Negativzins geht nur mit Bargeldverbot

Bei Krisentheoretikern und Untergangspredigern knallen die Sektkorken! Nachdem der Euro-Crash nicht kam und die Aktienmärkte noch immer im Glanz erstrahlen, gibt es endlich neue Themen, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Eines ist klar: Negativzins geht nur mit Bargeldverbot. Aber wäre das denn so schlecht?

Die Deutschen besitzen abzüglich ihrer Kredite zirka 3 Billionen Euro. Ein Großteil davon liegt zinslos als Sichteinlage auf Girokonten, Sparbüchern oder Tagesgeldkonten. Würden Banken (über Nacht) negative Zinsen einführen, dann käme es zu heftigen Barverfügungen, denn Bargeld zu 0,00% Zinsen wäre besser als Buchgeld zu beispielsweise -0,2%. Banken halten üblicherweise ca. 3-6% ihrer Sichteinlagen als Bargeld. Das heißt die Bank könnte von hundert Kunden zirka 3 bis 6 auszahlen. Beim siebten Kunden müsste sie dicht machen. Negativzinsen gehen also nur mit einem Bargeldverbot.

Natürlich wird die Politik ein eventuelles Verbot von Bargeld geschickt verkaufen und schmackhaft machen. Ein Bargeldverbot verhindert Drogengeschäfte, Steuerhinterziehung und andere Illegalitäten. „Wer Bargeld will, der hat etwas zu verbergen und ist rechtsradikal“, werden die staalichen Propagandaanstalten von früh bis spät posaunen. Und ja, die Menschen werden folgen, wie sie immer folgen, denn das Wort „Volk“ kommt vom Verb „folgen“, glaub ich. Wenn wir alles über Buchgeld abwickeln, dann ist unser kompletter Alltag digital aufgezeichnet. Unsere NSA-Vertreter in Berlin bekommen bei dieser Vorstellung massenhaft feuchte Träume.

Abgesehen von der Überwachung spricht allerdings nichts gegen ein Bargeldverbot. Ich wäre sogar dafür! Die Politik soll übers Wochenende Bargeld verbieten und einen Negativzins mit 5% auf alle Sicht- und kurzfristigen Spareinlagen verlangen. Was wir dann hätten wäre Geld, welches an Wert verliert, wenn es nicht investiert wird. Die Folge wären Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Industrie und Handel. Statt das Geld zu horten würden viele Anleger das machen, was man mit Vermögen eigentlich machen sollte: Wagnisse eingehen und den Wohlstand aller mehren.

Negativzins und Bargeldverbot wäre wie „Geld mit Mindesthaltbarkeitsdatum“. Wird das Geld nicht ausgegeben oder investiert, dann verliert es an Wert. Oder anders gesagt: Dient Geld nicht der Allgemeinheit, dann wird der Besitzer bestraft. Man kann natürlich auch Fristen einführen. So könnte man den Negativzins erst nach einigen Monaten verlangen. Unser Hauptproblem ist doch, dass es zu viel Geld gibt. Geld ist immer auch eine Schuld. Wenn man Geld vernichtet, dann vernichtet man Schulden. Ich halte Negativzinsen auf Geld, welches nicht der Allgemeinheit dient, für eine gute Idee. Um sie durchzusetzen brauchen wir ein Bargeldverbot. Und wenn das Volk nicht überwacht werden will, dann soll es eben fähige Politiker wählen, die solch dreiste Dinge nicht tun.

„Armut ist eine Kette und Reichtum ist eine Kette. Und der Anblick von Ketten muss jedem Freien ein Gräuel sein. Wo er sie sieht, muss er sie brechen.“ Zitat: Silvio Gesell 1920

Lesetipp: Warum das Bargeld abgeschafft wird


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liebe Grüße, eure Jenny

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24 Antworten zu “Negativzins geht nur mit Bargeldverbot

  1. Jenny,
    leider liegen Sie bei diesem Thema voll daneben.

    Die Schwundgeldanhänger liegen falsch, sie haben das Wesen des Geldes nicht verstanden und wollen die Sparer ausrauben.
    Ein Negativzins auf Spareinlagen und Sichteinlagen ist Diebstahl, nichts anderes.

    Wenn Sie erfahren wollen, was am Schwundgeld falsch ist, empfehle ich den Artikel von Egon-W-Kreutzer zum Thema.
    Wer nach der Lektüre dieses Artikels noch Schwundgeldanhänger ist, hat den Artikel nicht verstanden.
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen14.html

    Allgemein gilt: Wer Geld als Ware betrachtet, hat Geld nicht verstanden. Das gilt für alle Schwundgeldanhänger.
    Wer Zins befürwortet – egal ob Positivzins oder Negativzins – hat das Wesen des Geldes nicht verstanden.

  2. Sie argumentieren, anhand der Notwendigkeit zu Investieren, das Negativzins gut ist. Ok das ist ein Argument.
    Aber wie sieht es mit dem Durchschnittslohnempfänger aus, der womöglich sich eine neue Küche kaufen muss und normalerweise Jahrelang sparen muss ?
    Soll der jetzt auch investieren zum Wohle aller, in diesem Falle zum Schaden seinerselbst?
    Glauben Sie, das das Geld tatsächlcih investiert wird, oder werden die Wohlhabenden das Geld anderswo parken, wo es keinen Negativzins gibt?

    Ich betrachte das ganze aus meiner Perspektive als Unterbezahlter Angestellter: Ich investiere in nichts, ausser in dem, was ich mir noch leisten kann und leisten muss.
    Hätte ich 20.000 Euro Monatsgehalt und wäre ein „hohes Tier“, würde ich alles tun, das Geld dorthin zu schaffen, wo ich dennoch Profit schlage! Was kümmert mich ein Gesetz, das man immer umgehen kann?
    Dafür freue ich mich dann, das die armen (wie immer) draufzahlen

  3. … aus meiner Sicht diesmal ja grob an der Realität vorbei, pardon!

    DAS wäre das sofortige Ende des Euro. Die Banken würden gestürmt, die Auslandsüberweisungen explodieren und infolge der Aussenwert des Euro würde blitzartig gegen Null gehen. Denn nicht überall in der Welt gibt es einen Hang zur finanziellen Todessucht. Natürlich könnten mit Auslandstranfersperren Abflüsse verhindert werden. Aber die müssten über Nacht kommen. Zum anderen hätten wir über Nacht eine Hyperinflation. Und Aufstände wie Deutschland sie noch nicht gesehen.
    Wer auch immer dafür verantwortlich gemacht würde, jeder Einzelne davon, kann sich zeitgleich mit dem Vollzug dieses Wahnsinns schon eine Messe lesen lassen. You bet!

  4. Bisher habe ich Ihre Beiträge geschätzt. Heute bin ich entsetzt über soviel ökonomischen Unverstand!

  5. Zukurzgedacht

    Und was passiert, wenn das System mal versagt und ich nicht für mein Essen bezahlen kann?
    Was wenn unliebsame Kritiker einfach „durch ein Problem ihrer Bank“ vom System abgeklemmt werden?
    Wehret den Anfängen!

  6. Jenny,
    hm, mir fehlen die Worte bei diesem Artikel…
    Ich muss meine Altersvorsorge und Rücklagen für gewisse Fälle für mich und meine Familie mit zwei Kindern selbst übernehmen. Warum, weil ich (wie viele andere) sehr wahrscheinlich Rente auf Grundsicherungsniveau erhalten werde und ausnahmslos niemandem im Finanzwesen vertraue. Will sagen: Es ist MEIN hartverdientes GELD (konkret Hartgeld), über welches ich (und NUR ich) nach Steuer verfügen möchte. Hier hat niemand herumzufingern. Kennen Sie den Ausspruch „Wann immer es für ein Problem keine Lösung gibt…gibt man einfach ein Gesetz (Verbot) raus.“ Bargeldverbot ist keine Grundlage für ein selbstbestimmtes, prospektives Leben, es ist das ENDE!

  7. Wenn am Ende unseres Geldes regelmäßig noch zu viel Monat übrig ist, dann hat er / sie wohl zu wenige Menschen gefunden, die ihm / ihr noch etwas schulden und von diesen Menschen gibt es zunehmend mehr in diesem schönen Land.

    Wir sind fixiert auf das Eingehen von Schulden und auf das Begleichen von Schulden. Freiwillig gibt kaum jemand gerne etwas ab.

    Lösen wir uns von den Schulden, dann lösen wir uns zwangsläufig von den Forderungen.

    Das gesamtgesellschaftlich einzig Sinnvolle ist, von beidem möglichst wenig – schon gar nicht konzentriert – zu haben und wenn eine allgemeine, umlaufsichernde quasi Besteuerung von Giralgeld in der Form eines negativen Zinses dazu beitragen kann, dann ist das zu befürworten.

    Den Euro als Bargeld abzuschaffen ist dabei hinnehmbar, wenn er durch regionale Währungen ersetzt wird.

  8. Wurde die Seite etwa gehackt???
    Normalerweise schreibst Du hier nicht so einen Unsinn!
    Abgesehen vom Ökonomischen Unsinn, den die anderen Kommentare bereits darlegen:
    Ein Bargeldverbot ist nicht nur hinsichtlich der möglichen Überwachung eine Katastrophe, sondern führt in der Sekunde des Inkrafttretens zu einer vollständigen Kontrolle.
    Jeder kann einfach per Mausklick finanziell ausgeschaltet werden. Ein falscher Kommentar an der falschen Stelle und – Ups – nichts mehr zu essen, kein Telefon, Strom etc.
    Jeglichen (Vor-)verdacht könnten gewisse Kreise erstmal ganz entspannt zu einer Sperre aller Finanzen nutzen, dies hätte quasi eine Umkehr der Beweislast zur Folge, damit man (Tage oder Wochen später) wieder an sein „Geld“ kommt.
    Man sollte einmal bedenken, dass möglicherweise alles, was man sich je erarbeitet hat, nur eine Zahl in einer Textdatei auf einem Computer ist, auf den man selbst keinerlei Zugriff hat, die nicht vertrauenswürdige Oberschicht aber sehr wohl.

  9. Liebe Jenny,

    durch die Abschaffung des Bargeldes wäre der Bürger nicht nur dem Überwachungswahn der Regierungen ausgesetzt, sondern er wird gezwungen, seine angehäuften Reichtümer als Vorsorge für schlechte Zeiten komplett den Spekulanten wie Banken, Versicherungen und den AmazGoogApples dieser Welt anzuvertrauen. Bargeld ist das einzige legale Zahlungsmittel, da letztendlich der Staat dafür geradesteht. Das Geld bei allen anderen Institutionen ist unsicher, siehe Finanzkrise 2008/9. Das sind private Unternehmungen, die von mehr oder weniger seriösen Menschen zu ihrem eigenen Vorteil gesteuert werden. Wenn keine Fluchtmöglichkeit in das Bargeld mehr besteht, werden die Spekulanten vor lauter Champagnerlaune aus dem Suff überhaupt nicht mehr herauskommen und das Geld noch schneller verzocken als bisher. Die Staaten würden einem skrupellosen Geschäftsmodell weiteren Vorschub leisten. Es wäre eine katastrophale Kombination aus Überwachungssozialismus und ruinösem Turbokapitalismus. Hier würden sicherlich sogar die Deutschen revoltieren, sie zahlen 80% ihrer Einkäufe in bar und sie haben recht. Der Handel und die Banken stöhnen unter den angeblich ach so hohen Kosten für die Bargeldbearbeitung (kostengünstige Lösungen findet man hier: http://www.camcco.de), aber die Kosten für Apfel-und-Visa-auch-alle-heißen sind definitv höher. Dazu kommt, dass man doch nicht genau weiß, ob man die Kohle kriegt. Cash habbich in der Täsch :))

    mit herzlichen Bargrüßen
    Achim

  10. sag mal, wurde dein Account gehackt ?
    Bargeldverbot als Befreiungsschlag gegen Großkapital, Drogenbosse und Schuldenkrise???- Ich will das auch, was du nimmst 😀
    Das Bargeldverbot kommt noch früh genug – aber dann eben mit Totalüberwachung: Kaufst du dann eine Tiefkühlpizza im Supermarkt, bekommst du direkt eine Verwarnung der Krankenkasse an der Kasse ausgehändigt….das ist dir klar , oder?!
    Mach also bitte keine Werbung für das Bargeldverbot, sonst heißt es nachher noch “ ihr habt es doch auch so gewollt“

  11. Liebe Jenny, Ich hatte hatte Dir schon mal vor Monaten den Tip gegeben, zu versuchen, das Falschgeldsystem zu verstehen (Infos dazu auf meiner Webseite http://www.wertperspektive.de und auf vielen weiteren Webseiten). Dann kämest Du nicht auf den Irrtum, Falschgeld =Geld zu setzen, also nicht wertgedecktes (Betrugs)Geld mit wertgedecktem Geld gleichzusetzen.
    Es ist schon peinlich, so etwas wie den obigen Text zu lesen, mit den ganzen Mißverständnissen darin.

  12. Das Bargeldverbot wird der größte Raubzug in der Geschichte der
    Menschheit.
    Das Bargeld in meiner Brieftasche gehört nämlich mir.
    Das Geld auf meinem Konto gehört der Bank. Es existiert nur als Forderung gegen die Bank.
    Bargeldverbot heißt, dass die Leute ihr Eigentum (!) an Banken verleihen müssen, dafür Gebühren bezahlen müssen (!) und alles futsch ist, wenn die Bank pleite geht.

    Und die Leute werden’s gut finden, dafür gibt’s schließlich professionelle Gehirnwäscher.

  13. Pingback: 21. Jahrhundert » Blog Archiv » Negativzins geht nur mit Bargeldverbot | Jenny´s Blog

  14. Schlussfolgerung:
    Die Banken wollen kein Geld mehr von ihren Kunden, da sie zu ihrer Liquidät billiger Geld von der EZB bekommen können.
    Experten sagen seit Monaten schon, dass Banken streng genommen auch von Privatkunden einen Strafzins verlangen müssten.
    Dem wird eine 100%ige Abschaffung des Bargeldes vorangehen, um zu verhindern dass die Bürger ihre Ersparnisse (welche sowieso real nicht mehr vorhanden sind), von ihre Konten abeben zu können.
    (Würden nur 10 % aller Sparer ihr Geld abheben wollen, würde das gesamte westliche Finanzsystem zusammenbrechen.)
    Bargeld zu Hause unter dem Kopfkissen aufzubewahren um sich dem Negativzins zu entziehen wird gegenstandslos, da man mit diesem Geld nichts mehr anfangen kann.

    Ein weiterer Baustein der generalstabsmäßigen Freiheitsberaubung der Menschen ist die Abschaffung des Bargeldes. Mit diesem echten Terroranschlag gegen die Völker durch das herrschende Finanzsystem wird offenbar ein Gang höher geschaltet in der angestrebten Neuordnung der Welt.

    Die Gefahr: Wer in Zukunft nicht mehr im Interesse des Wahnsinns spurt, wird durch ein einfaches Abschneiden vom Zahlungsverkehr in seiner Existenz zerstört. Dass wir uns längst nicht mehr in einem Rechtsstaat bewegen, ist inzwischen vielen klar geworden.
    George Orwell hat mit seinem Roman „1984″ schon damals unsere Zukunft vorausgesagt. Die totale Kontrolle der Menschen wird angestrebt, dafür ist jeder erfundene Vorwand recht, ob er nun Massenvernichtungswaffen, Pandemien, Klimakatastrophe oder Terrorismus heißt.

    Auf Links verzichte ich, da diese . . . .

    l.G. Sabine

  15. Bananenkaratetigerin Jenny, bekommt ihre Lernmanuskripte von Ihrem obersten Bankerchef und stellt diese dann hier als Diskussionsgrundlage in`s Netz, was ziemlich clever ist, um die Reaktion auf die Versuchsballons zu testen. Allerdings fällt dem Publikum hier das jetzt auf, und die Tarnung fliegt auf. Die Thesen sind hammerhart, so daß ihre Absurdität augenfällig sind. Ein Bargeldverbot würde die RFID-Verchippung der gesamten Bevölkerung nachsichziehen, was nicht ohne Folgen bleiben würde.
    Die Filettierung sämtlicher Bananenkaratetiger durch die Pavianherden dieser Welt wäre die Folge. 🙂 🙂 🙂

  16. Also,
    liebe „pinksliberale“-Jenny, liberale Positionen sehen anders (und vernuenftiger) aus. In deinem vorhergehenden FDP-Artikel schreibst du sinngemaess, dass in Freiheit das Subjekt autonom von Bevormundung und staatlichem Zwang ist. Genau diese Freiheit willst du dann im naechsten Artikel praktisch abschaffen!
    Wenn ich bei der Durchfuehrung jeglicher finanzieller Transaktionen von Dritten abhaengig bin, dann bin ich definitiv nicht mehr souveraen. Punkt, aus!
    Um dann auch noch dem Staat zu vertrauen bzw. zu glauben, du koenntest sein Handeln kontrollieren, in dem du alle 4 Jahre dein Kreuzchen an der vermeintlich richtigen Stelle machst, setzt entweder hochgradiges Gottvertrauen oder absolute Staatsglaeubigkeit voraus. Wer das Verhalten der meisten Regierungen in den letzten Jahren denkend verfolgt hat, dem muessten bei diesem Gedanken die Haare zu Berge stehen.
    Und noch etwas: Jegliches private und in der Regel voll versteuerte Vermoegen zwangsweise in den vermeintlichen Dienst einer Allgemeinheit stellen zu wollen, dazu noch, indem man es teilweise enteignet oder mit Enteignung droht, scheint mir ebenfalls nicht sehr liberal, sondern eher sozialistischem Denken zu entspringen. Dann haette es eine gewisse Logik, zwangsweise alle Ressourcen in den Dienst eines von Oben definierten Gemeinwohls zu stellen. In der Folge werden dann aber auch diejenigen, die Anschaffungen ansparen oder auf Kredit kaufen muessen und nicht locker aus dem finanzieren, was am Monatsende vom Einkommen uebrig bleibt ziemlich Probleme bekommen. Also noch nicht einmal sozialistisch korrekt, der Gedanke.
    Was bleibt, ist der Nutzen fuer einen totalitaeren Staat und die ihn beherrschenden Eliten aus Konzernen, Bankern, Oligarchen oder wem auch immer der Staat gerade gehoert…
    Lieber Gruss aus dem nekrotischen Sueden Europas…

  17. „(…) was man mit Vermögen eigentlich machen sollte: Wagnisse eingehen und den Wohlstand aller mehren.“

    Wo steht denn geschrieben, dass ich mit meinem Ersparten Wagnisse eingehen soll? Was soll dieser sozialistische Humbug? Geld soll neben der Zahlungfunktion auch über eine Wertaufbewahrungsfunktion verfügen – planwirtschaftliche Ideen eines Schwundgeldes bzw. von oben verordneter Richtlinien für den Umgang mit Erspartem widersprechen diametral nicht nur einem freien (haha, als ob wir das hätten) und wertgedecktem Geld (nochmals haha), sondern auch einer freien Gesellschaft und Marktwirtschaft (zumindest behauptet man das noch von unserem Wirtschaftssystem, wobei zunehmende Zweifel angebracht sind). Solche Forderungen offenbaren leider die traurige Realität, in der wir leben, und die abstrusen Ideen mancher Schreiberlinge, denen die Sinne von zu viel planwirtschaftlich-utopischem Gutmenschentum vernebelt wurden.

    A propos Zinsverbot, das einer der Kommentatoren befürwortet: Warum soll Zins verboten werden? Wenn ich Geld jemandem leihe, will ich eine Gebühr dafür haben – schließlich steht mir dann mein Geld nicht zur Verfügung, d. h. ich muss darauf verzichten, während eine andere Person damit operieren kann. Der Zins bzw. die Zinshöhe stellt darüber hinaus eine Art Risikoprämie dar. Um es ganz einfach zu erklären: Wenn ich mir einen Wagen leihe, muss ich auch dafür blechen. Oder will man das auch kostenlos haben?

    • Robert,
      das Zinsverbot ist logisch und notwendig, wenn man sich aus der falschen Denk-Matrix über das Geld herausbewegt und über das Wesen des Geldes nachdenkt.

      Geld ist für den, der eine Leistung erbringt und dafür mit „Geld“ bezahlt wird, nichts anderes als eine Quittung für eine von ihm erbrachte Leistung.

      Weshalb sollte ein Mensch seine Quittungen an Dritte „ausleihen“ ?
      Macht keinen Sinn, denn er hat eine Leistung erbracht und nicht der Dritte.

      Noch weniger Sinn macht es, für das Ausleihen von eigenen Quittungen vom Schuldner mehr zu fordern, als die verliehene Summe. Das ist Diebstahl oder Betrug, denn es bedeutet, dass der Schuldner ohne Grund für den Kreditgeber zusätzliche Arbeit erbringen muss.
      Der Schuldner ist also ein Sklave, den der Kreditgeber durch den Zins ausbeutet. Mehr ist das nicht und deshalb wurde in allen Zeiten, wo noch das Wissen vom Wesen des Geldes vorhanden war, das Nehmen von Zinsen als Verbrechen geahndet.

      Sie haben sich von Rosstäuschern blenden lassen, welche von Gier getrieben, die Versklavung der Menschheit über den Zins betreiben.

      Klar, nun werden Sie fragen, wie denn ein Mensch an einen dringend benötigten Kredit herankommen soll ?
      Das wäre der Beginn, sich konstruktive Gedanken über ein gerechtes Geldsystem zu machen, welches nicht auf Ausbeutung und Versklavung durch den Zins basiert.

      Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, solch ein Geldsystem zu organisieren, in welchem die falschen Schwundgeldtheorien genauso wie die völlig falschen Zins-Rechtfertigungs-Theorien völlig überflüssig wären.

      Ein kleiner Anstoss zum weiteren Nachdenken:
      Geld ist ein Mittel, um Leistungen zu verrechnen.
      Ein Kredit bedeutet, Quittungen über erbrachte Leistungen zu bekommen und mit diesen Quittungen die Leistungen von Dritten bezahlen zu können …. ohne selbst eine eigene Leistung erbracht zu haben.

      Eine kreative Gesellschaft, welche weiss, dass der Zins Betrug und Diebstahl ist und den Wert des Geldes verzerrt, könnte sich überlegen, Kredite nicht von Privatpersonen, sondern von der Gesellschaft insgesamt, an Kreditnehmer zu vergeben.
      Dafür bräuchte es keine Quittungen der Bürger, welche diesen für ihre schon erbrachte Leistung gezahlt wurden, sondern die Gesellschaft könnte neue Quittungen drucken.

      Diese neuen Quittungen kosten nur das, was der Druck kostet.
      Für die Rückzahlung des Kredits würden Raten vereinbart, völlig ohne Zinsen.
      Die Kredite müssten besichert werden, damit kein Mißbrauch möglich wäre und so weiter und so fort.

      Bei jeder Rückzahlung werden die Quittungen vernichtet.

      Dieses Kreditgeld würde also erschaffen, ohne Zins verliehen und bei der Tilgung vernichtet.

      Eine intelligente und kreative Gesellschaft kann über solch ein System die Kredite und die Geldmenge steuern, so dass der Wert des vorhandenen Geldes stabil bleibt.

      Auf dieses Weise würden die von Ihnen genannten Rechtfertigungen für den Zins überflüssig. Wer würde sich von einem Privatmann Quittungen (Geld) für Zinsen Geld leihen, wenn er es von der Gesellschaft zinslos bekommen kann ?

      Ein solches zinsloses Kreditsystem kann zum Selbstkostenpreis betrieben werden.
      Und schwupps, ist die Zinsknechtschaft beseitigt.

      Franz Hörmann hat noch bessere Ideen für ein gerechtes Geldsystem.
      http://www.franzhoermann.com/

      Es gibt noch andere Geldtheoretiker, welche auch gute Vorschläge haben.
      Sicher ist nur eines: Zins ist immer falsch und führt immer zu Ausbeutung, Sklaverei, Kriegen, Umweltzerstörung und einer Spaltung zwischen Arm und Reich und vielen anderen destruktiven Folgen.

      Rechtfertigungen für den Zins basieren immer auf Unkenntnis über das Wesen des Geldes und auf Gier.

  18. Dieser Artikel läßt mich nur zwei Dinge vermuten:
    Entweder absolut verfehlte Satire oder bewußtes und beabsichtigtes Einschwenken auf NWO-Ideologie dank einer Bargeldspende der Elite.

  19. Ja das liebe Geld. Natürlich schön wenn man darüber verfügt.
    Doch was ist Geld, in all seinen unterschiedlichen Formen?
    Schlicht und einfach eine Leistungsverrechnungseinheit!
    Wovon leben wir alle jeden Tag? Was Können wir jeden Tag an angenehmem geniessen?
    Richtig von Dingen und Leistungen die wir in irgend einer Form vorher herstellen oder leisten.
    Logo im Leistungstausch in der Arbeitsteilung.
    Wir leben nicht vom Geld sondern von dem was wir real erarbeiten und leisten.
    Übrigens der Zusammenbruch kommt, wenn das mit der ganz realen Wirtschaft vollends an den A. gefahren ist.
    Geld wie auch immer kann das auch nicht aufhalten, alles irreale Träumereien. Grins.
    Freundliche Grüsse

  20. Nun sind wohl die meisten Kommentare aufgeschaltet?
    Ein Kommentar meine ich fehlt.
    Also für das kleine ,,Geschäft,, kauf eines Eises jedes mal eher kompliziert eine Transaktion starten. Scheint mir etwas aufwendig.
    Denkbar währe da auch eine elektronische Geldbörse.
    Warum nicht?
    Und noch so nebenbei.
    Wer hortet den noch Bargeld in grossen Mengen?
    Bargeld das sind doch längst nur noch einige % der Gesamtmenge.
    Letztlich ist die Brutto Geldmenge längst ausser Kontrolle.
    Braucht es für die Abwicklung von Geschäften Geld?
    Nein braucht es nicht zwingend.
    Geht auch über Steinzeitlichen simplen Tauschhandel und andere Wege ausserhalb jeglicher Kontrollmöglichkeiten.
    Jedes System ist letztlich mit Kreativität aushebelbar.
    Scheint mir einige sehen da zu viele Gespenster.
    Freundliche Grüsse

  21. Im Grunde genommen ist das der richtige Weg. Das fließende Geld muss aber nicht zwangsläufig unbar daher kommen, hier ist Erfindungsreichtum gefragt, um die Klebemarken umgehen zu können.

    Mit der von Wolfgang Berger vorgeschlagenen Zinstreppe kann das Schrumpfen des eigenen Vermögens umgegangen werden, indem man sein Vermögen langfristig (> 3 Jahre) anlegt und somit für Investitionen zur Verfügung stellt.

    Natürlich birgt ein solches System auch Missbrauchsgefahren, wenn z.B. der Umlaufimpuls manipuliert wird, deshalb spielt ein echt demokratisch legitimiertes und kontrolliertes Währungsamt hier eine entscheidende Rolle. Mann muss sich aber mit diesem Thema mal ernsthaft auseinander setzen und nicht von vornherein verdammen.

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