Es kommt keine neue Finanzkrise

Der Dax steht wieder auf dem Niveau von Mitte Januar, am Freitag abend rutschte er nachbörslich sogar unter die Marke von 10.000 Punkten. Es liegt Krisenstimmung in der Luft, aber eine neue Finanzkrise kommt nicht, denn die alte ist noch da.

Die letzte große Blase platzte 2008. Damals sprangen die größten  Zentralbanken als Retter ein und senkten die Zinsen. Das können sie nun nicht mehr tun, weil die Zinsen schon bei null liegen. Die Krise aus 2008 wurde niemals gelöst, sondern durch frisches Geld nur in die Zukunft verlegt. Was jetzt kommen könnte ist die alte Finanzkrise – neu aufgewärmt, aber gewiss keine neue Finanzkrise. Das aktuelle Sommergewitter hat viele Gesichter: China, Griechenland und ein Crash am Währungsmarkt der Schwellenländer.

Was den DAX angeht ist die Lage einfacher: Mangels Investment-Alternativen stieg der DAX im Frühjahr auf über 12.000 Punkte. Die Unternehmensgewinne stiegen rasant und die Stimmung war trotz Ukraine und Griechenland gut. Doch die Unternehmensgewinne stiegen nicht wegen organischem Wachstum oder gutem Unternehmertum, sondern eher wegen dem künstlich schwachen Euro. Dieser Effekt könnte im nächsten Geschäftsjahr wegbrechen. Der niedrige Zins wird als Gaspedal weiter bleiben, aber viele Unternehmer oder Häuslebauer sind mit Krediten überversorgt und scheuen neue Investitionen.

Eine neue Finanzkrise ist Quatsch, aber die alte Krise könnte zurück kommen. Wir haben eine Blasen bei Anleihen, Immobilien und lokal bei Aktien. Die Banken von damals sind heute noch größer und mächtiger und die Notenbanken haben ihr Zinssenkungspulver verschossen. Man hat die Krise in die Zukunft verschoben und wichtige Zeit für Reformen vergeudet. Statt das Finanzsystem zu erneuern und über eine qualitative Geldordnung nachzudenken hat der Wähler seine Vertreter lieber damit beauftragt den StatusQuo zu erhalten, damit die Lage beim nächsten Mal wieder etwas schlimmer wird.


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liebe Grüße, eure Jenny

7 Antworten zu “Es kommt keine neue Finanzkrise

  1. Hat dies rebloggt.

  2. … die Alte braucht nicht wieder zu kommen. Die war nie weg!
    Nur laut Politik- und MSM-Propaganda.

  3. Tja, was soll man noch kommentieren? Die Frage ist doch, wann passiert’s denn endlich???

    • Da würde ich denn nicht so ungeduldige ,,Sehnsucht,, entwickeln.
      Habe den Dringenden verdacht das wird deftig.
      Jeder gute Tag ist ein Geschenk, das man Leben sollte.

  4. guter Artikel, ganz im Gegensatz zu dem von Jessica Schwarzer im Handelsblatt.
    Der Nachtteil deines Artikels ist, dass das kommende Drama eher locker flockig geschrieben.
    Ach ja, was mich noch interessiert, welchen Einfluss die aktuellen Kriege auf unser Wirtschaft haben dürften.
    Weiterhin alles Gute
    Uli

    • Unter dem Strich ganz klar Ngetiev.
      Waffen Produzieren nix.Soldaten /innen im Dienst oder Krieg auch nix.
      Mühselig geschaffene Werte werden vernichtet.
      Waffenproduzenten könnten auch anderweitg Gewinn machen.
      Das mit Krieg ist halt eine deutlich komplexere Sache.
      Einfach so Abstellen, währe ja sehr schön.
      Ist einfach sehr kurz und naiv die Sicht.

  5. Einwandfrei richtig dargelegt.
    Interessant an der ganzen Sache ( so aus rein ,,Technischer,, Sicht.) ist eine anderer Umstand.
    In vorsierter Ausführung läuft das mit der ungedekten Geldzufuhr seit inzwischen rund 30 Jahren.Seit 2008 mit Turbo.
    So weit mir bekannt ist das ein Novum im der Wirtschaftsgeschichte.
    Über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten. die Realwirtschaft mit stetig wachsender Liquiditäts- (Überliquidität) Zufuhr am laufen halten.
    Erklärung:
    (Grobraster- Vermutung)
    Di bis zum äussersten ausgereizten und verfeinerten ,,Geldmechanismen,,=
    Kreatives bis ,,windiges,, Sicherungs und Rückversicherungs-System.
    Die sog. Globalisierung in dieser Dimension ist ja auch ein Novum in der
    Wirtschaftsgeschichte.Da hat und kann schlicht und ergreifen NIEMAND
    den wenigstes, wesentlichen, gültigen Überblick behalten. Auch Global agierende und Analysirende Institutionen wie IWF und Weltbank nicht.
    Da wurde ein Monster geschaffen das sich zunehmend jeglicher Kontrolle und Kontrollmöglichkeiten entzieht und innere Eigendynamik entwickelt.
    Tja soviel ist absehbar negative.
    Es gab da schon welche, die am Sinn Resp.an der Endlos- Wirksamkeit
    des Systems zweifelten.Nur, die sind inzwischen in der Kiste, oder senil
    im Altenheim. Die Nachgerückten müssen den auch wohl staunend lernen
    das da so einiges nicht Schlüssig ist, sein kann.
    Die kennen ja nur dieses ,,System,, das wohl eben ein Novum in der
    Wirtschaftsgeschichte sehr lange funktioniert hat.
    Tja so rein ,,Technisch,, Grins.
    Freundliche Grüsse

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