Superfood: Superunnötig!

Inzwischen hat jeder Supermarkt so ein Wohlfühlregal. Man findet scheinbar gesunde Samen, Körner oder auch verarbeitete Produkte, die den Konsumenten zum Helden machen. Müssen es wirklich die veganen Biokörner für 4,99€ je 100 Gramm sein oder tuns auch Haferflocken für 0,35€ je 500 Gramm?

superfood

Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel bezeichnet „Lebensmittel, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“, als Superfood. Mit dabei ist die Heidelbeere. Wegen der vielen  Antioxidantien denken manche, sie würde Krebs heilen bzw. verhindern. Manch ein Hippster kauft sich für 2-4 Euro eine kleine Schale Heidelbeeren und verputzt sie wie ein Medikament. Normales Gemüse und Vollkornprodukte wären günstiger und haben, je nach Ernährungsstil, die gleiche Menge an Antioxidantien.

Auch sehr beliebt sind Chia-Samen. Sie sind sauteuer und hauptsächlich eine Nährstoffbombe für gute Fette und Proteine. Das Problem dabei ist dass man sie aufgrund ihrer wasserbindenden Eigenschaft nur minimal einsetzen kann. Man müsste den Samen fast schon pur essen, damit man was von den Nährstoffen abbekommt. Man kann Chia-Samen auch in Shakes vermixen. Die kleinen Samen kleben dann überall; eine echte Herausforderung für die Spülmaschine. Wesentlich günstiger (ca. 60%!) und fast genauso gut ist der heimische Leinsamen.

Superfood ist ein Marketingbegriff. Stinknormale Äpfel, Spinat, Kartoffeln, Reis, Haferflocken etc… sind in der Regel genauso gesund. Aber man kauft eben nicht dieses besondere Gefühl, welches man bei bioveganen-Superlebensmitteln kauft. Manch einer denkt sich vielleich auch, dass man durch Supplementierung der Superfoods eine ansonsten ungünstige Ernährung optimieren kann. Frei nach dem Motto: „Ich schmiere Avocado aufs Toastbrot, damit mich die Salami nicht umbringt.“

Besonders krass sind die Preise der Superfoods. Beispiel Müsli: Haferflocken von „Gut und Günstig“ bei EDEKA kosten zirka 0,35€ bis 0,45€ je 500 Gramm. Schnibbelt man nun noch eine Banane, nen Apfel und anderes Obst rein, dann kostet das Frühstück wahrscheinlich keine 50 Cent. Man könnte aber auch ein „Bio Superfood-Müsli“ für 19,95€ kaufen. Ich bezweifle, dass der enorme Preisunterschied gerechtfertigt ist. Auch wenn man bedenkt, dass die handelsüblichen Haferflocken, die im Superprodukt Hauptbestandteil sind, selbst schon als Superfood gelten.


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liebe Grüße, eure Jenny, @JennyGER

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2 Antworten zu “Superfood: Superunnötig!

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