#BlackMonday – Augen zu und durch!

„Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich“, sagte einst der Großmeister André Kostolany. Und er wird Recht behalten: Ein Selloff ist pervers, dreckig und ekelhaft. Dabei ist der aktuelle Rückgang am Aktienmarkt genau der gesunde Rückgang, den sich viele seit Monaten wünschen.

Viele staunten als der DAX zum ersten mal die 10.000 Punkte erreichte. Im Frühjahr 2015 stieg er sogar bis auf über 12.300 Punkte. Daran profitiert haben nur wenige, denn die meisten Deutschen haben keine Aktien. Sie standen mit ihrer Liquidität an der Seitenlinie und schauten zu, wie andere Rendite machen. „Wenn es wieder günstiger wird, steige ich ein“, dachte sich manch einer noch vor einigen Wochen. Jetzt ist es günstiger! Die Welt hat sich nicht innerhalb weniger Wochen um 180 Grad gedreht. Es war schon Eurokrise als der DAX bei 12.300 Punkten stand. Dort war auch schon Russlandkrise und die Daten aus China sind schon seit Jahren manipuliert und frissiert.

Endlich ist der Markt wieder normal; die Übertreibung nach oben, oder wie ich im Frühjahr schrieb „der Crash nach oben“ wurde bereinigt. Ob der Markt jetzt fair bewertet ist, bleibt abzuwarten. Natürlich kann es jetzt auch eine durch Panik getriebene Übertreibung nach unten geben. Profis nutzen dies um schrittweise Positionen aufzubauen. Auch wer in regelmäßigen Sparraten in Fonds spart kann sich freuen: Die Anteilspreise fallen und man bekommt damit fürs gleiche Geld mehr Anteile ins Depot. Erholt sich dann der Markt, dann partizipiert man daran mit mehr Anteilen. Diesen Effekt nennt man Cost-Average-Effekt.

Der Buchwert des DAX liegt bei ca. 7.000 Punkten. Fällt er darunter, dann wird es gaga: Dann kann man z.B. für 95 Cents Vermögen in Höhe von 1 Euro kaufen. Es wird immer wieder Eskalationsszenarien geben und wenn es rumpelt, dann finden Finanzjournalisten auch immer Gründe dafür. Und wenn es jetzt 2-3 Jahre bergab geht, dann soll es doch. Wo ist das Problem? Aktien kauft nur, wer vor hat sie auch 10 Jahre oder länger zu halten – die anderen sind Spekulanten. Ich freue mich über den Selloff. Endlich ist der Markt wieder auf einem annähernd vernünftigen Niveau. Der vorherige Anstieg war gaga und der heftige Selloff war gaga. Das ist zweimal gaga und doppelte Vergagaung hebt sich bekanntlich auf.


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liebe Grüße, eure Jenny

19 Antworten zu “#BlackMonday – Augen zu und durch!

  1. Hallo Jenny,
    Jetzt ist es nicht an der Zeit Aktien zu kaufen, es sei denn es sind Speziakaktien. Aktien kannst Du wieder kaufen wenn der Dax-Kurs die 200 Tagelinie wieder dauerhaft überschreitet. Niemand kann seriös sagen wo der Boden sein wird, es kann auch erst bei 3000 Punkten sein.
    Jetzt voll investiert zu sein ist finanzieller Selbstmord. Denke daran:
    „Beware of the Bear“ und momentan gibt es richtig Zunder!
    MfG

    • Chartanalyse ist keine richtige Wissenschaft! So wie Geologie oder Literatur oder so.

    • Jenny,
      Charttechnik und Indikatoren, kombiniert mit Fundamentalanalyse, sowie Spezialmarktsektorenanalyse sind unschlagbar und geben Dir die Richtung des Marktes vor! Du kannst denken was Du willst, aber die Charttechnik sagt Dir genau wo die Reise hingeht.
      Wer die Chartanalyse ernst nahm, der ist auch rechtzeitig im Jänner 2008 aus dem Aktienmarkt ausgestiegen, bzw. hat sich auf die Shortseite begeben!
      MfG

    • Halte Charttechnik für Humbug.

  2. Hat dies rebloggt.

  3. Der Dax stand heute bei 9.685 Punkten, der Buchwert sei bei ca. 7.000 Punkten.
    A) Wann soll Mann/Frau/Fräulein usw. einsteigen?

    B) Welchen DAX-Put-Optionsschein sollte/könnte Man/Frau/Fräuleinusw. ins Depot legen?

    Sonstiges:
    Vom 19.08.2015: „Der DAX schloss heute bei 10.682 Punkten und damit erstmals wieder unter der 200-Tage-Linie. Jetzt ist die Zeit reif, um über Käufe nachzudenken.“ https://pinksliberal.wordpress.com/2015/08/19/dax-das-sind-kaufkurse/

  4. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

    Hat dies rebloggt

  5. Kostolany hat damals Telekomaktien beworben und auch gekauft. So toll haben die sich nicht entwickelt. Manchmal gehen AGs auch pleite Nach 20 Jahren kann man u.U. auch feststellen, daß alles weg ist. So lange sollte man sein Depot also besser nicht unbeaufsichtigt lassen. Vor einiger Zeit konnte man bei Südzucker den Euro für 95 cent kaufen. Wer damals gekauft hatte, musste einige Zeit später leider feststellen, da0 es den Euro inzwischen für 50 cent gab. Man weiß eben nie ob es noch weiter runter oder rauf geht. Alles ist möglich. Immerhin sind negative DAX – Stände unmöglich, ( so ähnlich wie bei Zinsen )

  6. Nüchtern besehen kann das nicht Ewig so weiterlaufen.
    Irgendwann ist sense,wann das steht in den Sternen.
    Alternativ kann man auch die Glaskugel konsultieren.
    Todsicherer Typ.
    Kurz vor dem Kollapps oder was auch immer Aussteigen.
    Dann Abwarten, bis das Ding im Keller ist dann gibts
    ganz viel zum Schnäppchenpreis.Dann einfach das Richtige
    aussuchen.Dann winkt der grosse Gewinn.
    Das währe dann Langfriststrategie.Grins.
    Das ,,Geheimnis,,der Megavermögen.
    Freundliche Grüsse

  7. Deshalb sollte man sich nur Unternehmen(Aktien) ins Depot legen,
    die man durch verschiedene Analysemethoden durchleuchtet hat. Und versteht was diese genau machen. In den obigen Kommentaren wurde es kurz angeschnitten. Gute Unternehmen kann ich besonders nach diesem Sell-Off zu günstigeren Kursen nachkaufen. Aber nicht das ganze Pulver verschießen. Etwas Cash in der Hinterhand lassen ist nie verkehrt. Der Markt könnte noch weiter abrutschen. Wer sein Depot vor dem großen Sommerurlaub durch Optionen abgesichert hat, ist glaub ich entspannter in der jetzigen Situation in den Urlaub gefahren. Und ist auch für die Zukunft keine schlechte Idee. Oft wird auch die Vorgehensweise durch den Stop-Loss angesprochen. Warum soll ich gute Unternehmen durch einen Stop-Loss verkaufen? Macht irgendwie keinen Sinn. Ich halte an guten Unternehmen fest und versuche nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Mit anderen Worten, in verschiedene Branchen, Währungen,… zu investieren.

    In meinen Augen ist wichtig, dass man an seiner persönlichen Strategie festhält und sich nach diesem Sell-Off nicht verrückt macht.
    Wer gut abgesichert ist, erträgt dies mit einer gewissen Gelassenheit. Und freut sich bald, wie Jenny auf niedrige Einstiegskurse.

    Mal sehen wo die Reise hingeht.

    MfG
    Tom

  8. Im Zeitalter der ALGO – Spieler muss man Kostolany im Quadrat lesen. Über die Algorithmen wurden Rohstoffe, Währungen, Zinsen und Aktien miteinander verknüpft.
    Das Spiel ist nicht akzeptabel. Natürlich hatte der kleine Crash nur eine Ursache. Kreditfinanzierte Derivate (nicht nur auf Kredit, sondern auch noch gehebelt) wurden vom margin call erwischt und mussten liquidiert werden. Das DAX – Tief lag gestern nachmittags bei 9300! Den Algorithmen ging die Liquidität aus und sämtliche Kurse und Preise stürzten, weil miteinander verknüpft, ab.

    Wir erleben gerade die Trendwende der US-Aktienindizes nach unten. Die oben hinterlassenen Kurslücken der US-Indizes werden geschlossen. Es gibt keinen Grund zur Panik und die, die noch in dem Zirkus geblieben sind, sollten besser systematisch aussteigen. In diese Art „Börse“ sollte man nicht mitspielen, gegen die Algos der Finanzbuden hat man keine Chance. Denen ist es egal, ob die Kurse steigen oder nicht. Hauptsache Bewegung.

    • from the hell

      Michael, denk an Jerome Kervil, der mit „Nur“ 5 Mrd. € 2008 den ganzen Dax in die Hölle geschickt hat.

  9. Jürgen Schütz

    Dieser „Selloff“ am Montag zur Eröffnung der amerikanischen Börsen
    war schlicht unglaublich. Die Apple- Aktie notierte etwa 10% unter Vortagesschluss, ebenso Johnson&Johnson. Marktkapitalisierung 600 Mrd.
    bzw. 200Mrd €. Sind das zufällig entstandene Kurse durch zufällig massenhaft eingestellte unlimitierte Verkaufsorders oder will „big Money“
    Stop- loss Verkäufe dadurch auslösen? Wieviel Kohle ist nötig,um derartige Verwerfungen, die sich Stunden später nur noch als Spike darstellen, zu verursachen? – Falls Du oder ein Kommentator dazu etwas
    erklären können, währe ich sehr dankbar. M.v.G. aus HH!

  10. Obacht, Jenny! Kostolany könnte sich bei seinen fabelhaften Ratschlägen manchmal auch eine Überdosis Schlaftabletten bei seinen Schlafschafen gemeint haben. Damit er für diesen Blödsinn erst im nächsten Leben verklagt würde. Bei Kostolany weiss man´s – aber wo ist eigentlich Manfred Krug abgetaucht?

    • Anonymous

      Krug und co.Schätze auch abgetaucht.
      Denen beginnt es wohl zu Dämmern.
      Frei nach dem Motto die, den Latzten beissen die Hunde.
      Wohl kein so gutes ,,Zeichen,,.Grins.

    • Krug und Co.Schätze auch Abgetaucht.
      Scheint denen beginnt es zu Dämmern.
      Frei nach dem Motto die , den Letzten beissen die Hund.
      Kein so gutes Zeichen. Grins.

  11. Und siehe da, Jenny hatte doch recht 😉 und wir Schwarzseher haben WIEDER einmal nicht mit dem Staat, der Politik… in diesem Fall den Chinesen gerechnet… flux, zack und bumm, Einlagensicherung nach unten fahren für die Banken, Autokredite nochmal ne Schippe weniger in Verantwortung – staatlich verordnet – und dat läuft. Beim nächsten mal kommt dann ein neuer Hubschrauber. Es scheint derer eine unergründlich große Armada rumzustehen. Wer kann das noch übersehen… wieder einmal.. kaufen, wenn die Kanonen donnern! Kein Trend läuft linear.. black monday interessiert nicht wirklich. Augen zu und durch. Neue Nachschuldner sind nun gefunden 😉 so geht Wirtschaft im 21 Jahrhundert! Aber, war da nicht noch etwas… weg, ich seh wieder mal zu schwarz. Lieber Martin, Deinen Anleihecrash kannste Dir sonst wo hin…. nix da, wir sind schneller und wir sind mehr. Spannenden Zeiten, wirklich, langweilig wird´s einem dabei nicht.

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