Nocebo-Effekt – Wenn die Diagnose krank macht

Der Placebo-Effekt ist den meisten bekannt, es gibt aber auch das Gegenteil: Der Nocebo-Effekt. Entdeckt wurde dieser Effekt, als nach Verabreichung wirkstofffreier Präparate negative, krank machende Auswirkungen auftraten. Ob das die Pharma- und Krankheitsindustrie ausnützt?

  • Die Energie folgt der Aufmerksamheit

„Die Energie folgt der Aufmerksamheit“, schreibt Thorsten Havener in seinen Büchern. Durch eine gezielte Erwartungshaltung kann man sich auf bestimmte Dinge konditionieren. So kann beim Patienten die Befürchtung aufgebaut werden, dass bestimmte äußere Einwirkungen „krank machen“. Diese Personen erkranken dann auch tatsächlich, was bereits in vielen Studien nachgewiesen werde konnte. Natürlich spielt auch die negative selbsterfüllende Prophezeiung eine große Rolle. „Die Energie folgt der Aufmerksamheit“ – auch hier gilt dieser Satz. Wenn z.B. Ärzte sehr ausführlich die Nebenwirkungen erklären, dann wächst das Risiko, dass sie auch eintreten. Besonders gut funktioniert das bei Kindern und älteren Menschen.

  • Krank durch Erwartungshaltung

Der Nocebo-Effekt lässt sich am besten in Doppelblind-Studien für die Neuzulassung eines Medikamentes nachweisen. In diesen Studien werden alle Patienten über mögliche zu erwartende Nebenwirkungen des Wirkstoffes informiert – unabhängig davon, ob sie diesen Wirkstoff oder ein Placebo erhalten. Placebo-Empfänger klagen dann häufig über die entsprechenden, ihnen zuvor erläuterten Nebenwirkungen. Etwa ein Viertel aller Patienten, die in einer solchen Studie ein Placebo erhalten, klagt demnach über ungünstige Nebenwirkungen. Es sind vor allem Ängste, die krank machen. Man prophezeit sich selbst, dass man krank wird und der Körper stellt sich darauf ein. Jeder weiß eigentlich, dass sowas wie Functional-Food kaum bis keine Wirkung hat; trotzdem gibt es einen Markt dafür, weil die Menschen daran glauben.

  • Kopfschmerzen durch elektrische Ströme

In einer Studie aus den frühen 1980er Jahren wurde an 34 Studenten das folgende Experiment durchgeführt: Den Studenten wurde gesagt, dass ein elektrischer Strom durch ihren Kopf geschickt würde und dass es dabei zu Kopfschmerzen kommen könne. Ohne jeden Stromfluss klagten mehr als zwei Drittel der Studenten über Kopfschmerzen. 1993 wurde eine ähnliche Studie veröffentlicht. 99 Probanden wurden unterhalb des Auges an zwei Elektroden angeschlossen, die mit einem Gerät mit der Aufschrift „Schock-Generator“ verbunden waren. Den Probanden wurde erläutert, dass ein nicht messbarer Strom durch ihren Kopf geleitet werde. In Wirklichkeit erzeugte das Gerät jedoch nur einen beim Hochschalten lauter werdenden Ton. Das Ergebnis: 25 Probanden klagten über Schmerzen. In einer über drei Jahre dauernden Studie der Universität Essex nahmen 44 Personen teil, die über gesundheitliche Beschwerden durch die Nähe von Mobilfunksendern klagten. Zwölf Personen mussten wegen massiver gesundheitlicher Beschwerden den Test beenden, obwohl die Antenne in ihrem Testbereich nicht in Betrieb war.

  • Der Körper reagiert auf Gedanken

Dass der Körper auf unsere Gedanken reagiert zeigen vor allem auch sexuelle Reize. Den meisten Menschen fällt es nicht schwer, allein durch Fantasie und Gedanken, eine Erektion herbeizuführen. Man sieht wunderbar, dass sich einzelne Körperteile verändern, die Herzfrequenz steigt und auch die Haut wird sensibler sowie werden zahlreiche Flüssigkeiten und Hormone produziert, die nicht nur gewisse Körperteile verändern sondern auch unseren Geisteszustand. Die Tatsache, dass soetwas ohne externe Reize, also nur durch pure Gedankenkraft möglich ist fasziniert mich gnadenlos. Sexuelle Reize sind das beste Beispiel dafür, wie Manipulation funktioniert. Die Medien zielen als externer Reiz direkt in unser Gehirn. Pausenlos ertönen Phrasen über Terror, Krise, Krise, Krise, Krise, Klimawandel, Terror, Krise…. und so weiter! Dies löst Angstgedanken aus und manipuliert die Konsumenten in Ihrem Denken und Handeln. Bei Pornos klappt´s ja auch.

  • Patienten als Wirtschaftsfaktor

Der Nocebo-Effekt ist übrigens auch ein Grund dafür, dass Ärzte nicht heilen, sondern nur behandeln. Auch Wunderheiler und Scharlatane nutzen diese Effekte. Der Körper verändert sich aufgrund von Gedanken – dessen muss man sich bewusst sein. Wer die Gedanken steuern kann, der kann auch die Körper steuern. So wie ein Porno sexuell erregen kann, so können auch Ängste innerliche Veränderungen verursachen. Gedanken sind chemische Prozesse, die sich gerne von externen Quellen erzeugen lassen. Verkäufer, Politiker, Ärzte und auch Propagandisten wissen dies sehr genau. Ich gehe davon aus, dass die Ursache von manch einem Leiden die Diagnose selbst ist. Wir geben heute zirka 10% unseres BIP für „Gesundheit“ aus. Wären wir alle doppelt so gesund, wie wir sind, dann würde das BIP rechnerisch um 5% fallen. Kranke Menschen sind ein Wirtschaftsfaktor und das in der gesamten Wertschöpfungskette angefangen beim Arzt bis hin zu den Pharmariesen.


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liebe Grüße, eure Jenny

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5 Antworten zu “Nocebo-Effekt – Wenn die Diagnose krank macht

  1. Gedanken erschaffen Realität. Die Physik weiß das auch schon seit Ewigkeiten, nur groß publiziert wirds nicht wirklich und in den Schulen hört man gar nichts davon. Mittlerweile gibts auch einige Ärzte, die wissen, dass Krankheit die Sprache der Seele ist.

    Ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, dass das stimmt. Ich bin NIE krank und gehe auch nie zum Arzt, lebe aber nicht wirklich gesund sondern Genuss-und-Freude-gesteuert. Klappt gut!

    Der Hinweis mit dem Porno bzw. Erektion durch Gedanken ist sehr gut. Da hab ich so noch nie drüber nachgedacht. Danke dafür, ist ein tolles Argumentationsmittel!

  2. Pingback: Nocebo-Effekt – Wenn die Diagnose krank macht - Der Blogpusher

  3. Hat dies rebloggt.

  4. Nicht nur kranke sind ein Wirtschaftsfaktor – we Feed on each other – die Schwäche des einen ist der Profit des anderen – diese Perversität kann man nicht mehr toppen

  5. Das Wesentliche für unser Befinden sind unsere eigenen Gedanken und Gefühle. Sie stehen über den Stoffen, Strahlen und Lebewesen um uns herum. Warum erkranken Menschen und sterben, während andere unter gleichem Umfeld sich bester Gesundheit erfreuen? Wer keine Angst vor Krankheiten oder Diagnosen hatte, wurde bewahrt. Wer relativ sauber lebt, schont seine Kräfte. Wer keimfrei lebt, stirbt.
    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

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