Das hilft gegen Muskelkater

Die Fachwelt ist sich nicht wirklich einig, um was es sich bei Muskelkater eigentlich handelt. Die einen sprechen vom einer Übersäuerung der Muskulatur, andere glauben eher an Blutergüsse. Ich gehe davon aus, dass beides stimmt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es verschiedene Arten von Muskelkater geben könnte.

Ich möchte hier nicht medizinisch erklären, was Muskelkater ist. Er gehört zum Sport, wie viele andere Dinge auch. Die Annahme, dass Muskelkater schädlich sei, teile ich nicht. Im Gegenteil! Muskelkater zu bekommen, kann sogar ein sportliches Kurzfristziel sein. Bei dieser Form (wahrscheinlich Blutergüsse) wird der Muskel hinterher stärker, als er vorher war. Der Schmerz ist eher angenehm und man gewöhnt sich dran. Dieser (manchmal gewünschte) Muskelkater entsteht immer dann, wenn der Muskel eine neue Intensität oder geänderte Belastung erfährt. Als Gegenmittel hilft eigentlich nur Regenerationszeit. Eine wahre Wunderwaffe kann auch Pferdesalbe sein. Diese sollte man nicht erst auf den „Schmerz“ auftragen, der 12-48 Stunden nach der Belastung kommt, sondern direkt nach dem Training. Ich nehme gerne das Produkt von Wepa. Es duftet gut (manche Produkte stinken regelrecht!) und kostet nicht die Welt. Der Eimer reicht mehrere Monate.

Insbesondere Anfänger, oder Sportler, die mal etwas komplett neues machen, haben hingegen einen anderen Muskelkater. Selbst Profis, die länger pausiert haben, kennen diesen „richtigen“ Schmerz. Diese unangenehme Form des Muskelkaters kann medizinisch gesehen ungesund sein. Oft sind Bänder überdehnt, einzelne Partieen entzündet oder der Muskel verhärtet. Dieser Muskelkater hält oft mehrere Tage an. Helfen kann zum Beispiel Ausdauertraining. Natürlich geht das nur, wenn dabei der schmerzende Muskel nicht belastet wird. Ebenso kann ein warmes Bad oder die Sauna helfen. Für den Schmerz an sich würde ich keine Tablette nehmen, sondern lokal mit z.B. Voltaren Schmerzgel vorgehen. Das günstigere Diclofenac-Gel dürfte ebenso helfen.

Gute Erfolge erzielt man auch mit sanften Massagen mit flächigen Ausstreichungen. Diese führen zu einer verstärkten Durchblutung. Auf kräftige Massagen sollte man dagegen verzichten, denn diese tragen nicht zur Heilung bei, sondern verzögern sie, da sie eine zusätzliche mechanische Irritation der Muskulatur darstellen. Die Supplementierung von verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) kann dabei helfen, dass sich der Muskel schneller regeneriert. Einen ähnlichen Effekt soll laut einigen Studien eiweißhaltige Nahrung haben.

Die gute Nachricht für alle Muskelkater-Geplagten: Einen richtig heftigen Muskelkater hat man meist nur ein einziges Mal. Trainiert man nach der Regeneration normal weiter, dann wird es meist nie wieder so heftig, wie „beim ersten Mal“. Nach längeren Pausen kann es bei Wiederaufnahme des Trainings erneut zu stärkerem Muskelkater kommen. Hier hilft nur eines: Nie längere Trainingspausen machen und immer am Ball bleiben. Wer den Winter über nur auf der Couch sitzt und dann im Juni schnell ein Sixpack möchte, wird selbstverständlich dann in jedem Juni einen doofen Muskelkater haben. Dehnen würde ich einen verkarterten Muskel übrigens nicht! Dies ist etwas, was man mit einem warmen und schmerzfreien Muskel macht.

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liebe Grüße, eure Jenny, @JennyGER

Eine Antwort zu “Das hilft gegen Muskelkater

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