Bekommen wir ein Weltfinanzamt?

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble wirbt beim G20-Treffen für eine neue Steuer, um den Größenwahn der herrschenden Politiker zu finanzieren. Diese neue Steuer soll weltweit eingetrieben werden.

„Ich habe zum ersten Mal auf globaler Ebene die Initiative ergriffen, den Vorstoss zu machen. Ich habe gesagt, das geht eigentlich nur vernünftig auf globaler Ebene“, sagte Schäuble am Samstag auf dem Finanzministertreffen der G20 im chinesischen Chengdu. Wie das funktionieren soll, ist noch völlig offen. Als Besteuerungsobjekt sollen Finanzgeschäfte herhalten. So wie der Staat über die Mehrwertsteuer am Warenverkehr mitverdient, so würde er sich dann auch an Finanztransaktionen bereichern.

Angesichts von Rekordsteuereinnahmen ist jede neue Steuer ein Schlag ins Gesicht aller Leistungsträger. Eine Finanztransaktionssteuer würde immer dann fällig, wenn eine Finanztransaktion durchgeführt wird. Um die Steuer erheben zu können, muss man natürlich alle Transaktionen überwachen. Dämmert es? In den staatlichen Rektalmedien wird immer loyaldoof behauptet, dass es nur „spekulative Derivate“ treffen würde. Doch der Begriff „Transaktion“ geht weiter; er ist umfassend und kann je nach Lust und Laune gedehnt werden. Sogar Bargeldgeschäfte könnten Transaktionen sein.

Die Politik will scheinbar zunächst Transaktionen mit Aktien, Anleihen und Derivaten mit dieser neuen Steuer belegen. Als Grund gibt man an, dass diese Instrumente die „Krise“ verursacht hätten. Welche Aktie bitteschön hat die Finanz- oder die Eurokrise verursacht? Welche hundsgewöhnliche Staats- oder Unternehmensanleihe hat eine Krise verursacht? Diese neue Steuer trifft Guthaben, welches in Versicherungen, Riesterverträgen, betrieblicher Altersvorsorge, Fonds oder privaten Depots schlummert. Und da sind da noch die bösen Derivate: Wenn ich Aktien habe und einen Put-Optionsschein kaufe, dann kaufe ich ein hoch spekulatives Produkt, senke aber mein Gesamtrisiko. Wer das nicht versteht, sollte keine Politik machen.

Optionen, Futures, Swaps oder auch andere Derivate haben eine gute Absicht und sind wichtig. Auch die Aktie ist sehr wichtig, denn ohne Wagniskapital bekommen wir keinen Fortschritt. Natürlich können manche Instrumente auch schädlich sein. Wasser kann auch tödlich sein. Man muss nur mal bedenken, wie viele Menschen schon bei Hochwasser oder Tsunamis umbekommen sind. Sollen wir deshalb Wasser versteuern? Wenn Derivate so gestaltet werden, dass sie „böse“ sind, dann muss man sie verbieten. Wer sie „nur versteuer“ erlaubt sie quasi. Der geistige Schluckauf des Dr. Schäuble ist ein erneuter Versuch, die Leistungserbringer auf dem gesamten Erdball um ihr Eigentum zu bringen.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

4 Antworten zu “Bekommen wir ein Weltfinanzamt?

  1. Tja so ist das nun mal wenn die Politiker mit ihrem Latein am Ende sind,
    dann produzieren die Phantasieideen und Rezepte.
    Nicht fiel schlauer als Verschwörungstheoretiker.
    Faktisch ausgeschlossen das Zb. die Chinesen einen solchen
    Stuss mittragen.
    Die gigantisch irre Überliquidität ist nun einmal im Finanzmarkt.
    Da gibt es keinen Weg das wieder Herauszufiltern.
    Realwirtschaft und Geldmenge sind untrennbar aufs engste ineinander
    verknüpft.
    Das können auch die ausgeklügeltsten Ideen nicht aushebeln.
    Weder Steuern und der Zahllosen anderen Ideen mehr.
    Das kann man drehen wie man will die Schlange beisst sich letztlich immer in den eigenen Schwanz.

  2. Wie jede Steuer, so gehört auch die FTT zur ideologischen Rüstsatz der Sozialisten. Eine freiheitlich-demokratische Grundordnung stört da nur. Als die deutschen Blockparteien diese Idee ca. 2010 wieder in die Medien forcierten, war schon klar, daß es mittelfristig nicht nur um Wertpapiere gehen soll, sondern um ALLE FINANZIELLEN TRANSAKTIONEN. Sonst hätte das Kind ja auch einen anderen Namen. Wie nett: Robin Hood meets Erich Mielke…

  3. Ich will in die gleiche globale Kerbe hauen. Im Bankenbereich sind wir inzwischen beim Negativzins angekommen. Was hält uns davon ab, hier nachzuziehen und weltweit auch Negativsteuern einzuführen?

  4. Jede Epoche hat ihre blutigen Revolutionen. Es wird geschehen, keine Frage. Wann? Wenn DU nicht damit rechnest… aber keine gute Zeit für dusselige Politiker (und dem Volk)

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