Das Fleisch ist willig aber der Geist ist schwach

Die meisten kennen diese Situation. Man kommt nach einem langen (Büro)Arbeitstag nach Hause und ist total ausgebrannt. Ein leichtes Kopfweh drückt, die Augen sind müde, die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit schwindet gegen Null und man will eigentlich nur noch auf die Couch um sich von Verdummung und TrashTV berieseln zu lassen. Bloß keine Anstrengung!

Obwohl man den ganzen Tag noch keinen Sport gemacht hat, fühlt man sich müde und total erschöpft. Die Stunden vergehen, 22 Uhr, 23 Uhr und so weiter, und man wird allmählich wieder fitter. Auf einmal ist 0 Uhr, dann 1 Uhr und man ist topfit. Das Einschlafen fällt einem dann ziemlich schwer. Durch die Übermüdung wird der darauf folgende Tag dann umso schwerer und stressiger. Ein Teufelskreis? Unser Gehirn ist in der Hinsicht ziemlich doof. Es kann nicht zwischen geistiger und körperlicher Erschöpfung unterscheiden. Erschöpfung ist ein Schutzmechanismus, der uns quasi vor Überlastung bewahren soll. Geistige Erschöpfung kann unser Gehirn deshalb nicht von körperlicher Erschöpfung unterscheiden, weil diese Form der Belastung in der Menschheitsgeschichte zu neu ist. Neandertaler kannten noch keine Bürokratie. Der Alltag der Menschen hat sich von der Realität der Natur weit entfernt. Die Problematik ist, dass man bei geistiger Müdigkeit einfach keine Lust auf sportliche Betätigung hat. Der Körper rebelliert, denn er geht davon aus, dass man bereits am Anschlag ist.

Diese Asymmetrie der Erschöpfung mündet im oben beschriebenen Teufelskreis und führt dazu, dass man lustlos zu Hause auf der Couch liegt. Man kann den Körper eigentlich nicht austricksen. Wer geistig müde ist, sollte sich einfach aufraffen und zum Sport zwingen. In der Situation war ich gestern. Mit Kopfweh, Müdigkeit und geistig total erschöpft bin ich zum Sport. Schon nach 10 Minuten Aufwärmung ging es mir besser. Es scheint als würde die Bewegung den Staub aus den Adern pumpen. Der Puls steigt; der Körper erwacht. Es folgte dann ein ca. 90 minütiges Training und gegen 20 Uhr war ich zu Hause. Couch? Niemals! Ich war geistig nicht mehr ganz so erschöpft und körperlich total fertig. Der Körper kann nach extrem hoher Belastung am besten entspannen; man darf beim Workout auch Krämpfe und zittrige Oberarme haben. Wenn man dann nach Hause kommt ist man ausgeglichen. Der Körper ist nun da angekommen, wo der Geist schon vorher war. Nun kann man früh einschlafen und hat eine erholsame Nacht. Am nächsten Morgen fühlt man sich wie neu geboren und kann frisch und fröhlich in den neuen Tag starten. Die größte Hürde ist der Zeitpunkt an dem der Körper eigentlich fit ist, es aber nicht weiß, weil es der Geist ist, der erschöpft ist. Mit der Zeit lernt das Gehirn und merkt, dass diese Asymmetrie durch Sport beseitigt werden kann.

Ich behaupte sogar, dass manch ein Bornout, viele Arten von Kopfschmerzen und andere Wehwehchen durch regelmäßigen Sport behandelt werden können. „Joggen statt Aspirin“, kann funktionieren. Die Ausreden der immer fetter und dümmer werdenden Weltbevölkerung (diesen Trend kann niemand wegdiskutieren) können dabei kreativer nicht sein. Viele behaupten, sie könnten aus gesundheitlichen Gründen keinen Sport treiben. Mal sind es die Knie, mal ist es der Rücken und andere sprechen von einer kaputten Hüfte. Wenn alle, die unsportlich sind, auch krank wären, dann würde halb Deutschland auf der Intensivstation liegen. Kranke, dicke und dumme Menschen sind gut fürs Wirtschaftswachstum, dies ist kein Geheimnis. Wer täglich Tabletten nimmt, fördert damit die weltweite Pharmaindustrie; wer zum Arzt geht sorgt für Arbeit und einen gewissen Geldfluss. Die Pharma- und Gesundheitsindustrie braucht Kunden und manche behaupten sogar, dass diese Kunden gezielt „gezüchtet“ werden. Von McDoof kennt man diese Vorgehensweise auch. Man wirbt gezielt bei Kindern, manipuliert die Geschmacksnerven und hält sich damit einen Kundenstamm der irgendwie süchtig danach ist. Hiergegen muss man sich zu wehren wissen und die einzige Waffe, die man hierzu zur Verfügung hat, ist Bildung. Man muss den eigenen Körper und den Geist kennen und lernen damit um zu gehen. Viele Beschwerden, wie Kopfweh und viele andere, werden durch Lifestyle Medikamente wie Aspirin, Paracetamol etc.. nicht besser sondern nur verschleppt. Man sollte die Ursachen bekämpfen, für einen Ausgleich sorgen um gesund zu sein.

Dieses Posting ist sommerlochbedingt aus dem Archiv.


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liebe Grüße, eure Jenny

7 Antworten zu “Das Fleisch ist willig aber der Geist ist schwach

  1. Hat dies rebloggt.

  2. Pingback: Das Fleisch ist willig aber der Geist ist schwach - Der Blogpusher

  3. Hab ooch a mang Heimeweh:


    😀

    😀
    So zärtlich wars Nikolaiken

    • du bisch blöd *lach*

    • Warum bin ich blöd, das mußt Du mir jetzt einmal auseinandersetzen, Vertreibung & Heimatverlust sind kein Pappenstiel !
      MfG

    • Egal. Du bist generell doof. *lach*

    • Das hört sich schwer nach pubertierendem Teenie an, aber nicht nach einerm libertären & gebildetem Fräulein! *lach*
      Die Markowitztheorie und die Biochemical Pathways für den Frühstücksshake sind auch noch nicht besprochen worden. *lach*
      Der Biologe hat Dir dazu wichtige Hinweise geschrieben.

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