10 einfache Trading- und Investmentregeln

„Hin und Her macht Taschen leer“, sagt ein altes Sprichwort und hat recht. Ich kenne viele sog. Trader und kein Witz jetzt, keiner von denen ist reich. Wildes Zocken, aber auch Daytrading funktioniert meist nicht. Anbei 10 einfache Tipps.

  1. Faktor Mensch ausschalten. Wer ein Wagnis eingeht, sollte schon beim Einstiegszeitpunkt den Ausstiegszeitpunkt festlegen. Der Trader sollte beim Einstieg schon wissen, ab wann er Gewinne mitnehmen oder Verluste begrenzen möchte. Instrumente hierzu könnte ein „One cancels the other“-Order sein. Hier gibt man einen Verkauf mit 2 Limits ein: Ein normales Limit und ein StoppLoss. Das Limit, welches zu erst zieht, löscht das andere Limit.
  2. Weniger ist mehr! Wer wild zockt wird unterm Strich kein Geld verdienen. Die Börse ist kein Casino und wenn doch, dann gewinnt nur die Bank. Wildes Zocken verursacht Gebühren, Stress und Steuern. Außerdem haben Privatanleger kaum die nötigen Instrumente um im Daytrading zu bestehen.
  3. Immer das Core-Investment im Blick haben. Eine gute Strategie besteht darin, ein Kerninvestment zu haben. Dies ist das disponible Vermögen, welches breit gestreut angelegt ist. Spekulationen sollten stets „drumherum“ stattfinden und nicht direkt im Portfolio an sich stattfinden. Auch können z.B, hochspekulative Puts, das Kerninvestment absichern.
  4. Es gibt keine Geheimtipps! Es gibt sie nicht!!! Wirklich nicht!! Niemand hat Geheimtipps, es gab sie nie und es wird sie nie geben! Der Markt hat alle Informationen und preist sie in die Kurse ein. Niemand hat eine Information, welche noch nicht zu einer Kursänderung geführt hat. Es gibt kein geheimes Wissen und niemand weiß mehr als der Markt.
  5. Kaufe den Trend. Wenn der Markt in eine Richtng will, dann ist das halt so. Wer immer nur auf den Turnaround setzt, wird ein blaues Wunder erleben. Auch wenn ein Markt aus logischen Gründen zusammenbrechen müsste, so kann er auch steigen und umgekehrt. Man sollte sich stets der Mehrheit anschließen, denn die Mehrheit hat das Geld und bestimmt die Richtung.
  6. Kaufe nicht immer nur den Trend. Millionen von Fliegen können nicht irren, fresst mehr Scheise!? Nur weil alle auf ein Thema setzen, heißt das noch nicht, dass man mit dem Thema Geld verdienen kann. Überlege daher immer gut, ob du investieren willst und ob es auch Sinn macht. Manchmal ist es besser, geduldig an der Seitenlinie zu stehen und abzuwarten.
  7. Die Erde dreht sich weiter. 2000 ist die Dotcom-Blase geplatzt. Gibt es heute das Internet heute noch? 2008 ist u.a. die Green-Energy-Blase geplatzt. Gibt es noch grüne Energie? Blasen kommen und gehen; sie gehören dazu. Auch wenn es manchmal zu heftigen Verwerfungen kommt, die Erde dreht sich weiter. Wer Wagnisse eingeht, braucht eine gute Streuung und einen langen Atem.
  8. There is no free lunch. Der Kapitalmarkt wirft niemals eine zusätzliche Rendite ohne zusätzliches Risiko ab. Der Markt hat nichts zu verschenken.
  9. Nicht nur auf Ausschüttungen achten. Der Deutsche liebt regelmäßige Ausschüttungen. Warum das so ist, weiß er selbst nicht so genau. Eine Dividende macht eine Aktie noch lange nicht besser. Für die Qualität eines Investments gehört mehr als nur eine Ausschüttung.
  10. Buy low and sell high. Kaufe günstig und verkaufe teuer. Die meisten machen es leider umgekehrt. Ist ein Finanzinstrument gut gelaufen, dann heißt das nicht, dass es weiter gut laufen muss. Dann investiert man lieber mal nicht, oder sucht eine Alternative. Wer in einen teuren Markt einsteigt, sollte sich mit Stopp-Limits absichern.

Wichtiger Hinweis: Irrtum vorbehalten. Dieser Text stellt keine Beratung dar. Marktpreise können und werden fallen, steigen oder gleich bleiben.  Wer Finanzinstrumente handelt, sollte genügend Erfahrung und Kenntnisse haben. Neben mikro- und makroökonomischen Risiken spielen beim Spekulieren auch psychologische Risiken eine Rolle. Dieses Posting hat viele fachliche Details weggelassen. Wer Finanzinstrumente handeln möchte, benötigt dringend weitere Informationen.

Zum weiter lesen und stöbern:


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Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

 

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15 Antworten zu “10 einfache Trading- und Investmentregeln

  1. Pingback: 10 einfache Trading- und Investmentregeln - Der Blogpusher

  2. Punkt 4. voll richtig 200%.
    Da gibt es nur die Potentielle Schadensminimierung.
    Das heisst Abgleich mit Realwirtschaftlichen Daten.
    Das ist kein Geheimnis sondern nüchterne Logik.
    Ansonsten alles voll richtig.
    Sehr gute Ausführungen.
    Freundliche Grüsse

  3. … wie wäre es aus Deiner Sicht mit:
    – Abwarten können? Auch jahrelang? Aber wenns kracht zuschlagen!
    – Gegen den Strom denken und kaufen/verkaufen?
    – 1, 2, 3 … Trades pro Jahr können vollkommen genügen. Nur Trader sind halt wohl viel gscheider. „Inspiriert“ durch Bank-„Berater“.

    Jetzt mal persönlicher Jenny: Aus Dir werd ich nicht so Recht schlau. Und ganz sicher bin ich es wohl auch einfach nicht. Gerade Deine letzten Analysen fand ich hervorragend. Aber Deine Befürwortung der Abschaffung des Bargeldes nur zum Kopfschütteln. Keine 3 Monate her. Ich frage mich mich nun ganz schlicht.:
    Wer bist Du eigentlich JennyGer? Und wie Viele?

    • Ich ändere meine Meinung ab und zu; bin da einfach flexibel. Lg

    • Tja Helmut, wir haben es hier mit einer multiplechoice JennyGer zu tun:
      1.) Jenny = unsere liebe Bananenkaratetigerin
      2.) die geheime Identität der JennyGer
      3.) die alternativ denkende Jenny, die zugibt das,das gesamte System getürkt ist ,der Dax wird von der Notenbank gelenkt
      4.) die endometallskelettverkettete künstliche Intelligenz Jenny, die äußerst flexibel über Algo`s agiert
      Welche Jenny hätten`s denn gern? 😀
      Ich sach nur mal, ganz dickes Küsschen an die Damenriege, der JennyGer 😀

    • Blödie *lach*

    • Wer ist ein Blödie?
      Diejenige, die eine splitterfasernackte Piratenpartei in`s Parlament haben will, wobei der Parteimantel intelligenter ist, als die, die drinstecken, oder derjenige, der die multiplechoice JennyGer enttarnt hat und den multifacettalen „Charakter“ der Damenriege entfesselt hat? 😀
      lg

    • Äh. ja. Oder so.

    • Hallo Jenny,
      Wer heute „seine Männer“ abholt hat sich ein besonders dickes Küsschen verdient! 😀
      lg

  4. Zitat: Der Markt hat alle Informationen und preist sie in die Kurse ein.

    Sicher, stimmt.
    Und genauso stimmt von Kostolany

    Das Verhältnis von Wirtschaft zur Börse ist wie das eines Mannes auf einem Spaziergang mit seinem Hund. Der Mann geht stetig voran, der Hund rennt vor und zurück.

    oder auch von Graham

    Mr. Market ist ein manisch-depressiver Typ, der jeden Tag auftaucht, um Aktien zu kaufen oder zu verkaufen, jeden Tag zu verschiedenen Preisen. Mal sind die Preise fair, meistens völlig absurd.

    Will sagen:
    Der Markt hat alle Info und preist sie in die Kurse ein. Dabei über/untertreibt er allerdings heftig.

  5. Pingback: Finanzwissen: So funktionieren Inline-Optionsscheine | Jenny´s Blog

  6. Pingback: Billiger Populismus bei SWR-MARKTCHECK | Jenny´s Blog

  7. Pingback: Finanzwissen: Wie geht eigentlich Social Trading mit Wikifolio? | Pinksliberal

  8. Pingback: Mythos Nullzins: Der Sparer wird nicht enteignet | Pinksliberal

  9. Pingback: Wir stellen fest: Risiken sind mit Unsicherheiten verbunden | Pinksliberal

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