch den ESM auch Banken gerettet, was man damals noch absolut ausschloss. Über den Bankenrettungsfonds werden künftig auch solche Banken (und deren Sparer) zur Haftung gezogen, die im großen Casino nicht mitspielen. Das Haftungsvolumen des deutschen Steuerzahlers und Sparers steigt hierdurch um weitere 15 Milliarden Euro.

Es war Aufgabe der Linkspartei in der Debatte am Donnerstagmorgen, die kapitalistische Wirtschaftsordnung zu verteidigen. Die im Gesetz beschriebene Haftungskaskade, dass der Steuerzahler erst als Letztes herangezogen wird, entlarvte Sahra Wagenknecht als Schön-Wetter-Regel, denn im Gesetz selbst kann davon abgewichen werden, wenn „Not am Manne“ ist und man erneut in den Abgrund schaut, schreibt Frank Schäffler im EF-Magazin.

Ebenfalls interessant ist auch, dass sich Angela Merkel indirekt als schlechte Europäerin geoutet hat. Was alle ahnten, ist jetzt eine Gewissheit. Am 25. März 2010 sagte sie: „Deshalb sage ich: Ein guter Europäer ist nicht unbedingt der, der schnell hilft. Ein guter Europäer ist der, der die Europäischen Verträge und das jeweilige nationale Recht achtet und so hilft, dass die Stabilität der Euro-Zone keinen Schaden nimmt.“ Nun werden wieder Verträge gebrochen, Zusagen verändert und der Wähler mit Propaganda gefügig gemacht sowie die Haftsumme um 15 Milliarden Euro erhöht. Ich finde Merkel hat recht: Sie ist eine schlechte Europäerin. In einem freien Land mit freien Märkten müssten Banken auch pleite gehen können. Komisch, dass dies (so ähnlich) nur die Linke fordert.

Quelle: 2-3 Sätze sind 1 zu 1 von Frank Schäffler´s Artikel rauskopiert


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liebe Grüße, eure Jenny

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8 Antworten zu “Linkspartei verteidigt die kapitalistische Wirtschaftsordnung

  1. dieses Konstrukt „Nazi/Stasi EUR-ZONE“ (ohne Geld dafür mit Chip im Arm) wird ohne Rücksicht auf Verluste durchgepresst werden.
    LINKE? – die besser Menschen, wie? –
    das ganze System „Polit/Medien/Parteien“ ist Linke!

    Veränderungen:

    inländisch hier:
    *Link von der Moderation gelöscht*

    global hier:
    *Link von der Moderation gelöscht*

    und wer bei diesem „US Snowden“ schon ins Schleudern kommt, der sollte sich dies mal ansehen
    hier:
    *Link von der Moderation gelöscht*

    und die Aufklärung insgesamt
    hier:
    *Link von der Moderation gelöscht*

    Und der Weg aus der „Freiheit“ heraus in den „Stalinistischen >US< Totalitarismus mit Chip im Arm" ist schon weit durchschritten – es bleibt nicht mehr viel Zeit den Vorauseilenden, die Weggabelung vom überwucherten Gestrüpp zu befreien …

    (skadenz für S.-K.)

  2. Nichts ist so wie es scheint, hinter den Kulissen regieren ganz andere Figuren, als der Pöbel meint.

    Damit dürfte der Zauberwürfel der Bankstereliten aufgedeckt sein.

  3. Pingback: Linkspartei verteidigt die kapitalistische Wirtschaftsordnung - Der Blogpusher

  4. AnsbachKaspar

    WOW – da ist jemand aber sehr deutlich – gefällt mir! Unbedingt lesen:

    http://finanzmarktwelt.de/wir-sind-viel-mehr-wir-sind-das-volk-6339/

  5. Wenn in dieser Partei überhaupt noch jemand ehrlich ist und für linke Ziele und Traditionen eintritt ist es Oscar Lafontaine, der auch dementsprechend von den Mainstream-Medien attackiert wird.

    Eine Linke Partei die dem Sozialismus / Marxismus abgeschworen hat ist keine linke Partei!
    Sie benutzt diese Vokabel – um etwas zu suggerieren was nicht vorhanden ist. Nämlich revolutionäre Ziele zu vertreten um einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen. Und genau davor distanziert sich diese Partei.

    Sie huldigt der EU, dem Euroahn, Multi-Kulti, Green, Economy, dem Feminismus- und Genderwahn.
    Und andererseits stellt sie Forderungen wie die Auflösung der NATO, was vollkommen unrealistisch ist und damit ungefährlich für das System.

    Die Summe von all dem – es ist zu viel.
    Da kann ein Herr Gysi als Galionsfigur auch noch so gute Reden halten, (womöglich sogar die besten von allen im Bundestag) Diese Partei ist für mich nicht wählbar. In für mich wichtigen punkten unterscheidet sie sich nicht vom Establishment. Man biedert sich an um an die Macht zu kommen.

    Und auch in der Ukrainekrise eiert die Linke herum.
    Man muss in diesem Konflikt Partei ergreifen “PRO“ oder “CONTRA“.
    Diese anbiedern im Sinne des Zeitgeistes, ist widerlich Herr Gysi.
    Ich habe noch das Bild vor Augen wie sie Herrn Gauck (den größten Kommunistenhesser der Nachkriegszeit) zur Wahl zum Bundespräsidenten der BRD, persönlich mit Blumenstrauß beglückwünscht haben. Und ich kann mich auch erinnern, dass sie öffentlich ihr Missfallen geäußert haben, weil der Vorstand der Partei “Die Linke” Fidel Castro zu seinem 80. Geburtstag ein Glückwunsschreiben übermittelt hatte.

    Woher nimmt man in der BRD die Arroganz, die DDR sei ein Unrechtsstaat gewesen?
    Woher nehmen Sie Herr Gysi die Unverfrorenheit die DDR als Diktatur zu bezeichnen?

    Es gibt viele Videos dazu die das beweisen. Und auch Beiträge von mir. Doch da hier Links anscheinend grundsätzlich gelöscht werden, verzichte ich im vorhinein darauf diese anzugeben.

    Gruß Sabine

    • Gutartiges Geschwulst

      sabnsn: „Woher nimmt man in der BRD die Arroganz, die DDR sei ein Unrechtsstaat gewesen?“

      Völlig RICHTIG! Seit wann ist es denn Unrecht, jemanden abzuknallen, der in einen anderen Landesteil will, oder Menschen einzusperren, die eine abweichende Meinung äußern? Die hams doch nicht anders verdient!
      Als musikalischer Gruß an alle Genossen, die „Internationale“ (moderne Fassung):

  6. Pingback: Linkspartei verteidigt die kapitalistische Wirtschafts­ordnung | FreieWelt.net

  7. Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Kapitalistische Wirtschaftsordnung

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