Lesetipps vom 12.04.2015

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3 Antworten zu “Lesetipps vom 12.04.2015

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Glück, Auf, meine Heimat!

  2. Pingback: Lesetipps vom 12.04.2015 - Der Blogpusher

  3. ich denk das anders

    Der Artikel „Hackt nicht auf den Neoliberalen rum“ geht meiner Ansicht nach etwas fehl.

    1. Ist Spanien eher weit davon entfernt, sich zu regenerieren. Was aber vielleicht, wie bei Griechenland, eher am Euro als an Staatsversagen liegt, wiewohl jenes Versagen keinesfalls schuldlos ist.
    2. Unter neoliberal verstehe ich „freier Markt für die Wirtschaftsmächtigsten“: während jede Pommesbude mit dem Risiko ihrer eigenen Insolvenz jeden Tag umgehen muß, gilt dies nicht mehr für große Konzerne und hier insbesondere für Banken. Für deren maximale, noch so vernunftwidrige Freiheit auf allen möglichen Märkten werden alle anderen Unternehmen unterhalb von Konzernniveau als Bürgen eingesetzt. Während Liberalismus gleiche Regeln für alle bedeutete (und auch nicht der Weißheit letzter Schluß ist!), ist Neoliberalismus im Grunde eine Art Miniliberalismus, bei der die Freiheit, sich gedankenlos in riskanteste Geschäfte zu stürtzen, von der Pflicht zur Verantwortungsübernahme im Schadensfall vollkommen losgelöst wurde. Und genau das macht Umwelt wie Gesellschaft kaputt. Daß das nicht die Schuld des freien Marktes ist, der in diesem Punkt sozusagen gar nicht mehr existiert, ist allerdings richtig. Nur der Zusammenhang ist falsch dargestellt, weil diese totale Freiheit eben nur für sehr wenige gilt, die große Übermasse der Anderen dafür aber andauernd zur Kasse gebeten wird. Kernproblem des Neoliberalismus ist dabei, daß man einfach nicht wahrhaben möchte, daß diese totale Freiheit für einige wenige auch nur diesen nützt und die Grundlagen deren Handelns inzwischen selbst angreift. Die, die andauernd unter Androhung von Gewalt zahlen müßen, beginnen nun, in anderen Münzen zurückzuzahlen. Spanien hierbei als genesendes Land zu bezeichnen ist dabei besonders schräg, da man hier im Zuge des Protests gegen Euro- und Bankenrettung das Demonstrationsrecht übel absurd eingeschränkt hat (Beleidigung der Regierung – worunter noch die zarteste Kritik fallen kann -, photographieren von Polizisten usw. kann einen bis zu 600.000€ kosten http://www.heise.de/tp/artikel/43/43713/1.html). Eine Rettung, die europaweit geltende Grundrechte faktisch außer Kraft setzt, ist keine Rettung. Es schützt nur jene, die das Privileg der maximalen Freiheit haben, also die Neoliberalen. Man könnte das auch als Feudalsozialismus bezeichnen, da hier der gesamte Sozius dafür herhalten muß, den Freiheiten des faktischen Feudalismus einiger weniger gut beutchter Ritter aufrechtzuerhalten.

    Das große Problem der tatsächlich Liberalen ist, daß sie die Kaperung des Begriffs selbst zugelassen und gegen seine Verfremdung nichts unternommen haben. Der Begriff ist aber inzwischen verbrannt und darüber wird jetzt laut geheult. Selbst der Begriff Freiheit ist dieser Sache inzwischen zum Opfer gefallen, weil man ihn nimmersatten Wahnsinnigen überlassen hat. Das gilt auch für die zugehörige Partei, in der man „Abweichler“ sein musste, um gegen so etwas wie den EFSF und den ESM zu stimmen. Bei echten Liberalen hätte man Abweichler sein müßen, wenn man dafür stimmte. In diesem Sinne fehlt eine tatsächlich liberale Partei, die nicht rechts ist.

    Zum Artikel über den Bürokratieabbau und Zeitarbeit:
    Bei Zeitarbeit frage ich mich grundsätzlich, was das Problem ist, die Leute wenigstens gleich zu bezahlen. Ja, sie haben weniger Erfahrung im Unternehmen, aber sie haben eine weit höhere Flexibilität an den Tag zu legen und diese Flexibilität ist ihr Zusatzrisiko, von dem Festangestellt meilenweit entfernt sind. Und dieses Zusatzrisiko ist zu entlohnen. Momentan zahlt der Leiher dafür aber drauf dadurch, daß er grundsätzlich weniger erhält und diese Möglichkeit der Einsparung wird ausgenutzt, auch als Druckmittel gegen die Stammbelegschaft. Wo ist, kurz gefragt, das Problem, es wie in Frankreich zu machen, wo ein Leiher 10% über dem üblichen oder dem Tariflohn bekommt? Das wäre für das höhere Risiko angemessen, es würden nur wirklich Fähige (und nicht nur wirklich Gezwungene) machen und der Stammbelegschaft könnnte man damit in nichts Angst machen, um billige Willfährigkeit (=Innovationstod) zu erzeugen.
    Das Geheule über die Dokumentationspflicht von Arbeitszeiten finde ich ansonsten mindestens dubios. Wenn man kritisiert, warum die Vertrauensarbeitszeit auf dem Rückzug ist, dann sollte man schon mal überlegen, warum das so ist. Möglicherweise, weil sie gerade bei den Billojobs häufig ausgenutzt wurde. Und möglicherweise, weil die Vertrauensarbeitszeit aus einem Zeitalter kommt, in dem „Arbeitszeitkonten“ noch nicht en vogue waren und Mehrarbeit auch tatsächlich bezahlt werden musste und deshalb zu vermeiden gesucht wurde. Heute kriegt man die faktisch zinslos gratis dazu und als Arbeitnehmer ist man der Angeschmierte.

    Zum Rücktritt Gauweilers: ich war geschockt, als ich laß, warum der Mann aufhört. Weil er solche Sachen wie einen ESM nicht mehr mittragen will, weil er (wohl in Richtung Russlandpolitik gerichtet) das Säbelrasseln nicht mehr ertragen kann, weil er die Europäische Kommission für eine Flaschenmannschaft hält und das gesamte Büklingsgehabe um Seehofer herum nicht mehr ertragen kann. Als ich das (in der ZEIT) laß, war ich geschockt, wie nah mir inzwischen offenbar ein CSU-Mann steht (ich bin Atheist und kein Bayer!), aber auch gleichzeitig erleichtert, daß die Erkenntnis nun egal ist, da der Mann (und Gleichgesinnte) nun in dieser Partei nicht mehr zur Verfügung stehen.

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