Bin ich zu dumm für bargeldloses Bezahlen?

Immer wieder hört und liest man, das Bargeld würde schleichend verschwinden. Immer mehr hippe Dienstleister, Apps und andere digitale Lösungen drängen sich uns förmlich auf. Ich blicke nicht mehr durch.

Mensch ist das schön, wenn man einfach mit Bargeld oder einer Bankkarte bezahlen kann. Dank einer neuen EU-Verordnung hat man künftig bei einer Kartenzahlung eine Auswahlmöglichkeit. Die meisten Verbraucher haben keine Ahnung, was sie da auswählen! Es ist ihnen aber auch egal, hauptsache die Zahlung geht schnell und der Händler bekommt sein Geld. Den meisten Einkaufenden ist es egal, welche Gesellschaft da im Hintergrund noch ein paar Cents mitverdient.

Passwortfriedhof Onlinebanking! Wer wie ich Konten in der Schweiz und in Deutschland hat, blickt mit der Zeit einfach nicht mehr durch. Ich habe es nachgezählt: Alleine für eine deutsche Sparkasse muss ich mir fürs bargeldlose Bezahlen 7 Passwörter bzw. PINs merken und alle sind unterschiedlich. Ich habe individuelle Passwörter/PINs für Onlinebanking, App, PushTAN-App, Broker, Girocard, Kreditkarte und neuerdings auch noch für Paydirekt und S-Ident (neuste Schikane bei Kreditkartenzahlungen). Und gnade euch Gott, wenn ihr mal ein Passwort oder eine PIN nicht mehr wisst.

Solange ich geschätzt 5-10 Passwörter, verteilt auf unzählige Zugänge und mehrere Apps, wissen muss, solange sehe ich die Abschaffung des Bargeldes eher skeptisch. Wenn die Banken wollen, dass wir ihre digitalen Dienste intuitiv nutzen, dann müssen sie diese verdammt noch mal so konzipieren, dass man nicht zu blöd dafür ist. Mein Inneres weigert sich, 7 Passwörter zu merken, nur damit ich etwas bezahlen kann. So wird das nichts mit dem Bargeldverbot.

Apple, Google oder die Bank von nebenan? Es macht nicht derjenige das Geschäft, der die meiste Werbung schaltet, sondern der, der das einfachste Modell entwickelt. „BEZAHLEN“ ist ein ureigener und instinktiver Vorgang, den Menschen schon seit Jahrtausenden beherrschen. Wer es schafft, diesen Vorgang zu verkomplizieren, wird vom Markt verschwinden. Oder ich bin tatsächlich zu doof? Von NFC und RFID möchte ich gar nicht anfangen…


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

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5 Antworten zu “Bin ich zu dumm für bargeldloses Bezahlen?

  1. Deine Freiheit stirbt mit Sicherheit! Sahra Wagenknecht 21.03.2016 Hart aber Fair – Bananenrepublik

  2. Alles nicht wirklich notwendige Streichen.
    Tja und den alltäglichen kleinen Zahlungsverkehr wie gehabt in
    klassischem Bargeld.
    Neueste Masche der Kriminellen ist.
    So eben im vorügergehen die Daten der Karteninhaber mit
    entsprechenden Elektronischen Geräten abgreifen.(Medienmeldung)
    Und noch so Allgemein.
    Wenn das so weitergeht versinkt die gesamte Wirtschaft in
    einem bis zum geht nicht mehr aufgeblasenen Dienstleistungschaos,Überhang.
    Dienstleistungs-Anteile in der Gesamtwirtschaft die das sinnvoll notwendige
    Ausmass überschreiten, vernichten auf längere Sicht unseren Wohlstand.
    Es bildet sich eine immer weniger Realproduktieve Basarwirtschaft.
    Das mit der gross propagierten sog. Dienstleistungs-Gesellschaft, Wirtschaft, ist da ab Volumen X der bare Unsinn. Nachhaltig kann eine
    Wirtschaft nur funktionieren wenn die sicher Variablen Proportionen,
    in einem rational vernünftigen Gleichgewicht, Wertung gehalten werden.
    Dienstleistungen in vielen Bereichen machen nur Sinn, wenn diese
    Einspareffekte bewirken, oder Produktionsfördernd wirksam sind.
    Die sog. Dienstleistungs-Wirtschaft-Gesellschaft wird von Theoretikern propagiert die den soliden Wirtschaftsüberblick verloren haben.
    Klartext eine billige, Ausrede-,,Lösung,,.

  3. Höchst „fortschrittlich“ auch, wenn man diese diversen PINs, Karten und Willkommensbriefe zu den diversen „papierfreien“ Diensten bei Kontoeröffnung jeweils einzeln im Briefumschlag zugeschickt bekommt, weil die (Filial-)Bank sich für so modern hält, dass sie ihrem Bodenpersonal in der Filiale weniger traut als der Postzustellung.

  4. Bei vielen Banken und Kartenorganisationen kann man sich inzwischen die Pin aussuchen. Nimm doch wie ich eine ganz einfach zu merkende Pin.
    Ich kann dir da die 123456 sehr emfehlen die ist so einfach das auch du sie dir gut merken kannst und dann gleich für alle Karten und Konten. Das habe ich auch so gemacht

  5. Pingback: Onlinebanking bei der Sparkasse: Die klicken doch nicht mehr ganz richtig | Pinksliberal

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