Mythbust: Sport macht nicht schlank

Ich liebe Mythen. Dass Sport schlank macht, ist so ein Mythos. Körperliche Leistungsfähigkeit ist zwar eine Facette des Überbegriffs „Gesundheit“, aber man kann den Kilos nicht sprichwörtlich davonlaufen.

_JennyGER-4-26-2015-16-16-13-662Ich habe nie die Sendung «The Biggest Loser» gesehen, aber immer wenn ich zufällig dort reinzappe, dann sehe ich fette Menschen, die sich bewegen und dabei schwitzen. Sie machen scheinbar Sport. Einige der Teilnehmer nehmen sogar ab, aber das liegt nicht am Sport, sondern an der Ernährung. Im „British Journal of Sports Medicine“ bezeichen 3 renommierte Wissenschaftler die Behauptung, man könne mit Sport abnehmen, als gefährlichen Mythos. „Übergewichtige Menschen müssen kein bisschen Sport machen, um abzunehmen, sie müssen einfach weniger essen“, heißt es dort.

Man kann eben nicht essen, was man will, wenn man Sport macht. Inzwischen sind 60% der Deutschen zu fett. Jetzt, wenn die Sonne wieder scheint, wird das krasse Ausmaß bildlich sichtbar: Überall in den Städten schwabbelt es. Für einen BigMac mit Pommes muss man zum Beispiel 80 Minuten Joggen, wenn man die aufgenommenen Kalorien wieder verbrennen will. Aber wer macht das schon? Selbst für ein mageres Putenbrustfilet mit 240 Gramm müsste man 20 Minuten Joggen. Kommen jetzt noch Alkohol, Naschereien oder andere Mahlzeiten hinzu, dann müsste ma quasi von früh bis spät Sport machen.

Wer Sport macht, verbrennt Kalorien und das hilft bei der Gewichtsregulierung. Der Haupteffekt von Sport ist aber das Wohlbefinden sowie die Gesundheit. Sport stärkt den Körper von innen und außen. Wer abnehmen will, sollte auf eine Kombination aus Sport und einer anderen Ernährung setzen. Wer dickmachenden Fraß mit Sport aufwiegt, wird tendenziell sogar zunehmen.

Bodybilder kennen das Problem: Zunehmen (durch Muskelaufbau) ist schwieriger, als Fettabbau. Und das halten einer Muskelmasse bei gleichzeitigem Abbau des Körperfettanteils (Bodyforming) ist ebenfalls ziemlich schwierig. Wer ohne Sport abnimmt, wird zunächst Muskelmasse verlieren. Auch deshalb ist der Sport so abartig wichtig.

Beim Sport verbrennt der Körper schnell verfügbare Energie und füllt seine Speicher danach wieder auf, damit er nicht an die Reserven muss, denn unser Körper ist ja nicht so blöd, wie diejenigen, die drin stecken. Es kann also Sinn machen, die Aufnahme der Makronährstoffe wie Protein, Fett und Kohlenhydrate zeitlich gezielt zu steuern. Nach dem Sport ist Zucker (Kohlenhydrate) tabu, aber ein z.B. Apfel (Fructose) vor dem Sport wirkt wahre Wunder. Sport macht nur dann Sinn, wenn man sich gesund und bewusst ernährt.

Liebe Mythengläubige: Wer sich mit Müll vollstopfen will, süchtig nach Zucker (in fester und flüssiger Form) ist und eine Wampe, so breit wie ein Bagger, vor sich herschiebt, kann sich den Sport sparen. Ich sehe ein Normalgewicht nicht als Folge von Sport sondern ist sehe den Sport als Folge des Normalgewichtes. Sich zu bewegen ist das natürlichste der Welt! Das machen wir Menschen schon seit der Steinzeit. Vielleicht auch schon davor.


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liebe Grüße, eure Jenny

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16 Antworten zu “Mythbust: Sport macht nicht schlank

  1. Der coolste Halbsatz in diesem Artikel „denn unser Körper ist ja nicht so blöd, wie diejenigen, die drin stecken.“. 😀

    • Hallo Sandra,
      Ich kann Dir nur voll zustimmen. 😀
      Das ist Original Bananenkaratetigerin Jenny Bräggili, das schärfste Investmentbunny aller Zeiten!
      Noch besser:
      “ Ich sehe ein Normalgewicht nicht als Folge von Sport, sondern ich sehe den Sport als Folge des Normalgewichtes. “
      Die große Stärke von Ursache & Wirkung, Jenny`s Logik ist bestechend und haut selbst den stärksten Herkules um. Einfach köstlich! 😉 😀

      Ursache: Sport (Bewegung) daraus die Folge: Normalgewicht
      Jenny`s Logik:
      Ursache: Normalgewicht daraus die Folge: Sport
      Notwendige & Hinreichende Bedingung für Sport ist ein Normalgewicht und was ist mit den Untergewichtigen? 🙂
      Jenny, Du bist echt kross…. 😉
      MfG

    • Untergewichtige nehmen, bei erhöhter Energieaufnahme, durch Sport zu, weil sie hierbei Masse aufbauen.

      lg

  2. so ist’s – vollumfängliche Zustimmung – bewegt euch, kümmert euch um euern Stoffwechsel, eure Atmung – die 60% sind nicht nur zu schwer, sie sind auch noch kurzatmig – es reicht schon, wer jeden Tag 2,5 km geht und rennen der, dem es Spaß macht und es macht Spaß schnell zu sein – tut was für’s Herzminutenvolumen – move!
    Es ist wie mit dem Geld, wenn es nicht bewegt wird, verliert es drastisch an Wert – oder übertreib ich, liebe Jenny?

  3. Hallo Jenny,
    Wenn nicht Gott den Menschen erschaffen hätte, sondern unsere Jenny, dann würden die Menschen heute mit den Ohren gehen & den Füßen hören.
    Einfach genial… 😀
    glG
    PS: Ich bin für eine Jennyshow auf Pro 7, Bananenkaratetigerwitze am laufenden Band a la Rudi Carrell. 😉 😀

    • Allerdings muß Jenny eine hervorragende Bankerin sein, da Sie das im Jahre 1687 erschienene Werk: Philosophiae Naturalis Principia Mathematica von Isaac Newton, in dem Newton die drei Grundsätze der Bewegung formuliert, als Basis Ihrer hervorragenden Investmentstrategie anwendet. 😉
      Lg an Jenny

    • „die drei Grundsätze der Bewegung“ sind mir nicht bekannt.

      lg

    • Jenny, mußt doch nicht immer alles gleich enttarnen, die Spannung wäre so erhalten geblieben. 😉
      lg

  4. Hat dies auf LOB's Management Blog rebloggt und kommentierte:
    Heute empfehle ich einen Artikel aus dem Netz zum Thema Work-Life-Balance – und einem hier mit aller Deutlichkeit angesprochenen, oft zitierten Missverständnis – wer wirklich abnehmen will, muss weniger essen und wer fit sein will, muss sein Herzzeitvolumen verbessern – d.h. den Kreislauf stärken, d.h. seine „daily activity“ in ein besseres Verhältnis stellen – den Weg zum Bäcker zu Fuß gehen und statt mit dem Lift die Treppe nehmen. Wer drei Treppen steigt und oben mit Schnappatmung unüberhörbar schnauft, sollte spätestens jetzt das eigene Kreislaufsystem stärken und sein Herz-Kreislauf-System vom Arzt überprüfen lassen.

  5. hallo Jenny,
    stimme deinem netten Artikel voll zu. nur du vergißt eines dabei, den verdienst des gesammten „Gesundheitswesen“.alle daran beteiligten verdienen sich dumm und dusselig an den übergewichtigen. ich war selber im Gesundheitswesen beschäftigt.
    es will sich keiner, obwohl alle danach japsen, an einer Änderung beteiligen.
    habe schon vor 30 jahren in mehreren Kommentaren(Focus, Stern etc.) auf die Selbstverantwortung des einzelnen hingewiesen. aber abdruck Fehlanzeige. das will keiner.

    • Hallo Frank,
      danke für deine Ergänzung. Ich habe das Thema nicht vergessen sondern absichtlich weggelassen. Das von dir angesprochene Thema nehme ich in künftigen Artikeln auf. Kranke Menschen sind ein Wirtschaftsfaktor – ich habe mal gelesen dass das BIP crashartig abnehmen würe, wenn wir alle gesünder wären.

      lg

    • Hallo Jenny,
      Du hast sehr Recht, daß kranke Menschen ein Wirtschaftsfaktor sind, die Bilanzen der großen Pharmafirmen sprechen Bände. Allein die massenhafte Ausbreitung der Diabetis Typ I und II oder die Krebserkrankungen legen beredtes Beispiel für diese „Ökonomie“ ab. Danke für Deine Artikel, sie sind einfach ganz große Klasse! 😀
      lg

  6. Pingback: Mythbust: Sport macht nicht schlank | FreieWelt.net

  7. Pingback: Atemlos zum Systemabsturz – LOB's Metier

  8. Pingback: Wege aus der Atemlosigkeit – LOB's Management Blog

  9. Hallo Jenny,

    ein sehr interessanter Artikel, und schön, dass ich Deinen Blog gefunden habe!

    Zitat: „Sich zu bewegen ist das natürlichste der Welt! Das machen wir Menschen schon seit der Steinzeit. Vielleicht auch schon davor.“

    Das sehe ich genau wie Du. Nur ist die Sache heutzutage ja leider so, dass wir uns immer weniger bewegen. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass die Zahl der Übergewichtigen ständig zunimmt.

    Zum Thema Abnehmen habe ich auch zwei Artikel in meinem Blog, unter anderem geht es auch um Bewegung. Vielleicht sind sie von Interesse. würde mich jedenfalls freuen!

    http://www.maria-herzger.eu/so-purzeln-die-pfunde/

    http://www.maria-herzger.eu/abnehmen/

    Viele Grüße
    Maria

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