Dividende ist gut, aber nicht alles

Deutsche Anleger lieben regelmäßige Erträge. Egal ob Zinsen, Mieten oder Dividenden, es wird alles mitgenommen, was möglich ist. „Dividende ist der neue Zins“, denkt sich inzwischen manch ein unerfahrener Anleger. Doch das ist nicht immer gut.

In der Tat lässt sich feststellen, dass sich immer mehr Leute für Aktien interessieren. Diese Leute sind angesichts der letzten Bullenjahre ziemlich spät dran. Am liebsten werden Dividendenwerte gekauft, denn „da bekommt man eine regelmäßige Ausschüttung“. DividENDE gut, alles gut? Sicherlich nicht! Messungen haben zwar ergeben, dass Aktien mit hoher Dividendenrendite eine geringere Volatilität besitzen, als Aktien aus Wachstumssegmenten, dennoch bleiben es Aktien; das heißt ihre Kurse können und werden steigen und fallen.

Grob zusammengefasst gibt es 2 Aktienstrategien: 1. Man kauft Aktien eines Unternehmens, und hofft, dass das Unternehmen wächst. Der Aktienkurs sollte dann steigen. 2. Man kauft Aktien eines großen Unternehmens, welches nicht mehr viel wachsen wird und beteiligt sich an den Unternehmensgewinnen. Mit einer Dividendenstrategie darf man also keine großen Sprünge erwarten. Dividende ist definitiv kein Ersatz für sichere Zinsen. Eine Dividende ist eine Barauszahlung aus dem Unternehmen an die Aktionäre. Die Dividende verringert den Unternehmenswert.

Die Ausschüttungssaison der DAX-Konzerne beginnt ab April und dieses Jahr werden wieder Rekordsummen bezahlt. Die 30 Dax-Konzerne werden  voraussichtlich 29,6 Milliarden Euro an Dividenden ausschütten. Doch die Rekordsummen fließen nicht nur weil es den Unternehmen gut geht, sondern hauptsächlich weil sie sonst nicht wissen, was sie mit dem Geld machen sollen. Unternehmen, die in Geld schwimmen haben 3 Möglichkeiten: 1. Investieren, 2. Rücklage bilden, 3. An Eigentümer auszahlen.

Die DAX-Konzerne schütten deshalb so hohe Dividenden aus, weil sie keine Ideen zum Investieren haben und weil sie die Liquidität nicht anlegen können (Problematik mit den Negativzinsen). Deshalb liegt es auf der Hand, das Kapital einfach an die Aktionäre auszukehren. Die Dividende ist ein wichtiger Ertragsbestandteil der Aktienanlage, aber als alleiniges Kriterium zum Kauf einer Aktie, ist sie nicht geeignet. Unternehmen, die keine Dividende bezahlen, können ebenfalls gut sein, denn sie „behalten“ das Geld und setzen es gegebenenfalls zur Wertschöpfung ein.


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liebe Grüße, eure Jenny

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6 Antworten zu “Dividende ist gut, aber nicht alles

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Glück, Auf, meine Heimat!

  2. Pingback: Dividende ist gut, aber nicht alles - Der Blogpusher

  3. Aktien sind innzwischen das wohl letzte Ufer das Gewinn verspricht.
    Bricht auch das noch zusammen bleibt ohnehin nur noch die Kernstrategie
    Schadensminimierung. Der Kluge denkt voraus.
    Rechtzeitiges Bremsen verspricht auf längere Sicht unter dem Strich das immer wahrscheinlichere, die bessere Bilanz.
    Schöne Ostern

  4. Schaut man sich die Entwicklung der BB Biotech-Aktie vor und nach der Dividendenzahlung von 11,6 CHF in den beiden letzten Wochen des März 2015 an, dann verspricht das ein Desaster für die Kurse der „Dividendenaktien“:
    356 CHF vor der Dividendenausschüttung
    279 CHF nach der Dividendenausschüttung
    Wer hat wohl mehr verdient?
    a) Verkäufer der Aktie vor Ausschüttung
    b) Verkäufer nach der Ausschüttung
    Rechnen, Nachdenken und schnell entscheiden hilft immer!

  5. Pingback: Dividende ist gut, aber nicht alles | FreieWelt.net

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