Negativzinsen sollen nicht als steuermindernde Negativeinkunft gelten

Zinsen und Dividenden gelten als steuerpflichtige Kapitaleinnahmen. Muss ein Anleger allerdings Zinsen auf sein Guthaben bezahlen, dann sind das nach Ansicht des Finanzministeriums keine steuerlich verrechenbare Verluste.

Eigentlich müsste es logisch sein: Wer Zinsen bekommt, bezahlt Steuern und wer negative Zinsen bekommt, kann diese negative Einkunft steuermindernd verrechnen. Doch so ist es laut einem Schreiben des Fiskus (koordinierter Ländererlass) nicht. Im Schreiben heißt es, dass negative Zinsen keine Zinsen i.S. des §20 Absatz 1 Nr. 7 EStG seien. Es handle sich wirtschaftlich gesehen um eine Gebühr und keine negative Einkunft. Deshalb sei diese „Gebühr“ bereits im Sparerpauschbetrag (801€ pro Person und Jahr) berücksichtigt und kann nicht, wie z.B. Stückzinsen, nochmal explizit mit positiven Kapitaleinkünften verrechnet werden.

Was das Finanzministerium hier festlegt ist natürlich absoluter Quatsch und geht völlig an der Realität vorbei. Natürlich sind negative Zinsen auch negative Einkünfte und selbstverständlich sollte man sie steuerlich mit positiven Einkünften verrechnen dürfen. Doch der Fiskus sieht es anders; warum wohl? Krisentheoretikern, die im Eskalationsszenario von einem Bargeldverbot mit deutlichen Negativzinsen ausgehen, spielt dies in die Hände. Käme es dazu, dann könnten Sparer die negativen Zinsen nicht mit positiven Zinsen oder auch Dividenden verrechnen. Somit würde die Steuerlast auf die per  Saldo verdienten Kapitalerträge prozentual steigen. Dies trifft dann natürlich nicht nur „klassische Sparer“ sondern auch Fonds, Pensionskassen, Stiftungen und Versicherer.


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liebe Grüße, eure Jenny

14 Antworten zu “Negativzinsen sollen nicht als steuermindernde Negativeinkunft gelten

  1. Schön und gut. Aber das ist doch nicht erst seit gestern so.

    Ich habe noch keine vernünftige Begründung gelesen, warum IRGENDWELCHE Einkünfte nicht mit IRGENDWELCHEN Verlusten verrechnet werden können sollen, wie es spätestens seit 2009 nicht mehr erlaubt ist.

    Was ist der Unterschied von z.B. 1000 Euro Gewinn mit Aktien und gleichzeitig 1000 Euro Verlust mit Optionsscheinen? Mir bleiben genau 0 Euro (minus noch Transaktionskosten). Trotzdem will mir die Staatssimulation BRD, in der es nicht einmal eine Pflicht zur Steuerzahlung gibt, weismachen, daß ich für die 1000 Gewinn Steuern zahlen soll, und die 1000 Euro Verlust nur mit Gewinnen mit anderen Optionsgeschäften verrechnen kann. Selbiges gilt natürlich auch für Aktiengewinne vs. Immobilienverluste etc.

    Wenn einem diese Unverschämtheit erst auffällt, wenn es um Zinsen geht (was ich aber Jenny nicht vorwerfe – ich meine die Masse), dann liegt das nur einfach am typisch deutschen Neidreflex, der allen anderen möglichst hohe Steuern wünscht und sich selbst alle verfügbaren Nettotransfers.

    Die Masse leidet am Stockholmsyndrom. In diesem Fall nennt man das auch Staatsgläubigkeit.

  2. Deutschland ist im Grunde genommen unrettbar, ja eigentlich als echter Staat / Nation nicht existent und eine mißlungene Staatssimulation unter Hoheit der USA.

    Wir sind der Hühnerhof der anglo-amerikanischen Strippenzieher, und wenn wir nicht mehr genügend „Eier“ legen, dann werden wir geschlachtet. Hatte man ohnehin damals vor. Schon vergessen oder verdrängt?

    Die Nation Deutschland wurde durch dumme, korrupte Politiker im Auftrag der USA von innen her zerstört, und die Bevölkerung erlebt in zunehmendem Maße ihre Zersetzung durch Abbau der heimischen Kultur, Zerstörung der Finanzwelt und Wirtschaft, massive Zuwanderung und Diskriminierung der Urbevölkerung.

    Die Zukunft bringt die Verarmung durch Beschlagnahme der Vermögen, Mord und Totschlag, Unterdrückung, hohe Kriminalitätsrate durch Einwanderer, deren Einflußnahme in den Reihen der Politik und Radikalisierung des Islams.

    Eine Nicht-Regierungs-Organisation, bei denen die Politiker für das Nichtverstehenwollen fürstlich bezahlt werden und bei denen sich die Urbevölkerung keine Gedanken um Altersarmut machen braucht, da sie eher damit beschäftigt sein wird, daß man ihnen ein bißchen Leben läßt.

    Die ehemalgien Alten sind jetzt Verfolgte und Unterdrückte im eigenen Land, das ihnen nicht mehr gehört. Und die junge Generation? Bestens konditioniert…

    Mich beruhigt es zu wissen, daß sich auch Politiker dieser Bedrohung der gesellschaftlichen Veränderung nicht entziehen können. Und das ist auch gut so; Feigheit hat eben ihren Preis.

  3. … überrascht das Irgendjemand mit halbwegs klarem Verstand?
    Habt Ihr schon einen Taschengeldantrag gestellt? Oder etwa schon Euer Geld im Nicht-EU-Ausland, Ihr unsolidarischen Scheine? Pfui!

  4. … „SchWeine“ natürlich!

  5. Die Anzahl der Kommentare zeigt, das der deutsche Michel keine Ahnung hat was hier gerade über die Bühne geht.

    Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt auf das Konto des Arbeitnehmers (Michel) ein, die Bank zieht sofort ihre -Zinsen auf das Guthaben ein.

    „Sonderbar, dass es den Wölfen immer wieder gelingt, die Welt von der Gefährlichkeit der Schafe zu überzeugen.“ Austin O’Malley

  6. Still my guitar gently weeps….Der Flow der Politkaste führt direkt ins Nirwana…I don’t no how You were inverted.

    Das Bargeldverbot wird durch diese Aussage quasi angekündigt, aber es wird nicht folgenlos bleiben für diese faschistischen Demokraten.
    Der freie Bürger wird auferstehen, das Wort wird wieder gelten, die durch die Dummheit der Mehrheit etablierten Wahnsinnigen werden der wählenden Masse zum Fraß vorgeworfen werden.

    With every mistake t h e y must surely be learning

  7. Pingback: Negativzinsen sollen nicht als steuermindernde Negativeinkunft gelten | FreieWelt.net

  8. Das ist verbrecherisch wie mittlerweile Alles

  9. Nehmt das Geld vom Konto und packt es in Aktien, ausländischen Anlagen oder vom mir aus auch in Gold oder Bargeld. Ich kenne zumindest genug positiv verzinste Anlagemöglichkeiten. Unsere lokale Wohnungsbaugenossenschaft hat letztes Jahr sogar 4% Zinsen ausgeschüttet, ziemlich risikolos. Ist doch niemand gezwungen, sein Geld auf dem Girokonto zu lassen …

    • Es kann kein Zins ohne Risiko geben. Das ist ein Naturgesetz. Wenn es Erträge gibt, dann gibt es auch ein Risiko – wenn man zunächst kein Risiko sieht, dann heißt das nicht, dass es keines gibt. Risiken sind Chancen und kein negativer Begriff.

      lg

  10. Hallo Jenny,
    Zinsen für die Sparer sind eine VerarXXXung ersten Ranges für den Bürger, denn die Inflation und die kalte Progression sind immer höher, mindestens doppelt so hoch, wie die Guthabenzinsen, das ist ein Naturgesetz, und hier schließt sich der Kreis von den Bankstern & Politikern. Der Dumme ist in jedem Fall der Bürger (Bürge) der für alles über die Mordsinflation bezahlt.
    Risiken sind nicht nur Chancen sondern auch zugleich Unsicherheit, denn die Sache kann immer auch nach hinten losgehen – Risiko heißt lediglich 50 zu 50 Prozent, daß man gewinnt! Mehr nicht!
    Apropos Du wolltest doch einen Artikel zur Portfoliotheorie von Markowitz und dem eingearbeiteten Shiller KGV schreiben ? 😀
    Na Jenny? 😀
    lg

  11. Pingback: Negativzinsen sollen nicht als steuermindernde Negativeinkunft gelten - Der Blogpusher

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