Wenn das der linksversiffte Pöbel wüsste

Linksgrüne Kapitalismuskritiker, neulinke Faschisten und neosozialistische Nationalisten (AfD und so) kritisieren immer wieder gerne die Zentralbanken. Die einen werfen ihr Enteignung vor, die anderen Ungleichheit durch Kapitalismus. Dabei steht die Zentralbank vor allem für eines: Sozialismus in Reinform.

blockupy

Wer beispielsweise die Blockupy-Proteste als „Kampf gegen den Kapitalismus“ bezeichnet, der hat die Aufgabe der EZB nicht verstanden. Zentralbanken sind  planwirtschaftliche Störfaktoren innerhalb einer Marktwirtschaft. Wer gegen die EZB protesiert, der richtet sich gegen den Sozialismus. Geldpolitiker, die man nicht (ab)wählen kann, legen die Geldmenge und den Preis von Geld zentral fest. Hierbei manipuliert die EZB freie Marktpreise und sorgt für Ungleichgewichte sowie Marktverzerrungen. Proteste gegen die EZB sind demnach auch eine Forderung nach mehr Marktwirtschaft.

Zentalbanken stören, so wie andere zentrale Planungsstellen, den Preisfindungsmechanismus freier Märkte. Der Geldsozialismus ist eben kein Kapitalismus, wie uns der zündelnde Pöbel erzählt. Geldsozialismus ist die Fortsetzung der Diktatur – aber mit wesentlich mehr Mitteln, denn man täuscht den Menschen Vielfalt vor. Märkte versagen immer dann, wenn die Marktmechanismen aufgrund von Eingriffen der Notenbank und des Staates eliminiert werden. Wenn der Pöbel gegen die Zentralbanken demonstriert, dann geht er nicht gegen den Kapitalismus auf die Straße sondern gegen den Sozialismus.

PS: Für mich ist links und rechts weitgehenst das Gleiche. Beide wollen mehr Staat und weniger Mensch. 

Die Presselandschaft sieht es ähnlich: „...gleicht sozialistischen Versuchen, Preise zentral zu bestimmen und den Markt ausser Kraft zu setzen, “ schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Und Welt-Online verkündet: „Notenbanken eröffnen das Zeitalter der Planwirtschaft„.  Dieser neuartige Sozialismus wird, wie jeder andere Sozialismus zuvor, scheitern. Abschreckende Beispiele aus der Vergangenheit nennt heute morgen die Handelszeitung.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

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5 Antworten zu “Wenn das der linksversiffte Pöbel wüsste

  1. Das Sytem der Zentralbanken,die Zentralbanken an sich sind
    nicht das Probelm. Das Kernproblem ist der innzwischen gigantische
    Missbrauch dieses Instrumentariums.
    Grunsätzlich sollten die, das war die Kernzielsetzung,die Geldmenge abgestimmt auf das Realwirtschaftsergebnis bestmöglich unter Kontrolle halten. Dafür wurde diesen die ,,Unabhängigkeit,, zugestanden. Geld egal in welcher Gestalt an sich hat und kann keinen, Wert haben. Letztlich ist das lediglich ein ,,Medium,, für den rationellen
    Leistungstausch, eine einheitliche Verrechnungseinheit.
    Innzwischen sollen die Zentralbanken Dinge bewirken die diese
    schlicht und ergreifend gar nicht können.
    Die Liste ist Ellenlang.
    Grins. sicher man kann die abschaffen.
    Nur eben die Alternatieve?
    Jeder schafft sich das eigene Geld oder was?
    Zurück zum Realwarentausch, Kartoffeln gegen Händi oder was.
    Sonntagsbraten gegen Zeit X Tellerwaschen im Restaurant.
    Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
    Kann so eine koplexe effiziente Arbeitsteilige Wirtschaft funktionieren???
    Zurück in die Steinzeit, Fische gegen Mamutfleisch tauschen oder was.
    Funktioniert sicher in einer Steinzeitwirtschaft. In einer hoch entwikelten
    vielschichtigen Arbeitsteiligen Wirtschaft, mit Sicherheit NICHT.
    Egal ob Wirtschaft als Sozialistisch oder Kapitalistisch Beschimpft wird,
    Letztlich muss unabwendbar Wohlstand ganz profan und unvermeidlich
    konkret und Real erwirtschaften werden.
    Schon der Steinzeitmensch musste sich seinen Braten durch Jagdanstrengung ganz real verdienen.Oder die gewachsenen
    Früchte von Bäumen und Stäuchern durch konkrete Leistung,
    einsammeln, ganz real Erwirtschaften.

    • Helmut Soder

      In Zeiten des zunehmenden bargeldlosen Zahlungsverkehrs spielt es doch technisch keine Rolle, ob ich in $ oder € oder bitcoin etc. bezahle oder mit Echtgeld wie Edelmetalleinheiten.

  2. Bernd Engelking

    Nehmen wir die Zentralbanken weg und beschreiben das was wir dann haben. Ergebnis: Wir haben das Gleiche, nur ohne Zentralbanken.
    Die gleiche Ausbeutung, der gleiche Wettbewerb unter nicht-gleichen Konkurrenten, der gleiche Wachstumszwang, die gleiche Umverteilung von unten nach oben, die gleichen Krisen.
    Wann wir endlich begriffen, dass die Zentralbanken in diesem System nur Beschleunigungsinstrumente sind, wie auch die neoliberale Ausrichtung der Weiterentwicklung der Ausbeutung dient. Das ganze Geldsystem, welches das Wirtschaftssystem bestimmt, dient der Ausbeutung durch die die es geschaffen, durchgesetzt und erhalten haben. Wie das System heißt, ist mir egal, es wirkt ganz sicher nicht anders wie Kapitalismus. Es macht viele arm und wenige reich, und beides zunehmend.

  3. http://thumulla.com/home/es_gibt_keinen_kapitalismus.html

    Carsten

    „Die Kanzlerin klebt an ihrem Stuhl wie altes Fett an der Bratpfanne.“
    Ramin Peymani

  4. Hierzu passt dieser treffende Artikel der im übrigen das neue und lesenswerte Buch der beiden Ökonomen und Realisten Marc Friedrich und Matthias Weik wieder gibt:

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158312261/Warum-unser-System-am-Ende-ist.html#article-comments

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