Heißes Schnäppchen: Der griechische Aktienmarkt

Nachdem die athener Börse einige Wochen geschlossen war, gab es bei der Wiedereröffnung letzte Woche ein ekliges Blutbad. Inzwischen haben sich die Kurse auf günstigem Niveau eingependelt. Eingefleischte Zocker schlagen jetzt zu.

Der Leitindex der athener Börse (Athex 20) stand vor Schließung der Börsen, am Höhepunkt der Krise Ende Juni, bei ca. 240 Punkten. Das Tief nach Wiedereröffnung markierte der Index letzte Woche bei 188 Punkten und hat sich nun bei ca. 202 Punkten gefangen. Mit dem richtigen Timing konnte man also schon über 7% verdienen. Die Griechenland-Krise ist ja nicht neu. Desalb kann man sich schön anschauen, was der Athex20 seit 2011 gemacht hat. Im Jahr 2011 fiel er von 700 Punkten runter auf das heutige Niveau bei 200 Punkten. Obwohl die Krise zu keinem Zeitpunkt gelöst war, stieg der Index bis 2014 auf 400 Punkte. Er hat sich also verdoppelt, nur weil die Krise medial in den Hintergrund geriet. Weit vor der Krise, im Jahr 2007, lag das Allzeithoch des Index bei 2.841 Punkten.

Griechenland ist pleite, die Banken sind Schrott und die Wirtschaft liegt am Boden. Doch wir können uns sicher sein, dass die Politik, inklusive Notenbanker, alles dafür tun wird, dass es noch einige Jahre weiter geht. Die Banken werden künstlich aufgepumpt und die Konjunktur könnte sich auf niedrigem Niveau erholen. Für meinen Geschmack ist der athener Aktienmarkt günstig bewertet. Sobald das Thema von den Titelseiten verschwunden ist, könnte der Index die gleiche Entwicklung durchlaufen, wie 2012 bis 2014. Das ist ein Gewinn von 100%. Natürlich kann man dies noch derivativ hebeln. Solche Zockereien sind nichts für schwache Nerven, aber der Zeitpunkt scheint perfekt: Wenn niemand etwas haben will, dann kann man günstig einsteigen. Ich sehe zwar mehr Chancen als Risiken, doch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit kann es auch schief gehen.

„Wenn die Börse auf gute Nachrichten nicht mehr reagiert, herausgehen – und wenn schlechte Nachrichten keine Wirkung mehr haben, hereingehen.“, André Kostolany

Dieser Artikel stellt keine Empfehlung dar.


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liebe Grüße, eure Jenny

 

5 Antworten zu “Heißes Schnäppchen: Der griechische Aktienmarkt

  1. Hat dies rebloggt.

  2. Das Problem wäre, dass es in GR gar keine ernst zu nehmende AG gibt. Eine Filiale von Coca Cola vielleicht. Mögen Amis oder Chinesen den Laden mit ihrem starken Dollar unter sich aufteilen. Für die ist das noch viel billiger. Solche Börsen, wie die von Athen meinte Kostolany garantiert nicht. Die beschrieb er auch. Z.B. die von Lissabon: Man betritt die Börse über die Straße des Silbers oder des Goldes und man verläßt sie auf der Straße der Lumpensammler…. Wesentlicher war der Spruch vom ex. PIMPCO-Manager Bill Gross. „New normal“, das war wie die Aktie als „neue Anleihe“, ein lupenreines Ausstiegssignal für ALLE „Anlagen“. Real ist es auch so, dass reihenweise Divergenzen zeigen, dass smart money aussteigt. Das lst „old normal“, wie bei jeder zu Ende gehenden Hausse. So eine Baisse kommt nie völlig unverhofft. Die Symptome sind identisch 2008. Damals wurde mit der „Abgeltungssteuer“ alles in den „Markt“ getrieben. Die Rolle hat Draghi mit seinen „Anleihenkäufen“ übernommen, damit alles in extrem überbewertete US-Wertpapiere getrieben. Was besagt es denn, wenn Apple 2/3 Gewicht vom gesamten DAX hat? Das ist nicht die einzige extrem bewertete Aktie und vom DAX zu behaupten, er wäre „billig“, nach den Kapitalerhöhungen der deutschen Konzerne in den vergangenen Jahren, erscheint mutig …. 🙂

  3. Grins.Das würde ich auch nicht als Empfehlung Deklarieren.
    Tja so zum Zoken muss jeder selber wissen.
    Grundsätzlich sollte man wissen:
    Die allgemeine Lage gleicht derjenigen ende der 30 iger Jahre.
    Damals wurde die Liquiditätszufuhr faktisch über Nacht abgeklemmt.
    Wirkung: Innert 6 Monaten wirkte das rund um den Planeten.
    In der aktuellen Lage wird der gegenteilige Kurs gefahren.
    Wie lange das noch wirkt, wirken kann??? Das ist die grosse Frage.
    Grundsätzlich sollte man wissen Geldwesen- Geldmenge und Realwirtschaftliche Faktoren sind eng ineinander verknüpft,verwoben.
    Eine Megagemenge die niemand im einzelnen durchschauen kann.
    Was bleibt sind nur noch ein Grobraster- Überblick.
    Da ist denn doch so einiges längst nicht mehr Schlüssig.
    Das da Verschwätungstheorien oder angabliche grosse Pläne,
    existieren ist der nakte Unsinn.
    Tipe da schon länger auf das Gegenteil:
    Da liegt ganz massiv Ratlosigkeit im Raum.
    Tja, mal abwarten.
    Freundliche Grüsse

  4. Sehr gute Empfehlung! Wie immer eine prägnanter Artikel.

  5. Streichen Sie das e hinter ein bitte

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