Man darf Russland nicht ignorieren

11 von 100 Quadratmetern auf irdischem Festland sind russisch. Russland steckt in der Krise, doch meistens sind es Krisen, die gute Investitionsmöglichkeiten bieten. Aus wirtschaftlicher Sicht darf man Russland nicht ignorieren.

Trotz seiner Größe beheimatet Russland nur ca. 2% der Weltbevölkerung, besitzt aber über 18% aller Weltkohlereserven sowie 17% der Gasreserven. Negative Impulse kamen zuletzt von der geopolitischen Seite sowie von schwachen Rohstoffpreisen. Beides sind Variablen, die nicht in Stein gemeißelt sind. Die russische Volkswirtschaft hat einen hohen Modernisierungsbedarf und genau dieser Punkt öffnet den Weg zu potenziellen Investitionen. In Russland gibt es viel zu tun und wenn es gemacht wird, dann entsteht Wachstum.

Der Rubel erlitt in 2014 einen regelrechten Schwächeanfall, hat sich aber aufgrund drastischer Zinsanhebungen der russischen Zentralbank inzwischen stabilisiert. Der Rubel korreliert ähnlich wie das BIP sehr stark mit dem Preis für Rohöl. Der aktuelle Krisenherd Ukraine ist inzwischen ein „frozen conflict“ geworden. Dies ist zwar für beide Seiten nicht optimal, dennoch verringert es die Eintrittswahrscheinlichkeit eventueller Eskalationsszenarien. Langfristig hat Russland enormes Potenzial. Die Staatsverschuldung ist mit knapp 19% vom BIP traumhaft niedrig und bietet noch viel Luft nach oben.

Russland ist zu groß und zu wichtig um ignoriert zu werden. Selbst in Zeiten des kalten Krieges gab es einige gute Wirtschaftsbeziehungen. Investoren mit entsprechender Risikotragfähigkeit sollen sich die Möglichkeiten in Russland genauer anschauen, denn Russland ist auch ein Tor zu einer aufblühenden Wirtschaftszone, die eng mit China, Iran, Irak, Indien und weiteren Staaten (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit) zusammen arbeitet. Seit beginn der westlichen Sanktionen bilden sich wertvolle Allianzen („BRIC„), die zu neuen Handelsbeziehungen und ökonomischen Kontakten führen. Die Gefahr politischer Instabilitäten bleibt, doch ohne Risiko gibt es eben auch keinen Ertrag. Das größte Risiko geht aber immer nur derjenige ein, der kein Risiko eingeht.

„Die Zeit des größten Pessimismus ist die beste Zeit des Kaufens, die Zeit des größten Optimismus ist die beste Zeit zu verkaufen“, Sir John Templeton (1912-2008)


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liebe Grüße, eure Jenny

5 Antworten zu “Man darf Russland nicht ignorieren

  1. Pingback: Man darf Russland nicht ignorieren - Der Blogpusher

  2. Aus der Sicht der Jesuiten spielt Russland eine wichtige Rolle in der Zukunft

  3. Hat dies rebloggt.

  4. Klingt irgendwie nach Goldgräberstimmung. Grins.
    Bin da etwas skeptisch in der beziehung.
    Das entscheidende beginnt wohl so langsam zu dämmern.
    Im Zweckbündnis der BRICS manivestiert sich etwas entscheidendes.
    Eine Globale Gewichtsverschiebung.
    Im Konstrukt BRICS sind fast ausschliesslich Staaten mit entsprechendem
    Gewicht an Kapital, Militärischem Potential, und Masse vertreten.
    Tja schlechte Aussichten für den Westen USA.EU.
    Knallhart:
    Dem Westen bleibt zunehmend nur noch der Schrott.
    Unübersehbar es geht um Macht Einfluss um Absatzmärkte.
    In diesem Megaspiel hat der Westen zunehmend schlechtere Karten.
    Stoff für ein ,,goldenes,, Zeitalter?
    Fürchte eher Stoff für Megakonflikte.
    Mit dem Konfrontationskurs gegen Russland hat sich der Westen
    selbst ein Bein gestellt.damit wurde das Gewicht in die BRICS Staaten
    verlagert. ,,Gewinner,, wird Mittelfristig nicht mehr derjenige der ,,Boden,,
    gewinnt sondern derjenige der weniger verliert.
    Scheint das beginnt vor allem den Geostrategen in USA so langsam zu
    dämmern.
    Noch erstaunt das vor allem die USA Hipperventilieren, und rund um
    den Planeten händeringend nach ,,Freunden,, suchen und in wilder
    Reihenvolge ihren Hauptfeind sehen, wittern?
    Nicht so gut die Globale Grosslage,da braut sich so einiges zusammen.
    Von Globalisierung zu schwadronieren,sich sehr schön.
    Gobal denken und verstehen??? Oder rechtzeitig handeln???
    Ist halt offenbar etwas anspruchsvoller, wenigstens im Grobraster.
    Mal abwarten,sicher ist nur noch das nur noch wenig ,,sicher,, ist.
    Entschuldigung musste etwas lang werden, ist ja so viel Stoff im Spiel.Grins.
    Freundliche Grüsse

  5. Russland gehört zu Europa. Die europäische Frage entscheidet sich nicht an der Krim. Damals war ihnen das sowjetische und Heute ist ihnen das nationale Russland nicht recht, dabei ist die Administration Putins nicht mehr und nicht weniger nationalistisch, als die Administration Obamas. Ich möchte weder dem einen, noch dem anderen Justizsystem ausgesetzt sein. In beiden brauchst du viel Geld, um deine Haut zu retten. In beiden kannst du reich werden, wenn du mit den Wölfen heulst und bitter arm, wenn du nicht dazu gehörst. Die Ukraine kann scheinbar nicht mit und nicht ohne Russland, nicht mit und ohne Westeuropa, so wenig wie Westeuropa Russland ignorieren kann, wenn es sich nicht selbst den Teppich unter den Füßen weg zieht. Den Deutschen hat die Feindschaft zu Russland noch nie genutzt, die Freundschaft auf gleicher Augenhöhe, das könnten wir beweisen. Russland ist unter deutschem Einfluss immer gewachsen, sich gegen Russland zu stellen, hat Deutschland nie genutzt. Aber was philosophieren wir, wir sind doch gar nicht gefragt, wir müssen hinnehmen, was sie uns jeweils, im besten Interesse, auftischen. Mir schmeckt es schon lange nicht mehr, wie die Deutsche Außenpolitik ihre Sympathien verteilt, aber nicht weil ich Putin für einen genialen Kopf halte – er ist auch nur ein sich zaristisch gebärdender Potentat, dem es auch nicht gelingen mag, allgemeinen Wohlstand, allen Russen zuteil werden zu lassen.

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