Fauler Kompromiss bei Griechenland-Pleite: Man kauft wieder zur Zeit

Das griechische Parlament hat heute Morgen der Regierung die Vollmacht erteilt, über Spar- und Reformmaßnahmen mit den Gläubigern zu verhandeln. Im Kern geht es darum, die faktische Pleite ins Jahr 2018 zu verschieben.

EU-Kommission, Internationaler Währungsfonds (IWF) und Europäische Zentralbank (EZB) sind im Grundsatz mit den Plänen zufrieden. Damit könnte es nun tatsächlich zu einem neuen Hilfprogramm und zur lang ersehnten Einigung kommen. Die Medien werden jubeln, die Griechen sind unterworfen und unsere Politiker sind die Helden. Doch im Kern wird keine einzige Ursache der Eurokrise gelöst: Es gibt frisches Geld und das reicht dann bis 2018. In drei Jahren stehen wir wieder da, wo wir heute stehen.

Die griechischen Vorschläge beinhalten nur wenige Punkte. Darunter ein leichtes Rumgedoktere an der Mehrwertsteuer und eine neidbasierte (also eher symbolische) Luxussteuer auf Yachten, die länger als 5 Meter sind. Zudem soll die Unternehmensteuer von 26 auf 28 Prozent erhöht werden, was die ohnehin komatöse Konjunktur weiter abwürgt. Bis 2022 soll das Renteneinstiegsalter auf 67 Jahre angehoben werden. Der Verteidigungsetat für 2015 und 2016 wird (für beide Jahre zusammen) um 300 Millionen Euro reduziert; angesichts des 53 Mrd.€-Hilfsprogramms eher ein symbolischer Betrag. Außerdem verpflichtet sich Athen neben einigen Privatisierungen, wie schon so oft, besser gegen Korruption und Steuerhinterziehung vorzugehen.

Keiner der Vorschläge setzt auf Wirtschaftswachstum, welches unbedingt notwendig wäre. Das neue Hilfsprogramm in Höhe von 53,5 Milliarden Euro soll dann bis Ende 2018 laufen. In 2018 stehen wir also genau an dem Punkt, an dem wir heute stehen. In 2018 wird in Griechenland seit 10 Jahren die Krise wüten – eine ganze Generation kennt die EU nur als Feind. 10 Jahre ohne Wachstum, ohne Investitionen und ohne Perspektive. Wenn Griechenland eine Schuldentragfähigkeit erlangen soll, dann bedarf es mehr als nur dem bissschen rumgeschraube an irgendwelchen Mehrwertsteuersätzen in der Gastronomie. Die fundamentalen Ursachen der Eurokrise werden nicht bereinigt: Griechenland bleibt in der falschen Währung gefangen.

Was wir hier sehen ist ein fauler Kompromiss. Man hat das Gefühl, die radikaleuropäischen Zentralisten haben einfach keine Lust mehr zu verhandeln. Die Ziele sind klar: Es darf keinen Schuldenschnitt geben und Griechenland muss im Euro bleiben. Alles andere zerstört die Utopie von der funktionierenden Währungsunion. So wird entgegen jeglicher Vernunft ein Theaterstück aufgeführt, das an Dreistigkeit nicht mehr überboten werden kann. Die Politik will ein Gesicht wahren, das sie schon längst verloren hat. Die Griechen-Pleite wird, wenn überhaupt, ins Jahr 2018 verschleppt. Man kauft wieder zur Zeit.


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liebe Grüße, eure Jenny

22 Antworten zu “Fauler Kompromiss bei Griechenland-Pleite: Man kauft wieder zur Zeit

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

    Hat dies rebloggt.

  2. Wer hat ernsthaft etwas anderes erwartet..

    „Es darf keinen Schuldenschnitt geben und Griechenland muss im Euro bleiben. Alles andere zerstört die Utopie von der funktionierenden Währungsunion. So wird entgegen jeglicher Vernunft ein Theaterstück aufgeführt, das an Dreistigkeit nicht mehr überboten werden kann.“

    … und so ist es, der ernsthaft an ergebnisoffene Verhandlungen geträumt hat, hat eben geträumt – ich bezweifele nicht, dass Tsipras auch vor dem Referendum wusste, er wollte nur nicht die alten Netzwerk wieder an die Macht lassen – Samaras & Co – am Ende hat er seine Haut gerettet und ansonsten wird die wirklich Problemlösung weiter verschleppt, Zeit gewonnen und die Schulden die wachsen weiter – es ist unfassbar, was uns da für ein Theater vorgespielt wird – vom freien Markt kann lange nicht mehr die Rede sein –

    wie die Stimmung bei den Verhandlungen war und wie sich Schäuble und Dijsselbloem aufführten zeigt folgender Artikel „We underestimated their power“
    http://www.mediapart.fr/en/journal/international/080715/we-underestimated-their-power-greek-government-insider-lifts-lid-five-months-humiliation-and-blackm?onglet=full

  3. Hat dies a rebloggt und kommentierte:
    Ministerspräsident Tsipras wird zur Entäuschung für die Welt und für die Bürger in Griechenland. Mit seinen Reformplänen und für
    einen neuen Kredit, nimmt er die Verarmung der griechischen
    Bevölkerung in Kauf. Das Parlament hat seine Pläne gebilligt, aber
    nicht das griechische Volk! Sie werden erbittert gegen die
    Reformpläne Tsipras kämpfen, welche bis zum Bürgerkrieg ausarten
    können! Tsipras hat seinem Land nicht geholfen, sondern mehr
    geschadet! Er macht alles nur noch schlimmer! Griechenland
    braucht eine Reform, welche ihnen hilft, aus eigener Kraft aus der
    wirtschaftlichen Misere herauszukommen, aber so wird es Tsipras
    nicht schaffen und er wird auf der ganzen Linie versagen!

  4. @LOB
    Ganz Europa muss in Schulden ertrinken, daher die Konkursverschleppung.
    Sobald die Gesamtschulden von Portugal, Spanien und Italien unerträglich geworden ist, wird die Vereinigten Staaten von Europa durch eine Schuldenunion gegründet werden.

    Das ist IMO der Plan … ein Bankster Plan um die EU in ein reines Technocracy ( Diktatur ) umzuwandeln.
    Wieviel KommiCzars haben wir in die EU ?
    Der USA hat bereits 130+ Czars IIRC.

  5. Pingback: Fauler Kompromiss bei Griechenland-Pleite: Man kauft wieder zur Zeit - Der Blogpusher

  6. PS:
    Vor einige Wochen, irgendeine Bundesminister fragte ob Englisch ( in der Bundestag ) die Amtssprache werden soll.

    Brussels – NATO HQ
    Brussels – EU HQ
    Brussels – SWIFT HQ
    Da haben wir das Zentrum von Militärmacht, Politik und Geld … alles schön zusammen.

  7. Die Politik war noch nie fähig, einen eingeschlagenen Weg als Fehler einzugestehen und die Richtung grundlegend zu ändern. Stattdessen wird krampfhaft und ohne Rücksicht auf Verluste am alten Weg festgehalten.

    Im Falle Griechenlands wird ebenso weiter gewurschtelt wie bisher, obwohl jedem klar ist, dass Griechenland nie auf die Beide kommen wird, und auch die Schulden niemals zurückbezahlen kann. Mit oder ohne neuem Sparprogramm spielt auch keine Rolle, denn das neue Angebot aus Griechenland ist dient doch nur dazu, das Gesicht der Geldgeber zu wahren.

    Was ist also die Lösung ? Zwei anderen Journalisten sagten es bereits : „Der Crash ist die Lösung“. Nicht die Politik wir die Lösung bringen, sondern der Crash. Ein Armutszeugnis für die Politik.

    Zumindestens können die Politiker schöne und vom Volk abgeschottete Gipfel abhalten. Ach ja, in Anbetracht der aktuellen Weltlage : wozu war der G7-Gipfel nochmals gut ?

    • Nathan 1992

      Ja, Marc Friedrich und Matthias Weik werden wohl Recht behalten. Für mich die fähigsten Ökonomen und Autoren. Beide Bücher sind Pflichtlektüre für jeden mündigen Mitbürger und ihre Vorhersagen sind alle eingetroffen! Einfach mal ein paar Videos der beiden bei you Tube anschauen. Lohnt sich!

  8. Wenn das griechische Parlament dem Vorschlag mit 250 von 300 Stimmen zustimmte und nur um 10 Gegenstimmen zu verzeichnen waren, war das kein Kompromiss. Das war ein haushoher Sieg der Griechen über die Eurokraten.

    Man kann fest davon ausgehen, dass auch dieses Mal nicht ein einziger Punkt des Programmes, das pausenlos aufgeweicht wurde, erfüllt wird. So lange der Euro besteht sind die Südländer quasi unsere Feinde. Sie „zahlen“ mit leeren Versprechungen. Nur dass Traghi die Inflation hochtreiben will, ist ernst zu nehmen. Letztlich muss man in solide Fremdwährungen türmen. Als Spareinlage ist der Euro indiskutabel.

  9. Zuerst ist es nicht „die Politik“, die da Lösungen bringen oder Richtungen ändern soll, sondern es sind und bleiben die Politiker und Politikerinnen, welche sich – einfach genial ! – nicht um ihr Geschwätz von Gestern kümmern müssen, ein Vertragskonstrukt ohne Ausgang ausdenken und den Menschen aufzwingen können.

    Das ist etwa genauso, als ob der Liebe Gott den Menschen nur mit einem Mund zum Essen und Trinken erschaffen, aber zur Entsorgung der verdauten Nahrung und der aus dem Blut ausgefilterten Stoffwechselprodukte nichts vorgesehen hätte .

    Dieselben Politiker haben bestimmt das Bild der Justizia vor sich gehabt, als sie deren südosteuropäische Heimat in ebendieses Konstrukt hineinkriechen lassen haben. Focussiert war wohl nur die dicke Augenbinde von dem alten Mädchen.

    Um es pragmatisch auszudrücken: Wenn kein Ausstieg aus dieser von Anfang an stark ungleichgewichtigen Union vorgesehen wurde, warum kann der jetzt nicht vorgesehen werden? Was uns diesbezüglich dauernd erzählt wird drängt mir den Vergleich auf mit einem Kind, das vor einem Teller Suppe sitzt und verhungern muß, weil es keinen Löffel hat.
    Da kann doch mit minimalem Willen bestimmt geholfen werden.

    Natürlich war seitens der griechischen Repräsentanten von Anfang an Lavieren und Hinhalten angesagt. Das hat auch jahrelang prima funktioniert.

    Schuldenschnitte sind erzieherisch. Sie erziehen dazu sorglos die Ersparnisse der Anderen zu verfrühstücken. Immer wieder neu.
    So, wie das schlecht erzogene Kind reicher Eltern das Vermögen seiner Erzeuger verspielt und anschliessend an die Kohle des gut erzogenen Kindes reicher Eltern will. Gute Erziehung sollte auch ein „Nein“ sagen beinhalten.

    Jetzt endlich kriegen die Politikmachenden die ersten Frostbeulen an den Zehen:
    Die Hellenischen, weil sie gerade merken, dass die Anderen merken, wie der Syrtaki schon in der Zentrifuge ordentlich Drehzahl aufgenommen hat und die Schraubstockbacken (=eigenes einfaches Volk und Finanzmachthaber) den Brustkorb zur Flachatmung zwingen, der Poker beim Aufdecken angelangt ist.
    Die Hochgestellten der sogenannten „Geberländer“, weil sie bei weiterem Auspressen von Steuern, Zuschlägen, Beiträgen, Abgaben und Gebühren über Gebühr ihrer eigenen Untertanen die Bombe zünden, bevor sie sich selber in Sicherheit gebracht haben.
    Die Supermächtigen, weil sie um einen geografisch bedeutenden Stützpfeiler bangen.

    Wenigstens ist das mit der Verschiebung der Pleite auf 2018 endlich eine greifbare Aussage. Bis dahin sollte ich in die Antarktis ausgewandert sein um dem Knall ein Schnippchen zu schlagen.

  10. Werner Beinhart

    Das Oberhaupt der bunten Plünderrepublik spricht zu Ihnen:

  11. Werner Beinhart

    Die Konsequenzen für die Deutschen:

  12. Totalversagen oder absichtliches Herunterwirtschaften

    Wenn man in dieser überdimensionierten Schmierenkomödie „Zwischen EUrokrator & Grexit“ trotz unübersehbarer Zeichen des Irrsinns, bzw. Zeichen der Massenverarschung – auf beiden Seiten – versucht, analytisch, finanzpolitisch, haushaltspolitisch, etc. ins Detail zu gehen, zu eruieren wo der Wurm verborgen ist, dann begibt man sich auf jeden Fall in einen Teufelskreis und endet wie jemand, der den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Das Ergebnis ist dann u.U. eine Wachsende Wut auf die Griechen oder auf die Deutschen oder auf die Troika. Selbst wenn man den Blick erweitert und auch hahnebüchene politische Machenschaften als Erklärungsansatz mit einbezieht, dann wird man mindestens so lange weiterhin in dem Teufelskreis des Nichterkennens und des ratlosen Phänomen-Bestaunens gefangen bleiben und sich offenen Auges weiter in den Abgrund wirtschaften, so lange wie man sich weigert, die GRUNDFESTEN des zeitgenössischen Wirtschaftens, die Fundamente unserer heutigen westlichen Politik, unseres Menschenbildes sowie unserer Vorstellung von Zivilisation grundsätzlich in Frage zu stellen.

    Wenn trotz offensichtlichem TOTAL-BANKROTT unserer westlichen Zivilisation (korrupte Politik & matte Massen) nicht einmal die Griechenlandkrise Anlass genug ist, um diesen Denkschritt hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung zu vollführen, dann ist das nicht nur ein Zeichen anthropologischen Verfalls, sondern dann soll sich auch niemand später beschweren – auf beiden Seiten – wenn es dermaleinst zu Lynchjustiz kommen wird!

    Mittlerweile wird selbst der hartgesottenste Verschwörungstheoretiker (bzw. Aufdeckungsjournalist oder Wahrheitssucher) bzgl. der Hintergründe der Griechenland- / EU-Krise keine konsistente Erklärung finden. Immer mehr Medien lassen durchscheinen, dass das weitere Milliarden Steuergelder verschlingende Problemlösungsaufschieben lediglich nur noch dem Gesicht Wahren der Politkröte in Berlin dient. Wenn das keine Bankrotterklärung der gesamten EU ist? Milliardengelder vernichten wegen Gesicht Wahrens?

    Das Gegenteil sollte in einer Demokratie der Fall sein: Wer Mist baut, der muss gehen! Und wer einen Riesenmist verzapft, der muss hart bestraft werden. Womöglich wissen das auch die meisten Menschen, Systemsklaven der Europäischen Demokratur. Aber ihre ausbleibende Auflehnung gegen diese Politmafia von Lagrande bis Merkel, die Apathie der Massen (Keule und Maulkorb hin oder her) deutet darauf hin, dass sie trotz des Scheines von Freiheit und Demokratie in Wirklichkeit doch schon längst die „blaue Pille“ geschluckt haben, ausweglos tief in der Illusion der Matrix angekommen sind.

    Zu dieser Illusion gehört die Vorstellung des „immer weiter so“, „es geht noch mehr“, „Wachstum ohne Ende“. Nach dem Motto „egal wie groß die Mega-Systeme sind, die wir uns schaffen, in die wir uns hineinbegeben – wir werden sie schon irgendwie beherrschen, auch wenn wir mittlerweile immer ratloser sind und lediglich den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
    Jeder, der in diesem Moloch noch einen einigermassen passablen Job, Rang oder Besitz sein eigen nenne kann, der wird erst aufwachen, wenn Mad-Max-Zeiten über uns heringebrochen sind, wenn Frau und Kind in einer rechtsfreien Zeit von marodierenden Banden mishandelt werden.
    Wer jetzt schon nichts mehr zu verlieren hat, der hat eine etwas größere Chance die wahren Gesamtzusammenhänge zu erkennen – aber die meisten Menschen stellen nicht mal im Untergang ihr Weltbild in Frage, und so ist es eher wahrscheinlich, dass nicht wenige Menschen aus den marginalisierten Massen dermaleinst sich Banden anschliessen werden, um letztlich dasselbe in Grün zu tun, nämlich Unterdrückung, Raffgier und Ausbeutung, statt Gemeinschaftlichkeit zu pflegen, Lehren aus der Geschichte zu ziehen und zu begreifen, dass „Weniger in Wirklichkeit Mehr ist“, dass Riesensysteme einem Tanz auf dem Vulkan gleich kommen, dass wahre Grasswurzeln sich nicht von Gutmenschen oder Staaten instrumentalisieren (fördern) lassen dürfen, oder dass „Gut Ding Weile haben will“!

    Wenn man versucht, sich den Verfall der westlichen Zivilsation zu erklären, bzw. ganz allgemein nach den Schwachpunkten der Menschheit sucht, dann decken folgende drei Zitate drei grundlegende anthropologische Eigenschaften ab:

    1)“Der Mensch wird als Genie geboren und er stirbt als Idiot“ (Charles Bokowski, zeitgenössischer US-Schriftsteller) –> Hinweis auf den verderblichen Einfluss unserer Erziehung und der einengenden Anforderungen moderner Gesellschaften bis hin zur Entfremdung, Depression und Wahnsinn.

    2)“Die meisten sind schlecht“ (Bias von Priene, griechischer Philosoph vor 2500 Jahren) –> Hinweis auf den Herdentrieb, auf die Tendenz, dass die Masse lieber eine schön klingende aber verheerende Lüge glaubt, statt eine unbequeme Wahrheit; bzw. dass die Mehrheit sich allzuleicht einer politischen Korrektheit unterordnet, Querdenker verfolgt und genau das NICHT tut, was der Philosoph Immanuel Kant in seinem Aufsatz über die Aufklärung fordert: „Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen“.

    3)“Wenn in der Politik irgendetwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es genau so geplant wurde“ (Franklyn Delano Roosevelt, 4 maliger US-Präsident) –> Hinweis auf die Tatsache, dass Verschwörung und Machenschaften in der Politik (zumindest unserer Zeit) eine Selbstverständlichkeit sind.

    Anhand dieser drei Prinzipien „ENTFREMFDUNG“, „Trägheit des Geistes“ und „Verschwörung“ fällt es dann auch auch viel leichter, den Gesamtzusammenhang des Irrsinns der EU- / Griechenland-Krise zu erkennen:

    Das durch verschworene Oligarchen korrumpierte – einstmals hoffnungsfrohe – kapitalistische Wirtschaftssystem hält uns trotz Abwärtsstrudel weiterhin in der Illusion, des ewigen Fortschrtitts und der Alternativlosigkeit gegenüber politisch verordneten Sachzwängen. Die durch oberflächlichen, materiell Wohlstand und Entertainment verweichlichten, von Eigenverantwortlichkeit und Selbstversorgung unserer Vorfahren entfremdeten Nachkommen, und kaputt-alimentierten Massen haben geistig der sich als Berufspolitiker und Experten tarnenden Weltmafia nicht mehr viel entgegen zu setzen – ganz besonders wenn auch noch die Moralkeule geschwungen wird – und fügen sich wie Schafe auf der Schlachtbank, bzw. lassen sich sogar noch zum Nutzen der Kriminellen 10.000 gegenseitig aufhetzen.

    Angesichts dieses zivilisatorischen Krebsgeschwürs kann man nur hoffen, dass sich die gesamte Lage im EURO-Raum genauso zuspitzt, wie es den Griechen ungerechtfertigter Weise immer vorgeworfen wird. Denn die Griechenlandkrise bringt lediglich die Widersprüche unserer eigenen korrupte-illusorischen Ausbeutergesellschaft zum Vorschein – nicht zuletzt die Widersprüche und Fehler, die wir unseren Kindern und Enkeln überlassen damit fertig zu werden, wie EURO-Krise und Myriaden von Schuldenbergen, EU-Diktatur, US-Vasallentum, Bürgerkrieg und Terror durch die vom Volk geduldete politische innitiierte Migrations-Verschwörung und dadurch geförderten Zusammnprall der Kulturen, WK-III-Kriegstreiberei, etc.

    Jene, die noch mantrahaft an die Selbstheilungskräfte unser Verschlimmbesserungs-System glauben, die machten sich diese Tage über das sinnlose Referendum nur lustig. In Wirklichkeit hat das griechische Referendum eine indirekte, eine historischen Bedeutung: Das griechische Volk durfte seine Meinung zu den demütigenden Machenschaften der Vermögensverschieber über ihren Köpfen bekunden – ein Vorgang, von dem Deutsche nur träumen können. Dieses Referendum lässt nun auch endlich all jene Meinungsfälscher verstummen, die jedwede „KompromissUNbereitschaft“ immer nur der unliebsamen Syriza-Regierung zuschreiben wollten. Der in diesem Referendum zum Ausdruck gebrachte Wille der Griechen, der den durch EURO-Zockerei anscheinend noch nicht genug verarschten Nordeuropäern unverständlich wie eine irrationale Todessehnsucht erscheinen muss, drückt in Wirklichkeit auch die historische Identität der Griechen aus:

    Nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft zu einem strikten Politmanagement (noch?) nicht (mehr?) fähig – zumindest nich innerhalb der EU, aber noch ein Bewusstsein für Würde!

    Prinzipiell bereit für das Ende mit Schrecken, statt für den Schrecken ohne Ende! Ein Motto, das sich auch die Deutschen auf der ganzen politischen Linie zu Herzen nehmen sollten, anstatt die Griechen mit ihren wahren Feinden zu verwechseln! Wenn allerdings die Politzocker wegen Verschleierung ihres Mafiasystems lieber Problemlösungsverschleppung betreiben und von daher in jedem Falle Griechenland stützen, warum dann nicht weiterhin Hilfsgelder annehmen – denkt sich der Grieche, der selbstverständlich weiss, dass ein Austeritätsdiktat weniger hart als die totale Staatspleite ist.

    Die für den Nordeuropäer inkonsequenz erscheinende Haltung der Griechen (OXI und trotzdem weiter mit Austerität) ist nicht das Problem, sondern es ist die Inkarnation des gesamten Systemwiderspruchs der illusorischen, unterwanderten, westlichen Kapitalismusmaschine.

  13. So ein bisschen Mittleid habe ich schon mit den ,,Grossen,, in Brüssel.
    Autsch,Grins.
    Die stehen bis zur Nase in der Scheisse und wissen nicht mehr so recht wie Weiter.Schon recht ungemühtlich die Sache.
    Zahlt die EU,geht der EURO in die Knie.
    Zahlen die nicht, geht Griechland in die Knie.
    Ganz schön Stressig die Sache. Will einfach nicht funktionieren das mit dem grossen Plan, dem vom Haus,Traumimperium Europa.
    Sicher ist nur eines es geht in die Wurstelphase.
    Aufgeben,Rückbau vergessen, die haben sich verbissen= Tollwut.
    Und so zur Auflockerung eine kleine Geschichte in der weit abgelegen
    Provinz,in einem kleinen Dorf versteckt in einem schönen grossen Wald mit guter Landluft.
    Was geht da so ab auch im kleinen wenn im Hause dicke Luft herrscht ?
    Richtig, mit dem Nachbar eine Fede anzetteln das verbindt.
    Dann auch noch den Nachbar von der anderen Strassenseite, der eh auch in der Scheisse steht und lauert, einbinden= Allianz..Der Nachbar 1 geht mit seinem Nachbar ein Haus weiter auch eine Allianz ein, der kocht sein eigenes Süppchen. Der rest im Quartier schliesst sich der einen oder anderen Allianz an.Die klügeren halten sich raus so gut das geht.
    So und jetzt ist alles aufgelistet für den Quartier- Knatsch.
    So und jetzt wieder zum Haus mit der dicken Luft.
    Vernünftige Menschen plädieren auf Scheidung im gegenseitigen
    Einvernehmen.Damit das mit dem Quartier-Knatsch bleibt zu hoffen
    ausbleibt.Tja bekanntlich stirbt die Hoffnung als letztes.
    Alles klar?
    So nebenbei noch das Spiegel Titelbild schon gesehen.?Da war doch immer etwas von Wir Europäer im Raum.Jetzt merken da die Ersten das da einige anscheinend seltsam sind.Nein so etwas.Seltsam dieses Europa.
    Tja merkt man halt erst wenn die Parti vorbei ist, wenn der Rausch, ausgeschlafen ist. Lacher.
    Freundliche Grüsse

  14. Ich denke dass,auf Anordnung der USA Griechenland im Euro gehalten werden muss.Koste es ,die Europäer was es will.Denn die Südostflanke der Nato wäre gefährdet.Die EU ist auch nur ein Vasall Amerikas.
    Obama bekäme kalte Füsse,wenn Putin seine Flotte in einem Griechischen Hafen unterstellt.
    Das Geld ist niemals nach Griechenland geflossen,es diente nur der Bankenrettung,und all das wurde uns als Griechenlandrettung verkauft.
    „Wenn der Euro scheitert, dann scheitert Europa“,nein sage ich,dann bekommt Obama kalte Füsse.

    • Das sehen Sie ganz nüchtern und realistisch.
      Also das mit der RU Flotte in GR??? eher ne wozu?
      Es geht ums Geschäft.
      China Konsum und Industriegüter.
      Russland Energie und Rüstungsgüter.
      China und RU machen da gar nicht sooo viel.
      Die warten ,,gemühtlich,, ab und sehen zu, wie sich
      der Westen selbst zerlegt, so im Wesentlichen.
      Den USA dämmerts= Hyperventilieren.
      Die EU gaart im eigenen Saft.
      Und wenn der Westen dem Osten zu doll
      unter dem Hag durchfrisst, gibt es was
      auf die Finger. Im Kern ganz einfach.
      Freundliche Grüsse

  15. Griechenland wird dem gleichen Verfahren wie auf der sogenannten 3rd World verwendet wurde , unterworfen … John Perkins / Economic Hitman.

    i.e.
    Zwingen sie den Nation auf („odious“ und nur reine Papier) Schulden zu nehmen die Sie es niemals zurückzahlen können , dann täuschen sie es gegen „echten“ Ressourcen und schließlich ihre ganze Land … via bestochene oder bedrohte Politiker.

    Griechenlands Wert an die anglo/amerikanischen Imperiums ist in erste Linie geostrategische + und natürlich ihre Öl- und Gasfelder.

    + IIRC, ein kanadisches Unternehmen bereits ihre größte Gold Mine Ressource gekauft hat … für ein paar Cent.

    Lese-Tips:

    # „The Bases of Empire“ von Prof. Elisabeth Lutz.
    Über 950 US-Militärbasen in über 150 Ländern.

    # Full Spectrum Dominance (William Engdahl)

    # Technocracy Rising (Patrick Wood)

  16. … nicht nur GR sollte zu seiner Nationalwährung zurückkehren, wie von von Schäuble vorgeschlagen. Sonder Alle. Das Euro-Experiment ist gründlich in die Hosen gegangen. Zurück zur EWG. Und statt postengeile inkompetente Politiker über unser aller Schicksal entscheiden zu lassen, versuchen wir es mal mit einem Rest an Demokratie. Und die kann nur heissen: Referenden. Europaweit.

  17. Noch was zum Thema der Crash ist die Lösung.
    Lösung???Haben einige nicht etwas übersehen.
    Geht das auf, diese Lösung?
    Das Vinanzsystem Crashen lassen neues Geld ausgeben und alles ist gut??? Wenn das mal gut geht füchte, da das funktioniert genau so wenig wie das Retten.
    Crash heisst Zusammenbruch. Richtig???
    Na ja immerhien können dann die Crasher und die Retter sich gegenseitig
    die Schuld zuschieben, wenn er kommt der Zusammenbruch.
    Zusammenbruch heisst Endstation.
    Nicht der Welt jedoch das Ende dessen was da aktuell ist.
    Lasse mich überraschen ob das geht mit dem Recetten.
    So durch eine Imaginäre Wand und drüben ist Sonnenschein.
    Hurra oder was???
    Freundliche Grüsse

  18. Was für eine SHOW! Scheindebatten und ewiges lamentieren der Volks-verräter

    Seit 1990 unter Clinton ist es Fakt, das Banken keiner Ratio mehr unterliegen.
    D.h. das Verhältnis Eigenkapital zu Darlehen Vergabe gibt es nicht mehr.
    Ziffern werden in den Computer getippt und das Geld ist da. Natürlich auch in der EU.
    Wie kreiert kann der ganze Hokus Pokus wieder gelöscht werden. Alles eine dreiste Show!
    Jaha wir haben verstanden Brüssel ihr seid WICHTIG!

    Quelle: KenFM Peter König zum nein in Griechenland auf youtube Minute 46:06
    König war 30 Jahre bei der Weltbank

  19. Pingback: Griechenland: Es geht nicht nur ums Geld | Jenny´s Blog

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