Fitness-Mythos: Der Fettverbrennungspuls

Besucht man am Vormittag ein Fitnessstudio, so sieht man regelmäßig adipöse Menschen, die sich in langsamem Tempo auf den Laufbändern quälen.  Warum machen die das?

„Wer beim Joggen besonders viel Fett verbrennen möchte, muss möglichst langsam laufen“ >> Bullshit!

Als Begründung für dieses komische Verhalten der Adipösen im Fitnessstudio könnte man mit einem gefährlichen Halbwissen der Trainer begründen. Sie labern dauernd von einem sog. „Fettverbrennungspuls“ und stellen ihre Kunden gefühlte Ewigkeiten aufs Laufband. In der Theorie stimmt es ja, aber die Praxis kann nicht mithalten. Unser Körper hat im Wesentlichen zwei Möglichkeiten Energie bereitzustellen: Fett und Zucker. Der Körper nutzt fast immer beide Energiespeicher gleichzeitig. Läuft man langsamer ist der Fettanteil größer; ist der Puls oben, dann ist der prozentuale Anteil der Kohlenhydratverbrennung größer.

Dieser Mechanismus ist messbar und er stimmt. Doch er gilt nur relativ und nicht in absoluten Zahlen! Wer durch einen höheren Puls mehr Kalorien verbraucht, wird am Ende des Tages auch das meiste Fett verbrannt haben. Hinzu kommt, dass man das wenigste Fett während des Sport verbrennt, sondern danach. Wer beim Sport seinen Kohlenhydratspeicher schont, lagert mit der Nahrung (nach dem Sport) mehr Fett ein.

Für die Fettreduktion ist es absolut egal aus welcher Quelle der Körper seine Energie bezieht. Da Kohlenhydrate immer auch in Fett umgewandelt werden können, ist nur die Gesamtbilanz entscheidend.  Ich halte den Fettverbrennungspuls sogar für kontraproduktiv. Wer abnehmen will, muss besser essen. Sport hat damit nichts zu tun (mehr dazu hier)!


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @JennyGER

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7 Antworten zu “Fitness-Mythos: Der Fettverbrennungspuls

  1. liebe jenny, sport hat sehr wohl was mit abnehmen zu tun, 1.der direkte kalorienverbrauch und 2. durch den muskelaufbau, je mehr muskelmasse vorhanden ist, desto mehr energie wird verbraucht, mehr muskeln verbrennen mehr energie (auch im“ruhezustand“).
    Ich war selbst jahrelang im fitnesstudio (neben fussball) mein problem war eher die gewichtszunahme (muskelaufbau) erst als ich das training reduzierte und statt protein weightgainer (protein+kohlehydrate)nahm konnte ich wieder zunehmen, hatte aber immer noch einen
    körperfettanteil von unter 7%.
    rechnung ist ganz einfach wer mehr energie zu sich nimmt als er verbraucht nimmt zu,wer seinen körper weniger energie zuführt als er braucht nimmt ab,
    der energieverbrauch kann aber sehr unterschiedlich sein, ich z.b. hab einen sehr hohen, ich musste mich mästen damit ich nicht abnehme
    während mein bruder (auch fussball und fitness) wesentlich leichter fett
    ansetzt, er baut aber auch muskeln schneller auf.
    liebe grüsse, bernie

  2. Liebe Jenny, der Körper nutzt nicht gleichzeitig Kohlenhydrate und Fett zur Energiegewinnung. Zuerst greift der Körper auf die Kohlenhydrate zurück. Und erst wenn die Speicher leer sind, beginnt er die Fettverbrennung zu nutzen. Bei normalem Sport dauert das so ca. eine halbe Stunde. Wer abnehmen will muss also wenigstens 30 Minuten aktiv sein. Aber auch dann ist das Abnehmen sehr schwer, weil sich die meisten Menschen überwiegend von Kohlenhydraten ernähren. Wenn man den Körper dauerhaft auf Fettverbrennung umstellt und sehr wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt ist das Abnehmen leichter. Man kann den Vorgang des Abnehmens auch leichter kontrollieren und verhindert damit auch den Yo-Yo-Effekt.

    Viele Grüße!

    Wilfred

    • Man verbrennt ab der ersten Sekunde Fett! Nur das Verhältnis von Fett zu Zucker verändert sich aber beides ist von Anfang an mit beteiligt.

  3. Pingback: Fitnessstudio: Runter vom Stepper! | Pinksliberal

  4. @ Jenny
    Keine Ahnung, wo Du das her hast, aber es stimmt nicht. Der Körper greift zuerst auf die Glykogenspeicher zu (die sogenannte „schnelle Energie“), wenn diese leer sind (auf Maximalpuls reichen dafür 2 Sätze a 1 Minute), dann auf das Eiweiß (=Muskeln), weil dies einfacher zu verstoffwechseln ist als der Fettspeicher, weil das Fett erst wieder aufgespalten werden muß, und dann auf den Fettspeicher. Deswegen ist die Eiweißzufuhr nach dem Training wichtig.
    Die beste Trainingsmethode der Fettverbrennung ist HIIT, aber auch die anstrengenste und für Menschen mit Bluthochdruck oder Herzproblemen nur unter ärztlicher Aufsicht geeignet.
    Muskeln werden übrigens nicht beim Training, sondern in der Regeneration aufgebaut.

  5. Pingback: 5 Dinge, die dicke Menschen niemals verstehen | Pinksliberal

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