Griechenland-Krise: 5 Jahre politisches Versagen

Seit 8 Jahren retten wir Banken und seit nunmehr über 5 Jahren begleitet uns das Thema Griechenland. Immer wieder wurde uns von der Politik die endgültige Lösung verkauft, doch hinterher war alles schlimmer als vorher. Die Griechenland-Krise zeigt: Der radikaleuropäische Zentralismus hat versagt.

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Bereits im Jahr 2010 saßen Gäste in Talkshows, die korrekterweise der Meinung waren, Griechenland solle aus dem Euro austreten. Auch ein schneller Schuldenschnitt wurde immer wieder vorgebracht. Doch diese „Kritiker“ wurden sofort als „Euroskeptiker“ und „Antieuropäer“ gebrandmarkt. Stattdessen hat das Parteienkartell die Banken gerettet und das griechische Volks dafür bluten lassen. Der Mittelmeerstaat hat hierdurch ein Viertel seines BIPs verloren und die Arbeitslosigkeit steht auf einem Rekordhoch.

Eine rechtzeitige Insolvenz hätte Banken getroffen, heute trifft es den Steuerzahler (siehe Bild). Dieser Vorgang zeigt ganz klar, wo die Politik ihre Priotäten setzt: Banken kommen vor den Menschen. Dabei gab es von Anfang an nur zwei Mögichkeiten für Griechenland: Entweder man passt die Menschen an die Währung an oder man passt die Währung an die Menschen an. Wie das obige Bild zeigt, ging es nie um Solidarität und den europäischen Gedanken. Es ging immer nur um die Rettung von Banken und den Machterhalt der radikaleuropäischen Zentralisten.

Mehrere Wahlen seit 2010 zeigen, dass die Mehrheit der Menschen lieber Banken rettet als Menschen. Und diese Wahlen zeigen auch, dass die Wähler ihr Steuergeld viel lieber dazu verwenden Großbanken zu finanzieren, statt es solidarisch mit ihren Mitmenschen einzusetzen. Selbst heute noch, nachdem das ganze Lügengebilde eingestürzt ist, kommt das radikaleuropäische Parteienkartell auf eine gefährliche Mehrheit und kann seinen zentralistischen Kurs unbeirrt fortführen. Sind die Wähler zu dumm oder ist die Propaganda zu gut? … oder beides? Sozialismus endet immer im Chaos, egal ob nationalSOZIALISMUS oder kontinentalSOZIALISMUS.


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8 Antworten zu “Griechenland-Krise: 5 Jahre politisches Versagen

  1. Danke für den trefflichen Beitrag. Es ist genauso. Auch daß die meisten Menschen ratlos sind und deshalb die bisherigen Parteien wählen ist richtig. Allerdings weiß niemand wirklich wie denn nun die Alternative aussehen sollte. Das ist die große Frage um die sich alle Verantwortlichen drücken. Jedes Drehen an einem Schräubchen kann unabsehbare Folgen haben , daher „fahren die Politiker auf Sicht“. Es ist einfach zu gefährlich und unabsehbar wohin eine wirkliche Änderung führt. Nichts zu tun ist allerdings auch keine Alternative. Es ist jetzt seit Jahren ein Hinausschieben und Untätigsein. In dieser Situation der Unsicherheit haben diejenigen das Sagen, die von ihrer Weltsicht ganz überzeugt sind. Die haben es leicht. Beispielsweise die Anhänger einer dauernden wirtschaftlich-technisch-wissenschaftlichen Inovation und Erneuerung. Da argumentiert es sich ja leicht. In dieser Weltsicht wird nicht hinterfragt ob die immer mehr ausartende Entwicklung unseres Verkehrssystems, unseres Produktionssystems, unserer Konsumgewohnheiten wirklich noch sinnvoll sind. Es wird dargestellt als wäre es ganz klar, daß es so weitergeht wie bisher. Wir werden also bald in digital gesteuerten Vehikeln durch die Landschaft fahren- oder die Vehikel fahren ganz ohne uns und bringen uns die heißersehnten Produkte der technisch-wissenschaftlich-ökonomischen Welt usw. . Und es ist selbstverständlich, daß alle Resourcen der Erde und der Menschheit für diese wichtigen Fortschrittsprojekte zur Verfügung stehen – egal um welchen Preis. Wirklich in Frage stellt das doch niemand.
    Was wäre die Alternative? Wie sähe eine Alternative für Griechenland aus? Eine Möglichkeit wäre die Propagierung eines einfachen Lebensstiles. Also kein Auto, kein deutsches U-Boot, keine deutschen Leopardpanzer, wieder regionale Produkte aus einer einfachen Landwirtschaft usw. Das will in Griechenland garantiert niemand. Wer wollte dort fünf Jahre auf einen einfachen Motorroller sparen und bis dahin mit dem Eselskarren oder dem alten Fahrrad fahren?? Diese Alternative der Bescheidenheit ist nicht mehrheitsfähig. Daher müssen wir uns immer weiter den ökonomischen Forderungen unseres Werte- und Finanzsystems anpassen. Ob das am Ende auch so funktioniert wie wir uns das vorstellen und wünschen ist die große Frage.

  2. Pingback: Griechenland-Krise: 5 Jahre politisches Versagen - Der Blogpusher

  3. 5Jahre? Es sind denn doch eher um die 20- 30 Jahre.
    Innzwischen ist die gesamte Welt faktisch flächendeckend vernetzt.
    1.Das Finanzsystem.
    2.Als auch die Realwirtschaft.
    3.Und als 3. auch noch das Finanz und Realwirtschafts- Geschehen.
    Um die Sache wenigstens im Grobraster zu verstehen muss man mit allen 3 Kernfaktoren arbeiten.
    Tja jetzt wird es recht komplex.
    Da haben wir es mit einem durchgehend gegenseitig verknüpften Gesamtsystem zu tun.
    Jegliche Eingriffe wirken zwangsläufig im Gesamtsystem.
    Am einfachsten vergleicht man das mit einem ZB. Menschlichen oder anderem Organismus, da kann man auch nicht das Eine oder Andere entfernen oder Ausschalten.
    Sicher man könnte die Banken in die Pleite schicken.
    Nur eben das wirkt massiv im Gesamtsystem.
    Der Traum vom neu Aufgleisen oder zurück auf eine frühere Ebene funktioniert auch nicht, das sind denn doch naive Wunschträume.
    Bilanz:
    Da hat sich der Mensch ein ,,System,, geschaffen das er nicht mehr in der Gesamtbilanz überblickt ,geschweige denn im Griff hat und beherrscht.
    Die grosse Frage?
    Das Gesamtsystem wird die Frage zu gegebener Zeit beantworten.
    Fürchte dringendst, die Antwort wird unseren Wünschen und träumen NICHT gerecht werden.
    Freundliche Grüsse

  4. Das Geldsystem wird kollabieren
    aber nicht weil die Eliten die Kontrolle verlieren,
    sondern weil die Eliten es wollen

  5. @Hans von Atzigen:
    „Der Traum vom neu Aufgleisen oder zurück auf eine frühere Ebene funktioniert auch nicht, das sind denn doch naive Wunschträume.“
    Auf den ersten Blick stimmt das. Unser Werte- und Glückssystem muß trotzdem revidiert werden. Inhalte und Werte der Vergangenheit werden dabei auch eine Rolle spielen.
    Was ich zu bedenken gebe: die Zunahme seelischer und geistiger Krankheitszustände nimmt immer mehr zu. Die neu erbaute technisch-wissenschaftlich-ökonomisch bestimmte Weltcivilisation führt die gesammte Menschheit in ein schwarzes Loch der Depression. Beispielsweise fehlt dieser Civilisation die Wärme und Geborgenheit der mit uns entstandenen Wesenheiten. Man sehe sich nur die neu entstehenden Megastädte an. Nirgends ist dort noch Platz für eine Nähe zu Pflanzen, Tieren, Landschaften die uns beruhigen und uns die Angst nehmen. Die technisch-wissenschaftliche-ökonomische Civilisation ist trotz ihrer unbestreitbaren Erfolge am Ende doch nicht fähig uns Geborgenheit in der Schwärze und unendlichen Leere des Kosmos zu geben. Dazu ist nur die mit uns zusammen entstandene Naturwelt fähig (trotz ihrer Unvollkommenheit, wir haben nichts anderes). Die Menschheit wird ohne diesen Schutzwall des Trostes wie ein abgefallenes Blatt verdorren und in der Unendlichen Öde des Weltalles vergehen. Jeder technisch-wissenschaftlich-ökonomische Fortschritt kann daran nichts ändern. Alles Geld der Welt, alle Macht der Welt muß sich dem stellen.

  6. Das eigentliche Problem ist folgendes:
    http://www.crash-news.com/2015/04/20/familie-ist-das-existenzielle-problem-unserer-nation-mehr-kindergeld-hilft-trotzdem-nicht/
    Wenn des endlich unsere grünökologisch korrekt & nachhaltig kompostierbaren,rotgrünen Khmermaoisten endlich mal begreifen würden.
    MfG

  7. @ Peter
    Im Kern volle Zustimmung.
    Ja wir haben nur diesen Planeten und die vorhandenen Möglichkeiten sind begrenzt.
    Es gibt nur 2. Möglichkeiten die Sache anzugehen.
    Man kann die Dinge nüchtern angehen, oder und das leider viel zu weit verbreitet, mit einem Übermass an Spiritualität, Ideologie, oder Religion.
    Oder bestmöglich nüchtern und Rational.
    Auch der sog. Fortschrittsglaube ist zu einer Art Religion verkommen.
    Auch hier fehlt es zunehmend an nüchternem Rationalismus.
    Der Mensch ist das ,,Produkt,, der uns umgebenden Natur.
    Der Mensch besteht aus schätzungsweise 90% Natur und aus etwa 10%
    Rationalismus. Das ist das grundliegende Kernproblem.
    Das Wissen ist längst verfügbar doch die 90% Natur haben die Restlichen 10% einmal mehr Ausgehebelt.
    Die Zifilisations- ,,Decke,, ist leider dünn zu dünn.
    Freundliche Grüsse

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