Der politische Preis der Deutschen Bank

Der politische Preis einer staatlichen Rettung der Deutschen Bank wäre sehr hoch. Jahrelang hat die Merkelregierung in der EU darauf gepocht, die Haftung der Steuerzahler zu reduzieren und Eigentümer sowie Gläubiger der Banken an ihre Stelle zu setzen.

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Seit dem 1. Januar 2016 ist der SRM in Kraft, wobei eine Staatsrettung zwar schnell und unkompliziert (siehe gestriges Posting) stattfinden kann, der Staat aber nur helfen darf, wenn Eigentümer und Gläubiger ebenfalls haften. Im Fall der italienischen Krisenbanken pochten die Merkelisten in altbekannter Gutsherrenart auf Einhaltung der neuen Regeln. „Italien muss EU-Bankenregeln anwenden“, titelt noch im Juli 2016 das Handelsblatt und zitiert dabei Wolfgang Schäuble. Wenn die Deutsche Bank gerettet werden muss, dann nur mit den neuen, strengen Regeln. Andernfalls könnte das viele Politiker/innen den politischen Kopf kosten.

Eine staatliche Rettung der Deutschen Bank brächte aber auch altbekannte Kopfe ins Spiel, die schon seit Jahren mit Zivilcourage, Mut und intellektueller Aufrichtigkeit die Rettungspolitik kritisieren. „Nicht mit unserem Geld“, fordert beispielsweise seit Jahren Frank Schäffler. Oder ist eine Rettung ausgeschlossen, weil wir Merkel wörtlich nehmen können? Diese sagte im Jahr 2014 auf dem G20-Gipfel in Australien: „Das heißt, es wird nie wieder notwendig sein, dass Steuerzahler dafür eintreten müssen, dass, wenn große Banken zusammenbrechen, sie dann praktisch ein erpresserisches Potenzial entwickeln und Steuerzahler diese Banken retten müssen.“ (SpOn berichtete).


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liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

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3 Antworten zu “Der politische Preis der Deutschen Bank

  1. Ich vermute nicht allzuviele dind sich des Ausmasses der Lage
    in der vollen Breite und Tiefe bewusst.
    Banken sind nun einmal nicht Unternehmen die ganz real Güter
    welcher art auch immer produzieren= die sind nicht Realwerthaltig.
    Die sammeln Geld ein und geben das als Kredit weiter.
    Somit sind die ausschliesslich Dienstleister.
    Können die Kreditnehmer ihre Kredite nicht begleichen, kann die Bank
    auch die Gläubiger nicht mehr bedienen.
    Das kann man drehen wie man will letztlich zahlt immer der Gläubiger.
    Entweder über den Staat mit Steuern, oder unmittelbar über den Verlust,
    zumindest eines Teils seines Guthabens.
    Geht eine Grossbank mit der Billanzsumme einer DB in die insolvenz,
    kann das ganze eine Kettenreaktin einleiten. Werden so Institute
    ,,gerettet,, dann ist KEINE Rettung sondern lediglich eine Insolvenzverschleppung.
    Den Politikern ist zumindest ansatzweise bewusst wie das wirkt.
    Notgedrungen haben sich die für die Rettung entschieden.
    In der vagen hoffnung das könnte funktionieren,Grins entsprechen Beraten
    von sog. Experten, Ökonomen geschimpft.
    Grundsätzlich müsste jeder breit und solide aufgestellte Ökonom
    glasklar wissen, das kann nachhaltig nie und nimmer funktionieren.
    Tja nicht so schön, das Ding steckt in einem ,,bodenlosen,, Sumpf.
    Ein Sumpf dessen Boden recht tief unten zu finden ist.

  2. Andreas Huber

    Warum wohl wurde die Summe der von den USA gegen die Deutsche Bank zu verhängenden „Strafe“ über Nacht um knapp 2/3 gesenkt? Möglicherweise deswegen, weil der US-Dollar den Kollaps der Deutschen Bank nicht verkraftet hätte?

    Dann wäre öffentlich nachvollziehbar, womit man die USA angreifen kann, ohne auch nur eine einzige Platzpatrone zu verschiessen.

    Auf geht’s. Wenn ihr das wollt.

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