Griechenland: Man ist sich einig, dass man sich einig werden könnte

Man ist sich einig, dass man sich einig werden könnte. Das Theaterstück ist noch nicht vorbei. Hier die Eckpunkte der aktuellen Beschlüsse.

Bis übermorgen (Montag, 23.2) muss die griechische Regierung eine  Liste mit Reformmaßnahmen präsentieren, die auf den alten Vereinbarungen basieren. Athen kann aber Maßnahmen austauschen, soweit Haushaltsziele nicht gefährdet sind. Das Spardiktat wird demnach bleiben, es wird aber etwas flexibler. Größte Änderung ist eine Vokabel: EU-Kommission, EZB und IWF werden nicht mehr Troika sondern „die Institutionen“ genannt. Diese werden die Liste bis Dienstag, 24.02. bewerten. Nur wenn „die Institutionen“ die Reformliste am Dienstag genehmigen, kann eine viermonatige Verlängerung des Hilfsprogrammes beschlossen werden. Ansonsten läuft das Programm am 28.02.2015 aus.

Auch der dt. Bundestag müsste der Verlängerung noch bis Ende Februar zustimmen. Athen hat sich außerdem dazu verpflichtet, Reformen nicht ohne Absprache mit den „Institutionen“ zurückzunehmen. Die griechische Regierung verpflichtet sich zudem, die Forderungen aller Gläubiger vollständig und zeitnah zu erfüllen. Als Meßgröße für den künftigen Erfolg schaut man gezielt auf den primären Haushaltsüberschuss (Überschuss vor Zinszahlungen) sowie für 2015 insbesondere auf das BIP-Wachstum. Die nächste Woche wird also noch ziemlich spannend. Der Poker geht weiter, denn die „Rettung“ ist noch nicht in trockenen Tüchern.


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liebe Grüße, eure Jenny

6 Antworten zu “Griechenland: Man ist sich einig, dass man sich einig werden könnte

  1. Griechenland-Versteher

    Die einzige Lösung für Griechenland ist die Rückkehr zur Drachme und ein Schuldenschnitt.

    Was Syriza macht, ist eine Katastrophe für Griechenland.
    Sie wollen wie Geisteskranke am Euro festhalten, das zeigt mir, dass auch die Syriza null Ahnung vom Geld hat.

    Egon-W-Kreutzer zeigt die Lösung hier:
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Griechenland.pdf

  2. Pingback: Griechenland: Man ist sich einig, dass man sich einig werden könnte - Der Blogpusher

  3. Arzt und Patient. Beide haben eine Vereinbarung über eine Therapie (Kredit), der Patient bricht sie nach einem Jahren ab – und zwar mit einem einfachen Argument: Die Therapie verschlimmert die Krankheit.
    Unser Gesundheitssystem – Gewinn statt Gesundheit.
    Unser Geldsystem – Schulden ohne Ende!
    D- bräuchte 300 Jahre zur Abzahlung.
    Japan 1000 Jahre.
    USA Null Jahre – weil es sie einen Dreck interessiert und wir in einer Schulden-Geld-Spirale leben. Wird an Unis in – D – so nicht gelehrt?
    Varoufakis studierte in den USA, deshalb verstehen ihn die europäischen Kollegen nicht?

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  5. Ich denke die neue griech. Regierung hat das erreicht was sie wollte: Zeit gewinnen. In diesen vier Monaten wird etwas passieren – und sei es, dass sie einen Plan B konkret ausarbeitet. Im Juni geht der Zirkus dann wieder los und Athen dürfte dann in einer besseren verhandlungsposition sein, als momentan. Eventuell geht es dann auf Totalkonfrontation, weil es sich dies durch angestoßene Reformen wie Besteuerung von Reichen oder neue Geldquellen und Rohstoffverkauf (die Griechenland zuhauf hat), leisten kann. Vielleicht wird schon eine neue Drachme gedruckt. Vielleicht zaubert man im Juni plötzlich Russland oder China als neuen Geldgeber hervor und verabschiedet sich gleich in Richtung Eurasische WiUn. Mein Gefühl sagt mir, dass Athen in einer weitaus bequemeren Lage zu sein scheint wie der Rest der Eurozone. Denen drohen permanent schlaflose Nächte, denn sie müssen Angst haben, dass ihnen der ganze Schuldenwährungsverbund nicht um die Ohren fliegt und das globale Finanzsystem erschüttert. In einem solchen Fall wollen wir nicht hoffen, dass Griechenland durch Strafbomber “demokratisiert“ wird…

    • Sehr gute Lagebeurteilung. Es spricht vieles dafür das sich die Sache in dieser Richtung entwickelt.
      Die grosse Schwäche der EU.
      Sie verfügt übern kein schlüssiges, tragfähiges Wirtschaftsleitbild.
      Ausser Feuerlöschen mit Hilfe der Geldpumpe ist da herzlich wenig.

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