Aktienhausse erreicht Reifephase

Der DAX steigt seit fast 7 Jahren. Nun ist kritisch zu hinterfragen, ob es in 2016 mit dem Höhenflug weitergehen kann. Auch mit Blick auf die Terrornacht von Paris stellt sich die Frage, nach einer kippenden Stimmung.

Im März 2009 rutschte der deutsche Aktienindex DAX bis auf 3.900 Punkte. Seither sind knapp 7 Jahre vergangen und mit etwas unter 11.000 Punkten steht das Barometer mehr als dreimal so hoch wie damals. Natürlich ging es nicht linear zu diesem Niveau. Der Weg war stets mit heftigen Rückschlägen verbunden, und immer waren Stimmen dabei, die „das Ende der Hausse“ sahen. Billiges Geld, der schwache Euro und günstige Energiepreise sorgen auch weiterhin für Aufschub.

Die Aktienhausse erreicht nun eine gefährliche Reifephase, denn Effekte wie das billige Öl, die Geldflut oder der entwertete Euro waren Einmaleffekte. Die Unternehmen haben sich jetzt daran gewöhnt, die Gewinne werden in 2016 nur dann steigen, wenn das Öl noch billiger und der Euro im Außenwert noch wertloser wird. Steigende Aktien wollen Gewinnsteigerungen sehen und keinen Gewinnerhalt. Wahrscheinlich kommt es nicht zu „7 mageren Jahren“, aber die Stimmung könnte allmählich drehen. Wir sehen aktuell die nach 1991-2000 zweitlängste Aktienrally seit Jahrzehnten.

In Europa, auch Deutschland, herrscht Reformstau, das globale Wachstum verlangsamt sich und den unglaublichen Schuldenbergen droht ein Zinsanstieg. Zudem kamen in den letzten Monaten unberechenbare Risiken aus der Geopolitik hinzu. Die Risiken sind da, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sind aber nicht sehr hoch. Der DAX sollte sich in 2016 innerhalb einer Bandbreite zwischen 8.000 und 13.000 Punkten bewegen – alles andere wäre eine Überraschung. An eine weitere Verdreifachung in den nächsten 7 Jahren glauben nur wenige.


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liebe Grüße, eure Jenny

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3 Antworten zu “Aktienhausse erreicht Reifephase

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  2. Der DAX hatte bei 12400 sein bisheriges Allzeithoch. Terror interessiert keinen Aktienindex. Dem „Deutschen“ sind selbst Gewinne seiner Konzerne ziemlich egal. Er ist ein Knecht der US-Indizes. Die interessieren Gewinne etwas mehr. Diese Gewinne schrumpeln seit über 6 Monaten vor sich hin. Da sind die Hochs der Indizes zur Zeit noch ambitioniert.

  3. Jenny hat die Situation am Aktienmarkt prima analysiert, bleibt aber meiner Meinung nach an der Oberfläche stecken. Die ZB`s stecken in der Zinsfalle und werden da auch nicht mehr herauskommen, der Bondmarkt ist am Anschlag und auch hier geht nichts mehr, das Geldsystem ist festgefahren… Ende im Gelände. Es gibt nur noch 2 Möglichkeiten:
    1.) Weiter Geld drucken als gäb`s kein Morgen und wir bekommen Hyperinflation und Crack up Boom mit Daxständen jenseits von gut und böse …mehr als 35000 Punkte
    2.) Die Notbremse, die Zinsen werden erhöht, die Wirtschaft säuft endgültig ab, eine heftige Deflation zum Schuldenabbau, Arbeitslosigkeit von 65% und eine tiefe Depression, tiefer, als 1929 mit Daxständen unter 2900 Punkten

    Bin gespannt wohin die Reise geht.

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