Archiv der Kategorie: Health

5 Dinge, die dicke Menschen niemals verstehen

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  1. Proteine machen auch dick. 1g Eiweiß hat zirka 4,1 kcal. Dies entspricht ungefähr einem Gramm Kohlenhydrate. Kraftsportler nehmen Proteine zum Masseaufbau, aber dicke Menschen meinen, sie würden damit abnehmen.
  2. Sport macht nicht schlank. Dicke Menschen bewegen sich ein bisschen und denken, das wäre Sport gewesen. Der mathematisch berechenbare Effekt von Bewegung tendiert gegen Null – selbst Leistungssport hat wenig Effekt auf die Fettverbrennung. Wer abnehmen will, muss seine Ernährung ändern.
  3. Es gibt keine Fatburner. Es gibt KEINE Pille, kein Pulver, kein Lebensmittel, absolut nix, was man schluckt und davon abnimmt. DAS GIBT ES NICHT. Trotzdem ist der Markt für solche Produkte milliardenschwer. Meist handelt es sich um rosa eingefärbte Koffeintabletten, Schlachtabfälle oder Viehfutter.
  4. Kohlenhydrate haben keine Uhr. Manche denken, sie müssen zu einer bestimmten Zeit die Kohlenhydrate weglassen und würden dann abnehmen. Dieser Theorie nach schauen Kohlenhydrate auf die Uhr. Das halte ich für Quatsch. Der Effekt von Mealtiming ist dem der Kalorienbilanz untergeordnet.
  5. Bauchtraining macht keinen flachen Bauch. Warum auch? Mit 2.500 Sit-Ups verbrennt man so viele Kalorien, wie mit 30 Minuten Joggen. Wer schafft schon 2.500 Sit-Ups? Zudem gibt es KEINE lokale Fettverbrennung. Der Körper verbrennt dort das Fett, wo er will und nicht dort, wo ich will.

Dabei könnte es so „einfach“ sein: Sich selbst nackt im Spiegel schön zu finden, muss kein Geld kosten

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Soja-Wahn: Vegan, laktosefrei, glutenfrei

Immer mehr Verbrauchende kaufen Fleischimitat oder anderen Müll, der in vertriebsoptimierten Hochglanzverpackungen steckt. Hauptsache vegan, laktosefrei und glutenfrei muss es sein, dann ist alles in Ordung? Die Wahrheit ist bitter.

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Bei Soja haben viele Bilder vom Bioladen im Kopf. Doch Soja hat nichts mit romantischer Bauernhofidylle zu tun. Dabei ist die Sojapflanze eigentlich nicht zum Essen gedacht: Nur ca. 1% der weltweiten Produktion landet auf dem Teller. Der Rest wird Viehfutter oder Treibstoff. In Südamerika wächst Soja meist in riesigen Monokulturen auf abgeholzten Regenwaldflächen. Dort benötigt man besonders viele Pestizide. Auf das Prädikat „Bio“ können viele Verbrauchende verzichten; hauptsache das Produkt ist vegan, laktosefrei, & glutenfrei.

In Nord- und Südamerika werden fast nur noch gentechnisch veränderte Sorten angebaut. Weltweit liegt der Gentechnik-Anteil an der Sojaproduktion bei weit über achtzig Prozent. Rechnerisch werden jährlich 63 Kilogramm Soja für jeden EU-Bürger aus Süd- und Nordamerika in die EU importiert. Der allergrößte Teil des Welthandels mit Sojabohnen und -schrot (ca. 90 Prozent) entfällt auf die Länder, in denen fast nur noch gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut werden. Soja ist eine Hightechpflanze, die für den normalen Verzehr eigentlich nicht geeignet ist!

Viele Sojaprodukte, wie beispielsweise Fleischimitate, sind zudem mit viel Chemie vollgestopft, damit die Pampe einigermaßen nach etwas greifbarem schmeckt. Im Juni 2016 untersuchte Öko-Test vegetarische Fleischersatzprodukte und fand unter anderem gentechnisch veränderte Soja-DNA (in einem Bioprodukt), viel Salz und Fett sowie Elemente eines breiten Chemiebaukastens. Manchmal nimmt man auch „natürliche Aromen“, wobei es sich dann oftmals um Backterienkacke oder Pilzkulturen handelt.

Und dann kommt da immer das Eiweißargument. Soja gilt als eiweißreiche Pflanze. Doch Proteine sind nicht immer gleich auch Proteine, denn sie bestehen aus Aminosäuren. Je mehr von diesen Säuren in einem Protein enthalten sind, desto besser kann es vom Körper verarbeitet werden. In Soja fehlt Methionin und müsste über eine andere Proteinquelle ergänzt werden. Wer nur Soja isst, könnte Mangelerscheinungen bekommen. Das Verfahren zur Herstellung eines Sojaprotein-Extrakts wurde übrigens von der Firma Nestlé patentiert. Kritiker werfen dem Verfahren eine Denaturierung der Pflanze vor.

Mehr zum Thema: „Soja-Wahn“ – Wie eine Bohne ins Zwielicht gerät


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So machen sich Neue im Fitnessstudio lächerlich

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  • Sitzen.

Jemand stolpert in ein Fitnessstudio. Er sitzt 8 Stunden bei der Arbeit, fährt sitzend im Auto, wärmt sich sitzend auf dem Sitzfahrrad auf, trainiert im Sitzen an Geräten, pausiert sitzend auf dem Gerät und sitzt danach noch in die Sauna. Zu Hause sitzt er dann auf die Couch.

  • Festhalten.

Immer wieder lustig: Manche halten sich beim Laufen auf dem Laufband links und rechts fest. Natürlich wird im sog. Fettverbrennungspuls gelaufen, weil dann muss man sich nicht anstrengen. Dass dies Bullshit ist, wollen diejenigen nicht hören. Das Festhalten ist Ausdruck von Bequemlichkeit.

  • Isolieren.

Grundübungen wie Kreuzheben, Bankdrücken, Kniebeugen oder Klimmzüge sind viel zu anstrengend. Sie zu lernen erfordert Koordination zwischen mehreren Muskelgruppen. Daher wollen Anfänger viel lieber einzelne Muskeln isoliert an Geräten trainieren. Das ist bequemer und man kann dabei sitzen (siehe erster Punkt).

  • Schonen.

Der Mensch neigt zur Bequemlichkeit. Manche schonen sich ohne Not. Krafttraining wird nicht bis zum Muskelversagen gemacht und der Puls steigt bei Ausdauereinheiten niemals in den effizienten Bereich. Auch wird gerne das Laufen vermieden. Viel lieber stellt man sich auf völlig sinnfreie Crosstrainer, um die Gelenke zu schonen, die dann verkümmern und erstrecht instabil werden.

  • Warten.

„Oh nein Panik, mein Gerät ist belegt“, denken sich viele. Manche wissen nicht was sie alternativ tun können, wenn ihr planmäßiges Gerät besetzt ist. Sie stehen dann penetrant daneben und warten bis es frei wird. Dabei sind sie völlg ideenlos und wissen nicht, was sie stattdessen trainieren könnten.

  • Schnute ziehen.

Es ist echt amüsant. Viele unprofessionelle Besucher eines Fitnessstudios ziehen regelmäßig eine Schnute, als hätten wir seit 100 Tagen Regenwetter. Dabei wäre es doch so einfach mal zu lächeln, andere zu Grüßen und die richtigen Sportler nicht schief anzuschauen.

Was fällt euch noch ein? Ab damit in die Kommentare…! 😉


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Tabata-Training: Die geilsten 4 Minuten

Ernährungs- und Fitnesstrends kommen und gehen. Der neuste Hype dreht sich um das sog. Tabata-Training. Das tolle daran: Es kostet kein Geld; man muss es nur machen.

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Wer hat´s erfunden? Als Erfinder des Intervalltrainings „Tabata“ wird der Japaner Dr. Izumi Tabata genannt. Aber korrekt ist das nicht. Tatsächlich erfunden hat es Anfang der 90er der ex-Nationaltrainer des japanischen olympischen Speedskating Teams Irisawa Koichi. Dr. Izumi Tabata war der erste Wissenschafter, der diese Form des Intervalltrainings untersucht hat.

Um was geht´s? Es ist ziemlich einfach. Man macht für 20 Sekunden eine Übung und danach 10 Sekunden Pause. Dies wiederholt man 8 mal. Das Workout geht demnach genau 4 Minuten. Man kann hierzu 8 unterschiedliche Übungen nehmen, oder manche doppelt ausführen.

Was ist zu beachten? Tabata funktioniert nur mit Übungen, die möglichst viele Muskeln beanspruchen. Mit Bizepz-Curls wird man keinen Erfolg haben! Geeignet sind Liegestützen, Klimmzüge, Kniebeugen, kombinierte und variierter Bauchübungen, Strecksprung, Kreuzheben und viele andere. Wichtig ist, dass man in den 20 Sekunden absolut „all in“ geht.

Was wird versprochen? Die Werbung meint, dass 4 Minuten Tabata so effektiv seien, wie 1 Stunde Joggen. Dies ist genau das, was der Herr Dr. Tabata im Jahr 1996 wissenschaftlich herausgefunden hat. In der Studie aus dem Jahr 1996 haben nur 7 Probanten dieses Intervalltraining gemacht. Alle 7 waren Leistungssportler. Die Probanten gingen in der Studienphase tatsächlich „all in“ – holten also alles (oder mehr) aus ihren Körpern heraus. Nachfolgestudien haben Dr. Tabata bestätigt. Im klassischen Fitnesssport ist die Effektivität des 4-Minuten-Workouts sicherlich aus Gründen des Marketings überbewertet.

Was muss ich ansonsten beachten? Tabata-Training sollte auf keinen Fall zum Aufwärmen genutzt werden. Wer die 4 Minuten durchziehen will, muss gut aufgewärmt sein. Wer nach den 4 Minuten sofort Lust auf eine zweite Runde bekommt, hat die 8 Sätze nicht intensiv genug ausgeführt. Gegebenenfalls sollte man dann Zusatzgewichte verwenden (bei den Kniebeugen beispielsweise).

Warum ist Tabata so geil? Tabata eignet sich hervorragend als Abschluss eines klassischen Krafttrainings zum Cooldown, wenn man mal wirklich keine Zeit hat. Man benötigt nur 4 Minuten und ist danach völlig fertig. Durch den Nachbrenneffekt wird dem Tabata-Training eine verstärkte Fettverbrennung nachgesagt. Dies gilt im Übrigen für alle Formen des HIIT. Anders als bei „normalem“ HIIT kann bei Tabata der ganze Körper eingebunden werden.

Was kann Tabata nicht? Tabata kann ein klassisches Cardiotraining nicht ersetzen. Selbst wenn die Effektivität der 4 Minuten an 60 Minuten Joggen herankommt, können diese 4 Minuten niemals das Joggen oder Radfahren ersetzen. Die Vergleichbarkeit gilt nur für die Energieverbrennung (Fett & Blutzucker) aber nicht für alle Vorgänge im passiven oder aktiven Bewegungsapparat.

Was braucht man? Eine Stoppuhr ist unbedingt notwendig. Ganz nützlich sind auch Tabata-Apps, die man sich kostenlos runterladen kann. Diese Apps geben dann akustisch die 20 Sekunden Workout und 10 Sekunden Pause an. Manche Apps geben auch Übungen vor; diese kann man nehmen, muss man aber nicht. Es gibt auch spezielle „Tabata Tracks“, für alle, die Musik benötigen.

Ist Tabata etwas für Anfänger? Nein. Keine Form von hochintensivem Intervalltraining (HIIT) ist meiner Meinung nach für Anfangende geeignet. Wer nach jahrelangem Nichtstun mit dem Training anfängt, sollte zunächst ausloten, wie der Körper auf gesezte sportliche Reize reagiert. Für Tabata wird es in den meisten Fällen noch zu früh sein, auch wenn Hochglanzmagazine etwas anderes versprechen. Beim Tabata ist es wichtig, dass die bis zu 8 Übungen korrekt ausgeführt werden. Wer die Übungen unsauber ausführt, kann sich verletzen. Wer eine Übung nicht 20 Sekunden lang, hochimpulsiv und völlig verausgabend ausführen kann, sollte zunächst Grundlagentraining machen.

Was verspricht das Marketing? Das Marketing verspricht „4 Minuten Workout statt 60 Minuten Joggen“ und spricht damit gezielt faule Menschen an, die schnell und ohne Anstrengung Fell verbrennen möchten. Diese ist eine krasse Fehlinterpretation der wissenschaftlichen Ergebnisse den Herrn Dr. Tabata. Auch der Erfinder Irisawa Koichi hatte nie diesen Gedanken; er hat das Intervalltraining für Leistungssportler erfunden. Sprüche wie „Mit 4 Minuten täglich zur Traumfigur“ sollte man nicht zu ernst nehmen.

Was ist der Nutzen von Tabata? Man kann durch Tabata Zeit sparen, wenn man das klassische Coldown-Cardio extrem effektiv ersetzen möchte. Man bringt Variationen in den Trainingsplan und setzt neue Reize. Der komplette Körper wird mit Blut vollgepumpt, hierdurch gelockert und mit Nährstoffen versorgt. Nach den 4 Minuten liegt man oft postkoital auf der Trainingsmatte – das Gefühl ist unbeschreiblich.

Ist Tabata auch für Männer? Ja. Wenn sie es durchhalten.

Welchen Tipp hab ich sonst noch? Meiner Meinung nach sollte man Tabata nicht als eigenständige Art zu trainieren sehen. Es ist vielmehr eine Ergänzung zum Ende eines klassischen Fitnesstrainings. Zum Auslaufen (Cooldown) ist es sehr geeignet. Auch muss man für Tabata sehr gut aufgewärmt sein. Daher ist es mit „4 Minuten täglich“ nicht getan. Tabata ist dann am besten, wenn man vorher schon 60-90 Minuten Sport getrieben hat. Tabata ist der genüssliche Abschluss des Trainings. Ein Fitnessorgasmus wenn man so will.


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Sich selbst nackt im Spiegel schön zu finden, muss kein Geld kosten

Wir alle haben „diese eine“ Freundin, die Übergewicht hat und damit unzufrieden ist. Die Ernährung möchte sie nicht ändern und für regelmäßigen Sport fehlt die Motivation. Also müssen pseudowissenschaftliche Vodooversprechen her.

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Neulich erzählt mir eine übergewichtige Person, sie wolle entschlacken. Nach interessiertem Nachfragen meinerseits bekomme ich erklärt, dass hierdurch der Körper entgiftet würde. Ich fragte sie schockiert, warum sie denn vergiftet sei und empfahl ihr zum Arzt zu gehen, denn mit Vergiftungen sollte man nicht spassen. Ich ernte Augenverdrehen. Am liebsten hätte ich gesagt: „Du bist nicht vergiftet sondern zu fett!“, aber es ist ein für die Freundschaft relevanter Faktor, dies nicht zu sagen. „Die Entschlackung kostet nur 49,99€“, höre ich. Na dann.

Nur 3 Wochen später kommt die nächste Verschwörungstheorie. Nach der eingebildeten Vergiftung sei nun ihr Bindegewebe verklebt. Sie nennt es natürlich nicht Bindegewebe, sondern Faszien. Hierbei handelt es sich um die neuste Fitness-Sau, die von Geschäftemachern durchs Dorf getrieben wird. „Das Kennenlernprogramm kostet nur 70€“, höre ich. Und wieder denke ich: „Dein Bindegewebe ist nicht verklebt. Du bist einfach nur zu fett“, aber ich verkneifs mir auszusprechen.

Ich habe das Gefühl, dass viele Frauen morgens aufstehen, sich nackt im Spiegel betrachten und sich dann die Frage stellen: „Wem kann ich heute mein Geld geben, damit ich besser aussehe?“ Dabei wäre es so einfach und so günstig! Wer sich nackt im Spiegle nicht schön findet, sollte 2 Dinge tun. Erstmal die Ernährung umstellen und mit z.B. KOSTENLOSEM MacroTracking zur Wunschfigur kommen. Als zweites sollte man hundsgewöhnliches Fitnesstraining machen. Dies besteht aus Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Pillen, Pulver, Shakes, Superfood und den ganzen anderen Müll braucht man eigentlich nicht.

Wenn jemand euer Geld will, dann stimmt was nicht! Und hört verdammt noch mal damit auf, irgendwelchen Scharlatanen und Strukturvertrieblern dauernd euer Geld zu geben. Wer nackt im Spiegel schön sein will, muss sein Leben ändern. Man kann sich aus den Sünden der Vergangenheit nicht mit Chemie und Pseudowissenschaft freikaufen.

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Wie wirken BCAA?

Für die Rubrik „Health beginne ich eine neue Serie namens Wie wirkt“. Hier sollen gute aber auch nutzlose Nahrungsmittel(ergänzungen) vorgestellt werden.

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  • Teil 1: Wie wirken BCAA?

Die Abkürzung BCAA bedeutet „Branched Chain Amino Acids“, also zu Deutsch verzweigtkettige Aminosäuren. Sie werden eigentlich nur im Sport als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Die drei essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin werden nicht in der Leber, sondern in der Muskulatur verstoffwechselt. Doch eines muss man erwähnen: BCAA haben KEINE WIRKUNG. Zumindest haben sie keine leistungsstärkende Wirkung, denn es handelt sich um eine Nahrungsergänzung. Neben einigen Marketinggags gib es tatsächlich eine antikatabole Wirksamkeit. Bei einer längeren Unterversorgung an Kalorien greift der Körper oft auch auf muskuläre Strukturen zurück. Hierbei können die BCAA, vor allem Leucin und Valin, dazu beitragen, dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Eine Supplementierung mit BCAA kann sinnvoll sein, wenn jemand über einen längeren Zeitraum ein Kaloriendefizit hat und seine Muskulatur schützen möchte.

Nebenwirkungen: BCAA sind Aminosäuren, die in einer normalen Ernährung vorkommen. Daher gibt es kaum Nebenwirkungen. Wer mehr BCAA konsumiert als er benötigt, entwickelt nicht etwa mehr Muskulatur beim Training, sondern scheidet die überschüssigen Aminosäuren wieder aus. Problematisch bei manchen Produkten sind nicht die BCAA sondern die Beistoffe. BCAA-Pulver wird oft mit Süßungs- und Geschmacksstoffen aufgepeppt. Kapseln können besser sein.

Wer keinen Leistungssport betreibt oder nicht in einem Kaloriendefizit lebt, braucht meiner Meinung nach keine BCAA.

Lesetipp: 4 Nahrungsergänzungsmittel, die fast niemand braucht


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4 Nahrungsergänzungsmittel, die fast niemand braucht

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist inzwischen ziemlich gaga. Formell gehören sog. Supplements zum Lebensmittelrecht, auch wenn sie oftmals mit Gesundheitsversprechen werben. Die folgenden Produkte braucht meiner Meinung nach fast niemand.

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  • Synthetische Vitamine. Die Vitamine E, D, K und A sind fettlöslich, und können daher über viele Wochen, sogar Monate, vom Körper gespeichert werden. Andere Vitamine sind wasserlöslich und verharren nur wenige Tage im Körper. Insbesondere Vitamin-C wird heutzutage vielen Lebensmitteln als Ascorbinsäure  zugesetzt. Eine Zunahme von synthetischen Vitaminen ist bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig. Vitaminmangel macht krank. Vitaminüberschuss auch!
  • Sojaprotein. Es gibt keinen rationalen Grund, Sojaprotein zu kaufen, denn es gibt weitaus bessere Proteinquellen. Die Sojapflanze ist ohnehin nicht als Eiweißquelle geeignet. Damit die Proteine isoliert werden, ist HighTech notwendig. Die biologische Wertigkeit ist eher schlecht und erinnert an Viehfutter. Hersteller von Supplements nehmen Soja sehr gerne, weil sie dann vegan, laktosefrei, glutenfrei und „rein pflanzlich“ auf die Packung schreiben können. Zudem ist Sojaprotein in der Herstellung sehr günstig. Besser ist das klassische Molkenprotein oder für Veganer Produkte wie z.B. Erbsenprotein.
  • Fett pur. Es gibt tatsächlich Menschen, die kaufen Fett in Kapseln und nehmen es ein. Kein Witz! In der Regel handelt es sich um Fischölkapseln mit sog. Omega 3 Fettsäuren. Aber es ist und bleibt pures Fett. Konsumenten dieser Produkte bilden sich ein, durch die Omega 3 Fettsäuren gesünder zu werden, indem sie diese zusätzlich zur ungesunden Ernährung einwerfen. Hierbei entsteht die Illusion, das „gesunde Fett“ würde das „ungesunde Fett“ verdrängen.
  • Eiweiß in Süßigkeiten. In letzter Zeit schwappt ein neuer Trend aus den USA nach Europa. Marken wie Snickers oder Mars bieten inzwischen von ihren Schokoriegeln eine Proteinversion an. Mit diesem Werbegag sollen Kunden aus dem Fitnesslifestyle angesprochen werden. Proteine gelten als gesund und gut. Doch die Produkte sind und bleiben Süßigkeiten! Die Zutaten sind erschreckend. In der Protenmischung ist dominierend hydrolysiertes Kollagen zu finden (Schlachtabfälle!). Die sog. biologische Wertigkeit ist fast Null. Ein „Protein-Riegel“ der beiden Hersteller hat fast so viele Kalorien wie 450ml Cola. Dies liegt daran, dass neben dem eher schlechten Eiweiß auch viel Fett und Zucker enthalten ist.

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